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Nun also doch noch ...

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Hallo zusammen,

da diese Seite durchaus eine "Teilschuld" daran trägt, dass ich mich nun doch dazu durchgerungen habe, mein Abitur nachzuholen, halte ich es für eine ganz gute Idee, auch darüber zu schreiben, wie es nun an - und verläuft. =)

Kurz zu mir, ich komme aus Leipzig und habe hier 2004 meinen Realschulabschluss gemacht, nachdem ich das Gymnasium nach der 9. Klasse verlassen habe. Wie bei manch anderen sicher auch, war dieser Schritt wohl mit der dem Alter und den dazugehörigen Umständen und nicht mit der möglichen Leistung zu begründen. ;) Ich nenn es einfach vorsichtig "jugendliche Unüberlegtheit". Zur Zeit mache ich eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger. Da das aber nicht mein allerletztes Ziel in Sachen Ausbildung sein soll nun der Schritt, nebenher das Abitur nachzuholen. Da mir auf Grund der Ausbildung und dem dazugehörigen praktischen Teil die Möglichkeit verwehrt bleibt, eine Abendschule zu besuchen, habe ich mich für das Fernstudium der Hamburger Akademie entschieden.

Dieses habe ich im Oktober begonnen. Da sich die Bemühungen und Leistungen der unterschiedlichen Fernstudium Anbieter wahrscheinlich gerade am Anfang weniger voneinander unterscheiden, lass ich diesen Teil einfach mal weg und beginne mit der Lieferung der ersten Studienhefte. Diese haben mich bisher schon sehr überzeugt, denn auch wenn sie in ihrer Aktualität manchmal nicht ganz das Non Plus Ultra darstellen, finde ich sie einfach zu lesen, verständlich, manchmal gar unterhaltend. Zügig habe ich mich dazu entschlossen, mir direkt die zweite Lieferung schicken zu lassen, damit ich einen besseren Überblick über die Lerninhalte der ersten 6 Monate bekomme. Das funktionierte nicht nur reibungslos, sondern auch sehr schnell. Mittlerweile habe ich fast alle Hefte durch und werde wohl vor Weihnachten auch noch die 3. Lieferung bestellen.

Entschieden habe ich mich für die Fächerkombination aus Deutsch, Mathe, Spanisch, Englisch, Geschichte, Sozialkunde, Physik und Geographie. Mit Spanisch beginne ich das Lernen einer Sprache, die mir komplett neu ist, dazu später mehr.

Im Fach Deutsch habe ich das erste Heft direkt übersprungen, Lerninhalt da war Aufsatzlehre. Das schau ich mir bei Bedarf zu den jeweiligen Zeitpunkten nochmal an.

In Mathe habe ich nun drei Hefte hinter mir, alle sehr gut verständlich. Hier muss aber wohl jeder selbst herrausfinden, wie er damit zurecht kommt, weil Mathe ist halt eben Mathe. Für denjenigen, der damit seine Probleme hat, ist ein Freund mit entsprechnenden Kenntnissen sicher eine willkommene Ergänzung. ;)

Spanisch. Das Lehrbuch hier, welches mit CD´s unterstützt wird, ist, wie ich finde, gut konzipiert. Es erarbeitet Vokabeln und Grammatik aus alltäglichen Situationen und so wird einem stehts das Gefühl gegeben, sich auch schon mit den ersten Kapiteln zumindest etwas verständigen zu können.

Zum Fach Englisch kann ich kaum etwas sagen. Mein Englisch war von je her sehr gut und durch mehrere länger Aufenthalte in Englisch sprechenden Ländern habe ich hier keine Probleme und im Moment auch nicht das Bedürfniss tief in diese Lernwelt einzutauchen. Daher habe ich mir überlegt, einfach die Einsendeaufgaben ohne Vorbereitung zu erledigen und bei eventuellen Problemen dann bei Bedarf nocheinmal nachzulesen.

Geschichte und Sozialkunde sind ähnlich von ihrer Art. Sozialkunde vermittelt im Moment noch viel Wissen, was man auch in Nachrichten aufschnappt oder ganz einfach aus der Schule kennt. Angenehm geschrieben, vermitteln die Hefte aber auch an jeden, der hier noch Lücken hat alles nötige und zwar gut verständlich. Die Geschichtshefte lesen sich ähnlich. Wer ein Interesse für Geschichte hat, wird hier durchrasen, wem es langweilt, wird das Heft wohl öfters zur Seite legen. Ich finde sie sehr gelungen und komme gut damit zurecht.

Physik als letzes Fach (Geographie startet erst in Sek2). Auch hier komme ich bisher gut zurecht, allerdings kenne ich all die Themen bisher auch noch aus der Realschule und lese deswegen kaum etwas Neues.

Wie der Text verrät bin ich von den Lernheften bisher überzeugt, doch muss man hier fairerweise erwähnen, dass das durchaus keine objektive Meinung ist, denn der Umgang und das Verständnis hängt ja doch sehr von den eigenen Interessen und Vorkenntnissen ab.

Meine Lernzeit kann ich im Moment nicht genau einschätzen, das ich nicht jeden Tag 1,2 oder 3 Stunden lerne, sondern wie ich Zeit und Lust habe. Habe ich an einem Samstag nichts vor gehabt, habe ich auch mal 8 - 10 Stunden damit verbracht zu lesen, danach aber auch wieder 3-4 Tage fast gar nicht. Meistens lese ich die Hefte, im Durchschnitt 50 Seiten) an einem Stück durch und fertige mir im Nachhinein mit Hilfe der Überschriften strukturierte Aufzeichnungen an. Im Anschluss mache ich die Übungen, die sich zwischen den Kapiteln befinden. So komme ich im Schnitt, pro Heft auf 3 Stunden. Da mir das sehr hilft, müssen Freunde und Famile oft herhalten und sich mein neu erworbenes Wissen anhören. Durch das Wiederholen und vor allem selber wiedergeben, bleiben die Inhalte meist gut verstaut in meinem Kopf. =)

Nun, ich bin gespannt wie es denn weitergeht und sicher werde ich zu gegebener Zeit wieder etwas schreiben. =) Bis dahin, viel Spaß und Glück bei euren Vorhaben.


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2 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Die "Schuld" am Beginn eines Fernstudiums und daran, dass es einen neuen Blogger gibt, übernimmt Fernstudium-Infos.de gerne :-)

Danke für Deinen ausführlichen Bericht. Ich habe so den Eindruck, dass Du Dich gut in den Fernabi-Lehrgang eingefunden hast und Dir der Stoff bisher nicht sehr schwer fällt.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und freue mich auf Deine weiteren Blog-Berichte.

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Das klingt ja alles positiv und strukturiert.

Beim Englisch würde ich das mit dem "einfach einsenden" mal ausprobieren. Du verlierst ja nichts dabei.

Für Spanisch würde ich mir an deiner Stelle (mittelfristig) jemandem suchen, mit dem du die Sprache sprechen kannst - wenigstens hie und da.

Weiterhin viel Erfolg!

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      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!



       
    • Vica
      Von Vica in M.Sc. Psychologie FUH in Vollzeit 5
      Teil 1: Es fährt ein Zug nach Hagen 


      Am Montag und Dienstag war es so weit: In Hagen an der FernUni selbst fand das zweitägige Pflichtseminar zum MM2 Kurs „Gutachtenerstellung und Kommunikation“ statt. Alles, was diesen Kurs studiert, muss also persönlich dort antanzen, egal woher er kommt  Wie der Name schon sagt, lernt man in diesem Kurs eigentlich alle wichtigen Schritte bei der Erstellung eines Gutachtens kennen. Die Teilnahme am Seminar ist unerlässlich, andernfalls darf man die Hausarbeit nicht mitschreiben und ohne Hausarbeit ist auch kein Bestehen von MM2 möglich (für Inhaftierte, Kranke und anderswie Verhinderte gibt’s dann Alternativen, scheinbar in Form von Übungen, die zum Thema Aktenanalyse eingereicht werden müssen).  
      Das erste Seminar fand von 12:15 bis 18 Uhr statt, das zweite von 9:00 bis 18:00. 
      Ich war auch mit von der Partie und schildere mal meine Eindrücke gebündelt, in diesem Teil zunächst mal nur, was die Anreise betrifft! Viele beschäftigen sich nämlich im Voraus lange damit, wie sie dort hinkommen und wie es wohl sein wird, zumal Hagen nicht in ihrem "Revier" liegt und Neuland ist, was dem ein- oder anderen neben freudigen Erwartungen auch Muffensausen beschwert hat. 
       
      Anreise
      Hier habe ich natürlich Glück, dass ich nur 1 Stündchen von Hagen entfernt wegwohne. Trotzdem waren die Zugverbindungen zumindest mit den Fernzügen recht mysteriös, teilweise mit 2x umsteigen. Glücklicherweise habe ich eine Bummelzug-Verbindung mit dem National Express erwischt, bei dem ich 0x umsteigen musste. Macht nach Adam Riese 4 Fahrten, wofür ich wohl um die 70€ bezahlt habe. Beschweren kann ich mich hier wirklich nicht: Die National Express Züge waren pünktlich wie die Maurer, fahren stündlich jeweils in der 22.Minute und boten viel Platz und Beinfreiheit. Im Internet liest man viel Kritik, was sich aber mehr auf die Varianten im Mutterland England zu beziehen scheint. Da kann ich also nur sagen: Daumen hoch. 
       
      Bahnhof Hagen
      Den Zustand von Bahnhöfen finde ich schon ganz interessant, für den Fall, dass man sich mal ein Zug verzögert und man sich dort etwas die Zeit vertreiben mag. Der Hagener Bahnhof ist jetzt nicht unbedingt in Schönheit getaucht und etwas heruntergekommen, also ein Einkaufszentrum à la Hamburg braucht man da nicht erwarten. Ich habe aber einen ReWe to go, eine Bäckerei mit Café und einen größeren Zeitschriftenladen gesehen, außen dran ist auch ein McDonald’s. Somit ist wohl etwas vorhanden, um sich ein wenig aufzuhalten. Auf den Gleisen selbst gibt's die üblichen Getränke- und Keksautomaten. Muss zugeben, dass ich diesmal auch selbst heiße Getränke gezogen habe, was ich ja sonst nie mache. Aber bei -6 Grad am Abend erscheint so ein heißer Zitronen-Instant-Tee plötzlich doppelt attraktiv  
       
      Stadt Hagen
      Die geht ja neben ihrem Highlight - der FernUni – etwas unter. Für alle, die es interessiert: Sehr hügelig (ja, als Westfale und Fast-Holländer findet man sowas interessant ), schon aus der Ferne sieht man, dass sie in Hügelketten eingebettet ist. Eine Fahrt durch die Straßen dort geht wirklich über Berg- und Tal. Noch viele Reste der Schwerindustrie sind sichtbar, nicht nur an verrußten Häuserwänden. Eine typische Pott-Stadt eigentlich, obwohl sie auch noch zu Südwestfalen gehört.  Sie ist wohl nicht der Anlaufpunkt für große Shoppingtouren – die Kommilitonen, die sich hier abends die Zeit vertreiben wollten, waren jedenfalls nicht sehr angetan. Dazu kann ich aber nichts sagen, weil ich neben der Taxifahrt durch die Stadt nicht viel gesehen habe. Die FernUni selbst befindet sich nicht im Stadtkern. 
       
      Erreichbarkeit FernUni
      Vom Bahnhof aus ist die FernUni noch gute 4-5 km außerhalb (diverse Routenplaner werden sich da nicht so ganz einig) gelegen. Es gibt Busse, die dort hinfahren (allerdings teilweise mit Umsteigen verbunden – die busreisenden Kommilitonen fanden es nicht so prall) und etwa 20 Minuten brauchen. Zu Fuß kann man auch gehen und braucht etwa 40 Minuten (Zitat Kommilitone, der ansonsten Berufssportler ist). Eigentlich gehe ich auch furchtbar gerne zu Fuß und die Zeit macht mir auch nichts aus, jedoch nicht im achten Monat und auch nicht mit dicker Angina und schon gar nicht bei -4 Grad Tageshöchsttemperatur.
      Derlei Spekulationen habe ich mir gleich geschenkt und bin Taxi gefahren. Die Taxistände befinden sich vom Bahnhof aus links und benötigen gute 10 Minuten. Eine Fahrt kostet genau 12€. Habe vier Fahrten gehabt in den zwei Tagen und immer exakt diesen Preis bezahlt. Die Taxen fahren einen direkt bis vor die Mensa, wo das Hauptgebäude ist. 
      Die Rückreise von der FernUni zum Bahnhof ist schon etwas komplizierter. Die Busse fahren zu knapp, wenn man zwischen 18:05 und 18:30 einen Zug kriegen muss und einen eigenen Taxistand gibt’s dort nicht. Demnach mussten wir über „Taxiruf Hagen“ selbst ein Taxi ordern, welches auch tatsächlich 5 Minuten später da war (Anreiseweg wurde nicht berechnet)! Wir fuhren zum Teil zu viert oder zu dritt zurück, was die Fahrt natürlich sehr billig machte. Und so bekam wirklich jeder seinen Zug. 
       
      Unterbringung und Übernachtungsmöglichkeiten
      Für Leute, die von weit außerhalb kamen, kamen natürlich nur Übernachtungen in Frage. Derlei gibt’s in Hagen schon, auch in unmittelbarer Nähe: Das Campus-Hotel z.B. direkt gegenüber, welches beliebt war bei Leuten, die mit Familie angereist waren. Weiterhin gibt’s ja noch die Bildungsherberge, die sehr beliebt ist und preislich unschlagbar sein soll, aber mit 29 Zimmern natürlich schnell ausgebucht war (Sich auf die Warteliste setzen lassen lohnt sich, viele sagen kurz vorher nämlich ab wegen Krankheit etc.). Eine normale Jugendherberge soll auch noch existieren. Ich hatte auch mal kurz bezüglich Hotels geschaut und da gab es noch einiges zu haben, selbst in Business-Hotels mit vier Sternen ist was Günstiges zu haben, wenn man rechtzeitig bucht. Ein paar Angebote diesbezüglich hatte ich glaube ich über Trivago gesehen – gibt’s aber bestimmt auch bei ähnlichen Anbietern. 
      Im nächsten Beitrag gibt’s Infos zum Ablauf des Seminars ;-)