Über diesen Blog

Einträge in diesem Blog

HMBoehm

So, nachdem es nun zum Semesterbeginn losgegangen ist, ist auch schon die erste Modulprüfung absolviert. Knapp vier bis fünf Wochen intensives Lernen, Onlinevorlesungen anschauen, Tutorien bestreiten und mich erst mal wieder in die Materie einfinden, sind schon vorbei und haben ihren Abschluss am vergangenen Samstag bei der ersten Prüfung am Standort Frankfurt gefunden. Aber der Reihe nach:

Nachdem ich zu Beginn des Studiums erst mal ein paar Tage benötigt habe, um mich auf der Lernplattform zurechtzufinden, die Kniffe rauszufinden und vor allem meine Semesterunterlagen auszudrucken, ging es dann richtig los. Ich habe mich so organisiert, dass ich zuerst immer die Onlinevorlesung angeschaut und dann Übungsaufgaben dazu gemacht habe. Den Abschluss bildete dann das wöchentliche Tutorium. Innerhalb von vier Wochen war so dieses Modul zu bewältigen. Zumindest hatte ich aus meiner Sicht erst mal keine Schwierigkeiten.

Doch die Ungewissheit ist natürlich die erste Prüfung. Aber auch die gehört dazu und so saß ich am Samstag mit rund 100 anderen in einem Lehrsaal in Frankfurt und habe mich der Herausforderung gestellt. Jetzt müssen wir mal schauen, was dabei herauskommt. Ich habe aber nicht den Anspruch eine überragende Note zu schreiben, sondern erst mal will ich die Prüfung bestehen. Das war/ist für mich (zumindest in der ersten Prüfung) das Ziel, damit ich überhaupt für mich sehe, wie ich was zukünftig machen muss, oder wo ich die Stellschrauben z.B. beim Lernen noch ansetzen muss. Aber ich bin zuversichtlich, dass das schon klappen wird.

Erstaunlicherweise bin ich ziemlich leicht ins Lernen gekommen, obwohl ich nun viele Jahre die "Schulsituation" nicht mehr hatte.

Und nun geht es auch direkt weiter. Heute steht bereits das erste Tutorium des zweiten Moduls an und nun geht es also daran, den gemachten Anfang fortzuführen. Schaun wir einfach mal, wie es nun weiter geht...

HMBoehm

Hallo liebe Forengemeinde,

ich möchte mit meinem Blog versuchen, mein Studium an der Hochschule Wismar über WINGS zu begleiten und meine Erfahrungen mit euch (und auch mir selbst) teilen. Es soll vielleicht eine Art kleines Tagebuch werden (wobei Tagebuch eher nicht der passende Ausdruck ist: keine Sorge, ich werde euch vermutlich nicht tagtäglich auf den Wecker gehen :) ), damit ich dann am Ende des Studiums auch mal zurückblicken kann und sagen kann, was war gut, wo lagen die Schwierigkeiten usw.

Ich hoffe, dass ihr Spaß beim lesen habt und freue mich über Lob, Anregungen und sogar Kritik, wenn sie sachlich und konstruktiv ist.

Dann legen wir doch einfach mal los:

Vielleicht erzähle ich euch erst mal meine Geschichte, damit ihr wisst, warum ich überhaupt Fernstudent geworden bin.

Nach Abitur und Zivildienst bin ich direkt bei einer großen Bank in Stuttgart untergekommen. Ich habe dort die klassische Ausbildung zum Bankkaufmann und Finanzassistent gemacht, kurz darauf den Bankfachwirt (SBW). Aufgrund diverser Probleme und neuer Herausforderungen im Job habe ich allerdings nie den Betriebswirt (SBW) draufgesattelt. Vielleicht auch, weil andere Dinge wichtiger waren (zumindest aus meiner Sicht zu dem Zeitpunkt).

Mittlerweile bin ich knapp 15 Jahre bei der Bank und stecke leider in der Zwickmühle: Es geht beruflich nicht mehr weiter. Ich bin 37 Jahre alt und denke eigentlich nicht, dass das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Seit sechs Jahren bin ich in der gleichen Abteilung und habe mich immer wieder durch Einsatz und diverse Dinge empfohlen, aber wurde/werde immer wieder hingehalten (zumindest ist das die Erkenntnis der letzten Wochen).

Nachdem ich nun auch privat ganz gut Fuss gefasst habe (ich bin verheiratet und habe zwei kleine Kinder von einem und drei Jahren), wächst in mir der Wunsch, meiner Familie auch in Zukunft etwas mehr bieten zu können. Wie gesagt, stecke ich hier aber in der Sackgasse.

Vor einigen Wochen habe ich mich während der Elternzeit dazu entschlossen, den Betriebswirt an der Sparkassenakademie nachzuholen. Vielleicht packt mich auch ein wenig die Torschlusspanik, denn mit 37 sollte man schon schauen, wo der Weg hinführt. Aber das Angebot war durchaus machbar, Betriebswirt in 6 Monaten mit 3 Monaten Selbstlernphase und 3 Monaten Präsenz. Kosten würde die Bank übernehmen, bzw. falls eine bestimmte Punktzahl nicht erreicht wird, müsste man einen Teil selbst zahlen. War für mich so ok, denn auch den finanziellen Faktor konnte ich nicht aus den Augen lassen, denn Familie und Haus wollen auch bezahlt sein.

Also gesagt, getan: Chefin angerufen, Wunsch angemeldet und Rest Elternzeit genossen. Parallel allerdings auch von diversen privaten Anbietern und Hochschulen Angebote eingeholt und mich auch hier durch gekämpft. (Ich wußte gar nicht, wie viele diverse Titel, Abschlüsse usw. machbar sind)

Nachdem ich aus der Elternzeit zurückgekehrt bin, wurde mir eröffnet, dass mein Abteilungsleiter einem solchen Studiengang zustimmen müsse. Ok, kein Thema, denke ich, beim AL geklopft und mal ein Gespräch gesucht. Klassisches Eigentor! :sneaky2:

Mir wurde recht schnell und deutlich gesagt, wo mein Platz am Futternapf ist, und der war definitiv nicht in der ersten Reihe. Da müssten noch weitere Gespräche her usw.

Jaja, denke ich. Wenn ihr mich nicht fördern wollt, dann lasst es! :angry:

Und wieder Google gewälzt, Anbieterinfos eingeholt und mittlerweile war ich auf dem Trip, warum nicht gleich einen Bachelor.

Allerdings wie bereits oben geschrieben, Kostenfaktor ist nicht unerheblich. Und so war ich bald bei Hagen und bei WINGS. Ich weiß, ohne Fleiß kein Preis, aber ich wollte und konnte auch nicht 3x die Woche oder 2x am WE noch Präsenzveranstaltungen machen. Meine Kinder wollen auch ein wenig von ihrem Papa haben.

Ich sehe es an meinem Bruder, der berufbegleitend bei der FOM Wirtschaftsinformatik studiert und dabei jeden Fr. und Sa. Vorlesungen hat. Das kam erst mal weniger in Frage.

Und dann bin ich bei der WINGS auf die Onlinestudiengänge gestoßen. Die Tutorien und Vorlesungen komplett online und nur noch zu den Prüfungen Präsenz. Und das auch noch zu einem Preis, der durchaus stemmbar für eine junge Familie ist. Das ist genau das, was ich haben wollte. Hoffentlich gibt es keinen Haken, denke ich. (Aber bisher habe ich noch keinen gefunden :-) )

Infoveranstaltung besucht, diverse Berichte gelesen, alles mögliche recherchiert und mit WINGS mehrfach Kontakt gehabt. Und natürlich sehr lange und oft mit meiner Frau gesprochen, die aber bedingungslos dafür war und mich total unterstützt. Ich weiß also, dass ich den Rückhalt habe, den ich brauche!.

Und nun halte ich also den Zulassungsbescheid in Händen und ab dem 01.09. gehts also für mich los.

Ich hoffe, dass ich es schaffe. Aber ich habe drei große Ziele und die verfolge ich konsequent, auch wenn es mal schwer fallen mag: meine Familie, meine persönliche Zukunft und nicht zuletzt auch die finanzielle Zukunft sollen gesichert sein. Und nun gehe ich also den ersten Schritt und tue selbst was dafür. Auf andere habe ich mich oft genug und lange genug verlassen. Jetzt bin ich am Zug!