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tretol

Informatik sinnvoll?

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Hallo,

ich bin Biologiestudent und werde bald meinen Masterabschluss haben. Weil ich nicht so einfach einen Job finden werde, will ich eine zusätzliche Qualifikation erwerben, die mir ziemlich sicher eine Arbeitschetelle beschaffen wird. Bevor ich anfing Biologie zu studieren, habe ich mir überlegt, ob ich mich stattdessen für Informatik einschreibe. In der Schule und bei einem Praktikum in der EDV hat mir das immer viel Spaß geamacht.

Ich werde sehr wahrscheinlich nach meinem Master promovieren (Biologie). Das Informatikstudium sollte also kein Vollstudium sein und parallel zur Doktorarbeit zu schaffen sein.

Ein wichtiger Punkt: Private Hochschulen kommen wegen der Kosten nicht in Frage, da ich nicht die Mittel habe, hunderte von Europro Monat dafür auszugeben. Ich werde wohl nebenher noch jobben gehen müssen.

Fühlt sich jemand berufen etwas dazu zu schreiben und evtl. Hochschulempfehlungen auszusprechen?

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Hi Tretol,

also ich würde mal sagen, da dir die Kosten einer privaten Hochschule zu Hoch sind, wäre die Fernuni Hagen vermutlich was für dich.

Entweder mit dem Bachelor in Informatik, wobei du dann aber alle 180 Credits machen müsstest.

Denke besser wäre für dich der "Master of Comptuer Science".

http://www.fernuni-hagen.de/mathinf/studium/studiengaenge/master/computerscience/index.shtml

Hier musst du dann allerdings erst die 27 ECTS in Informatik-Kursen für die Zulassung erbrinden, welches im Akademiestudium möglich ist.

Und Mathematik-Kurse mit 13 ECTS, sofern die du nicht schon im Biologie-Studium erworben hast.

Dann hättest du einen Master in Informatik und kannst dir die Kurse relativ frei wählen.

Willst du dann in die Richtung Bio-Informatik gehen?

Gruß

Frantic

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Sind die Aussichten für promovierte Biologen wirklich derartig schlecht? Neben der Promotion noch ein Informatik-Studium - dazu an einer Uni - zu absolvieren halte ich persönlich für keine gute Idee. Ich bin mir nicht sicher wie eine Biologie-Promotion abläuft, aber wenn Du, wie in anderen Fächern üblich, noch den normalen Hochschulbetrieb zu erledigen hast (Klausuren stellen und korrigieren, Vorlesungen halten, Abschlussarbeiten betreuen), wird das sehr sehr anstrengend und Du solltest unbedingt anstreben, dass Deine Promotion nicht zu sehr darunter leidet. Hast Du Dir mal die Beispiel-Skripte der FU Hagen angesehen? Vieles ist sehr formal und theoretisch. Möchtest Du das wirklich?

Der von Frantic vorgeschlagene Master of Computer Science ist da sicher eine gute Alternative und auch deutlich praxisorientierter ausgerichtet. Ich war daran auch mal interessiert, bin aber immer noch nicht sicher, wie dieser Abschluss einzuordnen ist.

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Willst du dann in die Richtung Bio-Informatik gehen?

Hatte ich nicht vor. Bei dem Master of Computer Science gibt es ja ohnehin nur einen Kurs in diesem Bereich.

Sind die Aussichten für promovierte Biologen wirklich derartig schlecht?

Ja.

wenn Du, wie in anderen Fächern üblich, noch den normalen Hochschulbetrieb zu erledigen hast (Klausuren stellen und korrigieren, Vorlesungen halten, Abschlussarbeiten betreuen), wird das sehr sehr anstrengend und Du solltest unbedingt anstreben, dass Deine Promotion nicht zu sehr darunter leidet.

Bei anderen Fächern wird man während seine Promotion bezahlt und erhält 1/2 Stelle. Bei mir wird das sehr wahrscheinlich nicht der Fall sein. Ich muss deshalb auch keine Vorlesungen halten etc. Dafür müsste ich nebenher halt noch jobben.

Ich möchte eben eine Alternative, wenn es mit der Biologie nichts wird. Bevor ich angefangen habe Bio zu studieren, habe ich mich auch für Informatik beworben, bin dann aber meinem Traum gefolgt... das war wahrscheinlich ein Fehler, denn Informatik hat mir auch immer sehr viel Spaß gemacht: in der Schule, in Praktika und privat.

Und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mit diesem Master of Computer Science mit normalen Informatikern konkurrieren kann. Sie werden immer den Vorzug vor mir erhalten. Theoretisch käme mir ein Master wegen der kürzeren Studiendauer sehr gelegen, aber ich bin mir unschlüssig, ob das meine fachliche Attraktivität steigert.

PS: Ich möchte das Studium in Teilzeit belegen! Vollzeit ist nicht erstmal drin. Wenn ich doch schneller bin als gedacht, gibt es sicherlich die Möglichkeit kurzerhand mehr Kurse zu belegen, als für Teilzeit üblich.

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Hi,

aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass ein Studium neben der Promotion ein hartes Stück Arbeit ist. Ich bin promovierte Biochemikerin, arbeite zur Zeit in der IT Branche.

Deine Jobchancen in der Biologie sind je nachdem was du nach der Promotion machen willst nicht unbedingt schlecht. Die Frage ist worin promovierst du und wo willst du danach hin. Denn ganz ehrlich, wenn du eh nicht im Labor stehen willst, dann kannst du die Promotion auch sein lassen. Wenn du im Labor stehen willst, brauchst du kein Informatik Studium.

Die wichtisgte Frage ist also, was willst du letztlich machen?

Gruß

Aninaj

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ich bin Biologiestudent und werde bald meinen Masterabschluss haben. Weil ich nicht so einfach einen Job finden werde, will ich eine zusätzliche Qualifikation erwerben, die mir ziemlich sicher eine Arbeitschetelle beschaffen wird. Bevor ich anfing Biologie zu studieren, habe ich mir überlegt, ob ich mich stattdessen für Informatik einschreibe. In der Schule und bei einem Praktikum in der EDV hat mir das immer viel Spaß geamacht.

Bitte denk daran, dass Informatik etwas anderes als man es an der Schule macht oder im normalen Praktikum - letzteres ist meist eher etwas in Richtung Wirtschaftsinformatik und damit eigentlich schon ein ziemlich verschiedenes Fachgebiet.

Ich werde sehr wahrscheinlich nach meinem Master promovieren (Biologie). Das Informatikstudium sollte also kein Vollstudium sein und parallel zur Doktorarbeit zu schaffen sein.

Viel Spaß. Ich habe nicht promoviert, im Gegensatz zu einigen Bekannten, aber wenn ich die gesehen habe und es mit meinen Erfahrungen als Vollzeitarbeitnehmer (nichts anderes ist eine Promotion auch) zu studieren kreuze, dann hast du Dir da echt ein sehr, sehr straffes Programm vorgenommen. Arbeiten ist immer noch etwas anderes als eine Promotion. Da ist auch Routine drin und nicht ständig etwas neues oder etwas wo man sich wirklich konzentrieren muss.

Weil hier Hagen bereits angesprochen wurde:

Zu Hagen bleibt zu sagen, dass es wahrscheinlich das anspruchsvollste Fernstudium ist, was Du in D machen kannst - zumindest wenn man von den normalen Fernstudienanbietern ausgeht. Einzelne Studiengänge einzelner Präsenzhochschulen mal aussen vor. Die Zeiten, die dort im Teilzeitmodus angegeben sind, sind nach meiner eigenen Erfahrung gute Realität und solltest Du dringend einplanen. Allerdings müssen 18/19 h pro Woche auch erst einmal durchgezogen werden - permanent, das ganze Jahr durch.

Versuch es, aber stell es Dir nicht so vor, als ob es einfach nebenbei laufen kann.

Wie hat mir mal ein Prof zur Promotion gesagt: Nimm den Anspruch des Masters, verdoppel ihn und dann bist Du im Minimumbereich einer halbwegs akzeptablen Dissertation. Zugegeben, es ging nicht um eine Promotion in Bio.

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aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass ein Studium neben der Promotion ein hartes Stück Arbeit ist. Ich bin promovierte Biochemikerin, arbeite zur Zeit in der IT Branche

Was machst du da und wir bist Du dazu gekommen? Hast du den Computer Science Master gemacht?

Deine Jobchancen in der Biologie sind je nachdem was du nach der Promotion machen willst nicht unbedingt schlecht. Die Frage ist worin promovierst du und wo willst du danach hin. Denn ganz ehrlich, wenn du eh nicht im Labor stehen willst, dann kannst du die Promotion auch sein lassen. Wenn du im Labor stehen willst, brauchst du kein Informatik Studium.

Tut mir leid, aber das ist viel zu pauschal. Wer nimmt einen Verhaltensbiologen / Ökologen ohne Promotion? An der Uni niemand, sonst gibt es keine Jobs. Wird mal einer frei (z.B. im Zoo), stehen zig promovierte Biologen/Veterinäre Schlange.

Aber vielleicht hast du ja einen Tipp, für den man keine Promotion braucht und trotzdem gute berufliche Aussichten hat.

Sebst wenn man im Labor stehen will, wogegen ich nichts habe, ist es alles andere als einfach. Unsere Doktoranden haben alle größte Mühe eine Stelle zu finden.

Die wichtisgte Frage ist also, was willst du letztlich machen?

Was die Art der Arbeit angeht bin ich flexibel (Labor, Schreibtisch, Freiland, egal). Nur vom umziehen habe ich genug.

Informatiker werden in jder Stadt gebraucht.

Zu Hagen bleibt zu sagen, dass es wahrscheinlich das anspruchsvollste Fernstudium ist, was Du in D machen kannst - zumindest wenn man von den normalen Fernstudienanbietern ausgeht. Einzelne Studiengänge einzelner Präsenzhochschulen mal aussen vor. Die Zeiten, die dort im Teilzeitmodus angegeben sind, sind nach meiner eigenen Erfahrung gute Realität und solltest Du dringend einplanen. Allerdings müssen 18/19 h pro Woche auch erst einmal durchgezogen werden - permanent, das ganze Jahr durch.

18 bis 19 Stunden sind schon happig. Das sind fast 3h am Tag.

Ist das bei Wirtschaftsinformatik genauso? Ich habe mir gerade die Modulübersicht angeschaut und denke, das ist evtl. besser zu schaffen. Interessant wäre es auch.

Gibt es Alternativen zu Hagen, die nicht viel mehr Kosten als das Fernstudium dort?

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Hallo,

ich weiß nicht wo Du wohnst, aber wenn für Dich Gummersbach und Dortmund erreichbar sind, wäre der BSc. in Wirtschaftsinformatik über das Verbundstudium vielleicht was für Dich. Es wird gemeinsam von den beiden FHs Köln und Dortmund durchgeführt und kostet keine Studiengebühren. Ca. jeden 2. Samstag ist ein Präsenztag angesetzt, wovon man 50% verpflichtend wahrnehmen muss.

Unter www.verbundstudium.de findest Du ggf. mehr Infos darüber.

Viele Grüße,

Silke

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18 bis 19 Stunden sind schon happig. Das sind fast 3h am Tag.

Ist das bei Wirtschaftsinformatik genauso?

Du musst das Studium ja nicht in dem Tempo durchziehen. Du kannst auch durchaus langsamer rangehen. Ich studiere auch in Hagen Informatik (Bachelor) und komme auch auf ca. 20 Stunden pro Woche (Vorbildung: Fachinformatiker Ausbildung + Berufserfahrung). Liege momentan auch noch ganz gut im Zeitplan, so dass ich noch zuversichtlich bin, das Studium in den von mir angestrebten 8 Semestern zu beenden ;) . Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich das Studium gut bestehen möchte und nicht nur irgendwie. Also wenn am Ende ne Note > 2,5 auf dem Zeugnis stehen würde, würde ich mich schon ärgern.

Wirtschaftsinformatik kommt wohl darauf an, wie du veranlagt bist. Ich würde bei Wirtschaftsinformatik definitiv länger als 20 Stunden die Woche investieren müssen, weil mir das Auswendiglernen einfach nicht liegt. Wenn du aber gut Auswendig lernst und du sehr an BWL/VWL interessiert bist und gleichzeitig nicht so technisch veranlagt bist, wäre das WiInf-Studium für dich vermutlich besser/schneller zu erledigen.

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Die 18/19 h pro Woche sind Durchschnitts- und Erfahrungswerte und nicht aus der Luft gegriffen. Jeder ist etwas anders. Einige schaffen es bestimmt auch mit 10-15, entweder weil sie zu den Überfliegern gehören, weil sie nicht auf ihre Noten achten oder weil sie sich sagen, dass es eben auch gerne ein paar Semester länger dauern kann.

Andere machen eben auch im Schnitt 25-30 h pro Woche, sei es weil sie es schlicht brauchen, die guten Noten haben wollen und/oder verkürzen möchten.

In Hagen verkürzen allerdings die wenigsten. Die durchschnittliche Studiendauer liegt jenseits der regulären.

Es hängt also sehr stark von Dir ab was Du letztlich brauchst. Aber ich würde, wie bereits angedeuted, Promotion + Teilzeitstudium als komplexer betrachten als Job + Teilzeitstudium. Vor allem wenn beide Bereiche nichts oder nur wenig miteinander zu tun haben und daher keine oder kaum Synergien genutzt werden können. Stell Dir einfach nur Dein Biostudium in den letzten Semestern vor und überleg mal ob Du daneben noch ein zweites Fach studiert hättest? Wahrscheinlich eher nicht. Die Promotion wird aber mitnichten weniger zeitaufwendiger als Dein bisheriges Studium - jetzt willst Du aber daneben ein großen Teil Deiner Freizeit in ein Studium stecken...

Selbst wenn Du wirklich, wirklich gut bist, rechne locker mit 15h/Woche, wenn Du es zumindest halbwegs in regulärer Zeit schaffen möchtest (+/- ein Semester). Die Erfahrung zeigt, dass eben die genannten Stunden oben wahrscheinlicher sind.

Was Du natürlich machen kannst ist entweder das eine oder das andere strecken - also im Grunde beides auf Teilzeit zu fahren um einmal "Vollzeit" zu haben. Das dürfte aber letztlich dazu führen, dass Du für beides dann sehr lange brauchen wirst. Ob das Deine Chancen am Arbeitsmarkt steigert? Ich weiß nicht.

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