Cassis Reise zum Killesberg

Neuer Versuch am Lernzentrum Killesberg?

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Cassibodua

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Hallo!

Vorab möchte ich mich kurz vorstellen:

Ich bin (fast) 30 Jahre alt, habe 2 Kinder und werde ab Mai meine Vollzeitstelle nach der Elternzeit wieder aufnehmen. Alles in allem könnte man meinen, ich sei voll ausgelastet. Aber ich will mehr.

Schon längere Zeit verfolgt mich der Traum meine leicht vergeigte Schullaufbahn wieder etwas gerade zu rücken. Ich habe leider als Jugendliche von Schule nicht allzuviel gehalten wenngleich ich von mir behaupten möchte, nicht "dumm" zu sein. Als ich erkannt hatte, dass ich damals meine Prioritäten falsch gesetzt hatte, war es zu spät für den "natürlichen" Weg. Das Abendgymnasium war und ist leider auch nicht mit meinen sonstigen Lebensvorstellungen vereinbar.

Vor ungefähr 2 Jahren habe ich schon einmal einen Anlauf für das Fernabitur beim ILS gestartet, den ich allerdings nach einem halben Jahr wieder abgebrochen habe. Irgendwie gefiel mir die didaktische Aufarbeitung in einigen Fächern so gar nicht. Obwohl meine Noten gut waren und ich die Themen letztendlich verstand, musste ich mir vieles über andere Quellen erarbeiten, da dort meiner Meinung nach besser erklärt wurde. Auch eher unschön empfand ich, dass die Pflichtlektüren nicht im Preis inbegriffen waren.

Soweit so gut - die Klett-Gruppe war damit für mich raus, zumal ich gehört hatte, dass die Materialien innerhalb der Gruppe ähnlich sind.

Der Traum hat mich aber nie ganz losgelassen und vor wenigen Tagen habe ich vom Lernzentrum am Killesberg erfahren. Diese bieten nun auch ein Fernabi an. Allerdings ist das Konzept wohl ein wenig anders wie man auch im Interview mit dieser Seite erfahren kann aber dazu später mehr.

Zunächst habe ich deren Website durchforstet. Dort erfährt man, dass das Lernzentrum bereits lange Jahre Erfahrung mit der Vorbereitung auf das Externenabitur hat. Unter dem Punkt "Lernmaterialien" bin ich auf kleine Erklärungen zu Themen wie Essay oder Kurzgeschichteninterpretation gestossen. Diese waren dann wirklich ausschlaggebend für meine Kontaktaufnahme mit dem Lernzentrum. Die Anleitungen kann ich wirklich jedem empfehlen. Sie sind kurz, prägnant und mit einer Prise Humor auf den Punkt gebracht.

Vorab habe ich über das Kontaktformular (abends 23:00) einige Fragen an die Schule gestellt und schon am nächsten Morgen hatte ich die Antwort von Frau Günther. Meine (hastigen) Fragen wurden freundlich beantwortet aber es stellten sich neue also dachte ich kurzerhand daran, einfach mal anzurufen. Das Gespräch war wirklich angenehm. Man merkte eben, dass man eben nicht mit einem vertrieblich gecoachten Call Center Agent sprach, sondern mit Frau Günther. Und das fand ich super! Ich will bei so etwas Information und kein Verkaufsgespräch.

An dieser Stelle möchte ich kurz die (für mich) wichtigsten Ergebnisse meiner Kontaktaufnahme zusammenfassen:

  • Das LZK verwendet weniger klassische Studienbriefe sondern vorrangig Schulbücher => Finde ich sehr gut - man muss das Rad nicht neu erfinden.
  • Zu den Aufgaben in den Büchern gibt es online die Lösungen zur Selbstkontrolle
  • Zu jedem Themenbereich gibt es eine "Klausur" zur Fremdkontrolle
  • Teilweise wird auch mit reinen Online Kursen im moodle gearbeitet *gespannt bin*
  • Alle Materialien (Lektüren!) außer natürlich dem Taschenrechner usw. sind im Preis inbegriffen

Aufgrund der vielfältig-positiven Eindrücke lasse ich mir nun die Anmeldeunterlagen zusenden und bin gespannt auf den Probemonat Mai. Hierbei ergab sich allerdings ein winzig kleiner Wermutstropfen. Ich kann leider nicht vormerken lassen, dass ich erst am 04. Mai starten möchte, sondern muss die Unterlagen entsprechend geschätzt zurücksenden. Aber das ist nun wirklich eine Kleinigkeit.

Ich hoffe ich darf euch bald mehr über den Probemonat und meine Eindrücke berichten.


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2 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Schön, dass du hier bloggst und für mich auch schön zu lesen, dass mein

für dich hilfreich war. Ich habe dies auch noch in guter Erinnerung, weil dabei für mich deutlich wurde, dass Frau Günther wirklich mit Herzblut ihren Job macht.

Welche Ziele verfolgst du denn mit dem Abitur?

Ich wünsche dir einen guten Start und bin gespannt, was du darüber berichten wirst.

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Welche Ziele ich mit dem Abitur verfolge ist ein bisserl umfangreich aber in aller Kürze möchte ich mir selbst beweisen, dass ich es schaffen kann. Und nebenbei meine Lehrer aus Schulzeiten Lügen strafen. Wenn dann alles steht wäre mein Ziel ein BWL-Studium.

Ich bin schon mordsmäßig gespannt wie das wird. Nächste Woche wird mein Arbeitszimmer wieder lerntauglich gemacht und ich werde mich wieder in Lerntechniken reinfriemeln.

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      Mit Sommersemester 2017 beginne ich an der Fernuni Hagen Wirtschaftswissenschaften zu studieren. Der Blog hat aber den Titel "zu zweit", jetzt die Erklärung warum: mein Verlobter, in 6 Tagen mein Ehemann, und ich haben beschlossen gemeinsam zu studieren.
      Wir arbeiten beide Vollzeit, deswegen werden wir in Teilzeit studieren. Ich möchte euch mal unsere Ausgangssituationen schildern.  
      Vor allem mein Verlobter sucht schon länger nach einer Weiterbildungsmöglichkeit. Woran ist es bisher gescheitert? Die Kosten. Und die Zeit. Mein Verlobter arbeitet im Öffentlichen Dienst und hat 10 Stunden Tage, die um 6 Uhr beginnen. Dh wir stehen um 5 Uhr auf, entsprechend müde ist man am Abend und fällt ins Bett. Da am Abend noch von 17-21 Uhr in der Schule oder FH zu sitzen... nicht realistisch. Und die gemeinsame Zeit wird auch nochmal weniger. 
      Ich selber arbeite an einer FH, ich habe nach der Schule schon an der Uni Wien studiert, aber das Leben kam dazwischen und habe mein Studium nicht abgeschlossen. Es war aber auch einfach das falsche Fach, egal. 
      Warum die Fernuni Hagen? Wie gesagt, Thema Weiterbildung war ein paar mal am Tisch. Wir sind beide erst in den 30igern, wir wollen mehr. Aber was tun? Ich selber habe Matura (also Abitur), mein Verlobter hat eine abgeschlossene Berufsausbildung und ist seitdem berufstätig. Im November 2016 bin ich das Thema nochmal angegangen, es musste ja etwas geben, was wir machen können. Und da landete ich auf www.fernstudien.at. 
      Ich war sofort Feuer und Flamme als ich festgestellt habe, dass mein Verlobter auch studieren könnte! Ich hab im Studienzentrum angerufen um abzuklären, ob ich eh nichts falsch verstanden habe und ob mein Verlobter tatsächlich mit Berufsausbildung (KFZ Mechaniker und Elektriker) studieren könnte. Ja, kann er! 3 Jahre Berufstätigkeit hat er ja locker erfüllt! 
      Ich hab ihm davon erzählt und es war beschlossen. Wir werden gemeinsam studieren. Er leitet seit 5 Jahren ein Referat, da hat er sich Wirtschaftswissenschaften für sich ausgesucht. Ich hab gesagt, ich mache auch Wirtschaft, ich würde gerne unterrichten, vielleicht hab ich an meinem Arbeitsplatz später eine Chance auf einen kleinen Lehrauftrag. Wir werden sehen. 
      Wir werden unsere Prüfungen in Linz machen, von Wien brauchen wir ca 2 Std hin. In Wien werden auch zusätzliche LVs im Studienzentrum angeboten, daran wollen wir auch teilnehmen. 
      Ich freue mich einfach auf den Start! 
      So, das war es für´s erste. Bis ganz bald!
       
    • WibbSi
      Von WibbSi in WibbSi wird Pflegemanager! 5
      Ja wieso denn bloß? So oder so ähnlich wollten es schon diese kleinen gnubbeligen Trolle bei Ronja Räubertochter wissen. Eigentlich ist doch alles gut. Fester Job, die Gehaltsstufe ist in der Endstufe angekommen, die jungen Kollegen lassen den nötigen Respekt erkennen und ganz dumm rennt man auch nicht mehr durch den Stationsalltag, immerhin sind diverse Fort und Weiterbildungen abgearbeitet. Also? 

      Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!