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Die Kür bleibt ein frommer Wunsch

paulaken

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Schon wieder sind einige viele Monate ins Land gezogen und im Studium ging es keinen Meter voran. 

Zuerst war da der neue Job, er sichert unseren Lebensunterhalt und hat deshalb ganz klare Priorität. Es geht schließlich nicht nur um mich, sondern auch um den Teenie.

Kurz nach der Einstellung stellte sich heraus, dass das Arbeitspensum mit einer normalen Vollzeitstelle nicht zu leisten ist. Ich nahm also das Angebot eines befristeten 45h-Vertrages an. Die Arbeit ist toll und fordernd, das zusätzliche Geld konnte ich gut gebrauchen, aber mit Pendeln war ich eben auch locker 10-12h außer Haus.

Dazu die Kernsanierung. 18Monate harte Arbeit in jeder freien Minute stecke ich mit Ende 30 eben nicht mehr so einfach weg. Es war eine tolle Zeit, ich habe viel gelernt und selbst gemacht, aber wenn man 90% in Eigenleistung stemmt, fällt anderes hinten runter.

Ich habe Decken verkleidet, Stromleitungen gelegt, Heizungen eingebaut und sämtliche Wasserleitungen neu gelegt. Dazu verputzt, gestrichen, tapeziert, Fußbodenaufbau gemacht und Dielen gelegt. Und dazu die tausend anderen Dinge.

Es ist ja nicht nur das Doing, sondern auch die Planung und Organisation. Wann muss welches Material in welcher Menge auf der Baustelle sein? Wie viel kann ich lagern, damit ich noch an alles ran komme, welches Material will ich überhaupt und warum?

Mit diesen Fragen beschäftigte ich mich Abends. Am Wochenende und an jedem freien Tag war ich auf der Baustelle.

Sie ist beendet, wir sind umgezogen und die Mietwohnung ist übergeben.

Aber irgendwann musste ich mir eingestehen, dass ein Studium, vor allem, wenn es aus reinem Interesse ist, keinen Platz mehr in meinem Leben hat. Außerdem brauchte ich jeden Cent für die Sanierung.

Ich habe es also beendet und muss mit dem Makel nun leben.

 

Aber nach dem Umzug kam die Idee nach einem Neuanfang auf. Sicher war, dass ich nicht mehr bereit bin so viel Geld in ein Studium zu stecken und meldete mich als Akademiestudentin in Hagen an. Ganz lassen, kann ich es also doch nicht.

Belegt habe ich B1 aus dem Studiengang PVS und K aus dem KuWi-Studium.

Die Materialien liegen nun hier, seit einer Woche ist auch Moodle freigeschaltet und aktuell bin ich voller Elan dabei. Mal schauen, was daraus wird. Ich selbst weiß es aktuell noch nicht.



2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Wenn ich so lese, was du alles selbst gemacht hast, war das ja auch wie ein Studium - wenn auch ein sehr praxisorientiertes. Ich würde mir das so gar nicht zutrauen, gerade was Sachen wie Elektrik und Wasser angeht.

 

Schön, dass du dann jetzt auf eine Weise weiterlernst, bei der du das ohne Druck machen kannst. Ich bin gespannt, wie es dir damit so ergehen wird.

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Zugetraut habe ich mir beides anfangs auch nicht, aber man fängt mit Schutt schaufeln an und steigert so den Schwierigkeitsgrad. Im ersten Semester schreibt man ja auch nicht gleich die Masterarbeit ;)

Aber ohne fachkundige Unterstützung hätte ich mir vieles auch nicht zugetraut, bei der Elektrik muss ja auch eine Abnahme durch einen Elektrikermeister erfolgen, da es sonst mit der Gebäudeversicherung Probleme geben kann.

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