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BDP erkennt BSc Psychology NICHT an!


Wendy

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Das ist zwar richtig, dennoch sollte sich der BDP den neuen Gegebenheiten anpassen und seine Entscheidungen nicht auf irgendwelche Urteile von Anno 1983 stützen. Es heißt ja noch lange nicht, nur weil der Bachelor weniger Aufwand umfasst als das Diplom, dass er weniger qualifiziert sei. Die Studieninhalte sind ja andere und auch anders aufgezogen. Das muss eben überprüft werden inwieweit dann der Bachelor der Uni XYZ in das Bild eines echten Psychologen passt. Wird ja auch schon so gemacht wie ich das bei denen auf der Page sehe. Wie intensiv das betrieben wird darüber weiß ich nicht bescheid. Generell ist es gut das es da eine Kontrollinstanz gibt, aber die muss sich auch auf dem aktuellsten Stand der Dinge halten.

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Hallo,

welche Module /Themen gibt es denn an dieser OU? Was hat es mit diesem 'kein Abitur nötig' auf sich? Ist es das gleiche wie hier in D, dass man als beruflich qualifziert einsteigen kann, oder einfach so? Wie wissenschaftlich ist das BA-Studium an der OU? Muss beim Praktikum auch etwas kleines erforscht werden?

Das Psychologie-Studium in Hagen ist schon sehr kompakt...von daher...(aber dass man danach kein Psychologe ist, ist mir eigentlich klar. Wir haben keine Live-Versuchspersonenstunden wie es an einer Präsenzuni wäre...und natürlich fehlt die klinische völlig).Und trotzdem kann man jede Menge mit dem BA anstellen.

Ps: An der Fu lernt man übrigens auch Details über den BDP und über alle anderen Organisationen, die es so gibt....aber klar, an der OU lernt man höchstens die von GB und die europäischen, oder?

Lg

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Den möglichen Studieninhalt eines BSc (hons) Psychology findet man hier. Über den genauen Inhalt des Psychologie Studium kann ich Dir nichts berichten, da ich selbst Mathematik an der OU studiere.

Die Open University ist eine von drei offenen Hochschulen in Europa (die beiden anderen sind in den Niederlanden und Spanien). Das Konzept der Offenen Hochschule besagt, dass jedermann ab einem bestimmten Alter (Ausnahmen bei Hochbegabung möglich) zum Studium zugelassen werden, denn es zählt das Ziel nicht der Anfang. Bei der OU muss man über ausreichende Englischkenntnisse verfügen und mind. 16 Jahre alt sein, um sich für ein Modul registrieren zu können.

LG, Ines

PS. Kannst Du bitte etwas auf Deine Formatierung acht geben, ich finde Deinen Beitrag schwer lesbar.

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  • 1 Jahr später...

Ich weiß, dass dieser Thread schon älter ist und wollte dennoch eine Aussage hier korrigieren, da gerade darauf verlinkt wird und die Aussage sonst unkommentiert gelesen wird. :)

Das Psychologie-Studium in Hagen ist schon sehr kompakt...von daher... (aber dass man danach kein Psychologe ist, ist mir eigentlich klar. Wir haben keine Live-Versuchspersonenstunden wie es an einer Präsenzuni wäre...und natürlich fehlt die klinische völlig).

Ganz so klar finde ich das gar nicht. Zunächst jedoch eine Anmerkung: Dass man nach dem Bachelor in Psychologie kein "Psychologe" ist, hat absolut gar nichts mit der Fernuni Hagen zu tun, sondern gilt auch für alle anderen Universitäten. Die Live-Versuchspersonenstunden haben damit überhaupt nichts zu tun (wie sollten sie es auch?) - zumal man auch an der Fernuni Live-Versuchspersonenstunden machen kann. Genausowenig hat die "fehlende" klinische Psychologie etwas mit der Bezeichnung "Psychologe" zu tun. Man kann auch mit einem anderen Schwerpunkt Psychologe werden - auch mit dem Fernstudium in Hagen darf man sich nach dem Master als Psychologe bezeichnen.

So, zurück zur Klarheit: Ich bin mir nicht sicher, ob ich es gut oder schlecht finde, erst nach dem Master die Bezeichnung "Psychologe" nutzen zu können. Einerseits bin ich sehr davon überzeugt, dass der Bachelor alleine als Studium nicht dem alten Studium nahe kommt. An meiner Präsenzuni komme ich jetzt in das dritte Jahr und könnte bald mit dem Bachelor fertig sein - dabei habe ich das Gefühl erst so langsam wirklich anzufangen zu studieren und bisher nur an der Oberfläche gekratzt zu haben (wahrscheinlich würde das an-der-Oberfläche-Kratzen aber erst irgendwann lange nach dem Dr. aufhören).

Andererseits ist natürlich für mich ein bisschen unpraktisch, da ich schon in einem anderen Fach einen Master machen werde, will ich wahrscheinlich nicht auch noch in Psychologie den Master anhängen. Ich denke, dass die berufliche Akzeptanz schon steigt, wenn man sich tatsächlich Psychologe nennen darf. Allerdings wird jeder gute Personaler hoffentlich wissen, dass das nichts mit der Fernuni zu tun hat, sondern lediglich daran liegt, dass die Bezeichnung "Psychologe" erst nach dem Masterstudium "erlaubt" ist.

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Hallo zusammen,

offensichtlich habe ich hier die letztjährige Diskussion übersehen, aber ich möchte den aktuellen Beitrag von "Zitrone" zu einigen Klarstellungen nutzen:

1) Der BDP hat keine Kammerfunktion - seine Statuten, Normen, Empfehlungen haben somit keinen rechtlich verbindlichen Status.

2) Der BDP kann als Verband die Kriterien bzgl. einer Mitgliedschaft festlegen, wie er will.

3) Der BDP hat lange gebraucht, um sich mit dem Bologna-Prozess anzufreunden - das Ende vom Lied bestand in der Gleichsetzung von "Diplom = Master" in der Innenregelung gemäß (2).

4) In seiner "Aussenpolitik" nutzt der BDP das Verbraucherschutzurteil, um die Gleichsetzung gemäß (3) als Standard zu definieren.

5) Der Gesetzgeber definiert den Bachelor als ersten berufsqualifizierenden Abschluss - der BDP argumentiert, dass der Bachelor-Abschluss nur zu nicht-eigenständigen Tätigkeiten qualifiziert (O-Ton: "Unter Anleitung eines Diplom-Psychologen / Master-Absolventen"). Entsprechende Vereinbarungen mit dem Öffentlichen Dienst sind in der Vorbereitung.

Fasst man das Ganze zusammen, ergibt sich folgendes Bild:

1) Ob die Haltung des BDP durchsetzbar ist, ist letztlich Frage der Gerichte: Einerseits der Wille des Gesetzgebers (incl. der gesetzeskonformen Akkreditierung der entsprechenden HS-Abschlüsse, die der BDP für eine Mitgliedschaft nicht anerkennt) und andererseits das Sich-Berufen auf das "Psychologe = Diplom-Psych."-Urteil.

2) Man kann beruflich erfolgreich sein (egal im welchen Bereich der akademischen Psychologie), ohne je Mitglied im BDP gewesen zu sein.

3) Wenn ich die Entwicklungen der letzten Jahre richtig deute, sinkt die Akzeptanz des BDPs bei den Praktikern aufgrund der Marktferne der eigenen Politik (hier kann ich nur für die Wirtschaftspsychologie sprechen). Bei den KLIPS stößt die Politik des BDP an der Stelle sauer auf, wenn deutlich wird, dass das eigene Klientel benachteiligt wird: Man kann mit einem Bac. in Soz.päd. Kinder- und Jugendpsychotherapeut werden - als Psychologe benötigt man den Master.

4) Für die Wirtschaftspsychologie würde ich erwarten, dass es irgendwann zu einer Absetzbewegung kommt: In den 50iger Jahren haben sich die Wirtschaftsingenieure aus dem VDI herasugeschält, weil deren Gegenstand und die theoretischen Grundlagen eben in Teilen andere als die der Ingenierure waren. Und für die WPS gilt: WPS ist ebenso interdisziplinär - und nicht Psychologie mit etwas AO und einem Mini-Anteil von BWL (zumal an den FHS schon Wirtschaftspsychologie studiert wurde, bevor der BDP seine Sektion "Wirtschaftspsychologie" gegründet hat).

5) Momentan ist ja das Psychotherapeuten-Gesetz in der Revision - ich bin mal gespannt, ob der Passus "Zugangsvorausstzung Universitätsstudium" bleiben wird.

Last not least ist zum juristischen Aspekt zu ergänzen: Der BDP verbindet Verbraucherschutz mit der formalen Qualifikation in einem Studium gemäß seiner eigenen Curriculumsvorstellung. Ob er es sich leisten kann, einen Teil seines eigenes Klientels bei einer entsprechenden Auseinandersetzung gegen sich aufzubringen, wird abzuwarten bleiben: Es gibt nämlich etliche Personen, die sich "Wirtschaftspsychologe" o.ä. nennen, und nie AO-Psychologie studiert haben.

Nochmals für die KLIPS-Studies: Es genügt, wenn Sie sich die Aufnahmevoraussetzungen bei den Ausbildungsstätten anschauen und die entsprechenden Anforderungen erfüllen - eine BDP-Mitgliedschaft werden Sie dort als Voraussetzung nicht finden.

Viele Grüße und viel Erfolg

Prof. Dr. Rüdiger Reinhardt

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