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Zollstock

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Beiträge von Zollstock

  1. vor 39 Minuten schrieb KanzlerCoaching:

     

    Womit wir wieder beim Thema "Studierfähigkeit" angekommen wären.

     

    Ohne Ihnen, Zollstock, zu nahe treten zu wollen: Genau diese Art der Argumentation wird im von mir verlinkten Artikel einem Teil der Studenten unterstellt.

     

    Keine Lust zur Recherche, kein sorgfältiger Umgang mit Quellen und die eigene Meinung wird höher gestellt als eine Faktenlage.

     

    *LoL*

    Es ist doch so, dass WENN es um Wissenschaft geht, faktisch sehr vieles doch gar nicht erlaubt sein DÜRFTE:

    - Wir dürften nicht mit Flugzeugen fliegen und auch keine Autos fahren

    - Wir dürften keine Massentierhaltung erlauben

    - Wir dürften keine Braunkohle fördern

    - Wir dürften keine Wälder abholzen

    - Wir dürften kein Erdöl verbrennen

    und und und.......

    Weil all das der Umwelt und uns selbst schadet.
    Gerade beim Thema Massentierhaltung: Stichwort Tierleid, Fleischkonsum und Wasserverschwendung. Da tierische Nahrung wie Milch eben voller Antibiotika ist und daher für die klassischen Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht und Herzkreislaufprobleme doch maßgeblich verantwortlich sind.

     

    Doch ist dies die Regierung, die so handelt und so tut, als wäre all das normal!

    Wem wollen Sie hier etwas von Studierfähigkeit erzählen, wenn offenbar studierte Politiker (sogar teils promiviert!) nicht in der Lage sind das zu erkennen? Wir haben eine Regierung, die wissenschaftliche Fakten ignoriert!

     

    Sorry - und Sie wundern sich wirklich, dass man so einen Artikel samt dem Autor in Frage stellt, wenn es solche Leute sind, die über uns bestimmen wollen?

  2. vor 5 Minuten schrieb DerLenny:

    Quellen, die Deine Aussagen belegen.

    Du machst hier einige Tatsachenbehauptungen, die für mich nicht nachvollziehbar sind. Daher habe ich gefragt, durch welche Evidenzen diese gestützt werden. 

    Einen Beleg für diese Aussagen. Du hast die Informationen ja sicher aus wissenschaftlichen oder statistische Quellen. Und ich würde das gerne nachvollziehen. Daher die Frage nach den Quellen, die deine Aussagen belegen.

     


    Offengestanden nein, ich habe keine wissenschaftlichen oder statistischen Quellen für meine Meinung zur Hand. Die gibt es sicher - ich können sie sicher mit etwas Recherchere hier verlinken, aber ich habe keine Lust diese heraus zu suchen (kannst du ja selber machen). Mir ist egal was du denkst, weil ich kann/will/muss dich auch nicht überzeugen.

     

    Zudem ist es mit "Quellen" und "Fakten" so eine Sache, weil die nämlich jeder anders beurteilt. Wenn es nämlich anders wäre, hätten wir keine politischen Parteien und es würde wunderbare Einigkeit bei jedem einzelnen Thema ohne Streit und Kontroversen herrschen. Ist aber nun mal nicht so.

     

    Was für den einen völlig logisch ist, ist für den anderen absurd.

  3. vor einer Stunde schrieb DerLenny:

    Quelle?

     

    Quellen für die drei individuellen Aussagen dieses Satzes?

     

    Quellen?

     

    Quelle?

     

     

     

    Was genau möchtest du für Quellen?

     

    Ich habe bereits die Gründe angeführt, wieso die alte Generation relativ sorglos aufgewachsen ist. Die heutigen Rentner haben ihre Kindheit/Jugend (oder im jungen Erwachsenenalter) im Wirtschaftswunder der alten BRD verbracht. Was genau möchtestu du, was ich dir da für Quellen anführe, wenn dies einfach Tatsachen sind? Einzelfälle, in denen es Menschen schlecht ging, wird man immer finden.


    Es fängt ja schon bereits da an, dass wir Jüngeren mit unseren Steuergeldern die Renten der Alten finanzieren, obwohl wir selbst dieses Geld niemals zurück erhalten werden und die aller meisten Arbeitnehmer später eine Rente auf Hartz IV-Niveau bekommen werden. Klar gibt es heute auch Rentner mit kleinem Einkommen, aber das ist die Minderheit und der großen Mehrheit an Rentnern geht es sehr gut. Was eben auch daran liegt, dass wir selbst Jahre lang von Menschen dieser Generation regiert wurden (Merkel, Schäuble, Seehofer...)

     

    Wenn ich zB auf meinen Arbeitgeber schaue und sehe wie es bei Freunden und Bekannten aussieht, die in anderen öffentlichen Institutionen arbeiten, dann sind die aller meisten die verbeamtet sind, jenseits der 50. Jüngere Menschen werden kaum noch verbeamtet (außer sie werden Akademischer Rat). Eingestellt wird man meist im Angestelltenverhältnis und auch immer mehr auf Zeit. Natürlich kann ich diese Politik verstehen, denn das Beamtentum ist letztlich ungerecht und hat eben zu einer großen Kluft geführt: Ein Rentner bekommt ca. 40% seines Einkommens, während ein Beamter bis zu 80% bekommen kann. Das kann man natürlich mit Logik nicht erklären, dennoch kann man die Zeit nicht mehr zurück drehen und alle derzeitigen Pensionen müssen halt bezahlt werden.

     

    Oder schauen wir uns den Bereich Eigentum an. Die Preise sind in den letzten Jahrzehnten extrem gestiegen. Es ist heute kaum möglich eine eigene Wohnung (vom Haus fange ich gar nicht an) zu kaufen, wenn man nicht selbst geerbt hat und keinen großen finanziellen Rückhalt vom Elternhaus besitzt. Und da habe ich noch gar nicht die Mieten angesprochen, die sich immer weiter erhöhen. Da wo ich wohne, wurde letzte Woche eine 75m2-Wohnung ausgeschrieben für 1300€ kalt.

     

    Auch die Corona-Politik war im Prinzip auch nur auf die alte Generation ausgerichtet, da das Virus in der Regel für Ältere gefährlich ist, aber lange die Forderung einer Impflicht für alle im Raum stand (die ja zum Glück nun vom Tisch ist). Was mit Kindern oder Jugendlichen war, mit ihrer Schule oder wichtigen Etappen, die sie in ihrem Leben verpasst haben - egal, interessiert uns nicht! Aber Hauptsache die Rentner waren beim Impfstoff in der 1. Prio-Gruppe - dann konnten sie wenigstens wieder schön in die Sonne nach Mallorca fliegen.
     

    Das alles sind Tatsachen. Lass mich raten - jetzt kommt bestimmt die Frage: Quelle?

     

    ABER trotz alle dem will ich mich nicht beschweren, denn ich weiß, dass es mir damit noch 1000mal besser geht als denjenigen, die gerade in der Massentierhaltung für unsere Mägen grauenvoll verenden...

  4. vor 14 Stunden schrieb AbiFreak:

    "Das schöne Studenten-Leben?" - Dass ich nicht lache! Wo man auch hinsieht: Nur noch gehetzte Gesichter und eine ständige Jagd nach Punkten/(Best-)Noten. Und wer die Regelstudienzeit um ein oder zwei Semester überzogen hat, wird schon schief abgekuckt und als "Bummel-Student" kategorisiert. Fürchte nur, dass "Bildung" dabei zu kurz kommt.

     

    Ich meine: Wer lediglich das Nötigste für die Prüfungen lernt (weil er für angrenzende Themenbereiche keine Zeit mehr hat) und nur für die Brieftasche bzw. den Arbeitsmarkt studiert, ist sicher nicht das, was man unter einem Bildungsbürger versteht. Er ist genau das, was ein Akademiker nicht sein sollte: Er ist ein Markierer. Sein Wissen ist ein markiertes Wissen. Finde diese Entwicklung außerordentlich bedenklich. Da hatten frühere Studenten-Generationen sicherlich mehr Spaß. Und gelernt haben sie vermutlich auch mehr. 

    Vergessen werden sollte auch nicht, dass die Alten relativ sorglos aufgewachsen sind.

     

    Von wegen "wir haben alles nach dem Krieg aufgebaut".

    Ja, nur die Wahrheit ist ja auch, dass man sich für den Wiederaufbau viele Leute aus dem Ausland (Türkei, Südeuropa etc.) herangekarrt hat, die dann eben die körperliche Schwerstarbeit gemacht haben, weil sich viele Deutsche dafür eben zu fein waren.

    Oder glaubt wirklich jemand, dass der "feine" Herr Studienrat Meyer oder der Rechtsanwalt Herr Dr. Schmidt Ziegelsteine im Ruhrpott geschleppt haben?

     

    Die "goldenen Zeiten" waren dann tatsächlich die 1970er, 80er und 90er Jahre der Bonner Republik, wo es den Menschen richtig gut ging, wo jeder studieren konnte was er wollte und es keinen Mangel gab. An allen Ecken und Enden war stets alles vorhanden. Natürlich gab es früher auch Sorgen und Probleme, aber sie waren anders gelagert als heute und betrafen doch eher selten existentielle Fragen.

     

    Ich lache ebenfalls, wenn 50- oder 60jährige mir erklären wollen, wie "hart" damals ja alles war.

    Klar gab es damals kein Netflix oder Smartphone, aber ich persönlich würde darauf auch verzichten, wenn ich mit dem Leben vor 40 Jahren tauschen könnte.

  5. vor einer Stunde schrieb KanzlerCoaching:

     

    Warum Unternehmen zu Einstellungstests bei der Personalauswahl greifen, ist ein ganz anderes Thema. Haben Sie schon mal drüber nachgedacht, dass es daran liegen könnte, dass Zeugnisse aller Art nicht (mehr) aussagefähig genug sind?

    Wobei das aber schon sehr lange so ist. Selbst als ich mich vor fast 20 Jahren für meine Ausbildung beworben habe, musste ich einen Einstellungstest machen. Das ist also nichts, was man erst seit den letzten Jahren kennen würde.

  6. vor 32 Minuten schrieb Alanna:

     

    Ich hatte Latein in der Schule und habe später im Rahmen meiner Fremdsprachenausbildung Französisch und Spanisch parallel gelernt, beides ab Anfängerniveau. Nach den anderthalb Jahren Intensivunterricht fühlte ich mich mit Spanisch recht wohl, konnte mich mit Hilfe eines Wörterbuchs auch bei neuen Themen halbwegs korrekt ausdrücken und habe mich auch in Spanien ganz gut verständigen können. In Französisch ging das Lesen und Verstehen von Texten dann auch ganz gut, aber ich hätte es nicht geschafft, mich außerhalb der konkret erlernten Themen und Strukturen aktiv halbwegs richtig auszudrücken. Und da beide Lehrer sehr gut waren, schiebe ich den Unterschied tatsächlich auf die Sprachen selbst.

     

    Uff, vielleicht lag es aber auch daran, dass du als Anfängerin 2 Fremdsprachen über so einen langen Zeitraum gleichzeitig gelernt hast? Das würde ich mir zB gar nicht zutrauen, da ich dann ständig durcheinander kommen würde.. ^^ Also wenn man 2 Sprachen gar nicht beherrscht und versucht in beiden auf ein gutes Niveau zu kommen, stelle ich mir das schwer vor.

  7. vor 8 Minuten schrieb KanzlerCoaching:

     

    Ich weiß nicht. wann Sie zuletzt längere Zeit in Frankreich waren. Meine Wahrnehmung ist eine völlig andere.

     

     

    Jetzt bin ich schon was überrascht. Ich habe es schon sehr sehr oft erlebt, dass man sich geweigert hat auf Englisch zu kommunizieren. Das war sowohl im Elsass als auch an der Loire. Ich spreche Ihnen Ihre Erfahrung natürlich nicht ab, sage nur, dass mir das schon sehr oft passiert ist.

  8. vor 1 Stunde schrieb unrockbar:

    Ist die Freiheit des Studiums überfordernder als die Strukturen in der Lehre? Oder tragen Leute mit viel Neugierde/Wissensdrang auch den gesamten Weltenschmerz auf ihren Schultern?

     

     

     

    Sehe ich schon so.

    Ich kann beides beurteilen: Ich habe eine Berufsausbildung in einem Verwaltungsberuf abgeschlossen und arbeite seit fast 15 Jahren an einer Hochschule.

    Während es so was wie Konkurrenzdenken bei Auszubildenden seltener gibt, ist das an der Uni vollkommen normal. Da findet man dann in der Bibliothek Lehrbücher über Jura oder Medizin, wo die Seiten heraus gerissen worden sind...Über die Gründe kann man natürlich spekulieren.

     

    Und überhaupt ist es vom Umfang her etwas ganz anderes.

    Bei den Geisteswissenschaften nicht so sehr wie bei den MINT-Fächern. Eine Bekannte von mir hat Chemie studiert, abgebrochen und dann eine 2jährige Ausbildung zur PTA (pharmazeutisch-technischen Assistentin gemacht). Sie sagte, dass alles was sie in den 2 Jahren gelernt hat, dem Umfang der Vorbereitung einer einzigen Chemie-Klausur entsprechen würde. Dementsprechend hat sie natürlich auch gut abgeschnitten.

     

    Während den 15 Jahren habe ich auch schon 3 Selbstmorde von Studierenden "miterlebt", weil sie nur nicht dem Druck des Studiums nicht mehr standgehalten haben, sondern weil sie den Erwartungen der Eltern auch nicht mehr entsprechen konnten, die in der Regel selbst oft Akademiker sind und erwarten, dass ihr Kind eine ähnliche Karriere wie sie selbst hinlegen..

  9. vor 42 Minuten schrieb KanzlerCoaching:

     

    Gut, dass Sie das schreiben. Ich hoffe, Sie sind keine weiße alte Frau und finden so mehr Gehör als ich!

     

    😉

    Ich wollte nicht polemisch sein - deshalb sorry dafür.

    Aber wie ich ja bereits schrieb: Es ist ja nun mal eine Tatsache, dass die Lebenswirklichkeit von älteren Menschen eben völlig anders ist, als die von Jüngeren.

     

    Nur eins von 1000 Beispielen ist Massentierhaltung und Veganismus: Darüber kann man kaum mit Leuten jenseits der 50 sprechen. Es gibt kein Verständnis für Auswirkungen von Massentierhaltung auf den Klimawandel oder generell das Leid von Tieren. Nicht umsonst werden Tiere in unserer Gesetzgebung rein rechtlich als Sachgegenstand angesehen und nicht als Lebewesen. Was wird dagegen unternommen: So gut wie nichts. Die Frage ist: Wäre das auch so, wenn der Altersschnitt der Regierung bei 30 liegen würde? Wahrscheinlich eher nicht.

  10. Ich glaube es hat auch einfach damit zu tun, ob man überhaupt eine Affinität zu dem jeweiligen Land hat.

     

    Frankreich mag ich zB sehr gerne, habe schon viele Urlaube da verbracht, aber mich immer geärgert, dass ich die Sprache eben gar nicht kann! Franzosen weigern sich in der Regel auch vehement Englisch zu reden. Frage einen Franzosen auf Englisch und erhalte die Antwort auf Französisch 😏 😏


    Mit Spanien und der spanischen Kultur kann ich selbst gar nichts anfangen. Zwar war ich dort auch schon einige Male, aber habe da eben keine Verbindung zu.

     

    Obwohl ich sagen muss, dass ich Latein auch nicht unterschätzen würde.

    Eine Dame, die vor 2 Jahren bei der SGD das Abitur abgelegt hat, hat von einigen Leuten mit Latein im mündlichen Abitur berichtet, die nur 1 oder 2 Punkte bekommen haben.

     

    @KanzlerCoaching

    Im Französischen verbinden sich ganze Satzteile gehört zu einem einzigen Wort. Und es wird nichts, wirklich gar nichts so ausgeprochen, wie es geschrieben wird.

    Das mit der Aussprache stimmt auf jeden Fall, allerdings gibt es dafür ja auch wieder Regeln:
    Endet ein Wort mit einem Konsonanten und beginnt das nächste Wort mit einem Vokal, wird es durchgängig gesprochen. Natürlich gibt es von dieser Regel auch wieder Ausnahmen :-)
     

    Egal – ich glaube einfach, die Frage ob man bei einer Fremdsprache - welche auch immer das sein mag - Erfolg hat, hängt maßgeblich davon ab, ob man es wirklich lernen will oder eben nicht.

    Ich würde niemals jemandem empfehlen eine Sprache zu lernen, wenn die Person für sich selbst gar keinen Sinn darin sieht.

     

    @AbiFreak

    Du bist jetzt schon die 3. Person, von der ich lese, die Geographie, PGW und Geschichte belegt, aber Geschichte in den schriftlichen Teil packt und die anderen beiden ins Mündliche. Steckt dahinter eine Logik? 🤔

  11. Am 20.2.2020 um 17:48 schrieb AbiFreak:

     

    Das kann ich. Ein Test hat ergeben, dass ich ein "Lese-Lerner" bin, mir Schriftliches also besonders gut einprägen kann.

    PS.:

    Meine erste Lehrbriefsendung kam heute an. Laut Begleitunterlagen ist mein offizieller Lehrgangsbeginn der 24.02.2020, aber das ILS hat sehr schnell geliefert (nur vier Tage nach Online-Anmeldung), so dass ich jetzt (20.02.2020) schon loslegen kann. 😎

     

    Was sind deine 8 Fächer?


    Ich bin mir noch sehr unsicher was ich letztendlich wählen werde.

    (Schwanke zwischen Geographie+Geschichte+PGW und andererseits Geographie+Geschichte+Religion).

    Ich finde Geographie und PGW ergänzen sich teilweise schon, aber alle 3 zusammen finde ich auch etwas viel..

     

    Übrigens hatte ich auch Probleme bei der Entscheidung über die 2. Fremdsprache.

    Ich habe keinerlei Vorkenntnisse gehabt und wollte etwas lernen, das du trotzdem im Alltag/Urlaub anwenden kannst. Ich wollte also die 2. Sprache nicht nur wegen dem Abitur lernen.

     

    Latein fiel daher schon mal weg. Russisch konnte ich noch nie leiden und macht mich sogar leicht aggressiv 😅

     

    Im Internet habe ich gelesen, dass Spanisch leichter zu lernen sei als Französisch.

    Parallel habe ich also angefangen beide Sprachen zu lernen, um herauszufinden, welche mir besser liegt.

     

    Dabei fand ich Spanisch tatsächlich etwas einfacher...Allerdings ist es so, dass du Spanisch eben kaum anwenden kannst - was vielleicht auch als Übung für die Prüfungsvorbereitung relevant ist...Du musst entweder nach Spanien oder Zentralamerika fliegen..

     

    Und es ist wohl auch so, dass Spanisch nur am Anfang leichter ist. Mit der Grammatik wird es später etwas schwerer...

    Ich wohne in Süd-NRW und muss mit dem Auto nur ca. 1 Stunde fahren, bis ich in Wallonien bin, wo Französisch gesprochen wird.

     

    Außerdem finde ich Spanisch tatsächlich auch nicht so schön wie Französisch...Habe mich dann eben für letzteres entschieden, da du die Sprache allein in Europa in 4 Ländern anwenden kannst: Frankreich, Belgien, der Schweiz und Luxemburg.

  12. Der Autor kritisiert nicht eine andere Weltsicht.

     

    Eigentlich schon, das Zitat welches ich angegeben habe, sagt ja genau das aus.

     

    Einige Zeit nach Referaten fallen selbst die Referenten in alte, lebensweltliche Erfahrungsmuster zurück, selbst wenn das Referat genau diese in Frage gestellt hatte.

     

    Wenn ein solches Referat gehalten wurde, dann wahrscheinlich nur, weil man wusste was der Professor hören will. Aber wie kann er bitte verlangen, dass ich mein Leben danach ausrichte?

     

    Oder können Sie mir ein oder zwei Beispiele (außer der lesbaren Schrift - die schadet aber auch heute nicht!) nennen von Fähigkeiten, die in einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit überflüssig wären?

     

    Theoretisch kann alles das ich im Leben lerne, irgendwann oder irgendwie mal nützlich sein. Die entscheidende Frage ist aber, warum jemand unbedingt möchte, dass ich das jetzt in diesem Moment lernen muss ;-)

    Wenn ich das freiwillig - wie zB jetzt im Fernabitur - mache, ist das aus meiner Sicht was anderes...

     

    Unter Weltsicht fällt dann schon eher die Vorstellung, auch ohne solche Fähigkeiten durchs Leben zu kommen. Unter Lebensweise, die Entscheidung, sich solchen Anforderungen nicht zu stellen und darauf zu hoffen, dass das irgendwann akzeptiert wird. Bon Voyage!

    Na ja, ich kann daran nichts schlechtes finden.
    Ich habe zB meinen Realschulabschluss und in der 10. Klasse hatten wir Kurvendiskussionen mit Sinus und Cosinus. Das war vor 18 Jahren.
    Seit dem hatte ich NIE WIEDER damit zu tun. Und stell dir vor: Mir geht es gut, ich verdiene ausreichend Geld für mich und kann mich nicht beschweren.
    Natürlich hat das damit zu tun, dass ich in keinem Beruf arbeite, in dem man Mathematik benötigt, aber das hat ja schließlich auch jeder selbst in der Hand!

     

    Ganz allgemein: Ich finde es nicht schlimm, wenn unser Bildungssystem von Lernenden/Studierenden in Frage gestellt wird.
    Gibt ja ohnehin genug Ungerechtigkeiten und oft entscheidet bei Lehrern eben auch die Sympathie über den weiteren Bildungsweg.


    Beispiel: Meine Grundschullehrerin vor 30 Jahren war konservativ und all diejenigen, die mit ihrem Elternhaus nicht in ihr Weltbild gepasst haben (z.B. Vater UND Mutter gingen arbeiten, anstatt eben nur der Vater), hatten es automatisch schwerer und wurden eher auf die Hauptschule geschickt.

     

    Ich habe das alles selbst erlebt und könnte dazu unzählige Geschichten schreiben.

  13. vor 22 Minuten schrieb KanzlerCoaching:

     

    Da ist etwas dran. Allerdings heißt das nicht zwingend, dass die empfundene Lebenswirklichkeit der 20-Jährigen heute das Maß aller Dinge ist. Zumal sich ja deren Lebenswirklichkeit individuell durchaus unterscheidet.

    Ich würde tatsächlich nicht sagen, dass diese das Maß aller Dinge ist.

    Es gibt bestimmt Unterschiede in den Generationen: Vor 30 Jahren war es zB normal, dass eine 25jährige schon Kinder hat, verheiratet ist und einen eigenen Haushalt führt. Das ist heute in dem Alter nicht mehr so oft der Fall.

     

    Allerdings ist es problematisch, wenn ein fast 70jähriger 20jährige dafür kritisiert, dass sie eine andere Weltsicht haben. Im Übrigen ist das immer wieder etwas, das mir bei älteren Menschen auffällt, dass sie häufig die Lebensweise von Jüngeren nicht nur ablehnen, sondern oft schon verächtlich machen.

     

    Im Grunde hat Lernen in der heutigen Zeit doch auch eine ganz andere Bedeutung.

    Viele Studierende stellen sich ja auch ganz andere - existentiellere - Fragen, wofür sie das z.B. überhaupt machen. Vor 70 Jahren hatten die Leute  in einer kaum globalisierten Welt eben auch ganz andere Möglichkeiten. Natürlich musste man auch arbeiten, aber viele Dinge wie zB Wohneigentum oder eine sichere Rente waren um so einiges leichter zu bekommen als heute.

    Heute braucht man für Berufe, für die man vor 20 Jahren den Hauptschul- oder Realschulabschluss brauchte, das Abitur.

     

    Nein, die Welt ist nicht schöner, einfacher oder besser geworden, so wie es "die Alten" immer darstellen wollen.

     

  14. Am 3.4.2022 um 11:28 schrieb KanzlerCoaching:

    Ob mit oder ohne Abitur, ob in Präsenz oder im Fernstudium: Jeder, der mit dem Gedanken an eine akademische Ausbildung spielt, stellt sich vermutlich die Frage "Ist das was für mich? Packe ich das?"

     

    Vielleicht können wir uns dieser Frage mal unabhängig von den Anforderungen einer einzelnen Hochschule nähern? Ich schmeiß mal diesen Artikel als Anregung in die Runde!

     

    Studierfähigkeit: Da läuft etwas ganz schief - Forschung & Lehre (forschung-und-lehre.de)

     

     

    Dieser Absatz ist aus dem Artikel:

    In den Lehr-Lernsituationen gibt es selten Kritik; es muss nur alles geregelt sein. Lernen und Leben werden häufig so getrennt, dass man für die Klausur lernt und sein Leben unabhängig vom Gelernten so deutet wie zuvor. Einige Zeit nach Referaten fallen selbst die Referenten in alte, lebensweltliche Erfahrungsmuster zurück, selbst wenn das Referat genau diese in Frage gestellt hatte. Dies hatte die Lehr-Lernforschung zwar schon länger bemerkt – aber jetzt lassen sich die Phänomene an der Universität beobachten.

     

    Ich sehe das etwas differenzierter:
    Einerseits wollen Universitäten keine Erziehungsanstalten sein bzw. haben das Gefühl, sie würden sich zu diesen entwickeln, da die Studierenden immer unselbstständiger werden; aber andererseits wird hier kritisiert, man würde "nach einem Referat in alte, lebensweltliche Erfahrungsmuster zurückfallen".

    Offengestanden kann ich damit nichts anfangen, denn ein Studium und das Privatleben sind aus meiner Sicht tatsächlich 2 Paar Schuhe. Natürlich entwickeln sich Menschen laufend und ein Studium kann selbstredend Einfluss auf den Werdegang des Studierenden haben. Und auch ein 19jähriger wird 10 Jahre später in vielen Dingen seine Sichtweise geändert haben. Das nennt man aber Lebenserfahrung.

     

    Ein Studium an einer Hochschule ist jedoch nicht dazu da, Menschen zu formen. Und diesen Anspruch - wie er im Artikel formuliert ist - halte ich doch schon für etwas übergriffig.

     

    PS: Man sollte außerdem auch mal schauen, wer der Autor des Artikels ist...

    Die Lebenswirklichkeit, Erziehung, Sozialisation und Weltsicht eines so alten Mannes hat bestimmt nichts mit der von heute 20jährgen zu tun. Sorry - ist einfach so.

     

     

  15. Vielleicht gehört es nicht in diesen Thread, aber wenn man darüber nachdenkt, gibt es tatsächlich eine große Lücke beim 2. Bildungsweg.

     

    Wieso bieten eigentlich Abendgymnasien kein Abitur an, wo der Unterricht ausschließlich per PC über Zoom stattfindet? (Ich meine damit nicht Abi-Online, das es zB in NRW bereits gibt).

     

    Ich meine einen Schulbesuch, der quasi nur am PC von zu hause aus stattfindet.

    So wären auch mündliche Noten für Mitarbeit möglich und beim Schreiben von Klausuren würde man es so lösen wie manche Fernunis. Die schicken ihre Studenten an bestimmten Terminen einfach in die ihnen nächst gelegenen Studienzentren, wo sie unter Aufsicht eine Klausur schreiben und dann wieder gehen.

     

    Denke ich zu kompliziert?
    Wieso ist all das eigentlich nicht Realität?

    Aber Deutschland ist eher Rückschrittsland was Digitalisierung betrifft..

  16. Ich bin beim ILS (Einstieg Hauptschulabschluss) und bin ganz zufrieden mit den Materialien.
    Es ist ziemlich viel, allerdings wusste man das ja vorher und es ist eben Abitur.


    Was ich halt positiv finde ist, dass du deine Fächer weitestgehend selbst wählen kannst nach Interesse.
    (An unserem Abendgymnasium wird mit Mehrheitsentscheid der Klasse gewählt, ob man Spanisch oder Französisch als 2. Fremdsprache in der E-Phase bekommt. Diese ist dann natürlich in der Q-Phase fortzuführen. Nun, bin ich nicht so Fan von, mir die Fremdsprache vorschreiben zu lassen ^^. Auch nicht die Wahl meiner LKs. In diesem Semester hat man automatisch Deutsch+Bio - es gibt keine andere Möglichkeit.)


    Nun ja, ich bin ja noch ganz am Anfang und werde sehen wohin es führt.

    Noch ist der Zeitpunkt bei mir nicht gekommen, wo ich desillusioniert aufgebe. Vielleicht sieht das in einem halben Jahr auch ganz anders aus..

  17. vor 40 Minuten schrieb AbiFreak:

     

    Hmm, stimmt. Du warst derjenige/diejenige, der/die Fernabitur fürs eigene Ego machen wollte. Sorry. Aber vielleicht sind meine Hinweise ja von allgemeinem Interesse.

     

    Haste denn inzwischen mit Deinem Fernabitur begonnen? 

     

     

    Ja, wie schon geschrieben, und ja, es ist sehr viel, das würde ich auch nie bestreiten.

     

    Aber: das was du eben alles geschrieben hast, hört sich doch sehr sehr contra Fernabitur an. Wieso hast du dich dann überhaupt für diesen Weg entschieden? Als ich deinen Beitrag gelesen habe, habe ich mich gefragt wieso du dann nicht einfach ein Abendgymnasium besuchst.

     

    LG

  18. vor 28 Minuten schrieb Pandamond:

    Ich finde, dass eine 1,0 durchaus möglich ist. Es ist halt deutlich schwerer als bei einen normalen Abitur , wo man mit mündlichen Noten die Noten verbessern kann. Außerdem kann man den Lehrer besser einschätzen, weil es Interpretationsspielraum gibt bei Deutsch , Fremdsprachen usw.

    Ich vermute deshalb sind wahrscheinlich Naturwissenschaften + Mathe etwas berechenbarer.

     

    Man kann auch mit einer 1.2 oder 1,3 Medizin studieren.

     

    Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg.

     

    Ich bin mir mittlerweile wirklich nicht sicher, ob ein Abitur in der Schule tatsächlich leichter ist.

    Das einzige was ich mir vorstellen kann, ist der psychologische Effekt nach dem Motto:
    "Wir sitzen alle in einem Boot, unterstützen uns gegenseitig - mitgehangen mitgefangen" - ja ok.

    In der Schule kann man sich halt gegenseitig bestärken, aber sonst? Der Stoff ist ja weitstgehend der gleiche..Vielleicht unterschätze ich den Aspekt auch gerade, wenn es z.B. um Mathematik und das Erlernen der 2. Fremdsprache geht.

     

    Ich habe damals in der Schule auch Ungerechtigkeiten erlebt, weil Schüler besser benotet wurden, wenn sie einem Lehrer sympathisch waren. So etwas würde ich nicht wieder erleben wollen.. Mich hat Schule früher oft angeödet, weil eben soooo viel von ganz anderen Faktoren abhängt als von reinem Können: Nämlich eben Sympathie.

    Aber mal ganz davon abgesehen: Hier wird immer so oft geschrieben, dass das Fernabitur so schwer wäre. Ja, sicher ist es einiges zu lernen, aber vielleicht sollte man auch mal die Kirche im Dorf lassen. Es geht hier um ABITUR. Wir sprechen hier also nicht von einem Studium an einer Universität.

    Studenten, die Jura, Medizin, Mathe, Pharmazie, Biologie, Geographie etc etc studieren, lachen heute über das Abitur und dessen Anforderungen, wenn man dieses mit den Anforderungen eines Hochschulstudiums vergleicht.

     

    Und wenn man Mathematik studiert, ist das was man in der gesamten Oberstufe gelernt hat, nach 1 Woche bereits unbrauchbar.

     

    Und heute ist es bereits möglich, dass man vieles ohne Abitur studieren kann. An einer Privat-Uni in Göttingen kann man sogar in Psychologie(!) ein Bachelor- und Master Fernstudium aufnehmen, wofür man lediglich eine 3jährige Berufsausbildung (egal in welchem Beruf!) + 3 Jahre Berufserfahrung benötigt. Ok, kostet zwar 250 Euro pro Monat und geht eben 8 Semester - aber wer es sich leisten kann? Immerhin braucht man kein Abitur!

     

    So viele Menschen haben heute Abitur und ich selbst würde mich vor niemandem deshalb verbeugen ;-) Auch wenn ich es natürlich selbst haben will...

     

     

  19. Hallo Abifreak,

     

    ich habe mich mittlerweile für den Probemonat angemeldet und finde wie gesagt schon, dass es relevant ist, wenn du durch einen Mehrheitsbeschluss gezwungen bist 2 Fächer auf LK-Niveau zu haben, die du gar nicht willst - zudem wenn du zu Physik erst recht keinen Bezug hast. Da würde es mir auch nicht helfen, wenn ich "täglich Mitschüler um mich rum habe".

     

    Aber das ist natürlich nur ein Beispiel gewesen. Glaube aber, dass das mit Sicherheit schon öfters vorgekommen ist bei Abendgymnasien.

    Normale Gymnasien haben dieses Problem ja nicht, da im Grunde in jedem Fach (sogar in Sport) ein LK zustande kommt.


    Ja, du hast recht, dass beim "schulischen Abitur" auch die Noten von 2 Jahren ins Abitur fließen. ABER hier gilt natürlich auch, dass auch die schlechten Noten zählen. Wenn ich in Mathe generell schlecht bin und dann in der gesamten Oberstufe immer nur 4 oder 5 Punkte habe, ist das eben auch kein Vorteil mehr.

     

    Aber egal ;-)

     

     

  20. Hallo,
    ich habe mir diesen Thread durchgelesen und möchte zum Thema „Fernabitur vs. Abendgymnasium“ auf einen Aspekt hinweisen, den ich noch nirgendwo gelesen habe, aber aus meiner Sicht auch gegen das Abendgymnasium und für das Fernabitur spricht.

     

    Meine Arbeitskollegin hat vor ca. 10 Jahren versucht ihr Abitur an einem Abendgymnasium zu machen. Da das Abendgymnasium in unserer Stadt sehr klein ist und es entsprechend wenig Lehrer und Schüler gibt, ist es so, dass nach der Einführungsphase (also Klasse 11) nur 2 Leistungskurskombinationen zur Verfügung stehen. Entweder Deutsch+Biologie oder Mathematik+Physik. (Dies hat sich bis heute auch nicht geändert, wenn ich das richtig lese…)

    Meine Arbeitskollegin hatte dann das Pech, dass die meisten Mitschüler in ihrer Klasse aus mathefreudigen Leuten bestanden, die dann mit Mehrheit natürlich Mathe+Physik gewählt haben.

    Für meine Arbeitskollegin (und einige andere) war das natürlich der Untergang. Sie hat das Abendgymnasium bereits ein halbes Jahr später verlassen, da sie bei dem Mathe-Niveau nicht mithalten konnte.

    Hier hat das Fernabitur natürlich den klaren Vorteil, dass man sich seine Fächer weitestgehend selbst wählen kann, ohne dass einem da von anderen reingeredet wird.

  21. Das ist eine gute Frage, die ich auch noch nicht beantwortet habe. Ich habe meinen Realschulabschluss, aber dieser liegt mittlerweile 18 Jahre zurück.

    Ich denke da, ob es nicht sinnvoller wäre mit dem Hauptschulabschluss einzusteigen. Allerdings macht man in diesem Lehrgang ja erstmal seinen Realschulabschluss mittels einer staatlichen Prüfung (worin ich halt wirklich keinen Sinn sehe…) 

     

    Das ILS bietet wiederum einen 3. Einstieg für Leute an, deren Realschulabschluss länger als 5 Jahre zurück liegt…

     

    Es ist echt nicht einfach..

  22. Hallo Abifreak,

     

    danke für die Antwort.

    Worauf ich hinaus wollte ist, dass du in Hessen dein gelerntes Wissen quasi in 2 Fächern unterbringen kannst, während du in Hamburg alles in nur einem Fach hast.

     

    (Ich verstehe ehrlich gesagt eh nicht, wieso man in Hessen so zwischen PoWi und Wirtschaftswissenschaften unterscheidet. Ich habe mir das hessische Curriculum zum Fach Wirtschaftswissenschaften in der Oberstufe durchgelesen, und die Themen sind denen von PoWi sehr ähnlich - ich finde kaum tatsächliche Unterschiede).

     

    Ausgewählt habe ich die Kombination Französisch/Englisch, bin mir aber noch unsicher mit einigen Fächern und was ich raus schmeißen soll..Na ja wird sich schon geben ^^

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