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kurtchen

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Informationen

  • Status
    Ehemaliger Fernstudent
  • Anbieter
    Springer Campus
  • Studiengang
    Web- und Medieninformatik
  • Wohnort
    Bayern
  • Geschlecht
    m

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  1. An meiner Hochschule war es z.B. so, dass der Matheanteil für die Wirtschaftsinformatiker geringer war als für die Medieninformatiker. Die Anforderungen in Mathematik können sich von Hochschule zu Hochschule und von Studiengang zu Studiengang erheblich unterscheiden. Da kann eventuell ein Blick ins Modulhandbuch oder in die Skripte lohnen. Prinzipiell finde ich Deine Idee, die Sache "gestaffelt" anzugehen, nachvollziehbar. Als ich mich für mein Studium bei Springer Campus entschieden habe, gab es Hochschulzertifikate, die man neben dem Studium beim Bestehen bestimmter Modulkombinationen erwarb. Für mich bedeutete das eine gewisse Sicherheit, nicht "mit leeren Händen" gehen zu müssen, falls es für ein ganzes Studium nicht reichen sollte. Zum Beispiel hätte es ja durchaus sein können, dass mir der Wiedereinstieg in die Mathematik nicht gelingt. Oder meine familiäre Situation hätte sich ändern können. Darum fand ich es gut, dass es "Etappenziele" gab. Die Studiengänge von Springer Campus (Web- und Medieninformatik sowie Wirtschaftsinformatik) wurden imzwischen von der SRH Riedlingen übernommen. Insofern weiß ich leider nicht, ob es dieses Konzept mit den Zertifikaten so noch gibt. Ich fände es jedenfalls gut, wenn es mehr solche gestaffelten Angebote gäbe.
  2. Warum nicht Jitsi Meet? Da muss niemand was installieren. Chrome Browser haben ja die meisten. Öffentlich zugängliche Server gibt's genug, z.B. von Unis. Da fliegt man auch nicht nach 40 min wieder raus.
  3. Das hatte ich damals auch befürchtet. Mein Abi war 22 Jahre her und mein Job hatte rein gar nichts mit Mathe zu tun. Mathe hat auch mehr Arbeit gemacht als andere Module. Es ging aber dann doch ganz gut.
  4. Die Foren waren ja da, aber anscheinend hatten die Studierenden wenig Lust, sie zu nutzen. Tja, so unterschiedlich kann man das sehen. Technisch gesehen ist das natürlich ein Fortschritt, dass man Videos streamen kann, dass nicht nur Broadcasts sondern auch Direktverbindungen möglich sind, auch peer to peer. Eine andere Frage ist, was das für's Lernen bringt. Meine Erfahrung ist: Mir persönlich bringt's wenig, meistens fühle ich mich eher ausgebremst.
  5. Ich habe bei Springer Campus Web- und Medieninformatik studiert. Deren Lernplattform hatte auch Foren und auch dort war nie etwas los. Im Laufe des Studiums habe ich dann bei Präsenz- oder Prüfungstagen andere Studierende kennengelernt. Und so gemerkt, dass es durchaus Austausch untereinander gab. Aber das organisierten sich die Leute lieber selbst, z.B. per WhatsApp oder auch klassisch per E-Mail. Also mit Medien und Diensten, die sie ohnehin verwendeten.
  6. Ich habe Informatik an einer FH studiert, war berufstätig und hatte Kinder, aber die waren schon nicht mehr klein und ich war auch nicht alleinerziehend. Damals habe ich mich für eine Hochschule entschieden, bei der ich den Workload flexibel steuern konnte, weil für alle Module regelmäßig Prüfungstermine angeboten wurden. (Etwa alle 8 Wochen.) Das ist für die Hochschulen natürlich ein gewisser organisatorischer Aufwand, weshalb diese Nische vorwiegend von privaten Anbietern zu entsprechenden Kosten besetzt wird. Mit einem festen Semestertakt wäre ich als berufstätiger Single vermutlich noch ganz gut zurechtgekommen, aber wahrscheinlich nicht mehr mit Familie. Die Gewissheit, einen Klausurtermin 8 Wochen schieben oder einen Rückstand zeitnah wieder einholen zu können, war auch "psychologisch" wichtig: Um nicht die Nerven zu verlieren, um Studienmotivation aufrecht zu erhalten, um das Projekt Studium auch in einem akzeptablen Zeitrahmen abschließen zu können. Hohe Gebühren sind ein Ärgernis, aber sie relativieren sich, wenn man Beruf und Studium gut vereinbaren kann. Denn wenn die Vereinbarkeit schlecht ist, muss man eventuell seine Arbeitszeit stärker reduzieren, was zu Einnahmeausfällen führt, die sich leicht zur Größenordnung von Studiengebühren summieren können. Oder das Studium zieht sich in die Länge, was die Gefahr eines Abbruchs erhöht. Daher halte ich es für wichtig, dass Du realistisch abschätzt, ob die Organisationsform Deines Fernstudiums zu Deiner Lebenssituation und Deiner Belastbarkeit passt. Dabei immer bedenken: Ein (Fern-)Studium ist ein Langstreckenlauf. Was man selbst und die Familie für ein paar Monate aushält, geht nicht unbedingt über 3 bis 5 Jahre, zumal der Aufwand gegen Ende mit der Abschlussarbeit noch steigen kann. Freilich ist noch eine ganz andere Frage, was ein rechtswissenschaftlicher Abschluss einer FH im Vergleich zu dem einer Uni auf dem Arbeitsmarkt wert ist. Ermöglicht der Abschluss Dir auch das angestrebte Fortkommen? Hier würde ich mich generell nicht an den Prospekten der Anbieter orientieren sondern mich eher im angestrebten beruflichen Umfeld umhören, wie das gesehen wird. Ich hatte ein abgeschlossenes Erststudium an einer Uni und habe mich damals ganz bewusst dafür entschieden, Informatik lieber an einer FH zu studieren. Rückblickend bin ich auch zufrieden damit. Aber ob das in Deinem Feld vielversprechend ist, solltest du vorher gut abklären. Manche Studienzentren der FU Hagen haben eine Auswahl Skripte vorrätig, die man vor Ort einsehen kann. Das kann man telefonisch klären. Bei der Gelegenheit kann man schon mal einen Eindruck davon gewinnen, was neben dem Lernen an Aufwand für An- und Abreise zu Prüfungen oder Präsenzen hinzukommt (Anbindung an Öffis, Parksituation und so weiter).
  7. Mal ein Beispiel, was es bringen könnte: Ich bin Informatiker. Aktuell programmiere ich Steuersoftware für Verhaltensexperimente mit Insekten. Dafür muss ich einerseits mit Biologen kommunizieren, um zu verstehen, worauf es bei den Experimenten ankommt. Und andererseits mit unserem Elektroniker, der die Hardware für die Apparate baut. Da merke ich oft, dass es die Zusammenarbeit erleichtern würde, wenn ich mehr über Elektronik und Elektrotechnik wüsste.
  8. Ich bin in einer Phase der Neuorientierung, aber einen gezwungenen Berufsausstieg gab es nicht.
  9. Die WBH bietet auch Ingenieurstudiengänge. Das prägt ein bisschen das Curriculum in Mathematik. Also je nach Studiengang z.B. Analysis ein bisschen vertiefter als an anderen FHs. Andererseits höre ich immer wieder, dass die Skripte didaktisch sehr gut gemacht sein sollen. In Kaiserslautern kannst Du auch an einer staatlichen FH ein berufsbegleitendes Studium der Informatik machen. Das Curriculum erscheint mir recht praxisbezogen. Eventuell sind die Einschreibevoraussetzungen eine Hürde, aber fragen kann man ja mal. Der Mathematikanteil ist geringer als anderswo. Die Themenauswahl finde ich allerdings interessant: Diskrete Mathematik und Statistik. Das kann man brauchen. Außerdem kann man im Wahlpflichtbereich Statistikprogramierung mit R belegen. Die SRH Riedlingen hat ihre Studiengänge Web- und Medieninformatik von Springer Campus/FH Dortmund übernommen. Da habe ich studiert. Ich war bei Springer Campus ein zufriedener Student. Allerdings hat es bei der Übernahme natürlich ein paar Änderungen am Curriculum, bei den Prüfungsformen und auch bei der Studienorganisation gegeben. Es wird wahrscheinlich noch wenig Erfahrungsberichte geben, weil die Übernahme noch nicht lange her ist. Aber Du könntest meinen Blog zur Orientierung nehmen. Soweit ich weiß, wurden manche Module übernommen. Die IUBH bietet ein reines Online-Modell. Die Curricula kommen mir im Vergleich zu anderen FH sehr aktuell vor, was auch daran liegt, dass einige Studiengänge noch sehr jung sind. Wahrscheinlich liegen dann noch gar nicht alle Module vor sondern sind so geplant. Man hat den Vorteil aktuellerer Themen, z.B. Data Science, Machine Learning oder Blockchain. Kann natürlich den Nachteil haben, dass die brandneuen Module noch "Kinderkrankheiten" haben. Prinzipiell glaube ich, dass Du einen deutlichen Unterschied zwischen Informatik an der FU Hagen und FHs merken wirst. Die englische Übersetzung "University of Applied Sciences" trifft es meiner Meinung nach ganz gut. Ich hatte einen sozialwissenschaftlichen Abschluss einer staatlichen britischen Hochschule und fand das damals auch gut, ein wissenschaftliches Studium zu machen. Für mein Zweitstudium wollte ich aber bewusst ein eher praxisbezogenes Studium. Zu meinem Studium bei Springer Campus gehörte eine Projektarbeit. Durch die habe ich eigentlich am meisten gelernt, weil das eine Gelegenheit war, den Stoff verschiedener Module für einen praktischen Zweck zu verbinden. Und natürlich durch die Bachelorarbeit. Die hatte bei mir eigentlich wenig mit Themen zu tun, die im Studium behandelt wurden. Aber da habe ich gemerkt, das mich das Studium ganz gut vorbereitet hat, selbstständig in ein für mich neues Themengebiet einzudringen und mir das zu erarbeiten.
  10. Ich habe in Deutschland Informatik an einer FH studiert. Von 180 ECTS entfielen 20 auf Mathematik. Gelehrt wurde eher anwendungsbezogene Mathematik als reine Mathematik. Rückblickend denke ich, dass ein höherer Mathematik-Anteil und mehr reine Mathematik nützlich gewesen wären. Was man modellieren kann, kann man auch programmieren. Programmierübungen in Pseudocode habe ich nicht erlebt. Als Lehrsprache wurde vor allem Java verwendet. Viele meiner Kommilitonen hätten sich gewünscht, dass im Studium aktuellere Sprachen und modernere Frameworks gelehrt werden. So dachte ich auch, aber mittlerweile sehe ich das anders. Wichtig ist, dass grundlegende Konzepte begriffen werden. Neue Sprachen und Frameworks kommen und gehen. Ich wüsste den einen oder anderen "Boomer", den ich sehr gerne als Prof gehabt hätte.
  11. Hast Du ein Abitur? Grundsätzlich geht es in Psychologie nicht ohne Statistik. Allerdings meine ich, dass sich ein anwendungsbezogenes Statistikwissen durchaus aufbauen lässt, ohne Analysis zu verstehen. Du verstehst dann wahrscheinlich nicht, wie man Flächenanteile unter einer Glockenkurve berechnet, aber die kann man ja nachschlagen bzw. Software nutzen. Wichtiger ist, dass Du z.B. Hypothesentests verstehst. Das erscheint mir möglich. Ich finde den Tipp von TomSon gut: Wende Dich an die SRH und versuche, ob du genaueres zu den Inhalten erfahren kannst. Die meisten Hochschulen haben mittlerweile recht detaillierte Modulhandbücher. Prinzipiell denke ich, dass ein Analysis-Modul auf FH-Niveau zumindest bestehbar ist, wenn man grundlegende Techniken und Verfahren lange genug übt, um sie zu automatisieren. Die Frage ist, wie hoch der Aufwand für Dich ist und ob Du dazu bereit bist. Wenn's wirklich nur Analysis ist und Du mit Statistik zurecht kommst, könnte es schon sein, dass Du das Problem mit einem Hochschulwechsel umgehen kannst. An sich meine ich, dass es zu einem Studium gehört, sich auch mal durch was zu beißen, das partout nicht schmecken will. Bei mir war das z.B. externes Rechnungswesen. Aber speziell bei Mathe erlebe ich immer wieder, dass Leute an individuelle Grenzen stoßen.
  12. An welcher Hochschule studierst du denn aktuell?
  13. Das mit den Stunden pro Tag ist immer schwer zu sagen. Das ist individuell sehr unterschiedlich und kann bei der gleichen Person auch von Modul zu Modul stark schwanken, je nachdem, wie Inhalte, Vermittlungsform, Interessen und individuelles Begabungsprofil zueinander passen. Daher möchte ich lieber ein paar allgemeine Tipps formulieren, wie Du rein kommst und einen Arbeitsrhythmus findet. Regelmäßige Erfolgserlebnisse durch abgeschlossene Module sind sehr wichtig. Darum solltest Du "in Bewegung" zu bleiben. Ich würde also versuchen, möglichst jeden Tag zumindest ein bisschen was zu machen, auch wenn's vielleicht an manchen Tagen nur für 15 Minuten reicht. Je länger die Sache liegt, umso schwieriger wird es, den Faden wieder aufzunehmen. Aus dem gleichen Grund halte ich es für wichtig, sich Etappenziele zu stecken. Ein Bachelor an einer Präsenz-FH hat üblicherweise 180 ECTS und läuft über 6 Semester. Das sind also 30 ECTS pro Semester, also ca. 5 ECTS pro Monat. Da Du berufsbegleitend studieren willst, wirst Du wahrscheinlich nicht das gleiche Tempo vorlegen können. Du könntest z.B. veranschlagen, dass Du erst mal halbes Tempo schaffen willst. Dann würdest Du alle 2 Monate ein Modul a 5 ECTS abschließen. Wenn Du anfängst ein Modul zu bearbeiten, hast Du also klar, dass Du in 8 Wochen Klausurreife erlangen möchtest. Du siehst, wie umfangreich das Skript oder das Lehrbuch ist, was an Übungsaufgaben ansteht und so weiter. Also kannst Du Dir grob einteilen, was Du pro Woche schaffen müsstest, um da hin zu kommen. Ich würde mal versuchen, das über mehrere Module durchzuziehen. Nach 2-3 Modulen kannst Du selbst am besten einschätzen, wie viel Zeit Du reinstecken musst, was für Noten Du damit rausholst und welchen persönlichen Preis Du dafür zahlst. Dann weißt Du auch, ob Du das Tempo steigern kannst oder reduzieren musst.
  14. An meiner Hochschule (Springer Campus) gab es den Vorteil, dass neben dem Bachelor auch sogenannte Hochschulzertifikate angeboten wurden. Die wurden während des Bachelors automatisch erworben und zugeschickt, wenn man die entsprechenden Modulkombinationen abgeschlossen hatte. Das war für mich damals tatsächlich etwas, was mir die Entscheidung für das Studium erleichtert hat. In den ersten Semestern hatte ich diese Zertifikate als Etappenziele vor Augen. Das hat auch ein bisschen die Reihenfolge beeinflusst, in der ich Module gebucht habe; dass dann schon mal ein greifbarer Erfolg da ist, der wieder motivierend wirkt. Ab etwa der Hälfte des Studiums war mir das dann nicht mehr so wichtig, weil ich inzwischen wusste, dass ich es schaffen kann. Ich habe versucht, im Vorfeld möglichst viel über die Inhalte des Studiums zu erfahren. Außerdem habe ich in Eigenregie ein paar Fachbücher durchgearbeitet, um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob ich der Sache fachlich gewachsen wäre. Mathematik hat mir im Vorfeld Sorgen gemacht. Zu Schulzeiten war ich zwar ganz gut, aber das lag lange zurück. Außerdem sagten Kommilitonen, dass Mathematik eines der Fächer sei, an denen das Studium scheitern könne. Also habe ich zugeschaut, dass ich Mathematik zügig angehe und in den ersten drei Semestern abräume, um einen Studienabbruch nicht zu verschleppen. Bezogen auf deine Eingangsfrage kann ich sagen, dass sich die Motivation und Einstellung bei mir im Laufe des Studiums verändert hat. Grundsätzlich gab es auch am Anfang den Wunsch, den Bachelor abzuschließen, aber noch nicht die Gewissheit, ob das für mich in meiner Lebenssituation (Beruf/Kinder) auch realistisch war. Daher war in den ersten Semestern die Haltung eher: Mal probieren. Nachdem dann klarer wurde, dass das Studium durchaus zu meinem Begabungsprofil passt und ich es mit meinen sonstigen Verpflichtungen vereinbaren kann, war die Haltung eher: Durchziehen. Ich empfehle zwar, sich vorher gut zu informieren, halte es aber für unmöglich, alle Unsicherheiten auszuräumen. Erfahrungen anderer Studierender sind nützlich und interessant, aber letztlich erfährst Du erst im Studium, wie Du selbst mit der Situation zurechtkommst. Insofern halte ich es für realistisch, die ersten zwei Semester als Testphase zu begreifen, wo Du auch einen guten Rhythmus zwischen Studium und Leben finden musst.
  15. Ah, die VHB, die hatte ich vergessen. Da gibt es auch VHB Classic; da kann man in vielen Modulen auch Prüfungsleistungen ablegen. Groß ist das Angebot im Bereich Philosophie zwar nicht, aber für die Lehrämtler gibt es neben einem Ethik-Modul immerhin noch eine Einführung in die Aussagen- und Prädikatenlogik. (Logik gehört eigentlich zu jedem Philosophie-Grundstudium.)
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