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DMB

Von Präsenzuni zur Fernuniversität Hagen

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Hallo allesamt,

ich studiere zur Zeit an einer Präsenzuni ( Informatik, Bachelor). Mein Hintergrund ist der, dass ich zwar elternunabhängiges Bafög erhalte, ich jedoch noch nebenbei arbeiten gehen muss und die Arbeitstage oft mit den Vorlesungen in der Universität korrelieren.

Klar - als Vollzeitstudent sollte die Universität vorrang haben; sehe ich genauso. Ich bin jedoch Vater von zwei kleinen Kindern mit einer Frau, die im Schichtdienst arbeitet. Jetzt merke ich gerade, dass ich den Anschluss an die Präsenzuni verloren habe, da mir ein typisches Studentenleben auf Grund der privaten Pflichten nicht gegeben ist. Soll heißen: ich pendel zwischen Arbeit, Vorlesungen, Übungsgruppen und Kinderbetreuung - Zeit für Diskussionen mit Kommilitonen bleibt leider wenig. Ich merke natürlich auch, dass das auf Dauer nicht geht.

Kürzlich erfuhr ich von der Fern-Uni. Hagen, welche aus meiner Sicht optimal auf Familien(-väter) abgestimmt zu sein scheint. Wie seht ihr das? Doch hat die Fern-Uni. einen gewissen Beigeschmack für mich. Denn: ist die Fern-Uni, denn auch dafür gedacht sein (quasi) Erststudium dort zu absolvieren? Oder sind es meistens Studenten, die bereits einen Abschluss (Bachelor, Master) haben und nun ein zweites Studium draufsatteln? Oder ist die Fern-Uni. Hagen gar soweit , dass sie als Äquivalent zur Präsenzuni herangezogen werden kann?

Die vorlesungen an meiner Präsenzuni. sind teilweise für die Katz, sodass ich - vereinfacht gesagt -. in der Zwischenzeit lieber die Wohnung gesaugt und einkaufen gegangen wäre.

Auf der Fern-Uni entfällt das alles ( nicht das Staubsaugen/Einkaufen -> die Präsenz) und ich kann mir - wohlgemerkt - meine Tage selber einplanen, sehe ich das richtig? Ist Hagen eine gute Alternative zur heutigen Präsenzuni heutzutage ( volle Vorlesungssäle, überfüllte Tutorien etc.)

Bearbeitet von DMB

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Willkommen hier im Forum,

ich studiere an der FernUni - in Teilzeit - mein Erststudium (Informatik, Bachelor), weil ich neben einem 41 Stunden Beruf und meiner Familie keine Möglichkeit zum Präsenzstudium habe.

Ein typisches Studendenleben habe ich aber auch nicht.

Wenn du schreibst:

...jedoch hat die fern-uni einen gewissen beigeschmack für mich.... ...oder ist die fernuni hagen mittlerweile soweit, dass sie als äquivalent zur präsenzuni durchgeht?
dann klingt das als wäre sie deiner Meinung nach, in der Vergangenheit keine Alternative gewesen. Was stört dich denn/hat dich gestört?

die vorlesungen sind teilweise für die katz an der präsenzuni, sodass ich - grob gesagt. in der zwischenzeit lieber die wohnung gesaugt und einkaufen gegangen wäre. auf der fernuni entfällt das alles und ich kann mir wohlgemerkt meine tage selber einplanen, sehe ich das richtig?
Das Staubsaugen und Putzen entfällt an der Fernuni nicht, das kann ich dir versichern. :)

An der FernUni hast du Semesterbetrieb, ähnlich wie an einer anderen Uni auch, die Klausurtermine stehen zu Beginn des Semesters fest. Dazwischen gibt es Einsendeaufgaben die dir so einwenig die Zeitschiene aufzeigen und dich "auf (Klausur)Kurs" bringen sollen. Manchmal sind diese Aufgaben auch Pflicht um zur Klausur zugelassen zu werden.

Es gibt also schon gewisse zeitliche Regeln, aber im allgemeinen keine regelmäßigen Präsenzzeiten. Von daher kannst du dir die Zeit tatsächlich frei einteilen.

Der Abschluss an der FernUni wird dir aber sicher nicht geschenkt, deshalb solltest du dir im Klaren sein, dass du auch dort viel Zeit investieren musst. Wenn du "nur" von der Präsenzuni gehst, weil dir das Studium "zu viel" wird, so wirst du an der FernUni vielleicht nicht glücklich. Ich wills dir aber nicht ausreden.

Man kann sich an der FernUni z.B. als Zweithörer in einen Studiengang eintragen und einfach mal unverbindlich mitlaufen (Die Gebühren musst du natürlich zahlen).

Ist ja auch eine Frage wie weit du in deinem Studiengang bist, was du studierst, wieviel dir angerechnet wird, etc.

Grüße

Thomas

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Rein formal ist die Fernuni Hagen eine staatliche Universität und damit genauso anerkannt wie alle anderen öffentlichen Unis auch. Das akademische Niveau ist sehr hoch, vielleicht sogar etwas höher als an Präsenzuniversitäten.

Es ist auch richtig, dass der Anteil derjenigen, die bereits ein Erststudium absolviert haben, an der Fernuni besonders hoch ist. Das liegt eben daran, dass viele Zweitstudierende berufstätig sind und ihren Lebensunterhalt verdienen müssen.

Natürlich ist das Fernstudium eine besondere Studienform, die sich vor allem an Menschen wendet, für die ein "normales" Studium nicht in Frage kommt, z.B. wegen Berufstätigkeit, Kindererziehung, Behinderung usw. Insofern bist Du aufgrund deiner Lebensumstände quasi ein typischer Kandidat für ein Fernstudium.

Wenn Du hier in den Foren ein wenig liest, wirst Du einiges über die Vor- und Nachteile erfahren. (Und wenn Du hier weiter schreibst, dann kauf Dir bitte eine neue Tastatur).

Grüße

Lippi (auch Vater von 2 Kindern, voll berufstätig, Frau im Schichtdienst als Krankenschwester)

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Wie konkret dein Studiengang an der FernUni Hagen laufen würde, hängt auch vom Fach ab. So gibt es durchaus auch mal Seminare, zu denen man erscheinen muss - u.U. laufen die irgendwo in deiner Nähe in einem Studienzentrum ab, u.U. musst du aber auch nach Hagen dafür. Daher würde ich mich erstmal informieren, inwiefern es solche "Ausnahmeseminare" (von denen es sicherlich nicht viele geben wird) in deinem Wunschstudiengang geben wird.

Ansonsten sehe ich keinen so großen Beigeschmack bei der FernUni Hagen. Es ist natürlich schon komisch, wenn ein 20-jähriger Abiturient ein Vollzeitstudium an der FernUni aufnimmt, obwohl er "gleich um die Ecke" an einer Präsenzuni studieren könnte, und möglicherweise während des Studiums keinen sonstigen Aktivitäten (wie Praktika, Festanstellung, Wehrdienst, usw.) nachgeht. Dann wird er sich möglicherweise bei Bewerbungen die Frage gefallen lassen, warum die FernUni Hagen und nicht irgendeine andere Wald-und-Wiesen-Uni. Personaler könnten hier mangelnde soziale Kompetenz o.ä. unterstellen. Wenn du also nicht wirklich gut begründen kannst, warum du an der FernUni studiert hast, dann kann ein Studium dort schon einen Beigeschmack haben.

Bei dir sehe ich das Problem aber nicht. Du hast Kinder und eine berufstätige Frau, bist auf Hilfe von außen angewiesen, um das normale Studentenleben irgendwie zu jonglieren. Damit lässt sich die Notwendigkeit eines Wechsels meines Erachtens sehr gut erklären. Gerade die Tatsache, dass du es an einer normalen Uni probiert hast, es aber mit deinem Familienleben nicht vereinbaren konntest, sehe ich hier als wirklich gutes Argument für ein Fernstudium. Ich denke daher nicht, dass das Fernstudium in deinem speziellen Fall zu einem negativen Beigeschmack führen würde.

Man sollte an dieser Stelle aber auch nicht unerwähnt lassen, dass Absolventen von Fernhochschulen in manchen Branchen nicht gut wegkommen (z.B. im Bereich der Wirtschaftsberatung) und dass es auch Arbeitgeber gibt, die nichts von einem Fernstudium halten.

Gruß,

Sonja

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