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Durchschnittsnoten Fernstudium / Präsenzhochschule


jammjamm

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Elke hat das Argument von Markus ja bereits näher erläutert.

Das Untersuchungsthema "motivieren Kosten" erscheint allgemein jedoch durchaus interessant. Hierbei sollten aber nicht Fernstudiengebühren im Fokus stehen, sondern Präsenzhochschulen mit ins Boot genommen werden. Zwischen Gratis-Präsenzstudenten und Zahlenden-Präsenzstudenten wird es hier sicher auch Motivationsunterschiede geben.

Nach dem Abitur landen viele Leute erstmal im Studium. Warum? Weil Sie es nicht besser wissen. Da wird nochmal der Studiengang gewechselt weil es nicht das ist was erwartet wurde oder früher oder später wird allgemein das Projekt Studium abgebrochen (wegen Familiengründung, Freizeitjob wird Vollzeitjob, Chance auf Ausbildung, etc.). Diese Gruppe ist in einem Präsenzstudium stärker vertreten als in seinem Fernstudium. Da stolpert man nunmal nicht einfach hinein.

Ebenso gibt es natürlich auch viele Abbrecher im Fernstudium, wie es auch hochmotivierte/begabte Präsenzstudenten gibt. Beide Studienformen haben beide Menschengruppen.

Die Interpretation Anti-Geiz-Philisophie "weil es viel kostet muss ich es haben" von Whitepaper wurde ja bereits kritisiert. Sie wird auf Fernstudiengänger vermutlich nur selten zutreffen. Interessant wäre die Untersuchung wie es mit Elite-(Präsenz)Hochschulen (oder allgemein Privatschulen) aussieht. Wobei hier ja auch der Ruf entscheidend ist und daher ein hoher Preis durchsetzbar wird.

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Moin Moin,

ich hab heute erst diesen Thread gelesen und wollte meine Anmerkungen dazu schreiben. Ich habe selbst an FH Lübeck Vorlesungen gehalten und zwei meiner Kollegen auch gefragt. das ganze ist schon ein paar Jahre her und natürlich nicht repräsentativ und auch nicht wissenschaftlich, aber es ist interessant.

Ansatz unserer Untersuchnung war:

Gleicher Dozent, gleicher Kurs und gleiches Skript und sogar gleiche Klausur in der Präsenzvorlesung, als auch im Online-Studium. Es gab natürlich auch Unterschiede, z.B. die Studiengänge, das Alter, die Motivation, die Erfahrung. Im Online Studium sind die Studierende älter, haben Berufserfahrung und müssen bezahlen etc.

Das Ergebnis war dann auch wie erwartet:

Die Online Studierenden hatten im Schnitt um 0,7 bessere Noten.

Das Resultat für mich war, dass man sicherlich nicht zeigen kann, dass ein Online-Studium effektiver ist. Dafür sind zu viele Randparameter unterschiedlich und man kann das nicht beweisen. Es zeigt jedoch, dass auch Online eine absolut einwandfreie Qualität unterrichtet werden kann, was damals noch diskutiert wurde (meine Ergebnisse sind von 2006, also vor dem Zeitalter der Videokonferenz und Moodle bei uns).

Beste Grüße aus dem Norden

Andreas

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Ich habe diesen Thread natürlich nicht ganz gelesen und mir erscheinen diese Diskussionen über Motivation etwas übertrieben. Unsere Erstsemesterevaluation hat ergeben, dass die meisten Weiterbildungsstudenten aus Motivation studieren. Sie wollen einfach ihren Horizont erweitern und "schlauer" werden. Ja das gibt es noch :-)

Danach kommen natürlich neue Tätigkeitsfelder und Karrieregrenzen ohne Abschluss, was natürlich meist in höherem Gehalt endet. Das höhere Einkommen steht aber deutlich dahinter.

Ich persönlich sage immer, ein Studium ermöglicht später eine Position zu haben, in der man selbst stuern kann, anstatt gesteuert zu werden. Man erhält Freiraum. Das Gehalt ist dabei sekundär, aber wenn es höher ist, nimmt man es gerne mit.

Welches Motiv nun ehrenvoller ist, das überlasse ich gerne anderen.

Grüße aus dem Norden

Andreas

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Und genau deswegen, nämlich weil die betrachteten Gruppen nicht gleich sind, ist ein Vergleich unsinnig...

Wieso man whitepaper hier so angeht erschliesst sich mir auch nicht so ganz. Ihr macht es doch genau indem ihr die Motivation trotz Familie und aus Karrieregründen neben der Arbeit zu studieren als gaaaanz hoch lobt? Ist denn die Motivation aus Interesse zu studieren weniger wert?

Im Endeffekt ist ein Fernstudium besser strukturiert und erfordert weniger eigene Recherche und weniger Herumschlagen mit unverständlicher Standardliteratur. GenU das sollen und müssen die Präsenzstudenten aber eben lernen. Das ist Ziel einer Hochschulausbildung...

ich denke, dem Arbeitgeber wird es letztendlich egal sein, wieso du das kannst, was du kannst. Hauptsache du kannst es.

andere Frage:

wenn du dich von einem Steuerberater beraten lässt, ist es für dich relevant, wieso derjenige Steuerberater geworden ist? ob es Interesse am Fach ist oder einfach nur die Tatsache, einen gefragten Job zu haben, gut zu verdienen etc? ich denke, nein.

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Das Gehalt ist dabei sekundär

Das glaube ich ja nun wirklich nicht ;) ... schon gar nicht wenn man 10-15tsd EUR investiert hat.

aber wenn es höher ist, nimmt man es gerne mit.

Das wiederum klingt zwar sehr gutmenschlich... aber im Umkehrschluss heisst das, dass ein toller Job auch mal bei gleichem Gehaltsniveau bleiben darf.

Es ist auch hier meine eigene Meinung und ich habe auch hier vllt. eine weniger verklärte Sicht der Dinge ... aber wie bei der Studienmotivation die monetär beeinflusst sicherlich einen extra Druck erzeugt, sehe ich auch bei solchen Themen das Geld als treibenden Teilfaktor.

Im Umkehrschluss kann man natürlich sagen, wer aus reiner Wissbegierigkeit studiert und hinterher einfach nur aus Interesse einen besseren Job bei gleichen Konditionen macht ist vllt. total erfüllt ... hatte aber sicherlich vorher schon genug Geld in der Tasche um das ganze überhaupt anzugehen.

Ich selbst habe Geld knallhart sparen müssen und habe bereits jetzt etwas davon - ohne die Gehaltssteigerungen die ich jetzt schon erzielt habe würde ich die Bildungsrendite ganz klar anders betrachten. Das mag für Geisteswissenschaften ganz anders sein und Präsenzstudenten ohne Berufserfahrung oder ohne richtiges Gespür für den Stellenmarkt mögen das auch anders sehen ... aber der Fernstudent, der z.B. BWL studiert tut das wegen Geld und trotz des Geldes.

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Ich denke, jeder hat seine persönlichen Erwartungen, bei dem einen spielt das höhere Gehalt eine große Rolle, bei dem anderen stehen andere Dinge stärker im Vordergrund. Da gibt es kein Richtig oder Falsch;

Für mich steht z.B. bei der Arbeit gernell das "Gesamtpaket" im Vordergrund. Das bedeutet, neben dem Gehalt die restlichen Konditionen, wie:

- interessiert mich der Arbeitsbereich?

- kann ich eigenverantwortlich arbeiten?

- wie sind die Arbeitszeiten?

- wie lange ist der Arbeitsweg?

- wie ist das Betriebsklima?

- wie hoch ist die Bezahlung?

(Reihenfolge war jetzt beliebig).

Was wem wichtig ist, muß dabei aber jeder für sich selbst entscheiden.

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Nun, egal ob man Geisteswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften oder Naturwissenschaften studiert - irgendwie will und muss man sich ja hinterher ernähren von dem Job, den man dann ausübt.

Wer nur um des reinen Interesses willen studiert, der muss wissen, woher das Geld für Miete, Brot und Butter kommt. Und gerade dann, wenn jemand öffentliche Bildungseinrichtungen wie die Präsenzunis in Anspruch nimmt, dann sollte er wissen, dass sein Studium Geld kostet. Geld, das er erst noch verdienen und in Form von Steuern zurückzahlen muss an "den Staat". Denn sonst lässt er sich seinen Wissenserwerb von der Putzfrau, dem Metzger und dem Lokführer bezahlen.

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Nun, egal ob man Geisteswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften oder Naturwissenschaften studiert - irgendwie will und muss man sich ja hinterher ernähren von dem Job, den man dann ausübt.

Wer nur um des reinen Interesses willen studiert, der muss wissen, woher das Geld für Miete, Brot und Butter kommt.

Davon war aber nicht die Rede, oder?

Zwischen "besseres Gehalt" und "sich (gut) ernähren können", ist ja ein Unterschied.

Jemand, der bereits "normal" verdient, kann mit dem Studium ja neben einem besseren Gehalt auch vorrangig andere Ziele verfolgen, warum auch nicht? Alleine mehr Sicherheit auf dem Arbeitsmarkt ist heutzutage nicht zu unterschätzen.

Und "rein um des Interesses willen" ohne jegliche Verbesserung irgendeiner Art auf dem Arbeitsmarkt, studieren ja wohl die wenigsten; das sind vermutlich doch eher die reiferen Jahrgänge oder Senioren, die ihren Lebensunterhalt bereits anderweitig bestreiten.

Aber ich denke die Großzahl aller Studierender hat wohl vor, zu studieren, um damit den Lebensunterhalt zu verdienen.

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  • 2 weeks later...

(das post ist nicht gelöscht ... ich hatte einen letztpost in ein vorheriges eingefügt, um mich auszuklinken. das letzte post konnte ich nicht mehr komplett entfernen, und habe daher nur "gelöscht" vermerkt -... wurscht)

ich füge einfach einmal zitate ein :

(sascha spoun, "erfolgreich studieren", 2005, s.25/6 - ... kleines buch zur guten standardeinführung für übrigens sozial- und wirtschaftswissenschaften: )

"im idealfall liegt die sog. intrisische motivation vor. das ist dann der fall wenn eine person eine handlung um ihrer selbst willen, wegen der ihr innewohnenden anreize ausführt. vereinfacht gesagt besteht hier 'echtes interesse' am lerngegenstand. [verweis auf grotian/beelich 1999]

... es hat sich gezeigt, dass sich intrinsisch motivierte studierende meist effektiver lernen. ..."

derlei anhänge können sich sicherlich erweitern, sind nur aus einführungsliteratur gewählt zu untersuchungsumstand, da hier hinreichend einfach.

sich also hier von verkäuferaccounts (eindeutige marktwirtschaftliche und werbeorientierte interessen an forumspräsenz und diskussionsteilnahme) vorwerfen lassen zu müssen, 'weltspinnerein' o.ä. nachzugehen, wenn man tatsächlich aus interesse studien betreibt - entbehrt doch schon jeder wissenschaftlichen grundlage ... neben sonst vielleicht auch anderweitig naheliegender.

natürlich:

wenn es darum geht, die nächste garnison "zu guttenbergs" heranzucoachen, weil sie gute dauerkunden im vermarkungskomplex um schein&sein bedeuten, kann man zu derartigen darstellungen gratulieren ...

wem es um inhalte geht, kann man nur "gute nacht" sagen zu solchen simplicissimi - und das in bezug auf derart getrimmte kommilitonenschaft und ihrer 'teilnahme' an der sache wie auch jeder position, die sie mal bekleiden, jede verantworung, die sie mal wahrnehmen werden. ... ob als geisteswissenschaftler oder als manager und wirtschaftsprüfer.

(sind eigentlich grundlagen auch pädagogischer forschungsfelder ... bringen aber natürlich weniger zahlwillige laufkundschaft, die "halt schnell mal diese studien abhaken will, sich möglichst schnell scheine stempeln lassen, weil man dann jene gehalts-/machtposition einnehmen kann.)

aber eben: schein & einfach regiert - zumindest immer phasenweise.

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