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-prh

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  1. -prh

    DUW vor dem Aus?

    Aktuell hat die DUW heute bekanntgegeben, dass der beabsichtigte Trägerwechsel durchgeführt wurde. Seit heute gehört die DUW der Steinbeis-Hochschule Berlin. Weitere Infos: http://www.bildungsspiegel.de/bildungsnews/news/1427-duw-seit-heute-im-besitz-der-steinbeis-hochschule-berlin.html Peter
  2. -prh

    DUW vor dem Aus?

    Das DUW-Präsidium hat inzwischen in einer eigenen Stellungnahme Lehrende und Studierende informiert. Näheres hier: http://www.bildungsspiegel.de/bildungsnews/news/1375-duw-praesidentin-traegerwechsel-statt-aufloesung.html Gruß, Peter
  3. „Ich muss mir doch kein Wissen aneignen, wenn ich Google nutzen kann“ - eine immer häufiger zu hörende These. Sie verkürzt allerdings nach meiner Auffassung fundamentale Dinge. Warum? Wissen abrufen kann man sicherlich (wenn auch sehr bedingt) über Online-Quellen wie Google, Wikipedia und auch andere Fach-Wikis. Doch bei näherer Betrachtung bilden sich schon hier potentielle Problemblasen: • Suche nach Wissen Die Recherche in einschlägigen (Online-)Quellen setzt doch in aller Regel voraus, dass ich genau weiß, nach was und in welchem Kontext ich suche. Was nützt es mir, etwa in Google nach Begriffen wie „Interpolation“, „sozialem Wandel“ oder „Quantensprung“ zu suchen, wenn ich den Zusammenhang nicht überblicke? Ich brauche „Basics“, also Grundlagen, die es mir erlauben, die gelieferten Ergebnisse im Hinblick auf Verwertbarkeit und Sinnhaftigkeit zu beurteilen. Diese Grundlagen bilden das erforderliche Grundverständnis, mir überhaupt ein Urteil über die Relevanz der ausgegebenen Fundstellen zu erlauben. Folglich kommt es bereits bei der Formulierung der Suche darauf an, die (im jeweiligen Kontext) richtigen Begriffe einzusetzen bzw. (soweit es der Such-Algorithmus erlaubt) die nicht passenden oder irrelevanten auszuschießen. Aber bekomme ich hier wirklich „Wissen“ oder lediglich Informationen darüber geliefert, wo meine Suchbegriffe in Online-Quellen vorkommen? • Bewertung der Fundstellen Vergessen wir nicht: Weder Google noch andere vergleichbare Pools ranken die Ergebnisse nach inhaltlichen Faktoren. Das heißt (was offensichtlich Vielen nicht klar ist): Nicht die erstgenannten Fundstellen sind zwangsläufig relevant für meine gemeinte Suche, sondern sie finden sich (vielleicht) irgendwo unter den oftmals Tausenden von ausgegebenen Links. Wie dann aber bewerte ich, ob eine Fundstelle für meine Fragestellung relevant ist? Einfache Antwort: Dies geht nicht ohne Basiswissen zu dem, was ich suche. Es zeigt sich damit, dass die Benutzung von Google und Co. sowohl bei der Recherche als auch bei Bewertung der Ergebnisse ein Grundlagenwissen des jeweiligen Themas voraussetzt. Dieses Basiswissen nannte man zu meiner Zeit (ja, ich bin keine Vierzig mehr) „Propädeutika“. Und dies wird man sich gestern wie heute nur durch Lernen aneignen können. Für jeden Bereich gibt es eigene Propädeutika, die erlernt werden müssen, dies gilt für Sprache ebenso wie für Mathematik, Physik oder geisteswissenschaftliche Fächer. Die Fähigkeit zu verstehen, setzt immer Grundwissen voraus. Und an dieser Stelle beginnt auch der Übergang vom Wissen zur Bildung. Nach meinem Verständnis brauche ich Wissen, um die Welt (meine Welt) zu verstehen, mich zumindest in ihr zu orientieren. Dies ist ein Alltagserfordernis. Bildung geht jedoch darüber hinaus: Sie erst ermöglicht es mir, aus Bekanntem/Gelerntem auf Zusammenhänge zu schließen. Da sieht Google aber alt aus. Peter
  4. Moin, Markus, ja, mal sehen, ob und was da noch kommt. Aber es ist ja auch nicht gerade ein neues Diskussionsthema... Schönen Tag noch, Peter
  5. Habe dort gerade ebenfalls einen Kommentar hinterlassen. Peter
  6. Na ja: solche Grundsatzdiskussionen sind immer etwas problematisch. Vorweg: Auch nach dem Einzug des postmodernen Biologismus (auch) in die Sozialwissenschaften gilt in Bezug auf »Lernen« noch immer das Postulat der Umweltprägung. Das heißt: Nicht genetische, sondern Einflüsse der Umwelt (der Familie, der Freunde, der Peer Groups, der sozialen Verortung) auf die Persönlichkeitsbildung bestimmen die (frühere oder) spätere Neigung zu Interessen und Fähigkeiten. Soll sagen: es geht nicht um Prädispositionen, sondern um Zugang zu Informationen, positive Lernerfahrungen, Einsicht in Zusammenhänge und Herausbildung einer möglichst autonomen sozialen und persönlichen Identität. Dies können die Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen sein, müssen es aber nicht. Menschliche Entwicklung ist mehr als nur die technisch-funktionale Entwicklung bestimmter Fähigkeiten; auf jeden Fall ist sie äußerst komplex und hängt von vielerlei Faktoren ab. Daher ist bei Vorliegen bestimmter und bekannter Voraussetzungen nur von der Wahrscheinlichkeit eines Erfolges im Hinblick auf ein angestrebtes Ziel zu sprechen. Mit Sicherheit vorhersagen kann man dies nicht. Diese Faktoren sind (trotz des milieu-theoretischen Ansatzes) auch nicht auf rein äußere Einflüsse zu reduzieren, denn sie waren "von Anbeginn" an der Entwicklung und Ausprägung des individuellen Charakters, der Stärken, Schwächen und Neigungen einer Person beteiligt. Hierzu gehört auch das jeweilige Vermögen, sich bestimmte Kenntnisse und Fähigkeiten anzueignen. Während also der eher biologistische Ansatz von einer Präposition des Einzelnen ausgeht, sehen sozialwissenschaftliche Lerntheorien den Menschen in seinen aktuellen und vergangenen Kontexten. Damit wird auch deutlich, dass sowohl die These "jeder kann alles lernen, er muss nur genügend üben" als auch die Antithese des "Naturtalents" nicht die Realität widerspiegeln. Es gilt vielmehr herauszufinden, welche Förderungen und Ziele individuell möglich sind. Eine Vorfestlegung weder in der einen noch in der anderen Richtung gibt es nicht. Auch, wenn dies dann einigen einfacher erschiene...
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