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WibbSi wird Pflegemanager!

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Über diesen Blog

Moin Moin und ein fröhliches Hallo, ich bin WibbSi, 42 Jahre alt, lebe in Hamburg, bin ein echtes Nordlicht und mit Leib und Seele Krankenschwester. Schon immer hatte ich Freude daran mich weiter zu entwickeln, mein Hirn mit Futter zu versorgen und mich deshalb auch laufend fortgebildet. Die Idee vom Studium spukt schon länger in meinem Kopf herum, allerdings habe ich kein Abitur und wusste auch lange Zeit nicht in welche Richtung ich mich weiter entwickeln möchte. Jetzt bin ich allerdings endlich zu einem Entschluss gekommen - ich habe Anfang Januar 2017 mit dem Studiengang Pflegemanagement B.A. an der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft angefangen.

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WibbSi

Je mehr ich mich mit dem Thema Fernstudium auseinandersetze, desto besser gefällt mir die APOLLON.  

Ich bin gerade erst gestartet und hatte mir natürlich Gedanken darüber gemacht, wie viele Stunden ich täglich aufbringen muss, wann ich und bis wann welches Studienheft abgearbeitet haben will und wann ich ungefähr Einsende- und Fallaufgaben, Seminare und Klausuren einsenden bzw. schreiben oder besuchen möchte.

Wie das so mit Plänen ist - sie halten nur für 5 Minuten. Soviel habe ich mal wieder feststellen können, denn meine gesundheitliche Situation hat mir da mal hübsch einen ersten Strich durch die Rechnung gemacht. Ich will in diesem Rahmen nicht groß herum jammern, aber Kopf- und Nackenschmerzen können so übel werden, dass man weder schläft, noch irgendetwas anderes auf die Reihe bekommt. Je mehr Nachtdienste ich gemacht habe, desto schlimmer wurde das ganze Dilemma und hat dazu geführt, dass ich die letzten 3 Wochen krank geschrieben war.

Prima, werdet ihr denken, dann haste ja richtig viel Zeit fürs Studium gehabt! Pustekuchen kann ich dazu nur sagen, mit täglichen, fast andauernden Schmerzen, lernt es sich alles andere als gut. Wenn ich etwas gelesen hatte, konnte ich den Abschnitt immer wieder lesen, bis etwas hängen geblieben ist und ich letztendlich extrem frustriert war, denn das Pensum, welches ich mir ja anfänglich vorgenommen hatte, konnte ich einfach nicht halten. Super, klasse. Echt toll! Da bin ich erst 6 Wochen dabei und dann das!

Nun wird es langsam etwas besser, dank manueller Therapie und ich kann wieder mehr machen, allerdings weiterhin kleinschrittig. Gestern und vorgestern hat mein erstes Seminar stattgefunden und ich bin nach Bremen gefahren. Ich habe mich sehr auf dieses "Einführungsseminar" gefreut, denn ich stelle mir vor, dass es um einiges leichter geht, wenn man weiß, dass es da noch andere Menschen gibt, die in ähnlichen Situationen stecken und sich mit ähnlichen Dingen auseinandersetzten wie man selbst. 

Ich hatte mir im Vorwege ein Zimmer gebucht, auch wenn ich nur etwas über eine Stunde Fahrtweg habe, aber ich wollte es zum einen so stressfrei wie möglich gestalten, zum anderen die Möglichkeit haben am Abend gemeinsam essen zu gehen. Mein erklärtes Ziel des Seminars war so viele Kontakte zu knüpfen, wie ich konnte.

Die Gruppe war sehr durchmischt, aus den verschiedenen Studiengängen waren Studenten anwesend, aber auch eine hübsche Durchmischung verschiedener Berufsgruppen und des Alters! Das fand ich richtig klasse, denn immer wenn ich auf dem Online Campus mit anderen Kontakt hatte, waren diese deutlich jünger als ich, so dass ich mir mit meinen 42 Jahren äußert alt vorkam. Schön war auch, dass tatsächlich andere Studenten auch ohne Abi studieren und sich mit Themen wie Einstufungsprüfung, BWL und Wirtschaftsmathe herumplagen. Super! 

Die Tutoren und Mitarbeiter des Studienservices habe ich allesamt als sehr bodenständig und freundlich erlebt, die gesamte Atmosphäre war sehr angenehm, die Hochschule modern, hell und ansprechend. 

Die Themen bezogen sich natürlich auf die ersten Studienhefte - wissenschaftliche Arbeiten, Zitation und Literaturverzeichnis usw. - das fand ich jetzt nicht mehr ganz so spannend, da ich mich damit wirklich intensiv auseinandergesetzt habe und Einsende- und Fallaufgaben dazu auch bereits erledigt hatte. Ein Vortrag beschäftigte sich noch einmal ausführlich mit dem Online Campus - auch damit habe ich mich bereits beschäftigt, insofern nicht ganz so spannend. 

Ein Vortrag handelte allerdings vom Zeit- und Stressmanagement im Fernstudium und dieses Thema wiederum finde ich schon recht interessant, bin ich doch immer noch auf der Suche nach "meinem Fahrplan". Der Vortrag an sich war nicht so toll gehalten (aber das lag an der Dozentin) - die Inhalte führen mich allerdings dazu mich noch intensiver mit dem Thema zu beschäftigen und aus diesem Grund habe ich auch gerade angefangen das Buch einer Professorin der APOLLON zum Zeit- und Stressmanagement im Fernstudium zu lesen.

Am Abend des ersten Tages sind wir noch gemeinsam essen gegangen, leider ohne Tutoren und mit relativ wenig Beteiligung der Kommilitonen (es waren 10 von 18 anwesend) - aber die Gelegenheit zum Austausch war definitiv gegeben. Fragen wie: warum Fernstudium, warum dieser Studiengang, warum APOLLON und wie organisiert sich der einzelne etc. wurden ausgetauscht und empfand ich als hilfreich, denn eine Erkenntnis habe ich erlebt: ich bin tatsächlich nicht allein! Nein, es gibt noch genügend andere verrückte, die sich das jetzt die nächsten 3-4 Jahre antun wollen! WOW!

Der zweite Tag begann mit einer Fragestunde - 3 ehemalige Studenten bzw. Studenten, die deutlich länger dabei sind hatten sich eingefunden und haben alle Fragen, die uns so in den Sinn kamen, beantwortet. Das war richtig toll, denn Fragen wie: habt ihr Lerntipps oder wie habt ihr euch organisiert?  konnten gestellt werden und klangen aus den Mündern von alten Hasen glaubhaft und erprobt. Sie berichteten uns auch von ihren Schwierigkeiten. Auch das war hilfreich, denn so hat sich Druck deutlich abgebaut. Eine von den dreien studiert schon seit gut 5 Jahren und ausführlich von ihren ups and downs erzählt - mir wurde klar, dass jeder sein eigenes Tempo hat und es absolut fatal ist sich an anderen Leuten zu orientieren was Lerntempo oder das Arbeitspensum betrifft.

Nach der Fragerunde wurde dann ein Rollenspiel durchgeführt, welches im Vorwege bei mir für reichlich Verwirrung gesorgt hat - wozu braucht man so etwas beim Einführungsseminar und hoffentlich geht der Kelch an mir vorüber.... aber wie es im wahren Leben immer so passiert - ich habe natürlich eine, nicht ganz unwichtige Rolle bei der Nummer gezogen. Wir wurden gebrieft und gecoacht und am Ende war es echt lustig. Ich hatte soviel Spaß an meiner Rolle, dass ich das Winken meines Coaches überhaupt nicht wahrgenommen habe, welches mir Signalisieren sollte das Rollenspiel zu beenden. 

Auf der Heimfahrt hatte ich dann noch Gesellschaft von einer Mitstudentin, die auch aus Hamburg kommt, allerdings Gesundheitsökonomie studiert. Da die Studiengänge aber viele Überschneidungen haben und wir noch einige andere Gemeinsamkeiten gefunden haben hoffe ich, dass wir uns  zur Gegenseitigen Unterstützung wieder treffen. Auch würde ich gerne mal am Hamburger Stammtisch teilnehmen, sofern einer stattfindet - mir hat der persönliche Kontakt jedenfalls sehr gut gefallen.

Das nächste Seminar habe ich für Anfang April geplant - in diesem wird es um Kommunikation gehen, allerdings muss ich vorher noch Projektmanagement und Kommunikation abschließen. Ich bin zuversichtlich, dass ich das schaffe. Projektmanagement habe ich jedenfalls zur Hälfte bereits bearbeitet. Das war übrigens auch eine schöne Erkenntnis: ich bin gar nicht zu langsam, sondern liege, nach wie vor, gut in der der Zeit. Ich musste dafür nur mal kurz die Perspektive ändern und meine Ansprüche an mich selbst auf ein gesundes Maß zurück schrauben. 

Alles in allem war es also ein gelungenes Wochenende, welches mir den Kopf zurecht gerückt hat. Ich bin nicht allein, sondern es sind viele von diesen verrückten Menschen unterwegs. Ich bin nicht die einzige alte Schachtel auf dem Campus und es gibt noch mehr, die sich mit den gleichen Themen herum schlagen.
Louise Hay würde sagen: "Alles ist gut angelegt in meiner Welt". Tschakka, so isses!

WibbSi

Nachdem so ein Studien- Entschluss erstmal gefasst ist, gibt es auch kein zurück. Zumindest nicht für mich. Ich bin kein Typ für halbe Sachen, also bin ich daran gegangen meine Unterlagen zusammen zu sammeln. Das ist bei APOLLON gar nicht so viel - für Menschen, die wie ich kein Abitur haben, sind es lediglich ein Lebenslauf, ein Foto und Arbeitsnachweise, denn man muss eine Berufstätigkeit von mindestens 2 Jahren nachweisen. In meinem Fall, mit bummelig 25 Jahren Berufserfahrung also kein Problem, nur die Kopien beglaubigen lassen and go!

Ich hatte nicht ganz die Rechnung mit dem Servicecenter der Stadt Hamburg gemacht. Normalerweise muss man online einen Termin ausmachen, wenn man z.B. einen neuen Personalausweis beantragen will oder so. Auf diesen Termin wartet man dann ungefähr 6 bis 8 Wochen - ohne Termin hat man es üblicherweise mit recht unfreundlichen Mitarbeitern zu tun, und normalerweise geht dann ohne stundenlanges Warten erstmal gar nichts. Bei uns auf dem Dorf, wo ich ursprünglich herkomme, ist das deutlich einfacher und auch bequemer. Wie auch immer. Für Zeugniskopien kann man online aber gar keinen Termin ausmachen und so bin ich  - todesmutig- ohne zum Servicecenter gewandert und geriet prompt an eine zähneknirschende Frau mittleren Alters, die ihren Stempel festhielt, als wäre es ein Teil der Bundeslade. Ich bin ja ein freundliches Geschöpf und so bat ich nett um die Beglaubigungen - dass ich die Kopien schon gemacht hatte fand sie auch nicht lustig (ich dachte ich helfe!) - nein - die gute Frau musste so alles durchlesen... mehr als 7 Kopien hätte sie sich nicht angeschaut. Nun denn.

Das sind die Momente, wo ich meinen Job mit der Situation in der ich gerade Stecke vergleiche und mir auch versuche die Schattenseiten des anderen vorzustellen und irgendwie versuche Verständnis aufzubringen. Mir fällt es, zugegeben, manchmal etwas schwer, denn ich arbeite in einem Bereich wo wir es mit sehr kranken Menschen zu tun haben, die tatsächlich häufig in existentielle Krisen geraten und die entweder selbst, oder auch die Angehörigen manchmal alles andere als einfach im Umgang sind. Und wir müssen freundlich bleiben. Und wir schaffen das. In solchen Momenten, wie an dem Schalter da, frage ich mich was der armen Frau passiert sein muss, dass sie nicht einen Moment die Zähne auseinander bekommt um zu lächeln. Da ich sie nicht gefragt habe, kann ich das leider nicht beantworten.

Wie auch immer, ich habe letztlich doch meine Kopien bekommen, sie weiß jetzt, was mein letzter Arbeitgeber über mich so denkt und ich habe alles zu APOLLON geschickt. Das war Mitte Dezember. Die Wartezeit habe ich mit Mathe verbracht. Ich hatte mir zwei Mathe Bücher besorgt 5.-10. Klasse, damit ich zumindest anfange mich mal wieder mit den Grundlagen zu befassen. Und habe festgestellt, dass mir das tatsächlich Spaß bringt. Das ist so wie Kreuzworträtsel. Super Nummer! Ich würde gerne in die Zeit Maschine steigen und meine Mathe Note etwas aufpolieren, denn jetzt habe ich Bruchrechnung endlich kapiert. Ich hoffe dass es mir mit den Dingen, die mich im Studium erwarten, ähnlich geht. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Einen Kaufrausch habe ich kurz nach Weihnachten auch noch ausgelebt. Ich bin ein sehr strukturierter Mensch (auch wenn mir das jetzt erst so richtig klar wird) und musste mir vor dem Studium den entsprechenden Raum dafür schaffen. Einen Ort, an dem ich gut arbeiten kann, hatte ich schon, Allerdings fehlte mir noch Stauraum, um die Studienmaterialien so ablegen zu können, dass ich auf Anhieb alles wieder finde und nicht lange rum kramen muss. So hat Ikea ordentlich Geld an mir verdient und ich war 2 Tage mit Möbel zusammen bauen und aufräumen beschäftigt, bis ich das Gefühl hatte, dass es losgehen kann.

Ende Dezember kam dann das erste Paket mit einem Stapel  Studienheften. Grober Überblick, alles der Reihe nach sortiert und mich auf dem Online Campus umgeschaut. Die ersten Begleithefte gelesen, die den Einstieg erleichtern. Das finde ich wirklich gut gemacht. Die APOLLON erklärt in den ersten beiden Heften einerseits den Online Campus und andererseits das Studium an sich. 

Das erste Semester geplant und mich zu Tode erschrocken - ich hatte nicht damit gerechnet, dass man doch recht vorausschauend planen muss, denn die Seminare waren sehr schnell ausgebucht. Das erste Einführungsseminar, welches eben innerhalb der ersten Wochen stattfinden soll, kann ich so erst Mitte Februar besuchen. Das hat mich auch dazu gebracht mich gleich für das nächste Seminar und für die erste Klausur anzumelden - damit ich die Plätze sicher habe und am Ende nicht in Schwierigkeiten gerate. 

Das erste Heft beschäftigte sich ausschließlich mit Lernmethoden und dem wissenschaftlichen Arbeiten, was sich, oberflächlich gesehen, nicht schwer anging. Das Heft las sich gut, verständlich und nachvollziehbar. Am Ende des Heftes befand sich die erste Einsendeaufgabe, die zur Übung gedacht ist und deren Note nicht mit in die Studienbewertung eingeht, insofern bin ich ganz locker damit umgegangen, habe sie aber, in Hinblick auf die kommenden, wichtigen Fallaufgaben, durchaus ernst genommen. Und dann bekam ich die grauen Haare. 

Mir fällt es wirklich nicht schwer Texte zu schreiben. Das konnte ich irgendwie schon immer und ich kann es auch durchaus sachlich und neutral. Ohne schnick schnack. Erst vor kurzem habe ich eine Hausarbeit für eine Fortbildung geschrieben und hatte keine Probleme damit. Und jetzt muss ich plötzlich alles belegen. Quellen suchen und finden... wer bitte hat sich denn das ausgedacht?!  Ich kann verstehen wieso und weshalb, aber derjenige hatte irre viel Zeit, oder?
Da saß ich an dieser popeligen Einsendearbeit Stunden um Stunden, die ich, unter normalen Umständen, einfach so runter geschrieben hätte. Au weia. Wenn das so weiter geht brauche ich keine 4 Jahre, sondern 6. Ich gehe davon aus, dass sich auch Literaturrecherche übt mit der Zeit.

Die zweite Einsendeaufgabe fiel mir schon deutlich leichter. Mein Compofter hat alles gefunden, was er finden sollte, aber ein wichtiges "to-do" wird die Bibliotheks- Anmeldung sein.

Schwierigkeiten bereitet mir im Moment das richtige Maß zwischen arbeiten, studieren und ausruhen. Ich liege, meines Erachtens, gut in der Zeit. Ich habe für zwei Wochen viel geschafft, immerhin habe ich zwei Einsendeaufgaben bearbeitet, die erste Fallaufgabe fast fertig und bereits mit dem nächsten Thema angefangen. Ich kann also zufrieden sein. Bin ich auch. Fast.

Das einzige was ich gerade nicht so gut hinbekomme ist es mir auch Freizeit zu genehmigen. Mein kleiner innerer Zinnsoldat treibt mich unermüdlich an. Soweit, dass mir wie Pluto die Zunge aus dem Hals hängt und ich anfange von Frührente zu fantasieren. So soll es ja nun auch nicht sein. Also wird eine Lernaufgabe für die nächste Zeit: mir auch Freizeit einzuplanen. Dass man bei einem Vollzeitjob im 3-Schichtsystem und einem Studium ohne Auszeit nicht lange überleben wird, sagt einem der normale Menschen- Verstand. Nun, mein Zinnsoldat will so etwas nicht hören. Aber da muss er künftig durch!


Wie macht ihr das? Plant ihr freie Zeit?

WibbSi

Ja wieso denn bloß? So oder so ähnlich wollten es schon diese kleinen gnubbeligen Trolle bei Ronja Räubertochter wissen. Eigentlich ist doch alles gut. Fester Job, die Gehaltsstufe ist in der Endstufe angekommen, die jungen Kollegen lassen den nötigen Respekt erkennen und ganz dumm rennt man auch nicht mehr durch den Stationsalltag, immerhin sind diverse Fort und Weiterbildungen abgearbeitet. Also? 

Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!



 



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