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Marina 1971

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  • Status
    Aktiver Fernstudent
  • Studiengang
    Master of Health Management
  • Wohnort
    Hessen
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    w

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  1. Hallo, wenn Du es Dir "leisten" kannst, dann würde ich in Deinem Alter ein Präsenzstudium durchziehen. Ich kenne auch beide Situationen: 2 Präsenzstudiengänge, z.T. parallel und jetzt nach Jahren ein berufbegleitendes Fernstudium. Auch zur Auswahl: studiere, was DICH INTERESSIERT! Musste mir damals auch hämische Bemerkungen anhören, da es damals extreme Überschüsse in meinem Beruf gab. Aber: die Zeiten ändern sich schneller als alle Prognosen. Man ist in dem was man gerne macht, einfach eher top. DAS zählt. Auch halte ich es für die persönliche Entwicklung sehr hilfreich, ein Mal bes. in Deinem Alter ein Präsenzstudium mit allen sozialisierenden Umgebungfaktoren (Kommilitonen, Frust, Wohnung/Zimmer, Lerngruppen, gegenseitiger und selbstgemachter Stress etc.) durchgemacht zu haben. Welchen Grund hast Du, Dich nicht wirklich in diesem Abenteuer zu beweisen? Was kann Dir passieren? Ein Fernstudium kannst Du immernoch absolvieren. Auch nebenbei oder in vorlesungfreien Zeiten jobben, kann interessant werden. Nutze Deine Möglichkeiten aus! Viel Spaß!
  2. Ich sehe als einziges allgemeingültiges KO-Kriterium für ein Fernstudium neben dem Job (bes. wenn das Studium nicht von AGeber gefördert/gewünscht etc.): wenn man eine Person ist, der es schwer fällt, sich auch/gerade in seiner Freizeit zu organisieren. Wer sich mit dem Gedanken an ein Fernstudium beschäftigt, sollte zuerst mal klären, was er selbst leisten kann, wie das aussehen soll und wer evtl. mitziehen muss. Ansonsten erst mal z.b. einen zertifikatskurs o.ä. machen, um zu testen, wie er/sie klar kommt. Ansonsten gehört auch ein solches "Projekt" meiner Meinung nach zu den Dingen im Leben, die man machen muss, um zu sagen, wie´s bei einem selbst läuft. Da hilft diese Liste nicht besonders. So Aspekte, wie der Chef/Arbeitszeitreduktion unmöglich vor Prüfungen... solche Geschichten gelten doch für viele Dinge (z.b. chef will nicht dass man Urlaub hat, wenn xy passiert etc.)...dann verhält man sich so, wie man es auch machen würde, wenn man Karten für das Top-Fußballspiel, die Tochter eine Schulaufführung, das Traumhotel ein Sparangebot hat.....:man nimmt sich geschickt Urlaub ohne wirklich zu sagen, warum! So setzt man im Alltag ab und zu auch andere Dinge durch, die einem wirklich WICHTIG sind. Wenn es charmant nicht geht, dann muss man offen spielen und klar machen, dass es einem ernst ist. Keine Angst um den Job - verliert man den wäre das auch anders gekommen. Wenn man sich allerdings immer ducken läßt.---.jaaa, DANN hilft ein Fernstudium auch nicht weiter - da rate ich zum Selbstverteidigungskurs, Kampfsport oder ähnlichem ;-)
  3. Oh - da möchte ich mich anschließen. Es gibt SEHR viele entsprechende Angebote - wenn man sich zu einem nebenberuflichen Studium entscheidet - ist das auch in evtl. "leichteren" Fächern als das eigene höchstens am Anfang noch zu packen. Man muss wirklich vorher genau wissen, WAS das konkrete Ziel ist - sonst kostet es nur Geld, Zeit und Nerven. UND: man muss sich auch darüber klar sein, dass "nebenbei" nie echt "nebenbei" ist - streckenweise "leidet" auch mal die Konzentration im Job. Das hält man ohne klares Ziel nicht durch oder man unterfordert sich mit einer Fortbildung, die man zur echten WEITERentwicklung gar nicht braucht (davon hab ich auch ein paar ;-) Ein älteres Beispiel für so ein "BWL + Ingenieur"-Ausfbaustudium kenne ich sogar. Das Infernum (ist aber nur Beispiel!) der Uni Hagen. Mein Bruder ist Dipl.Kaufmann UNI FFM, dann Investmenanalyst und x Qualis, die eben Bänker so machen. Aber eines Tages als er auf die 50 zuging bekam er diese "ich-bin-zu-alt"-Panik, als Alterskollegen wegrationalisiert wurden (by the way: er arbeitet noch immer unbehelligt in der Bank) und entschloss sich, mal zur Abwechslung nebenbei dieses Infernum zu studieren, weil er sich schon immer für ökologische Themen interessierte, in seiner Schulzeit einige Studieninhalte noch nicht gelehrt wurden (z.B. Genetik)...und weil -sorry böses Vorurteil- er die ZEIT dazu hatte nach dem anstrengenden Bürotag. Es hat bei ihm 3 Jahre gedauert, er quälte sich durch Thermodynamik & Co, absolvierte einen Master of Science. Zum Glück hatte er Studienkollegen mit Ingenieurhintergrund, sonst... also es ist ein interdisziplinäres BWL + Ingenieurstudium. Tja, seine Masterarbeit (er wandte Algorithmen aus der Verhaltensanaylse von Aktien auf die Renaturierung eines Flusses nach einem Chemieunfall an und Tierchen verhielten sich wie Aktien...auch eine Sicht der Welt ;-) erweckte Interesse bei versch. Institutionen, aber dafür war er zu alt. Bei anderen Jobs waren IMMER die Absolventen mit Ingenieur-Hintergrund gefragt. Andere Jobs waren ihm zu unsicher oder zu uninteressant. Alle seine ehem. Studienkollegen (4 Ingenieure) haben sich mit dem Studium sehr verbessert, haben in Unternehmen die Leitung des ökologischen Managements oder was auch immer in diese Richtung geht, übernommen. (Er hat allerdings auch eine kleine weitere Hürde in er Bank genommne, die aber nur sekundär mit dem Studienengagement selbst zu tun hatte.) Fazit: mit Ihrem Hintergrund würde ich mal ganz simpel überlegen, WELCHER Bereich mich sonst noch INTERESSIERT und WO ich das MEISTE mitbringe. BWL- und management-Inhalte sind rel. schnell zu lernen. Umgekehrt ist es viel schwieriger. Das merke ich auch in meinem Bereich (Medizin). Ich habe VWLer/BLWer Studienkollegen, die wirklich in ihrem Alter Probleme haben, naturwiss. Inhalte so zu lernen, dass eine akzeptable Studienleistung rauskommt. Auch würde ich mich nach OBEN und nicht nach unten ausrichten. Also z.B. Controlling - das streift man mal als Studieninhalt und steht Klausur und Hausarbeiten durch, aber für ein Controllereinstiegsgehalt wollen wir beide sicher nicht morgens aufstehen. Man muss diese Bereiche streifen, damit man versteht, was einem der Controller da gerade sagen will. Falls man nicht vor hat, sich zu verbessern, verschwendet man mit einem Fernstudium Lebenszeit. Eine 1-zu-1-"Umschulung" auf die gleiche Ebene kann man zur Not noch machen, wenn es das Arbeitsamt bezahlt (also der Job weg ist). Der Biss, den man benötigt, ein Fernstudium neben einem anstrengenden Beruf wie Ihrem durchzustehen, der treibt nach OBEN nicht nach unten. Wünsche viel Erfolg bei der Suche nach einem geeigneten Studium. Viel Erfolg und viele Grüße Marina
  4. 27 - 33 traumhaft. O.k., ich weis, dass es verrückte Branchen gibt, in denen man mit 40+ draussen ist. Aber es gibt einen Markt, der ständig wächst...und der leider viel zu wenige Leute hat, die sich mit sowas wie Marketing auskennen... empfehle dann auch mal in Healthmarketing ´reinzuschauen und mal zum Thema Stellenwachstum im Gesundheitsmarkt zu recherchieren (damit meine ich nicht Pflegekräfte). Weiterhin viel Erfolg LG
  5. Hallo, da schreibe ich doch mal wieder einen Nachtrag. 1. Leider musste ich 2 große Unterbrechungen (eine Beruflich wegen dem Arbeitgeberwechsel und MVZ-Aufbau und eine wegen Krankheitsfalls in der Familie) einlegen, insgesamt 6 Monate. Das tat weh und nahm viel Schwung. Aber immerhin ist das möglich. Nebenbei zahlt man in dieser Zeit auch keine Studiengebühr und darf dennoch fast alles im Campus machen (ausser Aufgaben einschicken), aber leider fehlte dazu die Zeit. War wirklich komplett "weg". Das geht ja nicht jedem so. Sonst wäre ich jetzt längst in der Thesis oder fertig. -- Wie weit bin ich nun? Alle Klausuren (5 Stück bei mir; manche haben 6 je nach Fächern) sind geschrieben, muss noch 6 Fallaufgaben von insgesamt 21 absolvieren. Das ist schon o.k., und natürlich die Thesis. Da ein sehr großes Projekt für meinem Arbeitgeber ansteht, werde ich die FAs durchziehen und -mit dem wirklich entgegenkommenden Studienservice abgesprochen- nach Beendigung der 18+9 Monte im Herbst nochmal eine Pause von gut 3 Monaten einlegen. DANACH kommt endlich die Thesis bis anfang 2014 und puh! Hoffentlich kann ich dann hier endlich den Endbericht liefern. 2. WAS HAT SICH AM STUDIENGANG GEÄNDERT? Es ist 2012 ein neues Curriculum für den MaHM in Kraft getreten, welches viele z.T. von uns angeregte Verbesserungen enthält. Z.b. Ein Seminar in Kommunikation/Führungstechniken wie es andere Unis anbieten. Es gibt weniger Klausuren (nur noch 3), dafür eine richtige Hausarbeit ungefähr im Umfang wie eine kleine Bachelorthesis. Das klingt umfangreich, ist aber ganz gut. Denn: die meisten von uns haben zuletzt vor längerer Zeit wissenschaftlich gearbeitet und Abschlußarbeiten/Dissertationen meistens auf naturwissenschaftlichem Gebiet absolviert. DAS ist wirklich anders. Ich habe im letzten Jahrtausend eine rein naturwiss. Arbeit in der Patho gemacht. Nur ich habe mit genau diesen Präparaten wiss. gearbeitet und die Ergebnisse danach in Tabellen mit allen bis dato bekannten Studien & Studiendesigns vergleichen müssen. Da war "leider" nix mit abschreiben - Plagiat etc....ABER bei den mit im Studium begegnenden Themen verhält es sich anders. Nach einiger Lektüre weis man nicht mehr, ob man noch die eigenen Worte spricht. Die Zitierweise ist auch strenger, zudem viele Internetquellen. Es gibt daher auch ein neues Modul "Wissenschafltiches Arbeiten". UND: man MaHM jetzt wohl generell auch mit einer Studienzeit von 24 statt nur 18 Monaten studieren. 3. Nachteile / Entwicklungen: dazu erhalte ich ab und zu Fragen. Mmh, schwierig. Habe durch die Pausen zum Glück nicht alle Kontakte verloren, aber es ist noch ruhiger geworden, da einige fertig sind. Ich hatte Glück und "traf" eine Zeit lang eine Studienkollegin, die nicht die gleiche FAs oder so hatte, aber mit der ich mich viel über Links etc., interessante Themen etc, austauschen konnte. Schließlich haben wir einige Klausuren parallel am gleichen Ort geschrieben. Das hat motiviert. Zum Teil waren wir die einzigen Studenten im Saal bewacht von 2 Aufpassern. Ansonsten ist der menschliche Austausch im Masterstudium -wenn man nicht in der Nähe von Bremen wohnt- extrem gering. Ich war einige Male beim Stammtisch: fast nur Bachelorstudenten und es ging nur um Aufgaben aus ihren Studiengängen, Tutoren, Stelleninfos u.ä. -kaum um Umstände des Studierens oder gar Inhalte, die unsereinen interessieren...Angeblich besuchen auch Tutoren mal die Stammtische - unseren bislang nicht. Wir sind wohl doch zu weit von Bremen weg. Vieles bleibt auf Norddeutschland fixiert. Wir haben sogar eine social-media-mastergruppe und sammeln dort weblinks, diskutieren zu HM-Themen (wie z.B. Klinikkonzernbildung Hessen)..finden viele nett, aber wirkliche Diskussion gibt es nicht. Es bleibt ein sehr stilles Forum sowohl im Campus als auch sonstwo. Klar, das ist dem Zeitdruck geschuldet. Ein systematisches Phänomen, das wohl nichts mit der Hochschule zu tun hat. Ein unangenehmes Erlebnis hatte ich auch: mein neuer Arbeitgeber hatte nicht verstanden, dass ich einen MaHM (90 credits) mache und der Geschäftsführer empfahl mir auf halber Strecke noch "dringend den vollwertigen MBA"-Abschluß in Health Care Management (70 credits?hä?)zu machen. Aha. Zum Glück wurde das wieder vergessen. Die "nachhaltige Förderung" des Studienendes wurde finanziell eingehalten, aber zeitmäßig für die zeitaufwendige Projekte verschoben, aber die haben auch für mich wirklich Priorität. Die MBA-Sache hat mich aber schon zum Nachdenken gebracht. Nur: Ich studiere in meinem Alter nicht mehr für die Buchstaben irgendwelcher Abschlüsse oder Meinungen anderer dazu. 4. Mich erreichen ab und zu Fragen, ob ich diesen Studiengang wieder wählen würde...? Unter den gleichen Voraussetzungen, d.h. keine Möglichkeiten zu mehr Präsenzen, JA! DANN aber mit 24-Monatsvertrag! Ansonsten bin ich doch eher der Typ, der gerne mal persönlich real und nicht virtuell in eine Vorlesung geht. Nun gut, das ist wohl die Strafe für alle Vorlesungen, die ich in meinen beiden Erststudiengängen geschwänzt habe ;-) Andererseits liebäugele ich damit, nach dem Master noch ein paar kleine Inhalte/Hefte zu absolvieren, die mich vom Studiengang Gesundheitsökonomie bzw. Technologiemanagement her interessieren. Aber mal langsam, vorher stelle ich hier hoffentlich den versprochenen Abschlußbericht ein. Und auch weiterhin meine Meinung: durchhalten auch über Durststrecken lohnt sich! Viele Grüße Marina
  6. Hallo Markus, sorry das habe ich nicht klar unterschieden - und deshalb jetzt akutell korriert. Für jemand, der schon UniAbschlüsse hat, ist es evtl. nicht so wichtig, aber wenn sich jemand über Masterprogramme allg. informiert, könnte diese Info entscheidend sein. Ich hoffe, ich lese auch mal etwas über andere Anbieter zu "Health Management"- fände einen Austausch interessant. Viele Grüße Marina
  7. Hallo André, JA es ist möglich. ABER: Du wirst kaum komplett fachfremd den gleichen steilen Karriereweg finden wie im Biotop einer Bank (mein Bruder mach genau dasgleiche nur mit altem Uni-Diplom und Irgendwelchen US-Abschlüssen als Investmentbanker in einer großen Bank - zur Zeit kein "beliebter" Job). Nur frage ich mich als komplett Fachfremde, was Du den eigentlich sooo fachfremd an Deiner Planungsidee ist. Es klingt für mich als ein logischer Entwicklungsprozeß - kein intelligentes Lebewesen will immer im gleichen Pfad oder schlimmer auf der gleichen Stelle treten. Wenn Du ein Fernstudium machst, musst Du auch andere "Qualitäten" entwickeln: das NEIN-Sagen. Statt der x-ten Überstunde für irgendein "tolles" Projekt des Chefs (und ein Bereichtsleiter ist doch das Mädchen für alles) muss Du heim zu den Hausaufgaben. Egal, was Du machst, Du musst Dir den zeitkorridor sinnvoll schaffen und die Priorität vorher klären. Dein Gehirn kannst Du nicht mit Kaffee betrügen. Wenn Du schon so weit bist, Dir Gedanken um Deine Zukunft zu machen, dann überlege auch, dass Du älter wirst. Als 40+ bist Du -meiner Kenntnis nach- in der Bankwirtschaft "out". Es ist eben kein nachhaltiges Milieu. Dann suche Dir am besten eine Branche, in der Du mit der Erfahrung und dem Alter wertvoller wirst UND in der Deine Vorbildung gesucht wird. Leider kenne ich nur eine einzige Branche, bei der das so ist und bei der ein Einstieg in ein Masterprogramm durch ein Fernstudium als halbwegs normal (wie soll es nebenberuflich anders gehn´) angesehen wird. -> Die Gesundheitswirtschaft - ein irres Geflecht aus Planwirtschaft, Marktwirtschaft, Lobby, unzählige Rechtsnormen, politischer Tragweite, Bedarf an sinnvollem Personalmanagement, Mitarbeitern, die so gar nicht kapieren was man von Ihnen will, mitten in der Etablierungsphase moderner Leistungsrechnung (als fachspez. Controller musst Du Angst haben, bei einem Krankenbesuch in der Klinik gekiddnapped zu werden). Dazu besteht ein doch menschlicheres Arbeitsumfeld und das Gefühl, am Ende doch für Menschen zu arbeiten (egal ob in Klinik, MVZ, Krankenkasse, KV oder Pharma-Konzern). Egal ob Controlling, Personal etc. es sind meistens integrative Berufsfelder, die auch zukünftig Raum für eine persönliche Entwicklung lassen. Auch ein Klinik Konzern muss sinnvoll investieren, Schulden abbauen, Gewinne ausschütten, Fonds bearbeiten, Verträge nach sich ständig erneuernder Rechtsverordnung abfassen. SOOO anders ist das sicher nicht, wenn Du z.B. den Master of Health Economics oder den Gesundheitsökonom machst. - Personal-Entwicklung ist gerade im Gesundheitsbereich extrem wichtig, da es einen krassen Arbeitskräftemangel gibt und auch hier kein Arbeitnehmer mehr ewig das Gleiche machen möchte und kann (hier kommt noch die Überalterung bei körperlich sehr anstrengender Arbeit dazu). Sicherlich gilt ähnliches auch für andere Branchen - aber ich kann das nur für meine sagen. - Denk´ mal nach, wo Du in welchem Gesundheitszustand 10 Jahren sein möchtest. Ach ja, die verdienste sind auch nicht schlecht: schau Dir doch mal die GBerichte von Rhönkliniken, DAMP, Helios an - hinten findest Du z.T. die Entlohnung der Geschäftsführer und Verwaltungsleiter kleiner Häuser. Und: Du lebst nur ein Mal - das kann eh keiner bezahlen. Viel Erfolg weiterhin LG Marina ;-)
  8. Hallo, ich studiere seit Anfang 2011 an der Apollon Hochschule für Gesundheitswirtschaft im Fernstudiengang "Master of Health Management". Als ich 2010 zu entsprechenden nebenberuflichen Fortbildungsmöglichkeiten recherchierte, fand ich keine Erfahrungsberichte. Daher möchte ich nach einem Jahr Studium diesen Erfahrungsbericht hinterlassen. Die Apollon Hochschule ist eine rein auf das Fernstudium ausgerichtete Fachhochschule. Sie bietet als Masterstudiengänge den Master für Gesundheitsökonomie M.A., den Master of Health Economics (MaHE) und den Master of Health Management (MaHM) an. MaHM ist eine spezielle Möglichkeit nebenberuflicher Qualifikation für Ärzte, Apotheker und andere Akademiker, die bereits Erfahrungen in der Gesundheitsbranche aufweisen. Was hat mich dazu bewogen, gerade bei Apollon MaHM zu wählen? Ich konnte bis Ende 2010 zunächst keinen anderen Anbieter finden, bei dem es so wenige Präsenzen in der Hochschule (in Bremen; ich lebe in Hessen) gibt UND bei der man im gesamten Bundesgebiet verteilt samstags (!) die Klausuren schreiben kann. Zudem hatte ich mir zwei andere Anbieter angeschaut, bei einem musste man das komplette Semester zahlen (und wenn man die Seminarzeiten nicht einhalten kann, verliert man einfach Geld&Zeit) und beim anderen lagen die Klausuren/Seminar für mich persönlich extrem ungünstig und Kontaktmöglichkeiten zu einem Campus bestünden nur während best. Geschäftszeiten (zu denen ich arbeite). Ich wagte also einfach den Probemonat bei Apollon und blieb -trotz einiger Druststrecken- dabei. Die Kosten gestalteten sich in der Summe auch wesentlich günstiger und transparenter als bei einigen anderen Anbietern (nur kam es mir darauf nicht alleine an, denn um jedes abgebrochene Studium ist es schade, wenn man viel Zeit investiert hat). Für den MaHM zahlt man 540 Euro pro Monat für 18 Monate, 9 weitere Monate sind kostenfrei; braucht man noch länger, so wird entsprechend der noch zu leistenden Module ein fairer Preis ausgehandelt. In der Summe: 9720 Euro. Man kann bis zu 6 Monate (auch einzelne Monate) unterbrechen, ohne dass dies Geld kostet. Den Aufbau und Ablauf des Studiums kann sich jeder auf der Homepage der Hochschule anschauen und sich auch hinsichtlich seiner pers. Voraussetzungen beraten lassen. Es besteht bei ernsthaftem Studieninteresse auf Anfrage auch die Möglichkeit, zu aktiven Studenten in Kontakt zu treten. Insgesamt bearbeitet man 80 Studienhefte, 19 Fallaufgaben (als Fernprüfungen), hat 3 Präsenzseminare (Fr/Sa oder nur Sa), schreibt 6 Präsenz-Klausuren und absolviert mind. 2 Gruppenprojekte. Am Ende steht dann die Master-Thesis (6 Monate). Es sind zunächst 12 Monate mit rel. eng gepackten Modulen. Man startet mit Fächern wie Projektmanagement, BWL und Marketing. Zu jedem Modul gehören im Durchschnitt 3 Studienhefte, die man durcharbeitet. Diese enthalten kapitelbezogenen Übungsaufgaben und Aufgaben zur Selbstkontrolle, so dass man je nach Vorbildung und Neigung mal schneller oder langsamer "durcharbeitet". Am Ende jedes Studienhefts ist eine Einsendeaufgabe. Diese ist freiwillig und kann als Verständnistest des Stoffs verwendet werden. Man erhält so einen Eindruck, was verlangt wird, wie die Tutoren zu Fragen stehen und beurteilen. Die Noten gehen dabei nicht in die Gesamtnote ein (echte Übung). Gerade in den ersten 2 Modulen ist es sehr zu empfehlen, einige Einsendeaufgaben zu machen. Aufgrund des allg. Zeitmangels, den man als Arzt i.d.R. hat, geht man in späteren Modulen rasch zur Fallaufgabe über. Die Fallaufgaben (meistens 1 pro Modul, teilweise 2 FA) gehen in die Benotung ein und umfassen meistens komplexe Aufgabenstellungen. Sie kommen oft realen Anforderungen nahe. Es sind MVZ versch. Zusammensetzung zu bearbeiten, bilden, rechtlich abzuklopfen; Marketingkonzepte von Zahnarztpraxen zu erstellen, Bilanzen von Kliniken zu beurteilen, Aspekte von Ratingverfahren zu erarbeiten, Praxisbewertungen nachzuvollziehen usw. Das Recht-Modul ist ein richtiger Knackpunkt (Europarecht, SGB V, Datenschutz, Arzneimittelgesetz, Lebensmittelrecht, viele Rechtsnormen der sich überschneidenden Gebiete). Recht hat 2 FA und teilweise sehr medizinferne Arbeitsmethoden (es ist schwer!). Organisation, Qualitätsmanagement, Unternehmensführung, Managementtechniken... einige Arbeitstechniken sind natürlich redundant und finden in versch. Modulen ihre Anwendung. Besonderen Spaß machte mir die Erarbeitung mod. Versorgungsformen, integrativer Versorgungsverträge u.ä. gemacht, da ich fast 5 Jahre im niedergelassenen Markt arbeite und in dieser Hinsicht ein "update" nötig war. Die Fallaufgaben werden benotet. Hat man erst mal das Grundgerüst einer Fallaufgabe erarbeitet, fällt es zunehmend leichter, die weiteren zu bearbeiten. Dazu gibt es in einigen Modulen Klausuren. Ihre Themenschwerpunkte sind an den Heften orientiert - "nebenbei" für eine Klausur zu lernen, fällt auch nicht leicht - da musste ich einige Urlaubstage investieren - aber es geht. Vom Schweregrad her würde ich diese Klausuren mittel im Vgl. zu den gängigen im Internet einsehbaren Uni-Klausuren ansehen (wenig zu rechnen), aber zusammen mit den Fallaufgaben erfüllen sie ihren Zweck, den Stoff zu verteifen. Man kann jeden Monat Klausur schreiben und meldet sich dazu über den campus an. Schafft man den Termin nicht, so kann man sich bis 3 Tage vorher (oder eben mit Krankmeldung, wenn man krank ist) problemlos wieder abmelden. So ist die Zeiteinteilung wirklich nebenberuflich kein Problem. Versteht man bei der Bearbeitung eines Moduls etwas nicht, kann man es im online-campus oder Foren mit anderen Apollonstudenten diskutieren oder den Tutor anfragen (sehr hilfsbereit). Es gibt auch Seminare, die nur in Bremen stattfinden. Im Einführungsseminar, bei dem man als Gruppe eine sehr komplexe Aufgabenstellung kennen lernt und Kollegen trifft, lernt man auch die Hochschule und einen Teil des Teams kennen. In einem Gruppenseminar in Health Management erarbeitet man in einer Gruppe über 6 Wochen verteilt eine Aufgabenstellung und nutzt dabei Mittel moderner Kommunikation (praktisch eine Übung in vernetzter Arbeitsweise eines Projekts, in dem man auch mit Experten unterschiedlicher Berufsfelder interagieren muss). Im Seminar stellt die Gruppen dann als Unternehmensberatung ihre Lösung/Konzepte vor. Dies war eine sehr interessante Erfahrung, zumal dort wirkliche Fachleute prüfen, branchenübliche Arbeitsweise vermitteln und man sich wirklich "durchbeißen" muss. Als Schwerpunktfächer wählt man 2 aus 3 aus. Ich habe Controlling & Consulting gewählt. Die Wahlfächer (2 aus 7) habe ich noch nicht bearbeitet. Hat man das Modulstudium beendet, steht noch die Masterarbeit an. Wenn ich diese habe, werde ich einen separaten Erfahrungsbericht schreiben. Wöchentliche Studienzeit Das ist sehr unterschiedlich. Im guten Durchschnitt investiere ich 24 Stunden pro Woche. Natürlich sind die Konzentrationsphasen frühmorgens um fünf geringer als am Wochenende tagsüber. So habe ich "gerlernt", wann ich besser an einer FA arbeite und wann etwas lese. Auch bin ich etwas langsamer als Kollegen, die 10 Jahre jünger sind (auch das ist eine "Erfahrung"). Muss man viel Literatur dazu kaufen? Nein. Die Hefte und einige Bücher (Wirtschaftslexikon, Controlling-Lehrbuch) sind in den Studienpaketen enthalten und umfassen die zu lernenden Themen. Für die Fallaufgaben recherchiert man auch wissenschaftlich - vorwiegende per internet entsprechende wissenschaftliche Quellen. Allerdings habe ich mir einige Bücher aus eigenem Interesse an der Thematik gekauft. Das ist keineswegs selbstverständlich, denn ein Verwandter hat bei einer renommierten Fernuniversität ebenfalls ein Fernstudium absolviert (Abschluß 2006) und erlebte eine "Überraschung", als er zu fast allen Modulen noch umfassend Lehrbücher u.ä. zukaufen musste. Sein Studium kostete am Ende fast das Doppelte. Bei Apollon sind die Kosten von vorne herein transparent. Man kann auch jederzeit anrufen und fragen. Übernachhtungskosten in Bremen, Anreise u.ä. trägt man selbst - da die Präsenzen selten sind, hält sich dies in Grenzen. Ist alles perfekt? Antwort : Nein. Man muss schon ziemlich viel Eigenmotivation mitbringen, denn die Ferne zu den Kommilitonen, der individuelle Studienablauf (man kann Module auch in anderer Reihenfolge abarbeiten) und das individuelle Studientempo machen es kaum möglich, dass man immer mit liebgewonnenen Kollegen gleichauf ist. Der Vorteil der freien Einteilung wird ja von allen genutzt. Manchmal ist auch ein „seltsamer“ Tutor dabei. Man kann bei einem Vollzeitjob kaum das Studientempo einhalten, aber es ist möglich eine Studienzeit von 18-24 Monaten für die Module und 6 Monate für die Masterarbeit einzuhalten. - Natürlich fehlen dem Fernstudium auch einige "soft skills", die Präsenzstudiengänge mit anbieten wie z.B. Persönlichkeitsentwicklung Management u.ä. Jedoch könnte man solche Kurse auch anderswo dazu buchen, sobald man sie benötigt. MaHM bietet mir eine gute Grundlage in versch. Aspekten des Gesundheitsmarktes. Besonders schätze ich auch meine Studienkollegen, die auch aus anderen Bereichen (Pharmazie, OPTechnik, u.ä.) kommen - so "ergänzt" man sich und erhält vielseitige Einblicke. Und Aufgabenstellungen wie die Neustrukturierung einer Klinik-Apotheke bringen Ärzte alleine auch an Grenzen. Gibt es zusätzliche Angebote bei Apollon? Ja, es finden z.B. Online-Veranstaltungen zu versch. Themen statt. Wenn man sie versäumt, kann man sie jeder Zeit über den Campus anschauen/anhören. Online hat man allerdings die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Daneben gibt es z.B. einen Stellenmarkt, Branchen-News, Möglichkeiten eines kurzen Studienaufenthaltes in den USA, Messen, Studientag und VorOrt-Veranstaltungen in Bremen. Hat mir das MaHM-Studium bisher "etwas gebracht"? Ja, ich habe viele Entwicklungen des Gesundheitsmarktes besser nachvollziehen können. Und: früher als gedacht, habe ich einen sehr guten Stellenwechsel vollziehen können. Zu meiner eigenen Überraschung bin ich vom niedergelassenen Bereich in eine integrative Versorgungsstruktur einer Klinik gegangen und habe u.a. die Leitung eines MVZ übernommen. Hierbei fiel die Wahl nicht zuletzt aufgrund meiner bereits guten Kenntnisse im wirtschaftlichen Kontext auf mich. Das Ende meines Studiums wird nun sogar von meinem Arbeitgeber gefördert und die Verhandlung der Verträge war ein Kinderspiel. Also, bisher ziehe ich eine positive Bilanz. Zudem kommt man mit 40 mal wieder ins "Studium" hinein. Die Aussrichtung ist bei mir dabei völlig anders als bei meinem Präsenzstudium. Man lernt auch, wie sich das eigene Lernen verändert (ich lerne bevorzugt anwendungsorientiert) und wie man wieder "online" bleibt trotz eines vollen Arbeitsalltags und sich ständig weiterentwickelnder Techniken. Wem empfehle ich dieses Studium? Medizinern/Apothekern/Naturwissenschaftlern mit Vorkenntnissen im Gesundheitsbereich (andernfalls MaHE - schaut Euch die Unterschiede selbst an), die auf eine sehr freie Zeiteinteilung angewiesen sind und sich grundlegend selbst motivieren können (Grundvoraussetzung für jedes Fernstudium). Ihr solltet optimal etwas Arbeitserfahrung/Markterfahrung gesammelt haben. "Frisch von der Uni" ist nicht unbedingt gut. Da sollte man sich erst mal auf die Patienten konzentrieren. Wer absehbar auf Führungsaufgaben, Niederlassung usw. zusteuert, für den ist dieses Studium ein Gewinn. - (Zu anderen Studiengängen dieser spezialisierten Hochschule wie Gesundheitsökonomie, Gesundheitstourismus, Gesundheitslogistik und diversen Hochschulzertifikaten, Weiterbildungen wie Praxismanagement kann ich leider nicht viel sagen. Es gibt ein umfassendes Bachelorprogramm, mit Möglichkeiten des Vollzeit- und Teilzeitstudiums, nach entsprechenden Einführungen/Grundlagen und Prüfungen können z.T. auch Berufsgruppen ohne Abitur ein solches Bachelorstudium absolvieren. Das schaut aber besser in anderen Berichten nach. Auch die monatlichen Kosten sind für Bachelor natürlich niedriger.) Anmerkungen: Ich habe nicht alles umfassend erklärt und werde nach dem Abschluß noch einen Bericht nachliefern - dennoch hoffe ich, anderen Interessiereten in vergleichbarer Lage einen Eindruck von den Modalitäten dieses Studiums gegeben zu haben. Wer sich näher interessiert: lasst Euch bei konkretem nebenberuflichen Studienvorhaben und noch offnen Fragen ggf. über die Hochschule Kontakt zu einem/einer aktuell aktiven Studenten vermitteln (diese Möglichkeit hatte ich auch genutzt - fragt evtl. nach jemand mit dem gleichen beruflichen Background wie ihr, dann ergibt sich ein besseres Bild, ob es auch für Euch "etwas sein könnte") - und nutzt ggf. die Möglichkeit, eines unverbindlichen Probemonats. Es ist FAIR. Nachtrag: habe am 10.2. um 15.35h Beitrag geändert, da ich "reine Fernuniversität" statt Fern-Fachhoschule geschrieben hatte, was für mich nicht so relevant war - aber für andere sehr relevant sein kann. An alle, die ein nebenberufliches Fernstudium absolvieren möchten: viel Erfolg und haltet durch! Es gibt immer "Durststrecken" - aber es lohnt sich wirklich. LG Marina
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