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DLBWIRITT: Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten für IT und Technik


DataNinja

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Nachdem ich heute meine Note erhalten habe (1,0 mit 100/100), möchte ich mit euch meine Meinung und Empfehlungen für dieses Modul teilen.

 

Ressourcen und Inhalte des Moduls

Wie der Name erahnen lässt, dreht sich in diesem Modul alles darum, wie man eine wissenschaftliche Arbeit - hier speziell mit Fokus auf IT und Technik - "korrekt" (aus Sicht der IU) verfasst.

 

Zur Vorbereitung werden

  • ein Skriptum,
  • im IU Learn
    • 76 Kurzvideos,
    • 27 Kurztests am Ende von Themenblöcken des Skriptums
    • (und natürlich das Skriptum selbst im Reader)
  • und im CourseFeed
    • ca. 1x monatlich eine ILSe (Intensive Live Sessions, bisher wohl immer Samstag vormittags)
    • Channels für Fragen/Austausch mit dem Tutor und/oder Kommilitonen

angeboten.

 

Das Skriptum war trotz des eher langweilig klingenden Themas recht gut geschrieben, sodass man beim Lesen nicht nebenbei einschläft. 

 

Inhalte:

  • Lektion 1 - allgemeine Inhalte zu vertrauenswürdigen Primär-/Sekundärquellen, Standpunkte etc. (eher ab der zweiten Hälfte relevant für das Workbook)
  • Lektion 2 - Themenfindung, Formate und Struktur wissenschaftlicher Arbeiten (sehr wichtig für das Workbook)
  • Lektion 3 - Literaturrecherche, Literaturverwaltung, Zitieren, Plagiate (außer den Kapiteln zur Literaturverwaltung und Plagiaten weniger relevant für das Workbook, da hier das offizielle Zitierhandbuch der IU die oberste Bibel ist)
  • Lektion 4 - Forschungsdesigns, -Methoden und -Formate (weniger relevant für das Workbook)
  • Lektion 5: Projekt- und Zeitplan, Gliederung, Format und Stil + Argumentation (sehr wichtig für das Workbook)
  • Lektion 6: Beispiele von wissenschaftlichen Arbeiten in IT und Technik in der Praxis (kaum relevant für das Workbook, eher ein "today I learned" als Abschluss)

 

Auch die ILSe fand ich optimal, da wirklich die wichtigsten Inhalte sehr gut zusammengefasst wurden und der Tutor auf alle Fragen einging und sie ausführlich beantwortete.
Der Tutor wird mir sicher sehr positiv in Erinnerung bleiben, da er immer sehr schnell auf die Fragen im CourseFeed reagiert hat und sich wirklich bemühte, allen Studenten zu helfen, selbst wenn manche der Fragen schon zigfach gestellt und beantwortet wurden. Das erlebe ich derzeit in einem andern Modul leider komplett anders...

 

Zusätzlich nutzte ich die Videos des LIS (Library and Information Services) zum Thema Zitieren, Literaturverwaltung und Literaturrecherche als Vorbereitung, da diese auch noch recht kurz und knackig die wichtigsten Punkte und Themen zusammenfassen.

Nach etwas Recherche entschied ich mich entsprechend der Empfehlung aus dem Skript + LIS-Videos für das Tool "Zotero" für die Literaturverwaltung.

 

Bearbeitung des Advanced Workbooks

Das Advanced Workbook besteht aus insgesamt 6 Aufgaben mit jeweils 2-3 Unteraufgaben. Ein wichtiger Punkt der Benotung ist hierbei aber auch das Einhalten der Formatvorgaben, deshalb empfehle ich, dass man sich auch vor Beginn schon intensiv mit dem "Prüfungsleitfaden zur Erstellung eines Advanced Workbooks" und dem allgemeinen Zitierleitfaden der IU beschäftigt, da diese beiden Dokumente eine sehr wichtige Rolle spielen.

 

Ich habe mir zuerst die Mühe erstellt, eine Microsoft Word Vorlage für das Dokument entsprechend den Formatvorgaben des Prüfungsleitfadens zu erstellen, die Arbeit kann man sich aber ehrlich gesagt ersparen. Im Rückblick hätte ich mir viel Zeit und Stress erspart, wenn ich einfach mal alles außer den Literaturquellen unformatiert runtergeschrieben und nur am Ende formatiert hätte. 

 

Wenn man direkt mit einem Motivationsboost starten und einen Punkt von der To-do-Liste abhaken möchte, schadet es nicht, mit dem Titelblatt der Arbeit zu beginnen. Das muss nicht ausgefallen sein, wenn man mag, darf man hier aber auch etwas mit der Gestaltung spielen, solange die vorgegebenen Inhalte drauf sind. Hierfür findet man via Google mit "Titelblatt Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten IU" einige Beispiele als Inspiration. Im Rückblick finde ich mein eigenes Titelblatt-Design etwas zu kantig und klobig, das werde ich für zukünftige Arbeiten weiter optimieren. Wirklich wichtig ist hier nur, dass man auch das RICHTIGE Logo (und nicht z.B. das alte IUBH Logo) verwendet. Man findet das Logo u.a. in MyCampus als Download.

 

Da man gewisse Inhalte aus früheren bzw. späteren Aufgabepunkten wiederverwerten darf, ist es wichtig, zuerst alle Aufgabenpunkte genau durchzulesen, da man sich damit sehr viel Arbeit sparen kann.

 

Anmerkung: In meiner ursprünglichen Version dieses Blogeintrags ging ich genau auf die einzelnen Aufgabepunkte und Unterpunkte ein, ohne den Aufgabentext selbst zu posten. Nachdem ich darauf hingewiesen wurde, dass die Aufgabenstellung nicht geteilt werden darf, habe ich diesen Text teilweise gekürzt und umformuliert. Ich hoffe, dass die Informationen dennoch hilfreich sind.


In den Aufgaben muss man unter anderem wissenschaftliche Artikel aus dem Bereich "IT & Technik recherchieren, zitieren/paraphrasieren und korrekt entsprechend der Vorgaben (abhängig von der Art des Textes => Webquelle, Monografie etc.) als Quelle angeben sowie Themen zu einer eigenen (fiktiven) Arbeit recherchieren, planen und teilweise ausformulieren.

 

Tipp: Ich empfehle zuerst mit der späteren Aufgabe, bei der man eine eigene Arbeit planen muss zu beginnen, da man dann eine der dabei gefundenen Quellen für die ersten Aufgaben rund um das korrekte Zitieren/Angeben eines Artikels wiederverwerten kann. Außerdem fielen mir damit die restlichen Aufgaben auch deutlich leichter, da ich mich nicht erst in zig verschiedenen Themen eindenken musste.

Ich habe mir das Leben ehrlich gesagt selbst schwer gemacht, da ich mich bei der fiktiven Arbeit für eine Bachelorarbeit entschied. Diese Wahl ist für die späteren Aufgaben relevant, also empfehle ich, diese Entscheidung gut abzuwägen! 

Nachdem mir fast zwei Tage lang kein Thema einfiel, schlug mein Mann vor, einfach ein Thema zu wählen, das ich schon mal als Kundenprojekt umgesetzt habe. In meinem Fall wurde es dann eine fiktive Bachelorarbeit als Design Science Research-Projekt zum Thema „Vorausschauende Instandhaltung im Fahrzeugbau: Echtzeit-Analyse von Inline-Sensordaten zur Verbesserung der Instandhaltungsvorhersage im Karosseriebau“.  Das Thema hat sich hierfür optimal geeignet. Ich wusste schließlich schon, wie lange ich im echten Leben für die Umsetzung benötigte und welche Schritte/Technologien nötig waren. Und Fachliteratur gab es auch reichlich zu dem Thema.

 

Da man gewisse Inhalte aus der fiktiven Arbeit tatsächlich ausformulieren muss, hat die Art der Arbeit auch einen Einfluss auf die Struktur, den Umfang und die genaue Umsetzung der Folgeaufgaben. Bei einer fiktiven Bachelorarbeit muss man dadurch deutlich mehr schreiben (ohne gleichzeitig den vorgegebenen Umfang der Vorgaben für das Advanced Workbook massiv zu sprengen) als z.B. bei einem fiktiven Projektbericht. 

Ich habe daher am Schluss noch sehr viel Zeit damit verbracht, diese Texte zu kürzen, ohne dabei die wichtigsten Inhalte und Vorgaben aus den einzelnen Aufgabepunkten zu verlieren. 

 

Da man in den Aufgabepunkten immer wieder einzelne oder alle im Workbook verwendeten Quellen korrekt angeben muss, empfehle ich direkt von Beginn an mit Zotero (oder vergleichbaren Tools) zu arbeiten.

Ich habe hierfür das Browser-Plug-in bei der Literaturrecherche verwendet und alle auch nur ansatzweise geeigneten Quellen gesammelt und zusätzlich zu den Tags bzgl. der Inhalte auch mit Tags, wo ich sie verwenden könnte (z. B., "Aufgabe 1") versehen. Ich hatte schlussendlich deutlich mehr Quellen, als ich tatsächlich verwendet habe. Das hat mir aber dennoch die Arbeit deutlich erleichtert, da ich nicht bei jeder Aufgabe wieder gesondert nach geeigneten Quellen suchen musste. 

 

Mit dem Zotero-Word-Plug-in muss man dann nur mehr im Suchfeld nach dem jeweiligen Text/Autor suchen, die Seitenzahl für den entsprechenden Absatz ergänzen und kann dann am Schluss die gesamte Liste aller Quellen mit wenigen Klicks einfügen.

 

Zum Korrekturlesen habe ich LanguageTool verwendet. Zusätzlich hat es sich für mich bewährt, den gesamten Text mittels der Vorlesefunktion in Word 1-2 durchzuhören. Dadurch konnte ich einige Sätze finden, die zwar theoretisch aus Rechtschreib- und Grammatiksicht richtig waren, in Wirklichkeit aber keinen Sinn ergaben. Abschließend habe ich den Text auch einmal komplett ausgedruckt und so noch einmal drübergelesen, wodurch ich noch einige Fehler finden konnte. 

 

Abschließend muss alles noch korrekt formatiert (Schriftart, Schriftgröße, Einrückungen etc.) und beschriftet (Bilder/Tabellen) und die Datei entsprechend den Vorgaben in TurnitIn hochgeladen werden.
Und dann braucht man erst mal Geduld...

 

Fazit:

Ich war von diesem Modul sehr positiv überrascht und konnte einige der Inhalte schon kurz darauf im Arbeitsalltag anwenden, indem ich ein theoretisches Concept-Paper für einen Kunden schreiben musste. Das Modul hat sich hier bzgl. Struktur und Quellensuche sehr ausgezahlt, da ich mit dem Thema bisher kaum bis gar keine Berührungspunkte hatte.

 

Außerdem war das Modul sehr hilfreich, da es in meinem Studiengang recht viele Module mit schriftlichen Arbeiten als Benotungsmethode gibt. Dadurch, dass ich endlich die Note für dieses Fach habe, weiß ich immerhin, dass ich vor den anderen Hausarbeiten (hoffentlich) auch keine Angst haben muss.

 

Bearbeitet von DataNinja

1 Kommentar


Empfohlene Kommentare

Hallo @DataNinja,

 

gerade bin ich mal wieder auf Deinem Blog gelandet und möchte nachfragen, wie es bei Dir seit dem letzten Post weitergegangen ist.

 

Viele Grüße

Markus

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