Springe zum Inhalt

Inspektor

Benutzer
  • Anzahl Inhalte

    9
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

Ansehen in der Community

10 Gut

Über Inspektor

  • Rang
    Neuer Benutzer

Informationen

  • Status
    Fernstudium-Interessent
  • Geschlecht
    m
  1. Ah, interessant, aber wie läuft das dann mit dem Vorbereitungsdienst, vulgo Referendariat? Volljurist braucht ja immer ein zweites Staatsexamen!
  2. Kann ich schwer sagen, aber bei den Sachbearbeiterstellen aus dem g. D. könnte ich mir vorstellen, daß man eher in Richtung Überqualifizierung denken würde, während bei den h. D.-Stellen der Staatsbehörden hier m. W. nach wie vor kein Weg am Volljuristen vorbeiführt, zumal die sich auch um diese Stellen reißen! Bei den Kommunen könnte ich es mir eher vorstellen, aber auch dort reißen sich normalerweise die Volljuristen um die Stellen, also da mit einer alternativen Qualifikation unterzukommen bräuchte meiner Ansicht nach in dem einen wie in dem anderen Fall eine Menge Glück!
  3. Im Heimatland der Fernuni geht das, bei uns ist weitestgehend allerdings der Volljurist schon noch Trumpf! Ich habe allerdings in letzter Zeit mehrere Ausschreibungen gesehen, wo neben Diplom-Verwaltungswirten auch andere Qualifikationen genannt waren, waren allerdings meistens Stellen im Jobcenter, da tun sich manche Behörden schwer, Leute zu finden, das macht flexibel. Das heißt bei uns modularer Aufstieg, den kann man machen, wenn man A8 ist, früher mußte man 45 sein, das ist aber nicht mehr so. Da braucht man aber auch den entsprechenden Vermerk in der Beurteilung! Polizeivollzug ist anders, die sind von der Prüfungspflicht ausgenommen und können so bis A11!
  4. Meine Fachrichtung ist die Allgemeine Innere Verwaltung, diese Fachrichtung umfaßt z. B. die klassische Kommunalverwaltung. Aber die Wirtschaft sehe ich schon auch skeptisch, wie ich oben bereits schrieb, allenfalls ein Unternehmen der öffentlichen Hand, da gibt es schon gewisse Überschneidungen mit der Verwaltung. Eher wäre der Gedanke, ggf. über den Umweg eines Tarifbeschäftigtenverhältnisses eine Tätigkeit des gehobenen Dienstes zu übernehmen und dann wieder verbeamtet zu werden, so hat z. B. die bayerische Polizei vor einiger Zeit einmal Leute für den Wirtschaftskriminaldienst gesucht, da wäre zunächst eine Beschäftigung in einem Tarifbeschäftigtenverhältnis vorgeschaltet gewesen und später wäre eine Verbeamtung erfolgt, manche Kommunen gehen ähnliche Wege, wenn in bestimmten Bereichen Mangel herrscht. Die Nachversicherungsproblematik besteht natürlich auch bei einem TVÖD-Beschäftigungsverhältnis im ö. D. nämlich, wenn eine Verbeamtung nicht innerhalb einer gewissen Frist erfolgt und das wird einem natürlich niemand garantieren. Andererseits machen Tarifbeschäftigte auch keine anderen Tätigkeiten, wie Beamte der vergleichbaren Laufbahn, zumindest bestünde so die Chance eine interessante Tätigkeiteit ausüben zu können. Im ö. D. können Sie jede Menge Fortbildungen machen FHÖVR und Verwaltungsschulen bieten ganze Kataloge mit Lehrgängen an, daran darf man teilnehmen, wenn die Dienststelle es genehmigt, dann erhält man eine Teilnahmebestätigung, die kann man an seine Personalstelle schicken und diese legt sie dann pflichtgemäß im Personalakt ab. Natürlich gibt es auch ein verwaltungsinternes Aufstiegsverfahren, ich hatte auch gehofft, noch daran teilnehmen zu können, leider müssen mehrere günstige Umstände zustande kommen, daß man an diesem Verfahren teilnehmen darf, es liegt nicht in der Entscheidung eines jeden selbst, ob er das machen will oder nicht, als Beamter ist man in vielen Dingen fremdbestimmt und so ist das auch hier, man wird alle paar Jahre beurteilt und in dieser Beurteilung müßte vermerkt werden, daß der Beamte für den Aufstieg geeignet ist, dann darf man an einer Prüfung teilnehmen und anschließend durchläuft man die Laufbahnausbildung, quasi ein duales Studium, das ist insofern sehr vorteilhaft, weil die Bezüge voll weiterbezahlt werden, aber wie gesagt, man braucht Glück, um zugelassen zu werden. Ich könnte natürlich noch zuwarten und hoffen, daß in einer der nächsten Beurteilungen der Vermerk steht, aber auch für mich schließen sich irgendwo mal Zeitfenster (natürlich kann man den Aufstiegsvermerk auch noch in höherem Alter bekommen, aber viele nehmen das Angebot dann nicht mehr wahr). Das wäre eben auch der Charme des Angebots der HWR, das ist mehr oder weniger ein Aufstiegsverfahren, jedoch ein externes, durch die Regelungen zum Praktikum braucht man allerdings auch hier wieder das Wohlwollen der Dienststelle. Ein Standortwechsel würde wohl nicht so viel bringen, da ich in einer Gegend lebe, die wirtschaftlich sehr stark ist, hier ist es eher noch besser als anderswo und die Problematik, daß dem mittleren Dienst die interessanteren Funktionen verschlossen sind, die ist eigentlich mehr oder minder überall die gleiche, bei ganz kleinen Kommunen ist es manchmal noch so, daß man auch etwas Verantwortung übernehmen kann, aber das hat auch Eigenheiten, die einem liegen müssen.
  5. Danke für eure Gedanken, Anregungen und Ermutigungen, ich habe eure Beiträge alle sehr interessant gefunden! Der öffentliche Dienst ist schon ein wenig eine eigene Welt, sehr abgesichert aber auch sehr reguliert und in manchen Dingen sehr starr und konservativ. Problem des mittleren Dienstes ist, daß es zwar vereinzelt schon noch interessante Tätigkeiten gibt, daß diese allerdings immer häufiger zu Tätigkeiten des gehobenen Dienstes angehoben werden, so daß für den mittleren Dienst mehr und mehr nur noch weniger interessante Tätigkeiten bleiben. Besonders stark ausgeprägt ist diese Bewegung bei den großen Landesbehörden, bei den Kommunen werden eher einmal Beamtenstellen des mittleren Dienstes in Angestelltenstellen gewandelt. Das andere Problem ist, daß man zwar die Stelle prinzipiell wechseln kann, hat man aber einmal eine relativ hohe Besoldungsgruppe seiner Laufbahn erreicht, haben viele Behörden das Problem, daß sie bereits für die vorhandenen Beamten keine entsprechenden Planstellen in ihrem Haushalt haben, so daß man keinen Externen einstellen wird, der bereits relativ weit oben ist, denn der würde dann ggf. eine Planstelle einnehmen, die man für jemanden, der vielleicht schon sehr lang auf diese Planstelle wartet, braucht, da wird jeder Wechsel dann schwierig! Aber ich halte natürlich die Augen auch in diese Richtung offen. Die HWR wäre wirklich ein gutes Angebot, das auch inhaltlich sehr, sehr gut passen würde, fast schon der Königsweg! Um das Praktikum gibt es allerdings keinen Weg, soviel konnte ich in Erfahrung bringen, man kann es verteilen, da es zwischen dem zweiten und dem fünften Semester geleistet werden muß, aber darauf verzichten geht nicht, jedenfalls dann nicht, wenn die Laufbahnbefähigung für den g. D. angestrebt wird, da ist es Pflicht, das hängt mit der rechtlichen Lage zusammen, denn ein Vorbereitungsdienst, der auch eine praktische Ausbildung beinhaltet ist eigentlich in den Laufbahnvorschriften aller Bundesländer Pflicht. Ganz aussichtslos ist es tatsächlich jedoch nicht, daß ich meine Dienstbehörde noch überzeugen kann, denn es gibt schon auch Vorteile, von denen auch der Dienstherr profitiert bei diesem Modell und ich denke, daß ich mit diesen Argumenten meinen Vorgesetzten möglicherweise schon ins Boot holen kann, es wird allerdings schwer, die Behördenleitung zu überzeugen, aber es stimmt, komplett ausgeschlossenist es nicht. Allerdings, es wäre ein neues Modell, das vom Standard abweicht und da sind nicht alle Behördenleitungen immer aufgeschlossen! Den Beamtenstatus aufzugeben bereitet mir natürlich selber Kopfzerbrechen, es wäre schon ein sehr weitreichender Schritt, vielleicht tut sich allerdings die kommenden Jahre auch nochmals was, in meiner Gegend scheint sich mittlerweile tatsächlich die demographische Entwicklung und die gute Wirtschaftslage in Form eines Personalmangels bei vielen Behörden zu äußern und die größte Pensionierungswelle steht ja eigentlich noch bevor, evtl. bringt das etwas mehr Flexibilität ins System und hätte ich dann eine entsprechende Qualifikation, löst sich dieses Problem ja möglicherweise auch in Wohlgefallen auf, das ist natürlich ein Stück weit Spekulation auf die Zukunft! Hagen scheint sehr theoretisch zu sein und meine Vorposterin gehört ja offensichtlich auch zu der sehr hohen Abbrecherquote, von der ich schon häufig gehört habe, das schreckt dann doch etwas, wenn man eine wissenschaftliche Laufbahn in Erwägung zieht, denke ich, wäre das natürlich der Königsweg, aber das kommt eher nicht in Frage für mich, trotzdem fand ich den Link zu dem Politikstudium interessant und werde es mir nochmals näher ansehen! Auf meiner Fahrstrecke gibt es etliche Funklöcher, ich schätze auf ca. 1/3 der Strecke besteht kein oder sehr schlechter Empfang, das weiß ich, spräche natürlich auch für die alte Papierform! Ich habe mir Takelaw bereits angesehen, allerdings jetzt nicht tiefer eingearbeitet, teils hatte ich schon so meine Schwierigkeiten damit, wobei ich mich wie gesagt nicht tiefer eingearbeitet habe! Mathe, ja, das war immer mein Angstfach, alles andere war nie ein wirkliches Problem, auch rechnen konnte ich eigentlich immer ganz ordentlich, nur sobald Zahlen mit Buchstaben gemixt werden, fangen die Drähte in meinem Kopf an, Funken zu schlagen! Allerdings, das muß ich zugeben, ernsthaft damit beschäftigt habe ich mich seit dem Verlassen der Schule nicht mehr, ihr habt wohl recht, ich müßte das natürlich versuchen. Ganz rumkommen würde ich sowieso nicht, denn für die HFH bräuchte ich ja eine Eingangsprüfung in Mathe, da müßte ich sicher einen Vorbereitungskurs machen, vielleicht sähe ich die Dinge danach ja tatsächlich anders, trotzdem wäre mir der Gedanke an ein Studium, wo ich sehr viel mit Mathematik zu tun hätte eher unangenehm, auch das wäre natürlich ein Vorteil der HWR, wenn ich es richtig im Kopf habe, ist da nicht viel Mathe dabei!
  6. Um nicht einen ellenlangen Text zu schreiben, den am Ende sowieso keiner ganz lesen kann, werde ich versuchen, den Weg meiner Entscheidungsfindung in übersichtliche Teilbereiche zu gliedern. Ihr seid selbstverständlich eingeladen Gedanken und Anregungen dazu zu posten, dafür bin ich sogar dankbar, da man manchmal in den eigenen Gedankengängen in einer bestimmten Richtung gefangen ist und Dinge, die anderen naheliegend erscheinen nicht zu sehen. Ausgangssituation: 37 Jahre alt, Beamter des mittleren Dienstes. Stellung ist gesichert. Die allgemeine Situation des mittleren Dienstes innerhalb des öffentlichen Dienstes ist jedoch keine gute. Die Ausbildung ist qualifiziert und vermittelt solide Kenntnisse in verschiedenen Rechtsgebieten, jedoch ist sie innerhalb des öffentlichen Dienstes kaum noch anerkannt. Der mittlere Dienst wird mehr und mehr in einem Atemzug mit dem fast verschwundenen einfachen Dienst genannt, man wird nur noch für Tätigkeiten einfachster Art verwendet (Registratur- und Schreibtätigkeiten etc.) qualifizierte Sachbearbeiterpositionen sind fast ausschließlich dem gehobenen Dienst vorbehalten. Obzwar ich bereits das Spitzenamt meiner Laufbahn erreicht habe und damit ordentlich bezahlt bin, bin ich mit dieser Situation unzufrieden und sehe kaum noch eine Zukunft. Sehr lange hoffte ich, den verwaltungsinternen Laufbahnaufstieg machen zu können, welcher der Königsweg gewesen wäre, leider mußte ich zwischenzeitlich einsehen, daß diese Hoffnung nicht realistisch ist. Da ich andererseits aber noch ca. 30 Jahre an Berufsleben vor mir habe, muß ich irgendetwas an meiner Situation ändern. Ziel: Im Idealfall eine Aufstiegsmöglichkeit in die Laufbahn des gehobenen Dienstes innerhalb des Beamtenverhältnisses. Ansonsten eine Position möglichst wieder innerhalb des öffentlichen Dienstes auf einer Scharnierposition, wo sich die Verwaltungstätigkeit mit kaufmännischen Tätigkeiten überschneidet, wie die Liegenschaftsverwaltung einer größeren Kommune oder eine Tätigkeit in der Finanzverwaltung einer Kommune, da hier immer mehr von der Kameralistik auf die doppelte Buchführung umgestellt wird. Ggf. kann ich mir auch gut beratende Tätigkeiten vorstellen. Eine Tätigkeit in der Wirtschaft, bspw. in einem beratenden Bereich, könnte ich mir zwar grundsätzlich vorstellen, würde ich jedoch aufgrund meines Alters und des bisherigen Werdeganges skeptisch sehen. Fernstudium: Da ich bereits seit langem im Berufsleben stehe und auch entsprechende Verpflichtungen habe, wenn auch keine familiären Verpflichtungen, kommt für mich ein Präsenzstudium kaum in Frage, da ich außerdem einen relativ langen Anfahrtsweg zur Arbeit habe und daher viel auf der Schiene bin, kommen auch Modelle, die ein Abendstudium bieten (FOM etc.) für mich eher weniger in Frage, ich denke daher, daß ein Fernstudium für mich günstig ist, zumal ich ggf. auch einen Teil meines Arbeitsweges für entsprechende Zwecke verwenden könnte. Studienrichtung: In Frage kommen BWL und Wirtschaftsrecht. Zwar verfüge ich auch über eine kaufmännische Ausbildung, jedoch war mein bisheriger Werdegang eher juristisch orientiert und ich war bereits in der Schule schon nicht wirklich gut in Mathe, zudem sehe ich angesichts meines bisherigen Werdegangs und meiner bisherigen Ausrichtung den Weg über Wirtschaftsrecht eher als den geradlinig wirkenden an. Anbieter: Es gibt ja eine Menge, die HFH war mir bislang am sympathischsten. Gelobt wird auch immer die Fernuni Hagen, jedoch hat das dortige rechtswissenschaftliche Studium einen anderen Schwerpunkt und auch einen höheren Matheanteil, es dauert auch relativ lang und hat den Ruf sehr schwer zu sein. Bei der Euro-FH wäre das Sprachenangebot interessant, da ich mich mal als recht sprachbegabt bezeichnen würde, allerdings scheint auch hier ein höherer Matheanteil im betriebswirtschaftlichen Teil dabei zu sein. So ist mir, wie gesagt, die HFH derzeit am sympathischsten. Dort gibt es ja zwei Formen des Studiums, einmal als konventionelles Fernstudium und einmal als Online-Studium. Vorteil des Online-Studiums wäre der niedrigere Preis und da ich kein Abitur habe, die Möglichkeit über ein Probestudium den Hochschulzugang zu erhalten außerdem die größere zeitliche Flexibilität. Momentan neige ich jedoch eher der Idee des konventionellen Fernstudiums zu, da ich mir nur schwer vorstellen kann, alles online zu lernen, eigentlich ist es mir sympathischer, wenn ich gewisse Dinge noch auf Papier hab und gelegentliche Präsenzveranstaltungen halte ich auch mal für nicht verkehrt! Nachteil ist natürlich, daß zunächst eine Prüfung in Deutsch und Mathe geschrieben werden muß, die erst wieder am 27.09. stattfindet und mir so ein Beginn wohl nicht vor dem 01.01.15 möglich wäre. Zu erwähnen wäre auch noch das Angebot der HWR in Berlin. Das wäre für meine Situation eigentlich eines der besten Angebote überhaupt, weil mit dem Studienabschluß auch ein Erwerb der Laufbahnbefähigung für den gehobenen Dienst in Berlin verbunden werden kann, der letztlich auch in meinem Bundesland anerkannt werden könnte, so daß ich direkten Zugang zur Laufbahn des gehobenen Verwaltungsdienstes hätte. Da dieser Studiengang auch inhaltlich sehr auf eine Tätigkeit im Verwaltungsdienst ausgerichtet ist, würde er auch am besten zu meinem Werdegangsprofil passen. Leider besteht hier eine sehr hohe Hürde in Form eines Praktikums von mindestens 26 Wochen innerhalb einer Tätigkeit des gehobenen Dienstes, so daß diese Anforderung auch nicht durch Berufserfahrung ersetzt werden kann, da diese ja nur im mittleren Dienst nachgewiesen werden kann. Dies setzt zwingend eine Unterstützung durch die Dienststelle voraus und damit kann ich voraussichtlich leider nicht rechnen. Problematiken: Wie ich bereits schrieb, wäre die beste Lösung eine Möglichkeit, die Laufbahnbefähigung für den g. D. zu erwerben. Mit einem Bachelor allein ist es leider nicht getan, da die laufbahnrechtlichen Regelungen einen Vorbereitungsdienst voraussetzen. Zwar kann man in meinem Bundesland im Rahmen des Regelaufstiegs den Vorbereitungsdienst auch verkürzen, so daß man keine Praxisphasen braucht, da wird de facto also eine Tätigkeit im mittleren Dienst angerechnet, jedoch gilt diese Möglichkeit ausschließlich für den verwaltungsinternen Regelaufstieg an der FHÖVR und nicht für Bewerber mit externen Abschlüssen. Zwar kann ein Dienstherr, z. B. eine Kommune, auch jemanden, der einen externen Abschluß mitbringt nach einer gewissen Zeit der Tätigkeit im Angestelltenverhältnis verbeamten, jedoch hängt das vom Goodwill des entsprechenden Dienstherren ab. Dies bringt natürlich das Problem mit, daß ich zunächst in ein Angestelltenverhältnis wechseln müßte und mein derzeitiges Beamtenverhältnis aufgeben. Damit verbunden ist das Problem, daß in meinem Bundesland nachversichert wird, d. h. ich verliere meinen Pensionsanspruch und werde in der Rentenversicherung nachversichert, leider mit dem relativ niedrig angesetzten Beamtenbrutto, so daß ich für meine bisherigen Dienstjahre nur relativ wenige Entgeltpunkte erwerben würde, was mir deutliche Verluste in meiner Altersversorgung einbringen würde. Die Nachversicherung würde zwar nicht erfolgen, wenn ich innerhalb einer gewissen Zeitspanne erneut in ein Beamtenverhältnis berufen würde, jedoch ist dies natürlich ein Risiko zumal die allgemeine Altersgrenze derzeit bei 45 liegt und ich da ja nicht mehr so ganz weit davon entfernt liege. Dazu kommt, daß die Nettogehälter im TVÖD-Bereich je nach Konstellation durchaus unterhalb der Nettogehälter der Beamten liegen können, so daß ich unter Umständen auch zu einem finanziellen Verlust im Lebenseinkommen kommen könnte, wenn ich mein o. g. Ziel erreichen sollte. Das macht mir natürlich schon ein gewisses Kopfzerbrechen, ob man den Aufwand im Hinblick darauf wirklich in Kauf nehmen sollte, andererseits frustriert mich meine derzeitige, berufliche Situation in einem Maße, daß ich mich schwer mit dem Gedanken tue, daß das nun noch 30 Jahre so geht. Eine Freundin von mir meinte, ich sollte mir die Grillen aus dem Kopf schlagen, mit meiner abgesicherten Existenz zufrieden sein und ein paar Kinder in die Welt setzen, dann hätte ich andere Sorgen und würde mir darüber keinen Kopf mehr machen, also meine Gedanken erscheinen manchem durchaus suspekt bis verrückt, allerdings in einem gewissen Maß bin ich schon irgendwie auch ehrgeizig. Nun ist es doch ein sehr langer Text geworden, aber ich hoffe, daß ich ihn doch einigermaßen übersichtlich und lesbar halten konnte und die Besonderheit an meiner Situation etwas herausarbeiten konnte.
  7. Gewechselt habe ich eigentlich erst vor kurzem, allerdings auch relativ rasch festgestellt, daß ich auf der neuen Stelle sicher nicht glücklich werd langfristig, den Aufstieg hatte ich eigentlich schon länger im Auge, aber bei meinem ersten Dienstherrn nach der Ausbildung (Kommune) hatte mans mir zwar versprochen, aber dann immer wieder Ausreden parat, warum das jetzt momentan doch noch nicht geht, deswegen bin ich dann an eine oberste, dort wurde ich zwar schnell durchbefördert, hab mir das aber auch sauer verdient (war nicht das, was man sich unter einem Beamtenjob so vorstellt), Aufstieg war dort nicht möglich, da keine Ausbildungsbehörde und die Stellen für den modularen Aufstieg wurden zusammengestrichen, mir wurde signalisiert, daß ich nicht damit rechnen könnte, trotz guter Leistungen, so bin ich zu einer anderen obersten und hab dort eben schnell gemerkt, daß mir das, was ich da machen darf so gar nicht liegt, das sind m. E. Tätigkeiten, die eigentlich e. D. sind. Im m. D. findet sich nichts interessantes, wenn man sich die Anzeigen anschaut, ist doch alles so Richtung Zuarbeit oder gleich Registratur, das war es wirklich nicht, was ich mal machen wollte und mit A9 ist's ja auch nicht so ganz ohne, noch wo genommen zu werden. Interessant, daß das die Regierung mitmacht, da z. B. das Modell der Stadt vom IM und vom FM m. W. nach eher kritisch gesehen wird, ist das die ROB? Da hab auch ich mal meine Ausbildung gemacht und kenne von daher schon noch ein paar Leute, wobei ich da natürlich trotzdem die Mitarbeit von meiner derzeitigen Dienststelle bräuchte, das würde wenn dann, in meinem Fall allenfalls über eine Abordnung hinhauen, glaub nicht, daß sich die Regierung gegen meine Dienstbehörde stellen würde. Kann das allerdings auch schwer einschätzen, wie mein jetziger Vorgesetzter darauf reagieren würde, bei der Vorgängerbehörde, da bin ich sicher, hätte die Personalstelle nicht mitgemacht, hier, da ich noch nicht so sehr lang dort bin, kann ich es schwer einschätzen, mal sehen. Ich wußte das auch nicht, hab nur kürzlich was gelesen und dann mal bei der Stadt München nachgeschaut http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Personal-und-Organisationsreferat/Stellen/Ausbildung-und-Studium/Ausbildung-Studieng-Blick/Bachelor-of-laws.html und war überrascht, denn bis dahin wußte ich nur, daß sie die Leute nicht mehr nach Hof schicken wollten, weil ihnen da immer die Bewerber abgesprungen sind, wenn die gehört haben, daß sie von den drei Jahren zwei in Hof verbringen würden, daß das schon so weit gediehen war, war mir nicht bekannt, aber wie gesagt, dann hab ich mal was gelesen, gestutzt und nachgeschaut, allzu lang ist das aber noch nicht, ich denke der kommende Jahrgang wird wohl der erste sein, wo die das so machen. Denke das wird noch interessant, die Stadt München verbeamtet die Leute wohl im g. D. wie das dann ausschaut, wenn da mal einer wechseln will? Man müßte mal sehen, was die Gerichte sagen, wenn da mal einer eine Konkurrentenklage starten würde, weil er wegen des anderen Ausbildungsmodells nicht genommen wird! Mein Gedankengang bzgl. der Stadt München war eben der, daß die vielleicht aufgrunddessen, daß sie auch von der klassischen Ausbildung für den g. D. abgehen, vielleicht aufgeschlossener sind, wie die Staatsbehörden für solche alternativen Möglichkeiten, aber wenn die Regierung da Präzedenzfälle hat, ist jedenfalls interessant. Da werd ich jetzt noch ein wenig warten, akut ist momentan ja eh nichts und dann vielleicht mal bei meinem Vorgesetzten nachfragen, stells mir aber schwierig vor, weil die ja dann auch die Stelle freihalten müßten und allenfalls befristet besetzen könnten, denk eher, meine Chancen stehen da schlecht. Eine Versetzung über die Ländergrenzen hinweg ist ja lt. BeamtStG problemlos, so sollte eigentlich auch ein erstmaliger Antritt einer Stelle in einem anderen Bundesland möglich sein, soweit die Qualifikation für die entsprechende Laufbahn in einem anderen Bundesland zuerkannt worden ist, die Ausbildungssysteme sind ja auch in der "regulären" Ausbildung z. T. recht verschieden, so eine zentralisierte Anstellungsprüfung, wie in Bayern haben die anderen BL ja oft auch nicht, Baden-Württemberg, das weiß ich von meiner Kollegin, hat da ja auch ein etwas anderes Modell, also ich denke eigentlich, daß das schon möglich sein müßte!
  8. Ach, deshalb gibts jetzt auch das Probestudium nicht mehr, sondern nur noch die Hochschulzugangsprüfung, dachte schon, die Möglichkeiten ohne Abitur waren doch früher mehr!
  9. Die Laufbahnbefähigungen anderer Bundesländer werden in Bayern schon anerkannt, eine Kollegin von mir hatte die Ausbildung in Thüringen gemacht und eine andere in Baden-Württemberg, das war jeweils kein Problem! Mich würde der Studiengang auch interessieren und zwischenzeitlich wurde ja die Praktikumsdauer für den Erwerb der Laufbahnbefähigung sogar auf 26 Wochen verkürzt, leider brauche ich bei meinem Dienstherrn gar nicht erst zu fragen, ob das möglich ist, es wird nicht möglich sein, da ich an einer obersten bin... Ich vermute mal, der Dienstherr, der das mitgemacht hat, war eine Kommune? Die Stadt München geht ja mittlerweile auch andere Wege und schickt die Anwärter nicht mehr nach Hof, die machen dann wohl auch die klassische Laufbahnprüfung nicht mehr, bin gespannt, wie das dann bei den staatlichen Behörden anerkannt wird, allerdings ist ein Wechsel der Ausbildung (also von der Stadt München zum Freistaat) definitiv nicht möglich, diese Info habe ich aus zuverlässiger Quelle, die müßten dann die Ausbildung von vorne beginnen. Evtl. ließe sich ja mit der Stadt München wegen eines solchen Praktikums reden, aber dann stellt sich natürlich die Frage nach dem Auskommen mit dem Einkommen, leider verfüge ich nicht über ein Vermögen, das mir ein Leben von den Zinsen ermöglicht und dann müßte ich bei meinem jetzigen Dienstherrn auch noch Sonderurlaub kriegen, wird wohl auch ein Problem. Das Dumme ist, daß mich das wirklich interessieren müßte, da ich im m. D. so unglücklich bin wie man nur sein kann! Ich hab zwar das Endamt und das auch relativ schnell gekriegt, aber die Tätigkeiten, derer man mich für fähig hält, so als jemand, der seine Ausbildung im m. D. im vorderen Teil des ersten Fünftels seines Prüfungsjahrgangs abgeschlossen hat, darüber spreche ich selbst mit meinen besten Freunden nicht... Wobei ich natürlich sagen muß, angesichts der Rechtslage, daß eine Laufbahnbefähigung einen Vorbereitungsdienst oder eine entsprechende Tätigkeit voraussetzt, kann ich es aus rechtlicher Sicht durchaus nachvollziehen, ist halt für jemanden mit nicht so nettem Dienstherren ein mächtiger Stein im Weg, den man erstmal wegkriegen muß, ich bin da ehrlich ratlos bis verzweifelt momentan...
×
×
  • Neu erstellen...