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Markus Jung

Stiftung Warentest testet BWL-Fernlehrgänge - Gewinner: Euro-FH - Verlierer: HFH

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Nach der vergleichenden Übersicht über BWL-Fernstudiengänge und Fernlehrgänge im letzten Jahr hat die Stiftung Warentest nun einen Test von nicht-akademischen Fernlehrgängen aus dem Bereich BWL durchgeführt, der im test Spezial Karriere 2012 veröffentlicht wurde. Das Heft kann für 7,80 Euro erworben oder direkt als PDF heruntergeladen werden.

Getestet wurden Angebote ohne akademischen Abschluss von AFW, AKAD Kolleg, Euro-FH, Fernakademie, HAF, HFH, ILS, IWW und SGD. Dazu hat die Stiftung Warentest Teilnehmer in die Lehrgänge geschickt und außerdem Vertragsunterlagen etc. getestet.

Die Stiftung Warentest hat richtig erkannt, dass Fernakademie, HAF, ILS und SGD alle zur Klett-Gruppe gehören (und sogar das gleiche Material verwenden), dabei aber übersehen, dass auch die Euro-FH zu Klett gehört.

Testsieger ist der Fernlehrgang "Betriebswirtschaft und Management" der Euro-FH (Note 1,8), das Schlusslicht bildet die HFH Hamburger Fern-Hochschule mit dem Fernkurs "Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre" (3,1).

In dem Karriereheft der Stiftung Warentest findet sich unter anderem auch noch ein allgemeiner Artikel zum Thema Fernunterricht, der besonders die Flexibilität, aber auch die besonderen Anforderungen dieser Lernmethode herausstellt sowie eine Übersicht über verschiedene "Qualitätssiegel" wie ZFU-Zulassung, DIN ISO 29990, AZWV-Zulassung usw.

Bearbeitet von Markus Jung

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Ich finde den Test nicht gerade aussagefähig.....

Die Bewertung zum Inhalt ist einfach schlecht, weil bei der HFH z.B. Marketing in einem weiteren Modul abgehandelt wird. Das sollte zumindest erwähnt werden.

Insgesamt stellt dieser Test die ungerechtfertigt HFH in ein schlechtes Licht....

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Das aktuelle Heft kenne ich nicht, jedoch finde ich grundsätzlich Stiftung Warentest bei der Testung von Produkten besser als bei der Bewertung von Dienstleistungen. Da habe ich doch manchmal den Eindruck, dass die "Tester" sich nicht sehr umfangreich mit dem auseinander setzen, was wirklich die Qualität einer Dienstleistung ausmacht.

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Außerdem ist auch der Service bei der HFH nicht zu unterschätzen - mit deutlich mehr Standorten als bei der Euro-FH.

Letztendlich wurde auch nur ein Zertifikatstudium getestet und allein deshalb ist der Test Schund, zumal das nicht auf den ersten Blick für den Laien erkennbar ist.

Wenn ich schon eine Fern-Uni bewerte, muss ich auch ein komplettes Studium "testen" und mit anderen Studiengängen vergleichen.

Diese Stichprobe ärgert mich richtig. Das wirft ein schlechtes Licht auf alle HFH-Studenten!

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Zerfitikatskurs ist Zerfitikatskurs. Dass das Material auch für die Studenten (im eigentlichen Sinne) genutzt wird, ist ja was anderes.

Ich freue mich natürlich auch nicht über das Urteil, aber da ich bei den anderen Anbietern keine Erfahrungen gesammelt habe und die Aussagen von StiftungswarenTest ebenfalls nicht kenne, kann ich mir über das Testurteil kein Urteil erlauben.

weil bei der HFH z.B. Marketing in einem weiteren Modul abgehandelt wird.

Haben die anderen Kurse denn Marketing mit drin? Wurde Marketing vermisst? Ich verstehe gerade den Bezug nicht.

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Den kompletten Test kenne ich nicht. Aber ich finde es macht keinen Sinn nichtakademische Lehrgänge mit akademischen Zertifikatsstudiengängen zu vergleichen. Von daher ist das Ergebnis für mich nicht aussagekräftig.

Oder wurden Lehrgang und Studium getrennt bewertet?

Bearbeitet von Nevis

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Aus Interesse habe ich im WebCampus angefragt, worin denn aus Sicht der HFH das Abschneiden des Fernkurses begründet ist.

Die Antwort ist meiner Meinung sehr interessant, ich möchte sie aber nun nicht 1:1 mit Namen des Mitarbeiters hier posten.

Inhaltlich geht es darum, dass der Kurs der HFH eben der Kurs Allgemeine BWL ist. Ein Modul im Studiengang BWL und WIng. Der Kurs dauert 6 Monate und kostet 430 EUR.

Andere Kurse die getestet wurden dauern bis zu 16 Monate und kosten weit über 2.500 EUR. Zudem hat die Stiftung Warentest wohl die Kurse nicht nach fixen Kriterien (wie einem gleichen Curriculum) ausgewählt, sondern in der ZFU-Datenbank nach Begriffen wie "Wirtschaft" oder "BWL" gesucht.

Somit wird natürlich das Einzelmodul, dass nur Grundlagen vermittelt im Vergleich mit einem kompletten BWL-Zertifikatsstudiengang zu kurz, da die Module Rechnungswesen oder Marketing nicht vorkommen.

Der Äpfel-Birnen-Vergleich ist somit komplett und den Bärendienst für die HFH-Studenten hätte sich die Stiftung Warentest sparen können. Glücklicherweise steht die HFH als eine der größten privaten Fernhochschulen für ein durchdachtes und erfolgreiches Studienkonzept, dass seit Jahren ohne große Werbebemühungen auskommt.

Somit eigentlich schade, wenn gerade ein Modul in dem man einmal "schnuppern" kann, wie es an der HFH zugeht ungerechtfertigerweise so einen Stempel aufgedrückt bekommt.

Ich lade aber hiermit alle Interessenten so eines Moduls ein, sich hier im Forum und im Blog umzusehen - so schlimm kann das ganze nicht sein ;)

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Mir liegt nun auch die Stellungnahme eines Mitarbeiters der HFH, Dipl.-Kfm. Hans-Peter Schöllhorn, vor:

Als einer der zahlreichen wissenschaftlichen Mitarbeiter und Modulverantwortlichen im Fachbereich Wirtschaft der HFH und deren Vertreter im Fachbereichsrat ist es mir ein besonderes Anliegen, auf dieses Thema einzugehen. Schließlich sind wir alle die meiste Zeit des Jahres damit beschäftigt, unsren Studierenden das Studium durch qualitativ hochwertige Studienbriefe so weit wie möglich zu erleichtern.

Zunächst wäre es natürlich gut, wenn man sich anhand der Lektüre des betreffenden Artikels selbst einen vollständigen Eindruck verschaffen könnte. Man müsste sich dazu aber bei Interesse den Artikel oder das komplette Heft direkt von der Webseite der Stiftung Warentest herunterladen oder das Heft kaufen.

Vom Tenor her ist schon Vieles von dem gesagt, was auch meiner Ansicht entspricht. Das Fazit zuerst: Man hat, wenn man es einmal etwas salopp ausdrücken will, schlicht die berühmten Äpfel mit den berühmten Birnen verglichen.

Es wurden Kurse von zwischen 6 und 16 Monaten Dauer verglichen. Der HFH-Kurs dauert 6 Monate. Getestet wurden Kurse mit Kosten von bis zu 2.720 Euro. Der HFH-Kurs kostet 430 Euro. Inhaltlich wurden die meisten Kurse für gut bis sehr gut befunden – bis auf den HFH-Kurs. Woran liegt das? An den Äpfeln und den Birnen. Denn die Stiftung Warentest hat sich aus der Datenbank der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) bedient und mit einer Volltextrecherche nach den Begriffen „Wirtschaft“, „Betriebswirtschaft“ und „Betriebswirtschaftslehre“ auch den HFH-Kurs zutage gefördert, der aber nicht den Anspruch erhebt, die kompletten Grundlagen zu vermitteln. Nur das entsprechende, aus dem HFH-Studiengang Betriebswirtschaft entnommene Studienmodul heißt so und regt damit möglicherweise zu voreiligen Schlüssen an, während für den geneigten Betrachter klar sein sollte, dass Marketing, Material- und Produktionswirtschaft, Rechnungswesen und einiges andere mehr natürlich dazugehören und die Grundlagen erst komplettieren. Dann würden aus den Birnen auch wieder Äpfel, die mit den anderen Äpfeln vergleichbar wären.

Die Stiftung Warentest hat speziell für ihren Test definiert, was ein guter Kurs vermitteln soll. Allein aus der beinhalteten Fächer-/Modulliste wird ersichtlich, dass man hier nicht Vergleichbares verglichen hat: Marketing, Rechnungswesen, Beschaffung / Produktion / Logistik, Investition und Finanzierung, Unternehmensstrategie, Personalwirtschaft sowie Organisation waren gefordert. Der HFH-Kurs gibt das nicht her – man müsste hierfür weitere Module zu den „Grundlagen“ hinzubuchen.

Dass das eigentliche Studium der Betriebswirtschaft an der HFH eine ganz andere Note verdient, als es die Momentaufnahme dieses Testergebnisses suggerieren mag, bekamen wir im Zusammenhang mit der kürzlich stattgefundenen Vorortbegehung der Akkreditierungskommission in Vorbereitung auf die Reakkreditierung des Studienganges aus dem Kreis unserer Studierenden und Absolventen vermittelt: Sie waren voll des Lobes über die HFH – von der Beratung über die Studienbegleitung bis hin zu den Lernmaterialien. Und das ist der eigentliche Motivationsschub, den wir brauchen, um weiterhin gute Arbeit zu machen.

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Für mich ist es bei der Stiftung Warentest auch bei Produkttests so, dass man einen gewissen Einblick erhalten kann. Trotzdem: Oft werden Äpfel mit Birnen verglichen. Weiter sind m.E. die Testkriterien auch nicht immer sinnvoll ausgewählt. Oder es wurden zwar interessante Testkriterien ausgewählt, die für mich aber nicht unbedingt relevant sind. Etc.

Deswegen halte ich die Test zwar für eine gute Sache, in Deutschland aber oft auch für überbewertet. Meiner Meinung nach werden sie zu oft blind als Auswahlkriterium genommen. Für die Firmen, deren Produkte (oder Dienstleistungen) vergleichsweise schlechter getestet wurden kann das verheerend sein.

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