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Emmma

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  1. Bist du glücklich, dass du keine Kinder bekommen hast oder haderst du manchmal mit der Entscheidung?
  2. Tja, das Problem ist, wie du ja auch selbst einräumst, dass man das alles möglichst früh und möglichst genau wissen sollte. Und genau da hakt es dann nämlich im Endeffekt. Das beginnt ja schon damit, dass die wenigsten schon seit ihrer Kindheit wissen, was sie später mal werden wollen. Und so gern das immer wieder als Ziel- oder Orientierungslosigkeit kritisiert wird, ist es meines Erachtens mehr ein Problem - unserer vielfältigen Möglichkeiten und - des extrem breit gefächerten Arbeitsmarktes. Wie viele Ausbildungen sind denn noch klar auf ein bestimmtes Berufsziel ausgerichtet? Und wer kennt denn schon mit 20 alle Berufsfelder, die das Leben so hergibt und kann obendrein aufgrund eines Jobprofils bewerten, ob ihn XY glücklich machen könnte? Es ist doch eigentlich klar, dass man da erstmal grob nach Neigungen entscheidet ("Bloß nicht ins Büro!", "Irgendwas mit Tieren...", "bitte nicht mit so viel Mathe...", "irgendwas, wo man viel Geld verdient") und der Rest ergibt sich dann bei den meisten im Laufe ihrer Laufbahn. Von meinen Kindern würde ich nicht zwingend erwarten, dass sie frühzeitig ihre Berufsziele definieren können. Ich würde lediglich erstmal dazu raten, dass die Richtung schon stimmen sollte und sie dann wachsam beobachten müssen, wohin die Reise dann spezifischer gehen darf. Mit den anderen Themen ist es eigentlich nicht so anders. Woher soll man wissen, wie man zum Thema Kinderbetreuung steht, wenn man noch nicht mal Kinder hat? Mit 20 hatte ich weder eigene Kinder, noch irgendeine Vorstellung davon, was es hieße, seine Existenz mit einem Beruf sichern zu müssen. Da dachte ich, Kinder gehörten in den ersten Jahren zu ihrer Mutter und als ich selbst welche bekam, war ich froh, nach einem Jahr wieder arbeiten gehen zu können. Tja, so ist das mit den Überzeugungen... Fragen wie "Wer kann sonst noch unterstützen?", "Wie alt will ich beim ersten Kind sein?" oder "Wie steht der Partner zum Thema?" kann man doch auch erst klären, wenn es so weit ist. Darüber zu Beginn der Berufslaufbahn zu philosophieren, wenn vielleicht noch nicht mal der potentielle Partner da ist, ergibt doch überhaupt keinen Sinn. Wer weiß denn schon, was in ein, zwei, acht Jahren ist, ob die eigenen Eltern noch fit sind, ob die überhaupt Lust haben, die Enkelkinder zu beaufsichtigen, welchen Job man haben wird und ob man überhaupt einen Kindergartenplatz findet, der zu der dann existierenden Situation passt? In meinen Augen sind diese ganzen Fragen Ausdruck genau dieser Sehnsucht nach Planbarkeit. Alles wird organisiert und möglichst gut vorbereitet - nur lassen sich Kinder meiner Erfahrung nach selten in dieses Schema pressen. Vor einiger Zeit las ich mal, dass man vermutet, dass die Zunahme von postpartalen Depressionen unter anderem auf die hohe eigene und äußere Erwartungshaltung zurückzuführen ist und ich denke, dass da eine Menge Wahrheit drinsteckt. Ich kenne einige wirklich gut ausgebildete Frauen, die genau das durchgemacht haben und die hatten vorab die oben gestellten Fragen ganz brav wie eine Checkliste abgearbeitet und zu ihrer Zufriedenheit und zur Zufriedenheit der Umwelt beantwortet: Die Doktorarbeit noch während der Schwangerschaft beendet, mit dem Arbeitgeber alles besprochen, den Zeitpunkt scheinbar perfekt gewählt, Betreuung gesichert, der liebende Partner nimmt brav seine Elternzeit und dann... tut sich da ein tiefes schwarzes Loch auf. Weil das Baby nur schreit und so gar nicht bei Oma bleiben will, weil der Arbeitgeber plötzlich doch nicht mehr so flexibel ist, was Teilzeit angeht ("Sie wissen ja, die Umstrukturierung hier...") und von der mühsam erkämpften Freiheit und Unabhängigkeit der letzten Jahre nichts mehr übrig ist, weil man nicht mal mehr auf Toilette gehen kann, wenn man denn muss. Ich bin selbst Mutter von zwei Kindern und meine Meinung ist, dass genau dieser Fragenkatalog einen auch kaputt machen kann. Meiner Erfahrung nach sind die Menschen am glücklichsten und ausgeglichensten, die einen groben Fahrplan haben, ein gutes Gespür für die jeweilige Situation und die eigenen Interessen besitzen und die nötige Flexibilität, sich auf Neues einstellen zu können. Im Job, wie auch im Privatleben.
  3. Okay, ich bekomme den Zusammenhang gerade trotzdem nicht hergestellt. Was nützt ihm deine Info denn jetzt? Mir fehlt da einfach der Bezug. Und abgesehen davon ist die Aussage auch noch irreführend oder zumindest sehr stark vereinfacht. Kinder können mitnichten immer beitragsfrei in die Familienversicherung, wenn ein Elternteil privat krankenversichert ist. Aber das nur am Rande.
  4. Auf welchen Beitrag war das nun bezogen? Welche Kinder? Welche Frau? Und welche Familienversicherung?
  5. Wurden denn in dieser Statistik alle Stellen einer Branche berücksichtigt, also auch Führungskräfte? In einer Abteilung mit sieben Personen, von denen der Vorgesetzte 6000 Euro brutto verdient und die sechs angestellten Arbeitskräfte aus der Arbeitnehmerüberlassung für 8,50 Euro Mindestlohn übernommen werden, verdient statistisch gesehen jeder im Mittel auch 2000 Euro. Auch wenn ich dem Fragesteller widersprechen muss, was die Verdienstmöglichkeiten in der Logistik betrifft (zumindest so verallgemeinernd), so halte ich die hier nun verlinkte Übersicht ebenfalls für realitätsfern. Interessant sind Statistiken, in der keine Führungskräfte berücksichtigt wurden. Und vielleicht müsste auch eine Altersgrenze gezogen werden, da ich mir vorstellen könnte, dass viele alte Arbeitsverträge mit besseren Konditionen ebenfalls das Ergebnis verfälschen. Statistisch betrachtet hatte ich in meiner alten Abteilung ja auch über 30 Tage Urlaub, obwohl in meinem Arbeitsvertrag nur 24 standen.
  6. Ich weiß ja nicht, ob ich mich hier zu Wort melden darf, schließlich bin ich eine dieser neumodischen arbeitenden Mütter, die ihre Kinder in die Fremdbetreuung abschieben , aber ich riskiere es einfach mal. Ich finde die genannten Gehaltsangaben nicht nachvollziehbar. Ausbildung, Beschäftigungsumfeld und übrige Faktoren sind bei mir vergleichbar. 2100 Euro waren im Jahr 2007 mein Einstiegsgehalt nach der Ausbildung. In 2008 habe ich gewechselt und 2450 Euro verdient, in 2009 ein weiterer Wechsel - 2900 Euro plus 13. Gehalt. Aktuell wechsle ich wieder und nun sind es gut 2900 Euro plus diverse Zulagen, allerdings für eine Teilzeitstelle. In der Logistik wird sehr unterschiedlich bezahlt, aber es ist garantiert nicht so, dass grundsätzlich nur der Mindestlohn drin ist. 2400 bis 3000 Euro halte ich für durchschnittlich, in der Industrie wird erfahrungsgemäß besser bezahlt. Allenfalls könnte ich mir vorstellen, dass es an der Berufsbezeichnung liegt und die Ausgangslage für ausgebildete Speditions- und Industriekaufleute in diesen Branchen besser ist.
  7. Danke schön. :-) Und um die ganze Angelegenheit hier noch "rund" zu machen: Ich habe am Montag meinen Arbeitsvertrag unterschrieben und die Kündigung bei meinem alten Arbeitgeber eingereicht. Nun habe ich noch einen ruhigen Sommer mit jeder Menge Urlaub und freue mich auf den Neustart im September.
  8. Das würde bei mir dann aber schon etwas eigenartig anmuten.
  9. Danke für Ihre Antwort. Mir wurde direkt im Anschluss an das Gespräch gesagt, dass man mich sehr gerne einstellen möchte, sofern ich denn möchte. Später am Nachmittag wurde ich noch mal von der Personalabteilung angerufen, ob ich ihnen kurzfristig einen Beleg über die Kinderbetreuungskosten schicken kann, damit sie den steuerfreien Zuschuss direkt in der korrekten Höhe mit in den Vertragsentwurf aufnehmen können. Es war sehr konkret und verbindlich.
  10. So, nachdem mein zweites Gespräch nun hinter mir liegt, kann ich berichten, wie es bei mir gegliedert war. Die erste Kontaktaufnahme lief übrigens über das Telefon durch den disziplinarischen Vorgesetzten für diese Position und glich bereits einem kleinem Jobinterview. Das erste richtige Vorstellungsgespräch ging etwa eineinhalb Stunden und teilgenommen hat eine Psychologin (!) , der o.g. Vorgesetzte und ein Senior aus dem Team. Letzterer hat auch den Löwenanteil des Gesprächs bestimmt und ich würde sagen, es ging hauptsächlich darum, die fachliche Eignung sowie die Jobmotivation zu prüfen. Nebenbei wurde mal eben zwischendurch die Sprache gewechselt und dann im Englischen über Stärken und Schwächen, die eigene Motivation und Erfahrungen zu sprechen, war wirklich wirklich anstrengend und eine kleine Herausforderung. Im Nachhinein war es glaube ich ganz gut, dass ich nicht wusste, was da auf mich zukommt, denn ansonsten hätte ich mich vermutlich total verrückt gemacht. Da es nach sechs Jahren meine erste Bewerbung war, hatte ich mich zwar gut vorbereitet, aber habe das ganze Gespräch im Vorwege mehr als Training betrachtet, um mich überhaupt erstmal wieder auf dem Jobmarkt zu orientieren. Nach dem Gespräch war ich richtig geschlaucht und hätte gut eine Stunde schlafen können. Das hatte ich vorab nicht so erwartet. Man hat mir direkt am Ende des Gesprächs gesagt, dass es eine zweite Runde mit einer kleinere Auswahl an Bewerbern geben und man sich dann gegebenenfalls melden würde. Das zweite Gespräch gestern lief dagegen sehr viel entspannter. Man entschuldigte sich für die ein oder andere "Falle" und sagte mir, ich hätte das aber sehr gut gemacht und Ihnen würde es sehr helfen, weil sich in der Theorie immer jeder für fremdsprachensicher oder flexibel halten würde weshalb sie gern sehen möchten, ob dieses Bild der Realität auch entspräche. Teilgenommen hat erneut der o.g. disziplinarische Vorgesetzte und dazu jemand aus der Personalabteilung. Insgesamt war alles viel lockerer und gelöster, eher eine angenehme Plauderei. Natürlich ging es auch hier nicht um Smalltalk, sondern unter anderem um Arbeitsorganisation und konkrete Fragestellungen, die sich aus dem Aufgabengebiet ergeben. Aber insgesamt war es sehr viel mehr "Miteinander" als im ersten Gespräch. Auch die Räumlichkeiten waren andere: heller, größer, moderner und ich saß weniger frontal vor den Interviewern. Es kann natürlich Zufall gewesen sein, aber ich habe den Eindruck, die wissen dort schon sehr genau, was sie machen.
  11. So, gestern war mein zweiter Termin und was soll ich großartig schreiben? Es sieht so aus, als hätte ich den Job! Meine erste Bewerbung seit sechs Jahren und es klappt im ersten Anlauf! Ich bin noch immer ganz durcheinander.
  12. So, ich wollte mich ja noch mal hier zurückmelden. Ich wurde gestern angerufen und man hat mir mitgeteilt, dass man das Gespräch mit mir sehr angenehm fand und mich gern zum zweiten Gespräch einladen würde. Nun bin ich gespannt. Und mein Outfit kann so schlimm also nicht gewesen sein.
  13. Danke schön. Ich bin auch schon sehr gespannt.
  14. Vielen Dank für die schnelle Rückmeldung. Sie haben mein Taschenproblem mit acht Worten gelöst.
  15. So, nun habe ich noch eine möglicherweise dusselig anmutende Frage. Es heißt ja, man solle eine vollständige Bewerbungsmappe mit zum Gespräch nehmen. Gleichzeitig möchte ich natürlich nicht auf eine Handtasche verzichten, aber es ergibt sich das Problem, dass die Mappe in keiner meiner seriöseren Handtaschen passt. Und einen Shopper will ich ja nun auch nicht mitnehmen, schließlich gehe ich weder zum Kindergeburtstag noch auf den Wochenmarkt. Irgendwelche Ideen? Wirkt es unprofessionell, wenn ich die Mappe einfach einzeln in der Hand halte, also zusätzlich zu einer Tasche?
  16. Der Termin ist morgens um 8 Uhr. Ich denke, Tweed an den Beinen wird mich nicht umbringen und auch nicht unangemessen wirken. Ich bin der klassische "Sommertyp". Die Farbauswahl mit den Grautönen passt meines Erachtens zu mir und klingt vielleicht altbackener als es letztlich aussieht. Farbtupfer sind Bluse (ein pastelliges Mittelgrün mit einem dezenten Muster) und das Halstuch. Ansonsten beunruhigte mich vor allem dieses Blazer/Kostüm-Thema. Ich kann ja in den nächsten Tagen noch mal die Augen offen halten und mich nach einem Blazer umsehen. Aber inzwischen bin ich schon etwas beruhigter und vertraue wieder mehr meinem Stilgefühl.
  17. Ach, Sie müssen sich nicht entschuldigen. Damit sie sich überhaupt ein Bild machen können, ist die Frage vollkommen verständlich. Ich bin 35 und die Kleidergröße ist 40/42, oben eher 42 aus genannten Gründen. Allerdings kann ich klassische geknöpfte Blusen und eben Blazer nicht in Größe 40/42 kaufen, da wird es selbst in Größe 44 an der Brust manchmal schon knapp. Am Bauch und an den Schultern sind diese Kleidungsstücke dann natürlich in Größe 44 viel zu weit und ich sehe aus wie eine Karikatur meiner selbst. Ich bin 1,72 groß, habe aber einen kurzen, eher kompakten Oberkörper und dafür recht lange, schlanke Beine. Der gewöhnliche Business-Look ist einfach nichts, was meiner Figur schmeichelt. Im Alltag komme ich dagegen sehr gut zurecht, man muss eben etwas improvisieren. Eher hüftig geschnittene, schmale Hosen, Tunika- oder Wickelblusen, leichter Strick. Nun muss ich nur versuchen, das für diesen Anlass ein wenig seriöser zu kombinieren, damit es nicht zu casual wirkt. Daher auch mein ursprünglicher Ansatz, das über die Materialien, Farben und Accessoires zu tun: Grau- und Grüntöne, Tweed, Seide, Bügelfalte...
  18. Das war auch mein Gedanke. Da ich mich ja außerdem nicht "aus der Not heraus" dort bewerbe, weiß ich nicht mal so genau, ob ich in einem Unternehmen arbeiten kann und will, für die mein gewähltes Outfit wirklich ein Ausschlusskriterium darstellen würde. Aber ich will ja hier auch nicht auf Biegen und Brechen meine Individualität demonstrieren oder ein modisches Statement setzen, sondern ein Kompromiss aus Wohlfühlen und Angemessenheit wäre mir am Liebsten. Bis zu der Aussage meiner Mutter, mein Outfit (= alles, was kein Kostüm ist!) sei vollkommen unangemessen, dachte ich auch, ich hätte diesen Mittelweg gefunden.
  19. Das ist sie bei mir immer - außer ich war gerade mit den Kindern auf dem Spielplatz oder habe Rasen gemäht.
  20. Hallo, ich habe in zwei Wochen ein Vorstellungsgespräch und mir stellt sich gerade die Frage, ob der Dresscode dabei eigentlich noch immer grundsätzlich "Kostümpflicht" vorschreibt oder ob es da inzwischen auch einen gewissen Handlungsspielraum gibt, ohne direkt unangenehm aufzufallen. Eckdaten, soweit sie von Bedeutung sein könnten: - es handelt sich um eine IT-Firma - Fotos auf der Homepage zeigen die Mitarbeiter sehr casual - ich bewerbe mich nicht für den Vertrieb oder für eine Führungsposition - soweit ich das herausgefunden habe, sind die Personen, mit denen ich das Gespräch führe, unter 40 Nun kann man sich sicherlich die Frage stellen, warum ich mir nicht einfach einen Hosenanzug kaufe und darauf vertraue, dass ich damit nicht verkehrt liegen kann. Dazu nehme ich vorweg: Sie schmeicheln meiner Figur nicht besonders und ich fühle mich in ihnen unwohl, unattraktiv und verkleidet. Ich habe ein verhältnismäßig breites Kreuz (ein Dankeschön an viele Jahre Schwimmtraining ) und habe viel gesucht, aber bisher in den vergangenen 20 Jahren keinen einzigen Blazer gefunden, den ich an der Brust schließen konnte und der mir gleichzeitig an den Schulter passte. Es handelt sich also immer um einen Kompromiss und ich müsste wahrscheinlich einen Blazer kaufen, den ich dann nur offen tragen kann und der jetzt modisch keine Offenbarung wäre. Damit kommen wir zum zweiten Problem: Ich bin nicht bereit, für einen Kompromiss, der mir ohnehin nicht besonders steht, viel Geld auszugeben. Gleichzeitig verabscheue ich billige Materialien und Kleidung, die irgendwo in Fernost von Kinderhänden genäht wird. Diese Bedingungen machen es also noch schwerer. Aktuell tendiere ich zu einem Outfit bestehend aus einer Tweedhose mit Bügelfalte, einer luftigen Seidenbluse, einer hellgrauen, länger geschnittenen Feinstrickjacke und einem farblich abgestimmten Halstuch. Dazu würde ich - vermutlich abhängig vom Wetter - klassische schwarze Pumps oder Ballerinas tragen. Haltet ihr das für o.g. Bewerbungsbedingungen für angemessen? Bisher war ich sicher in meiner Entscheidung, nur die Einmischung meiner Mutter hat mich doch etwas verunsichert. Die kennt zwar das geplante Outfit nicht, ist aber der Auffassung, dass ohne Kostüm oder Hosenanzug gar nichts geht. Im Internet finde ich Unterschiedliches. Von "Kostüm ist Pflicht" bis hin zu "Kleiden Sie sich immer eine Stufe besser als in der Firma sonst üblich". Wenn hier jemand regelmäßig mit Bewerbern zu tun hat, dann wäre ich über eine Einschätzung der Situation sehr dankbar.
  21. Von der möglichen Familienplanung würde ich jetzt erstmal nichts abhängig machen, bis dahin fließt noch viel Wasser den Bach runter. Nicht jeder wird auf Knopfdruck schwanger, manchmal dauert es sehr lange. Auch kann es eine Trennung geben, dein Partner könnte sich beruflich so verändern, dass ein Kind vielleicht auch erst in drei oder vier Jahren in den Lebensplan passt oder andere Umstände lassen einen den Kinderwunsch verschieben. Hast du denn vor irgendetwas Angst? Davor, dass dein potentieller Arbeitgeber verärgert wäre, wenn du nach zwei Jahren schwanger werden würdest? Dann lass dir nur gesagt sein, dass Firmen normalerweise auch keine Gewissensbisse haben, wenn sie dich auf deiner Position nicht mehr brauchen. Wie sieht es denn finanziell aus im derzeitigen Job? Bei mir und in meinem Umfeld ist das nämlich in der Regel der wichtigste Grund, warum man den Betrieb wechselt. Nicht selten wird man ja nach Studium oder Ausbildung erstmal an der kurzen Leine gehalten und hat kaum eine andere Alternative als einen Jobwechsel, um eine angemessene Bezahlung zu erreichen. Grundsätzlich wird es meiner Meinung nach mit dem Wechseln immer schwerer, je älter du wirst. Wenn du nun die Kinderplanung sozusagen in der alten Firma abschließen möchtest, bist du wahrscheinlich um die 40, wenn du dir das nächste Mal Gedanken um einen Wechsel machen kannst. Eventuell bist du dann zeitlich und örtlich weniger flexibel, kostest einen potentiellen Arbeitgeber mehr Geld und wirst ein paar "Lücken" durch Elternzeit und Mutterschutz im Lebenslauf haben. Im direkten Vergleich bist du jetzt in einer sehr viel besseren Verhandlungsposition. Allerdings sagst du selbst, dass dir Karriere nicht so wichtig sei und du derzeit ein gutes Arbeitsumfeld hast. Meiner Erfahrung nach ist das nicht selbstverständlich und Geld bzw. Aufgabengebiete sind eben nicht alles. Ich persönlich würde wohl dazu tendieren, den neuen Schritt trotzdem zu wagen - sofern die Atmosphäre in der neuen Firma passt. Wenn nicht jetzt, wann dann?
  22. Ich finde beide Lösungen nicht besonders gelungen. Die zweite Variante ist für mich sowieso raus, weil du dich in eine ganz blöde Situation bringst. Wenn es nichts wird mit Firma 2 und du bei Nummer 1 bleiben möchtest, dann werden die keinen Grund sehen, dir auch nur im geringsten entgegen zu kommen. Niemand hört gern, dass er zweite Wahl ist. Umgekehrt hört aber jeder gern, dass er erste Wahl ist und genau das würde ich mir morgen bei Firma 2 zu Nutzen machen. Aber das schrieb ich ja bereits. Das mit der Bedenkzeit finde ich übrigens auch suboptimal. Es klingt ausweichend und schwammig und ich würde mich als Verantwortlicher in Firma 1 sofort fragen, was da eigentlich im Busch ist. Du nennst es eben diplomatisch, aber wenn man sich mal die Fakten ansieht, dann merkt man schnell, dass es kaum Gründe für dein Anliegen gibt, die für dich sprechen. Du wirst in deinem Praktikumsvertrag ohnehin eine Art Kündigungsfrist haben. Bei drei Monaten Gesamtzeit, werden es sicher keine zwei Monate zum Monatsende sein, eher zwei Wochen. Aus welchem Grund sollte also ein Praktikant "anbieten", eine Woche unverbindlich ohne Vertrag zu arbeiten und dabei freiwillig auf alles verzichten, was ihn im Rahmen des Vertrages absichert? Wirklich nur um zu schauen, "ob es einem liegt"? So ganz selbstlos und aus Freundlichkeit und Fairness gegenüber der Firma? Ich als Personaler würde fragen, was dann gegen den Vertrag spricht, schließlich gibt es doch auch dann eine Kündigungsfrist und wenn es einfach nicht passt, dann passt es nicht. Ob mit Vertrag oder ohne. Auch stellt sich für mich aus Arbeitgebersicht die Frage, warum denn überhaupt die Bewerbung, wenn man nun meint, es gebe eine reelle Chance, dass man innerhalb einer Woche (!) doch feststellen könnte, das Praktikum sei nichts für einen. Wie schlimm soll ein Praktikum denn sein, dass man es nicht mal schafft, die Kündigungsfrist einzuhalten oder einfach die drei Monate durchzuziehen? Das wäre ein weiteres Indiz für mich, dass da mehr hinter stecken muss. Egal, wie ich es drehe und wende: Als Außenstehender wirft dein diplomatische Versuch kein positives Licht auf dich. Du meinst zwar, dass du der Firma verkaufen könntest, einen besonders tollen und erwachsenen Vorschlag zu machen mit dieser Woche Probearbeit, aber die haben sich nun für die drei Monate mit dir entschieden und in deren Augen kommst du jetzt und sagst "Oh, ja, danke, das ist total nett, aber vielleicht war das doch alles ne blöde Idee... ich weiß auch nicht... eventuell finde ich das alles ja so strunzlangweilig und nervig oder ich bin fachlich so mies, dass wir es nicht mal eine Woche miteinander aushalten und da wäre ein Schlupfloch für uns beide doch eine echt supertolle Idee...". Probearbeiten finde ich grundsätzlich nicht verkehrt, aber dann bittet man vor Beginn des Praktikums um eine Schnupperwoche und funktioniert nicht plötzlich das Praktikum um. So, sorry, das ist leider meine Ansicht dazu, auch wenn sie nicht dem entspricht, was du wahrscheinlich gern lesen würdest.
  23. Nein, ich habe das nur ein Semester "getestet". Mein Tochter war gerade geboren, ich war in Elternzeit und die Gebühren waren ja jetzt nicht unbedingt schmerzhaft. Also konnte ich mir mal die Skripte ansehen, meine Motivation und vor allen Dingen die langfristigen Ziele überprüfen. Ergebnis: Ich finde die Psychologie noch immer interessant, aber beschränke mich auf eine hobbymäßige Auseinandersetzung damit. Wie weit ist sie denn im Pharmaziestudium? Ist sie damit nicht ausgelastet? Wie informiert ist sie denn, was das Psychologiestudium betrifft? Manchmal hilft es schon, die eigene Phantasie mit der Realität abzugleichen und von der werden ja die meisten irgendwann eingeholt. Entweder früher, wenn sie merken, wie nervig Statistik sein kann und wie wenig das Studium mit dem zu tun hat, was sie sich von Psychologie erhofft hatten oder aber später, wenn man arbeitslos auf der Straße steht oder einem hinsichtlich der Bezahlung ein Florist Konkurrenz macht.
  24. Huhu, nein, gänzlich anders. Ich habe vor drei Jahren mit dem Gedanken gespielt, Psychologie zu studieren. Habe mich dann für ein "Orientierungssemester" eingeschrieben und mich letztlich aufgrund der Berufsaussichten und meiner persönlichen Situation dagegen entschieden. Pharmazie kenne ich von früher. Ich habe mal Chemie studiert und die Fachbereiche waren gekoppelt. Da hat man schon deutlich gemerkt, dass bei den Pharmazeuten ein anderer Wind weht, als bei den Diplom- und Lehramtschemikern.
  25. Zugegeben, meine Erfahrungen mit Pharmazie sind einige Jahre alt, aber damals waren die Seminare und Vorlesungen an meiner Uni immer vormittags und von 14 bis 18 Uhr gab es Praktika. Da es regelmäßige Kurzprüfungen gab, haben alle abends im Anschluss an die Praktika eigentlich immer gelernt. Dafür war die Regelstudienzeit für ein Studium mit Staatsexamen äußerst kurz. Ich sehe das Problem im Vergleich zu einem berufsbegleitenden Studium also eher darin, dass es zum einen keinen klassischen Feierabend gibt und man außerdem auch noch damit beschäftigt ist, einen weiteren, unbekannten Stoff in seinen Kopf zu bekommen. Das Präsenzstudium verlangt einem ja auch schon einiges ab und man geht ja nicht aus der Uni nach Hause und hat nun Freizeit, um für Studium Nummer 2 zu lernen. Aber wie gesagt, ich kenne weder die Studienbedingungen, noch die persönlichen Fähigkeiten oder das Engagement. Es gibt ja auch Zwölfjährige, die erfolgreich zwei Studiengänge parallel studieren.
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