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Vorstellung und Rahmenbedingungen

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kurtchen

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Mit diesem Blog möchte ich Leser informieren, die sich für ein Fernstudium der Informatik interessieren. Ich studiere seit September 2015 für einen Bachelor in Web- und Medieninformatik an der W3L in Dortmund. Bislang gefällt mir das Studium ziemlich gut. Leider ist der Studiengang wenig bekannt, weswegen ich in meiner Region nur wenige Studierende kenne, die in etwa so weit sind wie ich. Das erschwert natürlich den Erfahrungsaustausch im Studium. Anlass für den Blog ist darum auch mein Wunsch, das Studium an der W3L ein wenig bekannter zu machen, in der Hoffnung, dass künftige Studierende es ein wenig leichter haben mögen als ich.

 

Ich bin berufstätig, habe eine Familie und muss nun auch noch Zeit zum Lernen finden. Darum habe ich mir vorgenommen, nicht zu viel Zeit in den Blog zu stecken. Tägliche Berichte, wie es mir gerade geht oder wie sich meine Studienmotivation entwickelt, möchte ich hier nicht einstellen.

 

Geplant sind Berichte über Module des Studienganges, die ich abgeschlossen habe. Die Modulberichte werden also alle in der Rückschau sein.

 

Kurz zu den Rahmenbedingungen des Studiums:

- Der Studienvertrag wird geschlossen mit der W3L. Zugleich schreibt man sich an der FH-Dortmund ein. Man bucht Module über die W3L und nutzt deren Lernplattform. Der Bachelor wird am Ende von der FH-Dortmund verliehen. Das ist vielleicht interessant für Leute, die wert auf einen Abschluss einer staatlichen FH legen.

- Ich zahle eine monatliche Rate von 332 Euro über 36 Monate. Dazu musste ich mich vertraglich binden. Man kann auch flexibel studieren. Dann zahlt man nur die Module, die man gerade bucht, ohne irgendeine weitere Verpflichtung einzugehen. Diese Flexibilität erkauft man aber mit höheren Kosten. Ich habe die ersten Monate flexibel studiert und bin dann in den Vertrag gewechselt, als ich gemerkt habe, dass ich gut zurechtkomme. Soweit ich informiert bin, ist im Vertrag eine Probezeit vorgesehen, so dass man auch von Anfang an von den günstigen Bedingungen eines Studienvertrages profitieren könnte.

- An der W3L gibt es auch die Möglichkeit, durch Abschluss bestimmter Modulkombinationen ein Zertifikat über wissenschaftliche Weiterbildung zu erhalten. Das wird ebenfalls verliehen von der FH Dortmund. Für mich war das ein wichtiger Grund, mich für das Studium bei diesem Anbieter zu entscheiden. Ich war mir anfangs nicht sicher, ob ich die Ausdauer für ein ganzes Studium haben würde. Inzwischen bin ich recht zuversichtlich, dass meine Puste für die ganze Strecke reichen kann. Trotzdem finde ich den Gedanken beruhigend, dass ich nicht mit leeren Händen aussteigen muss, sollten sich meine Lebensumstände ändern.

- Die Module schließen mit einer schriftlichen Prüfung ab. Prüfungstermine gibt es etwa alle 6-7 Wochen. Leider gibt es bislang nur 3 Prüfungsstandorte: Dortmund, München, Wien. In München fällt eine Gebühr von 50 Euro pro Prüfungstermin an, egal wie viele Klausuren man an dem Termin schreibt. Das ist für mich ärgerlich, weil München für mich am besten zu erreichen ist und ich die meisten Klausuren dort schreibe. Die schriftlichen Prüfungen dauern in der Regel 2 Stunden.

- In manchen  Modulen gibt es zusätzlich eine mündliche Prüfung, z.B. wenn man "Präsentation" oder "Rhetorik" belegt.

- Zwei Mal pro Jahr gibt es einen Präsenztag mit Vorträgen und Workshops zu verschiedenen Themen mit Informatik-Bezug. Die Teilnahme ist nicht verpflichtend. Ich mache das aber gerne, denn es ist eine gute Möglichkeit, einmal andere Kommilitonen zu treffen und sich über Belange des Studiums auszutauschen. Das hilft bei der Auswahl der nächsten Module, der Zeiteinteilung im Studium, auch bei der Klausurvorbereitung. Ich nehme an, auch für die Wahl der Wahlpflichtmodule wird dieser Austausch wertvoll sein. Beim Präsenztag gibt es auch Workshops zur Zeiteinteilung im Studium oder Mathe-Tutorien. Insbesondere letzteres ist für viele Kommilitonen nützlich. Da man an der W3L auch Wirtschaftsinformatik studieren kann, gibt es am Präsenztag auch Vorträge zu solchen Themen.

- In jedem Kurs hat man einen Tutor, der einen betreut, Aufgaben korrigiert und Fragen zum Stoff beantwortet. Hier habe ich überwiegend sehr positive Erfahrungen gemacht. Bei manchen Tutoren ist die Reaktionszeit etwas länger. Das ist unpraktisch, wenn man auf einen Prüfungstermin hinarbeitet und mit einem Problem alleine nicht weiterkommt. Zum Glück hatte ich dieses Problem bislang nur selten.

- Zu jedem Kurs gehören Tests und Aufgaben. Tests löst man am Computer. Es sind meist Multiple-Choice-Tests, manchmal Zordnungstests oder Lückentexte. Test werden automatisch ausgewertet. Man kann sie beliebig oft wiederholen. Der Sinn der Tests ist, den Lernstoff zu festigen, sich aktiv damit auseinander zu setzen und beim Durcharbeiten ein Feedback zu haben, ob man alles gut verstanden hat. Die Anzahl der Tests kann unterschiedlich sein. Oft sind es so um die 80 Tests.

- Aufgaben werden an den Tutor geschickt und von diesem bewertet. Im Gegensatz zu den Tests erfordern Aufgaben eine aktivere Auseinandersetzung mit dem Stoff. Hier muss man z.B. etwas programmieren, UML-Diagramme zeichnen, Skizzen für Web-Oberflächen zeichnen, den Einsatz verschiedener Techniken argumentativ gegeneinander abwägen. In den Aufgaben muss man 50% der möglichen Punkte holen, um zur Abschlussklausur zugelassen zu werden.

-  In jedem Modul gibt es einen Abschlusstest, den man bei Nichtbestehen zwei mal wiederholen darf. Die Aufgabentypen sind ähnlich wie in den Tests. Der Abschlusstest muss bestanden werden, um zur Klausur zugelassen zu werden. Für besonders gutes Abschneiden bekommt man Bonuspunkte, mit denen man die Klausurnote ein wenig verbessern kann.

- Außerdem kann man freiwillig eine Online-Klausur schreiben. Hier sind unter Zeitdruck mehrere Aufgaben zu bearbeiten, die vom Tutor korrigiert werden. Die Online-Klausur ist eine Art Probelauf für die Präsenzklausur, weil man einen Eindruck von der Art der Aufgaben und auch vom Zeitdruck in der Klausur bekommt. Auch hier kann man für gutes Abschneiden Bonuspunkte bekommen, mit denen man das Klausurergebnis noch einmal ein bisschen verbessern kann. Der Vorzug ist, dass man etwas gelassener in die Präsenzprüfung gehen kann, weil man sich zumindest ein paar kleinere Ungenauigkeiten erlauben kann. Eine fehlgeschlagene Online-Klausur darf man nicht wiederholen.

- Zu jedem Modul erhält man ein Lehrbuch. Man kann, muss aber nicht am Bildschirm lernen. In vielen Modulen finde ich es praktischer, mit dem Buch zu arbeiten, z.B. in Mathematik. In anderen Modulen arbeite ich eher in der Lernplattform, z.B. bei den Programmiermodulen, weil ich da schnell zwischen IDE und Lernplattform wechseln kann. Es gefällt mir, hier die freie Wahl zu haben. Videos spielen auf der Lernplattform eine recht geringe Rolle. Man lernt vorwiegend durch Text und Bild.

- Mit der Betreuung durch das Studienbüro bei organisatorischen Fragen und Problemen habe ich bislang sehr positive Erfahrungen gemacht. Man merkt, dass die W3L ein recht kleiner Anbieter ist. Das gefällt mir aber gut, denn ich habe ich der Regel die gleichen Ansprechpartner am Telefon und lande nicht in einem Callcenter.

- Die vorherrschende Programmiersprache ist bislang Java. Serverseitige Webprogrammierung läuft mit JSP. Das ärgert manche Kommilitonen, die beruflich meist PHP einsetzen. Mein Eindruck ist, dass die W3L im Bereich Softwaretechnik stark ist. An den Mathemodulen gefällt mir, die gute tutorielle Betreuung. Das ist für viele Kommilitonen eine Hürde und ich habe den Eindruck, dass man hier gute Lehrkräfte gefunden hat, die helfen können, diese Herausforderung zu meistern. Bislang nicht so ganz so gut finde ich die Module zu Webtechnologien. Das ist für mich ein wenig enttäuschend, weil der Studiengang ja "Web- und Medieninformatik" heißt. Hier hat sich in den letzten Jahren mit dem Siegeszug des mobilen Internets viel getan, was sich noch nicht in den Modulen wiederspiegelt.

- Man kann die Module in beliebiger Reihenfolge belegen, auch wenn für viele Module empfohlen wird, bestimmte Module zuvor abgeschlossen zu haben. Im flexiblen Studienmodell kann man buchen was man will und wann man will. Im Vertragsmodell kann man jeden Monat ein Modul freischalten lassen. Wie lange man für ein Modul braucht, entscheidet man selbst. Man kann sich zu jedem Modul an jedem beliebigen Prüfungstermin zur Klausur anmelden, solange man sich rechtzeitig - also ca. 10 Tage vorher - meldet.

- Die Lernplattform bietet technisch Möglichkeiten, sich mit Kommilitonen auszutauschen. Foren, Chats und solche Sachen. Da ist aber nie jemand unterwegs, so dass einem das rein gar nichts nützt. Wer auf so etwas wert legt, nimmt bei den Klausurterminen oder Präsenztagen Kontakt zu Kommilitonen auf und organisiert einen direkten Austausch, per Mail, WhatsApp, Facebook oder was es sonst so gibt.

 

Ich hoffe auf interessierte Leser.

 

Kurtchen

 


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1 Kommentar


Markus Jung

Geschrieben

Schön, dass du hier mit einem Blog dabei bist und damit die Liste der W3L-Blogger eröffnest 🙂.

 

Es gab vor einigen Jahren schon mal einen etwas intensiveren Austausch im W3L-Forum, aber zuletzt war es in der Tat ruhiger geworden. Vielleicht ändert sich das ja jetzt wieder mit deinem Blog. 

 

Das Konzept von W3L finde ich auf jeden Fall interessant, gerade weil es sich auch von dem anderer Anbieter unterscheidet. 

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      Zu Beginn des Studiums hatte ich alle Prüfungen mit einer 1,x schaffen wollen. Irgendwann habe ich’s eingesehen, dass man dafür entweder sehr, sehr viel mehr Zeit benötigen würde (die ich nicht verballern wollte), oder dass man ein Überflieger sein muss (was ich ebenfalls nicht bin). So bin ich nach 80/20 verfahren. Mit 80 % schafft man schon fast alles und der Rest ist das i- Tüpfelchen, wenn man noch etwas Zeitreserven hat. Eines habe ich allerdings nie aus den Augen verloren: Ich wollte das Studium mit einer Gesamtnote <2,4 abschließen. Das ist mir auch gelungen. Ich habe eine 2,14 erlangt (alle Noten samt deren Gewichtung. Dafür empfehle ich www.gradeview.de).
      Man kann das Studium nur mit einem klaren Ziel schaffen. Ansonsten fehlt einem der Ansporn. Mein Ziel war von Anfang an klar: Raus aus der Schicht. Besseres Gehalt. Anspruchsvollere Tätigkeiten. Und dies bitte noch, bevor ich 50 bin (habe mit 26 angefangen zu studieren). Es gab bei mir persönlich im Laufe des Studium zwei ganz große negative Ereignisse, die mich in ein großes Loch haben fallen lassen. Mein Fehler war, dass ich dennoch zwei Klausuren geschrieben hatte (beide eine 4,0), die mir den Schnitt versaut haben. Aber trotzdem kam es mir niemals in den Sinn, das Studium zu schmeißen. Ich hätte mich ein Leben lang darüber geärgert.
       
      Motivation, wo bist du?
       
      Es ist so schön, wenn man es geschafft hat ein weiteres Heft abgearbeitet zu haben. Umso schlimmer ist es, wenn wieder eine neue Lieferung voller Hefte kommt. Die den Heftstapel gefühlt exponentiell in die Höhe schnellen lässt.
      Die Hefte selbst sind nicht wirklich gleichermaßen gut. Die einen sind gefüllt mit komplexen, undurchsichtigen Sätzen, die anderen weisen ganze Rechenfehler auf, auf die (laut Forum bei Study online) bereits vor Jahren von Studenten entdeckt, aber nachweislich noch nicht korrigiert wurden.
      Es ist so wichtig, differenzieren zu lernen. Man muss unterscheiden können, ob man an dem einen Tag einfach nicht durch ein Heft kommt, weil das Gehirn partout nicht will, oder weil einem die Lust dazu fehlt. Für Ersteres muss ich sagen: „Pack’ das Heft beiseite und lass es für heute sein! Es ist furchtbar demotivierend, wenn man es verzweifelt zu verstehen versucht.“. Für Letzteres sag ich: „Heute lässt man es sausen, weil man keine Lust hat. Morgen lässt man es sausen, weil es auf der Arbeit doof war, übermorgen lässt man es sausen, weil die unwichtige Serie im Fernsehen, die man ja eigentlich nicht interessant findet, sehen muss...“. Es gibt so viele Gründe, die man sich sucht. Nur, um sich nicht durch so manch total uninteressanten Module (bei mir waren es die BWL- und Unternehmensführung-Themen) durchquälen zu müssen.
      Es ist sehr faszinierend, dass man immer wieder Phasen erlebt, an denen man einfach nur unmotiviert und lustlos ist. Deshalb hatte ich mir das Lernen als einen Termin gemacht. Wenn ich lediglich sagen würde, täglich nach der Arbeit etwas zu lernen, dann (ich kenn mich) würde ich es ziemlich schleifen lassen. Deshalb hatte ich mir gesagt, dass ich um x-Uhr mit dem Lernen beginne. Das Ende ließ ich offen. Wenn es nicht so ganz gut lief, dann hatte ich schon nach einer Stunde aufgehört, wenn es sehr gut lief, dann wurden es auch schon mal 9 Stunden. (Essen nicht vergessen). Hinzufügen muss ich noch, dass ich im Schichtdienst gearbeitet hatte. In der Spätschicht konnte ich viel besser lernen als in der Frühschicht, da ich früh aufgestanden bin, von 9-13 Uhr gelernt hatte und dann (zum Entspannen lach) zur Arbeit gegangen bin. Man muss lernen, sich zu organisieren. Zeitmanagement, Disziplin und Durchhaltevermögen sind drei absolut wichtige Dinge, die man beherrschen muss. 
      Ich hatte annähernd jeden Tag gelernt. Meine Freunde und Familie mussten stark sein und die Nerven behalten. Allerdings fand ich es auch super, wenn mich eben diese mal weg geholt haben vom Schreibtisch. Denn nur büffeln ohne soziale Kontakte geht auch nicht.
      Mir war es wichtig, viele Kontakte zu knüpfen. Sei es über den Austausch im Forum, sei es ei den Stammtischtreffen, oder gar (wenn man das Glück hat und viele Studenten in der Nähe wohnen) sich privat zu treffen. Dabei muss es nicht unbedingt immer um die Uni gehen
       
      Angebote der Uni
       
      Nicht selten habe ich die (Online-) Repetitorien wahrgenommen. Die Qualität dieser schwankte allerdings sehr. Es gab Reps, wonach ich genauso schlau wieder rausgegangen bin, weil sie quasi Null auf die Klausur vorbereitet haben. Und es gab Reps, die haben mir bei der Klausur echt den Ar*** gerettet.
      So ein Crashkurs (genannt: Kompaktkurs) habe ich ein Mal gemacht. Das waren 2 Tage volle Dröhnung Informationen. Am zweiten Tag konnte man sich kaum noch konzentrieren. Dies sollte man nur machen, wenn man bereits alle dazu gehörigen Hefte durch hat.
       
      Die Module
       
      Ich empfand Englisch, Mathematik und die Vertiefung als sehr einfach. Letzteres deshalb, weil ich diese ganze Thematik auf meiner alltäglichen Arbeit sehe. Somit hatte ich Theorie und Praxis zur gleichen Zeit.
      Besonders schwer gefallen sind mir die Systemtheorie und Regelungstechnik und die ganzen Geschichten über Laplace und Fourier. Oh man, hab ich das gehasst. Dazu hatte ich auch den Crashkurs gemacht.
      Die Projektarbeit war noch einmal etwas ganz anderes. Hier war es wichtig, sich früh Leute zusammen zu suchen, mit denen man im Optimalfall schon länger in Kontakt steht. Da hatte ich großes Glück gehabt und bin über dieses entstandene Team sehr froh gewesen. Alle waren motiviert, konnten konstruktive Kritik äußern und auch Kritik annehmen. Die Realisierung von Treffen äußerte sich auf Grund der geografischen Lage aller Studenten im Team (Berlin, Aachen, Frankfurt/M.) als äußerst schwierig. Nichtsdestotrotz waren sowohl die Durchführung, das Schreiben des Berichtes und die anschließende Projektpräsentation in der Uni absolut vorbildlich. Das war super Teamwork. 
       
      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
      Ich muss sagen, dass ich sehr viel Unterstützung von meinen Kollegen (Chef inklusive) bekommen hatte. Es standen mehrere kleinere Projekte an, von denen ich mir eines aussuchen konnte, welches ich für meine BA machen wollte. Man glaubt ja gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man eine Abschlussarbeit durchziehen möchte.
      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • mamawuschel
      Von mamawuschel in Fernstudium 2.0 mein Weg zum Bachelor BWL 6
      Manchmal frage ich mich ja wirklich ob, gewisse Menschen wirklich geeignet sind für ein Fernstudium. Es wird erwartet das alles mundgerecht serviert wird in den Skripten....wir studieren! Meiner Ansicht nach gehört es dazu auch über den Tellerrand zu schauen, gegebenenfalls sollte man in der Lage sein sich Fremdwörter oder komplexe Zusammenhänge durch Sekundärliteratur zu erarbeiten, aber nein es wird gemeckert wie kompliziert Skripte geschrieben sind .....
      Ist es nicht Aufgabe beim Studium sich komplexe Zusammenhänge zu erarbeiten? Wenn ich in einem Skript etwas lese, was ich nicht verstehe, ist es für mich etwas ganz selbstverständliches, dass Gabler Wirtschaftlexikon zu bemühen oder die heilige Bibel der BWLer (Wöhe) zu durchforsten. Alternativ gibt es immer noch die Unibibliothek (bei mir Kaiserslautern) aber nein ....es wird gemeckert.
      Klar bezahlen wir viel Geld für unser Fernstudium und die Bibliothek der IUBH ist ein Buch mit 7Siegel (leider) aber es gibt auch Alternativen.
       
      Die Bibliothek ist im übrigen einer der wenigen Kritikpunkte den ich der IUBH bisher ankreiden kann. Als aktuelles Beispiel fällt mir da Finanzierung ein, im Skript bzw. in Clix gibt es Literaturempfehlungen aber nicht ein Titel ist in der Onlinebib. verfügbar. Da lobe ich mir, das ich bei der Uni Hagen noch als Gasthörer eingeschrieben bin. FUH hat eine kooperation mit dem Springer Verlag und jede
      Menge Ebooks. Das ist mir die 11€ Semestergebühr schon wert. Hier könnte die IUBH einfach mal ansetzen und zumindest die Bücher anbieten die sie auch als Empfehlung gibt, bei den bisher belegten Modulen, war nicht ein Buch verfügbar.
       
      Ich werde mich heute nochmal intensiev mit dem Thema Bibliothek bei der IUBH auseinandersetzten und wenn ich eine Emailadresse finde evtl. Verbesserungsvorschläge einreichen.
      Ein weiterer Kritikpunkt an der IUBH das I-pad....Viele sagen boah ich bekomme ein I-pad dazu aber es gibt jede Menge abstriche bei der funktionalität.
      Clix und Care sind nicht kompatibel mit Safari also muss man sich Firefox installieren. Zwischenzeitlich ist die LMC-learning App zwar sehr gut ausgereift, ABER die Onlinetutorien kann man nicht aufrufen, alles was mit Adobe Connect zu tun hat... geht NiCHT.
      Ich hatte ja das I-Pad im Rahmen der Flexlearingkurse die es mal kostenlos gab bekommen, aber auch hier hatte ich eigentlich keine verwendung für das I-pad. Ich hatte mich ja für den Englischkurs über Rosetta Stone entschieden und es ging so gut wie gar nichts weil nicht mit dem System kompatibel. Ich habe mir jetzt ein Windowstablet von Odys gekauft mit abnehmbarer Tastatur, Kostenpunkt 179€ bei Amazon und bin begeistert. Das Flexlearning ist bei mir immer noch zur nutzung freigeschaltet allerdings als nicht bestanden, was egal ist da ich einfach dennoch drin arbeiten kann. Egal wo ich bin, ich kann alles bearbeiten was im Englischpaket angeboten wird, kann mir unterwegs die Onlinetutorien anschauen einfach 0 Einschränkungen. Hier sollte die IUBH vieleicht mal drüber nachdenken ihren Studenten lieber ein 12 Zoll Wintab zur verfügung zu stellen zudem sie auch enorm Geld sparen würde im vergleich zum I-Pad. Zudem hätte somit auch jeder Student ein vollwertiges Netbook den nicht jeder hat zuhause einen Laptop sondern immer noch einen Desktop PC, gerade im Hinblick auf die Onlineklausuren wäre das absolut innovativ.
       
      So das sind meine Kritikpunkte an der IUBH, alles andere wie Skriptinhalte und co sehe ich als Herausforderung des Studierens und gehört für mich dazu! Auf einer Präsensuni muss ich mir auch Themenfelder erarbeiten und bekomme nicht alles mundgerecht serviert.
       
      Lobend muss ich auch mal erwähnen, das die IUBH wirklcih versucht die Kommunikation unter den Studenten mit dem gesammten Officepaket zu fördern (yammer, sway, diverse Studiengangsgrupppen, Skype). Auch hier werde ich mich jetzt in meiner studienfreien Zeit etwas verstärkt auseinandersetzten. Ich würde gerne einen Lernpartner finden und mal versuchen im Team ein Modul zu erarbeiten. Hier wäre es schön eine Suchfunktion zu haben (Wer studiert in meiner Nähe). Den ein oder anderen Studenten habe ich zwar schon gefunden aber entweder schon fast oder ganz fertig. Einen Stammtisch gibt es bei mir in der Kante auch nicht. Mhh vieleicht sollte ich mal einen ins Leben rufen. Immerhin bin ich Schulelternsprecher und bekomm da auch einiges organisiert, wäre doch gelacht wenn ich nicht ein Haufen Studenenten aus dem Saarland und der Westpfalz zusammengetrommelt bekäme. Aber hier kann die IUBH auch nur unterstützend zutun, ausgehen tut so etwas ja von der Initiative von Studenten.
       
      Alles in allem kann ich jedem neuen Studenten nur raten, lest das Studienbegleitheft, registriert euch bei den verschiedenen Angeboten der IUBH und seit bereit auch mal etwas nachzuschlagen. Ganz wichtig, wenn euch andere Studenten sagen, dass ein Modul in 14Tagen oder weniger machbar ist, entspricht das nicht immer der Wahrheit!Es kommt auf das Vorwissen an!! Jemand der Noch nie etwas mit Mikroökonomie  oder z.B. mit Makroökonomie zu tun hatte, braucht länger als jemand der das schon mal hatte.
       
      Was mir noch auf den Keks geht ist die ständige nörglei über die Korrekturzeit. Klar sind bis zu sechs Wochen lang, aber auf einer Präsensuni dürfte es auch nicht schneller gehen. Allerdings sollte die IUBH hier an der Fehlerquote der Bearbeitung etwas arbeiten (Punkte zusammenzählen und so), hier bekomme ich immer wieder mit, das es wirklich erhebliche Diskrepanzen gibt.
       
      So nun habe ich genug gemeckert , ich werde mich jetzt auf die Suche nach einem Lernpartner machen
       
       
      Man möge mir meine Schreibfehler verzeihen;) sitze gerade bei -4 Grad draussen und ab einem gewissen Kältegrad der Finger reagiert die Tastatur nicht richtig.
       
      Nachtrag 4.12.: Seit ich mich das ketzte Mal mit dem Thema Bibliothek und IUBH auseinandergesetzt hbe ist schon etwas her. Man findet nun in Care-Studium einen Link der zur Übersicht verschiedener Quellen führt. Leider immernoch etwas kompliziert, wenn man ein betimmtes Buch sucht muss man mehrere Quellen durchforsten, was mit unter sehr zeitaufwändig ist. Aber immerhin besser als früher
       
       
    • krypt0lady
      Von krypt0lady in Studymania 7
      Diese Woche kamen endlich meine Abschlussdokumente und damit habe ich nun nach dem BSc (hons) Mathematics, den ich an der OU studierte, auch das Kapitel Fernstudium an der isits mit einem MSc Applied IT Security hinter mich gebracht. Damit habe ich zwei Studiengänge per Fernstudium erfolgreich abgeschlossen und erfreue mich der lernfreien Wochenenden. :-)
       
      Die Zeit bis zur Abgabe der Masterarbeit ist wie im Fluge vergangen und ich war froh, dass ich mich für ein Jahr entschieden hatte, denn die Masterarbeiten an der isits müssen mind. 25% technisch sein, das hieß in meinem Fall viel programmieren. Inzwischen habe ich den Job gewechselt und kann berichten, dass der Abschluss dabei auch ein Thema war.
       
      Ein kleines Schmankerl hat der Abschluss noch: da der Studiengang an der Ruhruni Bochum der Fakultät Elektrotechnik zugeordnet ist, darf man sich Ingenieur bzw. Ingenieurin nennen. ;-)