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Erstes Skript fertig bearbeitet - Sozialpsychologie I

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Zitrone

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Trotz Lärm- und Zeitproblemen komme ich gut voran. Diese Woche konnte ich bereits das erste Skript abschließen, womit ich gut in der Zeit liege. Das liegt daran, dass die Sozialpsychologie-Skripte sehr verträglich geschrieben sind. Die Struktur ist gut (erst Definitionen, ein erster grober Überblick, dann genauere, detailliertere Theorien), das ganze ist halbwegs sinnvoll aufgebaut und es ist nicht zu komplex ohne dabei langweilig zu sein. Manches kenne ich schon aus anderen Modulen wie M1 oder M5. Zum Beispiel wurde das Thema Freundschaft / Liebe kurz angerissen, das in M5 deutlich umfangreicher aber mit ähnlichen Theorien behandelt wurde. Ein Kritikpunkt ist die Redundanz. Es gibt graue Boxen, in denen Definitionen hinterlegt sind. Diese stehen meist fast wortwörtlich genauso direkt darüber oder darunter im Text. Aber lieber doppelt als gar nicht. Inhaltlich ist das Skript auf jeden Fall sehr interessant gewesen. Es ging um psychische Prozesse bei der Interaktion von Individuen. Dabei spielt nicht nur die schon genannte Freundschaft oder Liebe eine Rolle, sondern auch "negative" Prozesse wie Aggression. Das zentrale Thema ist die Bewertung von anderen Personen und deren Verhalten. Damit sind Fragen verbunden wie "Wie wichtig ist der erste Eindruck? Wie kommt er zustande?", "Welche Intentionen vermuten wir hinter dem Verhalten anderer und wie kommen wir zu diesen Vermutungen?" oder "Wie entstehen Einstellungen, Überzeugungen oder Vorurteile von Menschen?". Ein weiterer Themenblock war die Entstehung von "prosozialem Verhalten" - also Dinge, die man für das Wohl von anderen (und manchmal auch für das Eigenwohl - oder doch immer?) tut.

Das zweite grundlegende Skript dieses Moduls beschäftigt sich mit den psychischen Prozessen bei der Interaktion von Gruppen. Das gehe ich als nächstes an.

Zudem gibt es in Sozialpsychologie auch zwei Kurse, die vor allem aus englischen Studien und dazugehörigen deutschsprachigen Vorlesungen bestehen. Diese sind etwas mühsam, weil es sehr zeitaufwändig ist 22 Vorlesungen anzugucken. Vor allem dauert eine Vorlesung meist etwas mehr als 1 1/2 Stunden. Damit bin ich im Rückstand, mein Plan war, jede Woche eine Vorlesung zu bearbeiten. Derzeit habe ich 3 Vorlesungen bearbeitet. Ich arbeite immer gleichzeitig Vorlesung und Text durch - die Vorlesungen sind nämlich so aufgebaut, dass schrittweise der Text besprochen wird, wobei der Professor recht langsam fortschreitet. Das lässt mir meist genug Zeit um in den Wiederholungen und Pausen den Text zu lesen. Zwischendurch muss ich dann immer mal wieder aus Pause drücken, um einen Absatz zu Ende zu lesen, etwas genauer zu betrachten oder eine Seite, die in der Vorlesung ausgelassen wird, zu lesen. Insgesamt brauche ich dann für eine Vorlesung von 98 Minuten etwa 135 Minuten, dafür ist in dieser Zeit das Lesen des Textes schon inklusive. Ich bin mir allerdings noch nicht so sicher, wie viel ich von den Inhalten behalte, die oft doch sehr detailliert sind.

Bei Testkonstruktion komme ich nicht so gut voran, da ich diese ein paar Mal ausfallen lassen habe, weil mein Präsenzstudium dringender war. Ich überlege auch noch, eventuell erst nächstes Semester die Klausur dazu zu schreiben. Das denke ich dann immer, wenn ich im Text nichts verstehe. Allerdings habe ich jetzt über Moodle eine sehr sinnvolle Seite gefunden, die eine Vorlesungsreihe zur Testkonstruktion an der Universität in München verlinkt. Dabei sind die Links so gestaltet, dass man direkt zu den einzelnen Themen innerhalb der Vorlesung springen kann. Zum Beispiel war das Thema "Itemschwierigkeit" im Skript nicht besonders gut erklärt - ich habe die Vorlesung angeklickt und sofort eine verständliche Definition bekommen, die alles klar gemacht hat. (Das ist die Seite: http://videoonline.edu.lmu.de/de/sommersemester-2007/03 )

Wen es interessiert: Bei einem Leistungstest ist die Itemschwierigkeit noch einfach zu verstehen: Je schwieriger ein Item (= eine Frage / eine Aufgabe) ist, desto weniger Personen können es richtig beantworten. Bei Persönlichkeitstests verwirrt der Begriff "schwierig" schnell. Auch hier wird ein Item als "schwieriger" bezeichnet, wenn es von weniger Personen "richtig" gelöst wird. So stand es in etwa in meinem Skript. Habt ihr Fragezeichen im Kopf? Ich hatte sie. Wie kann eine Frage zur Persönlichkeit "richtig" gelöst sein? Ist es "richtiger" wenn jemand stärker extrovertiert antwortet? Jetzt die Auflösung: Es geht hier darum, wie häufig etwas im Sinne eines Konstruktes beantwortet wird. Also mit einer Skala von 1 bis 5 (1 = trifft gar nicht zu; 5 = trifft stark zu) wird zum Beispiel das folgende Item "Ich stehe gerne im Mittelpunkt" vorgegeben. Wenn mehr Personen 5 ankreuzen / anklicken ist das Item weniger schwierig als wenn wenige Personen 5 anklicken. Wenn ein Item weniger schwierig ist, wird es somit häufiger angekreuzt, es wird also auch von Personen angekreuzt, die nicht stark sondern nur etwa extrovertiert sind. Je schwieriger ein Item ist, desto eher wird es nur von Personen angekreuzt, die besonders extrovertiert sind. Ich finde den Begriff nach wie vor etwas irreführend, aber so ergibt es mehr Sinn. Interessant finde ich das Skript auf jeden Fall auch. Da bin ich derzeit auf Seite 65 von 215 Seiten. Mal sehen. Noch ist etwas Zeit übrig.

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