Blog elizadolittle39

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elizadolittle39

einen kühlen Sommer lang

Da ein Blog ja ein online-Tagebuch sein sollte, sollte es auch regelmäßig eine Eintragung geben – nur wenn sich nichts tut, gibt es auch nichts zu berichten und die Prozesse an so großen Institutionen wie der Fernuniversität Hagen sind - vor allem im Sommer – manchmal schleppend.

Zur Erinnerung: Ich hatte das Fernstudium Umweltwissenschaften der Fernuniversität Hagen begonnen und war entsetzt, als die ersten Skripten eingetroffen sind – massenhaft Fehler, widersprüchliche Angaben, veraltete Literaturlisten. Gespräche mit anderen Studierenden haben ergeben, dass auch sie diese Wahrnehmung teilen. Meinen Unmut darüber, dass für derartige qualitative Mängel hohe Summen an Gebühren kassiert werden, habe ich bei den zuständigen Stellen deponiert.

Der Dekan der zuständigen Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften, Theo Bastieaens, fand es nicht der Mühe wert, auf mein Schreiben an ihn zu antworten. Stattdessen erhielt ich einen lapidaren Brief von der Verwaltung. Ich finde das einen sehr arroganten Umgang mit Studierenden, deren Geld man zwar gerne kassiert, mit denen man aber offensichtlich weiter nichts zu tun haben will.

Gemeldet hat sich das Institut Fraunhofer Umsicht, das das Fernstudium Umweltwissenschaften gemeinsam mit Hagen anbietet. Ich erhielt einen Anruf von der zuständigen Koordinatorin, die Fraunhofer Umsicht auch in der Prüfungskommission von infernum vertritt. Ausführlich konnte ich meine Bedenken bezüglich des Studiums äußern und fand meine Bedenken ernst genommen. Letzte Woche hat eine Konferenz stattgefunden, bei der auch dieses Thema zur Sprache kam. Da ich bis dato die Ergebnisse nicht erfahren habe, werde ich dort jetzt einmal nachfragen.

Jene Kurse, auf die sich meine Kritik konkret bezogen hat, habe ich übrigens als Beleg an das Fraunhofer Umsicht geschickt. Ich musste fast lachen, als ich die Skripten wieder durchgeblättert habe - jemandem zu erklären, er solle daraus noch etwas lernen, ist ja wirklich ein Witz.

elizadolittle39

elizas inferno

Heureka – infernum war die ideale Weiterbildung und ich hatte sie gefunden. Keine Lehrveranstaltungen an einer Universität besuchen, uneingeschränkt meinen Beruf weiter ausüben, freie Zeiteinteilung – alle Vorteile eines Fernstudiums halt. Lange hatte ich nach einer anspruchsvollen Studienmöglichkeit gesucht, mit der ich meine bisherige berufliche Tätigkeit im Bereich Umwelt auf wissenschaftliche Beine stellen konnte und die Fernuniversität Hagen bot sie mir, gemeinsam mit Fraunhofer Umsicht und in Partnerschaft mit anderen renommierten Institutionen. Umweltwissenschaften war der Name dieses Studienparadieses, kurz infernum, und ich wollte es betreten.

Also schrieb ich im April 2010 eine leidenschaftliche Bewerbung, die zum Ausdruck brachte, wie gut dieses interdisziplinäre Fernstudium zu mir passt und ich zu ihm – ein perfect match im Dienste dieser und künftiger Generationen. Ich konnte nach meinem geistes- und sozialwissenschaftlichen Studium an der Universität Wien eine Weiterbildung beginnen, die mich beruflich nach vorne katapultieren konnte – auf meinem Türschild könnte nach dem viersemestrigen Fernstudium etwa UMWELTMANAGERIN stehen. So stand es auf der Homepage www.umweltwissenschaften.de . Das nötige Wissen dazu würde mir infernum vermitteln. Bestechend also – zwar nicht ganz günstig, aber ich hatte mir in den vergangenen Jahren ein Weiterbildungsbudget angespart, das ich nun für diesen Zweck ausgeben wollte. Mehr als 6.000 Euro, sinnvoll investiert in meine Zukunft und die künftiger Generationen.

Nachdem ich gleich über 1.600,- Euro in Skripten investiert hatte, um mich voll Begeisterung in das Studium zu stürzen und es auch in der vorgesehenen Zeit abschließen zu können, musste ich erkennen, dass das von der renommierten Fernuniversität Hagen angebotene Wissen über Energie, Abfall oder Umweltmesstechnik einem Stand von vor zehn bis 15 Jahren entspricht. Die Texte sind fehlerhaft und ergeben teilweise keinen Sinn. Sollte ich das Studium abschließen und tatsächlich mit Verfahrenstechnikern und anderen Experten zu tun haben, würde ich mich in jedem Fachgespräch blamieren und würde etwa – wie von einer befreundeten Technikerin – den Satz hören „solche Anlagen werden seit zehn Jahren nicht mehr gebaut“.

Wenn das nur meine persönliche Sicht wäre, würde ich es auch noch verkraften – es wurde aber vom Koordinationsbüro des Studienganges bestätigt mit dem Hinweis, es gebe kein Budget, um die Skripten zu aktualisieren! Die Mängel sind also bekannt, trotzdem wird das Studium auf der Homepage der Fernuniversität unter der Rubrik „Weiterbildung“ weiter angeboten und natürlich die Gebühren dafür kassiert. Der Dekan der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften, dem ich die Mängel des Studiums in einem Brief geschildert habe, hat das Koordinationsbüro um eine Stellungnahme gebeten. Die Straße in eine vielversprechende Zukunft entpuppte sich für mich als Sackgasse. Nun habe ich den Rückwärtsgang eingelegt und verlange mein Geld für eine Leistung zurück, die nicht erbracht wird. Einige Studenten, die ich bei einer Präsenzveranstaltung kennen gelernt habe, wollen sich bereits anschließen und jede/r weitere Betroffene ist herzlich eingeladen.

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