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kurtchen

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  • Status
    Aktiver Fernstudent
  • Anbieter
    Springer Campus
  • Studiengang
    Web- und Medieninformatik
  • Wohnort
    Bayern
  • Geschlecht
    m

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  1. In den meisten Studiengängen der Informatik sind Lineare Algebra und Analysis ein wichtiger Teil des Curriculums in Mathematik. Der Vorteil: Das ist Stoff, der einem zumindest teilweise aus der Oberstufe geläufig sein sollte. Allerdings ist das ganze bei vielen Fernstudierenden schon eine Weile her, so dass man oft subjektiv den Eindruck hat, der damals gelernte Stoff sei vergessen und verloren. Oft sind aber die Trampelpfade in Hirn nur zugewuchert und können wieder freigelegt werden. Ein paar Beispiele für nützliche Tools. http://www.integralrechner.de/ http://www.ableitungsrechner.net/ Bei diesen beiden Tools kann man eine Aufgabe nicht nur lösen lassen sondern sich auch einen Rechenweg anzeigen lassen. Ich habe das recht intensiv genutzt. Zunächst mal selbst versucht und überlegt. Da kam anfangs aber nicht viel bei raus. Dann lösen lassen und nachvollziehen, wie es ging. Bei entsprechend vielen Wiederholungen klappt es irgendwann auch alleine. https://matrixcalc.org/de/ Auch hier kann man sich Rechenwege anzeigen lassen. Und so entdecken, wo man Fehler macht. https://rechneronline.de/funktionsgraphen/ Es gibt viele solcher Funktionsplotter. Die sind recht nützlich für Kurvendiskussion, weil man so schnell nachvollziehen kann, ob die eigenen Lösungen plausibel sind. Außerdem bekommt man beim Rumspielen damit ein Gefühl dafür, was verschiedene Funktionen "machen": Manche meiner Kommilitonen haben auch positive Erfahrungen mit der App Math42 gemacht. Natürlich gibt's in den meisten Informatik-Studiengängen auch Mathestoff, bei dem man gar keine Anknüpfungspunkte an die Schule findet. Beispiele wären Graphentheorie, formale Logik, algebraische Strukturen oder Grundlagen der Kryptographie. Letztlich kann man alles lernen, wenn man entsprechend Zeit investiert.
  2. Für eine Anerkennung wird ja eigentlich vorausgesetzt, dass die entsprechenden Module deckungsgleich sind, und zwar im Hinblick auf Umfang, Inhalt und Niveau. Dass das exakt hinhaut, wird eher selten sein. Damit wird es zu einer Ermessensentscheidung der Hochschule. Es ist daher schwierig, im Vorfeld zu sagen, was und wie viel anerkannt wird.
  3. @KanzlerCoaching Die Fragen, die Sie hier stellen, finde ich berechtigt. In meinem Fall war es so, dass ich von der bevorstehenden Änderung wenige Tage vor meinem Abschlusskolloquium erfahren habe. Da wusste ich: Schwein gehabt, das betrifft mich nicht mehr. Aber wenn ich jetzt im 4. Fachsemester wäre, dann würde ich mir genau die Fragen stellen, die Sie hier formuliert haben.
  4. @Weasel Danke für den Hinweis. Ich hatte es auch schon gesehen. Leider weiß ich immer noch nicht, ob die FU Hagen meine Einschreibung für den Master Praktische Informatik akzeptieren würde. Bislang sieht es eher nicht danach aus. Allerdings möchte ich diesen Thread nicht "kapern". Sobald ich dazu näheres weiß, werde ich vielleicht mal einen eigenen Thread eröffnen, denn das könnte ja auch für andere Studierende im Bachelor relevant sein.
  5. Ich hatte mich zu dem Thema in meinem Blog nicht mehr geäußert. Der Blog sollte ja lediglich den Verlauf meines Studium nachzeichnen und das ist ja nun abgeschlossen. Aber mitbekommen hatte ich schon noch, dass eine Veränderung ansteht. Die Anbindung an die staatliche FH Dortmund hat mir gefallen und im Laufe meines Studium habe ich auch eine Identifikation mit dieser Hochschule entwickelt. Für mich wäre es eine Enttäuschung gewesen, wenn ich mein Studium nicht in Dortmund hätte abschließen können. Springer Campus hat in Aussicht gestellt, dass der Wechsel zur SRH Riedlingen verschiedene Vorteile bringen wird. So soll es z.B. künftig mehr Orte geben, an denen man Klausuren schreiben kann. Außerdem soll das Angebot an Wahlpflichtmodulen erweitert werden. Beides wäre für mich interessant gewesen. Ich bin trotzdem froh, dass ich noch in Dortmund abschließen konnte.
  6. Vielleicht dann häufiger mal Neuigkeiten vom DISC?
  7. Ja, das denke ich auch. Aktuell möchte ich nicht umziehen, denn unsere Kinder stehen kurz vor ihren Schulabschlüssen. In ein bis zwei Jahren ist dieses Thema durch. Leider hat meine Partnerin einen Beruf, in dem man nicht so leicht eine neue Stelle findet.
  8. Ausgangslage Angefangen hatte alles damit, dass ich als Kindergärtner auf der Suche nach einer interessanten Weiterbildungsmöglichkeit war. Dabei stieß ich auf den B.Sc. Sozialinformatik der Hochschule Fulda. Dieser berufsbegleitende Studiengang richtete sich an ausgebildete Fachkräfte im Sozialbereich oder im IT-Bereich. Ein einschlägige Ausbildung und Beschäftigung während des Studiums war Zugangsvoraussetzung. Ziel des Studiums war die Qualifizierung von IT-Fachkräften für den Sozialbereich, also etwa in Analogie zum Wirtschaftsinformatiker für den Unternehmensbereich. Das klang für mich interessant. Damals habe ich auch einen Thread hier im Forum gestartet, in der Hoffnung, Studierende zu finden, die mir etwas aus erster Hand berichten konnten. Das hat leider nicht geklappt. Ich hatte damals das Glück, mit Hilfe des Studienbüros einen Studierenden in diesem noch recht jungen Studiengang zu finden, der mir etwas über seine Erfahrungen berichten konnte. Abgehalten hat mich eigentlich nur der relativ starre Zeitplan an der HS Fulda. Zwar gab es die Möglichkeit, verpasste Klausuren oder Module im Folgesemester oder im Folgejahr nachzuholen, aber ich war mir nicht sicher, wie rasch meine Lernfortschritte sein würden. Insbesondere konnte ich nicht abschätzen, wie schwer es mir fallen würde, mich wieder mit Mathematik zu beschäftigen. Rückblickend meine ich, dass ich mit diesem Studium gut zurecht gekommen wäre. Es gab damals ein paar Forumsteilnehmer, die in Zweifel zogen, ob Sozialinformatik als richtiges Informatikstudium gelten konnte. Heute meine ich, das Curriculum dieses Studienganges selbst ganz gut beurteilen zu können. Und finde, dass der B.Sc. Sozialinformatik ein attraktives Studienangebot ist, wenn man mit dem vorgegebenen Tempo zurecht kommt. Nachdem ich mich schon einmal mit der Möglichkeit auseinandergesetzt hatte, mich mit Mathematik, Programmierung und Algorithmen zu beschäftigen, schaute ich mich nach anderen Anbietern mit einem flexibleren Studienmodell um. Zuerst stieß ich dabei auch auf die WBH, die ja ein besonders bekannter Anbieter technischer Fernstudiengänge ist. Es gab aber auch weniger bekannte Anbieter mit interessanten Konzepten. An Springer Campus - damals noch W3L AG - gefiel mir, dass sie sehr transparent über die Inhalte ihrer Module informierten. Man konnte sich zu jedem Modul Probelektionen freischalten lassen und sich so einen Eindruck von der Lernplattform verschaffen. So konnte ich sehen, dass mir die Inhalte des Curriculums gefielen. Die freie Zeiteinteilung bei der Belegung der Module und der Anmeldung von Prüfungen hätte es aber auch bei anderen privaten Anbietern - wie z.B. der WBH - gegeben Sehr interessiert hätte mich auch der Studiengang IT-Analyst der Hochschule Kaiserslautern. Auch hier gefiel mir die Zusammenstellung der Themen und Module. Und auch die HS Kaiserlautern informierte sehr transparent über Inhalte. Leider war einschlägige Berufserfahrung eine Zugangsvoraussetzung, die ich nicht erfüllen konnte. So bin ich also bei Springer Campus gelandet. Sie boten ihren Studiengang in Kooperation mit der FH Dortmund an, die später auch den Abschluss verleihen sollte. Was mir am Studium bei Springer Campus gefallen hat: Die inhaltliche Zusammenstellung des Curriculums: Der Studiengang hatte vergleichsweise viele Module zur Programmierung in Java, so dass ich mir zumindest in einer Programmiersprache eine wirklich solide Grundlage erarbeiten konnte. Außerdem wurde das Gebiet der Softwaretechnik sehr ausführlich behandelt. Die didaktisch gut gemachten Mathematik-Module: Hier ist insbesondere der sehr sanfte Einstieg mit dem Modul "Mathematisch-logische Grundlagen der Informatik" zu nennen. Die Module "Mathe 2" (Analysis und Lineare Algebra) und "Mathe 3" (Numerik, polynomiale Interpolation und Approximation sowie Grundlagen der Kryptographie) waren schon schwieriger. Gut waren hier die zur Verfügung gestellten PDF-Tools, mit denen man sich beliebig viele Übungsaufgaben erstellen konnte. Das Tutorensystem: In jedem Modul hatte man einen Ansprechpartner, der Einsendeaufgaben korrigierte und Fragen beantworten konnte. Das war mir oft sehr nützlich. Allerdings muss man sich klar machen, dass man als Studierender an einer Hochschule eine "Holpflicht" hat und nicht "mit dem Löffelchen gefüttert" wird. Manche Studierende berichteten mir, dass sie lediglich Aufgaben eingesendet und Korrekturen empfangen hatten. So kann es gehen, wenn man keinen Kontakt mit dem Tutor aufnimmt. Ich habe mich bei allen Tutoren vorgestellt, bei den Korrekturen nachgehakt, z.T. überarbeitete Lösungen eingereicht oder auch Fragen zum Stoff oder zum Transfer in die Praxis gestellt. So ergab sich oft ein recht intensiver Austausch mit meinen Tutoren. Mir blieb zwar nichts anderes übrig, als berufsbegleitend zu studieren, aber deswegen musste ich ja kein Einzelkämpfer sein. Die gute Betreuung durch das Studienbüro: Springer Campus war ein vergleichsweise kleiner Fernstudien-Anbieter. Man kannte die Mitarbeiter und die Mitarbeiter kannten die Studierenden. Wenn es etwas zu klären gab, hatte man schnell einen Verantwortlichen an der Strippe. Man konnte mit den Leuten reden. Das war oft sehr hilfreich. Die Lotsenfunktion des Studienbüros beim Finden eines Betreuers: Das hat sowohl bei der Projektarbeit als auch bei der Bachelorarbeit hervorragend geklappt. Die Präsenztage: Diese waren zunächst verpflichtend und dann freiwillig. Bei vielen Studierenden waren sie unbeliebt, weil man dafür nach Dortmund anreisen musste. Darum gingen die Teilnehmerzahlen stark zurück, als die Präsenztage freiwillig wurden. Schade, denn die Präsenztage waren sehr nützlich, um mit anderen Studierenden in Austausch zu kommen und auch die Hochschullehrer ein bisschen kennenzulernen. (Das hilft zum Beispiel, wenn man einen Betreuer für seine Bachelorarbeit sucht.) Das Praxisprojekt: Da ich fachfremd studiert habe, war mir bei Aufnahme meines Studiums nicht klar, wo und wie ich ein Praxisprojekt würde durchführen können. Ich habe darauf vertraut, dass sich schon etwas ergeben würde. So kam es dann ja auch. Gerade das Praxisprojekt hat im Vergleich zu anderen Modulen sehr viel Zeit verschlungen, vor allem gemessen daran, das es nur 5 ECTS brachte. Aber ich würde sagen, dass ich durch dieses Modul am meisten gelernt habe, weil ich im Praxisprojekt die Inhalte vieler Module verbinden und im Zusammenspiel erleben konnte. Die flexible Steuerung des Workloads: Es zeichnet vor allem private Anbieter von Fernstudiengängen aus, Module im eigenen Rhythmus belegen und bearbeiten zu können; und regelmäßige Prüfungstermine für alle Module anzubieten. Diese Flexibilität erfordert vom Anbieter natürlich einen hohen Aufwand, den man mit entsprechenden Studiengebühren bezahlt. Wenn man berufsbegleitend studiert, ist das aber sehr wichtig. Auch wenn ich über weite Teile meines Studiums ziemlich schnell vorangekommen bin, gab es Zeiten, in denen ich ein von außen vorgegebenes Tempo nicht hätte halten können. Das hätte sich bei manchen Anbietern verlängernd auf die Studienzeit ausgewirkt. Die Möglichkeit, mein Studientempo flexibel an meine berufliche und familiäre Belastung anpassen zu können, war für meinen Studienerfolg sehr wichtig. Die Anbindung an die FH Dortmund: Insbesondere bei der Projektarbeit und bei der Bachelorarbeit fand ich es toll, Betreuer zu haben, die auch ganz normal im täglichen Lehrbetrieb einer Präsenzhochschule stehen. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass meine Betreuer zwischen den Präsenzstudierenden und uns Fernstudierenden einen Unterschied machten. Was mir nicht so gut gefallen hat: Manche Module waren "schlecht gealtert": Es gibt Module, bei denen es nichts ausmacht, wenn sie ein paar Jahre "auf dem Buckel" haben. Dazu zählt z.B. Mathematik aber auch Module wie "SQL und relationale Datenbanken". Und auch in einem einführenden Modul in Algorithmen und Datenstrukturen ändern sich die Inhalte nicht alle Jahre. Dringend überarbeitungswürdig gewesen wäre das Modul "Multimedia". Hier spielte z.B. Flash noch eine große Rolle. Aber auch im Modul "IT-Recht" waren viele Inhalte durch neuere Gesetzgebung nicht mehr aktuell. Dazu gehörte z.B. das Thema DSGVO. Die ist ja nicht vom Himmel gefallen. Da wäre es schon wünschenswert gewesen, darauf hinzuarbeiten, dass das Modul rechtzeitig aktualisiert wird. Für ein Studium der Web- und Medieninformatik kam mir das Thema Frontend zu kurz: Das Modul "Skriptsprachen", das als gründliche Einführung in JavaScript konzipiert war, wurde ersatzlos und ohne Ankündigung gestrichen, kurz bevor ich es belegen wollte. Im Modul "Web-Engineering" wurde unter anderem das GWT behandelt. Da wird das Front-End in Java geschrieben und per Transpiler zu JavaScript übersetzt. Mag sein, dass das mal als aussichtsreicher Ansatz galt. Letztlich hat es sich nicht durchgesetzt. Gleichzeitig hat sich JavaScript als Sprache stark weiterentwickelt. Es wäre wünschenswert, im Studium wenigstens ein modernes UI-Framework zu behandeln, also etwas wie Angular, React oder Vue. Freiwillige Präsenztage: Die Entscheidung, die Präsenztage freiwillig zu machen, fand bei den Studierenden viel Beifall und war damals auch durch Gesetzgebung des Landes NRW so vorgegeben. Ich halte die politische Entscheidung rückblickend für falsch. (Soweit ich weiß, ist das von der neuen Landesregierung inzwischen auch wieder korrigiert worden.) Leider habe ich den Eindruck gewonnen, dass viele Studierende mit der neuen Freiheit nicht sinnvoll umgehen konnten. Dazu nur ein Beispiel: Wenn man sich erkundigte, welche Module als herausfordernd wahrgenommen wurden, hörte man immer wieder "Mathe 2", also Analysis und Lineare Algebra. Eben dazu wurden auf den Präsenztagen regelmäßig Tutorien angeboten. Die spärlich besucht wurden. Es passt für mich nicht zusammen, wenn man klagt, wie schwierig Mathe sei, aber angebotene Hilfen nicht wahrnimmt. Die Lernplattform als solche: Sie hatte viele Merkmale, die de facto niemand nutzte. Dazu zählten insbesondere Social Media Funktionen wie eigene Foren und Messaging Systeme. Meine Kommilitonen nutzten für ihren Austausch lieber allgemeine Plattformen wie Facebook oder Whatsapp. Es macht in meinen Augen auch wenig Sinn, wenn jeder Anbieter so etwas selbst implementiert. Insbesondere nach Einführung der neuen Plattform reagierten die Server manchmal recht träge, was angesichts der Studierendenzahlen nicht nachvollziehbar war. Für einen Studiengang, der einen Schwerpunkt auf serverseitige Webprogrammierung legt, war die neue Plattform nicht gerade ein Aushängeschild. Die hier investierten organisatorischen und finanziellen Ressourcen hätte man meiner Meinung nach lieber in die Aktualisierung der obenen genannten Module oder in neue Inhalte investieren sollen. Und stattdessen eine der vielen vorhandenen Lernplattformen nutzen können, die andere Hochschulen mit Erfolg verwenden. Was mir gar nicht so wichtig war: Der inhaltliche Schwerpunkt "Web- und Medien". Betont wurde die serverseitige Web-Programmierung. Die fand ich auch interessant. Aber ich habe mein Studium in erster Linie als Informatikstudium an einer FH aufgefasst. Das Curriculum eines Bachelorstudiengangs muss naturgemäß erst einmal breite Grundlagen vermitteln. Zwar ist es "chic" geworden, schon im Bachelor recht spezialisierte Bezeichnungen zu verwenden, aber das sollte man meiner Meinung nach nicht überbewerten. Mathematik, Programmierung, Algorithmen, Betriebssysteme, Netze, Softwaretechnik, das alles sind Beispiele für Themen, die wohl in jedem Bachelor der Informatik vorkommen dürften. Echte Spezialisierung dürfte erst im Master realistisch sein. Was ich mir noch gewünscht hätte: 180 ECTS sind naturgemäß zu wenig, um alle inhaltlichen Wünsche an ein Informatikstudium abzudecken. Aber es wäre schön gewesen, bestimmte Themen im Wahlbereich belegen zu können. Künstliche Intelligenz: Das einzige Modul, dass ein bisschen in diese Richtung wies, war das Wahlpflichtmodul "Text Mining". Aus meiner Sicht wäre es an der Zeit gewesen, ein Modul über künstliche neuronale Netze anzubieten. Datenvisualisierung: Ich hätte gerne aufbauend auf dem Modul "Statistik" ein Modul gehabt, bei dem man die dort vermittelten Verfahren mit einer geeigneten Programmiersprache und geeigneten Frameworks nutzt. Also z.B. ein Modul über Statistikprogrammierung mit R oder Python. Oder eines über Datenvisualisierung im Browser, z.B. mit Frameworks wie D3.js. Ethik der Informatik oder Informatik und Gesellschaft: Das ist für mich ein anderes Thema als Datenschutz oder IT-Recht. Es gibt in den letzten Jahren zunehmende Diskussionen über gesellschaftliche Auswirkungen neuer Informationstechnologien. Ich hätte mir ein Modul gewünscht, bei dem es um ethisches und/oder politisches Abwägen und Argumentieren in diesem Themenfeld geht. Wie es war, berufsbegleitend zu studieren: Für den größten Teil meines Studiums habe ich 30 Stunden als Erzieher im Kindergarten gearbeitet. Das ging überraschend gut. Mein Job und mein Studium zehrten von unterschiedlichen Ressourcen. Im Kindergarten braucht man vor allem Nerven, um mit den vielen Stressoren und der sich ständig ändernden Situation umgehen zu können. Man muss kurzfristig auf neu auftretende Bedürfnisse und Konflikte reagieren. Wenn ich nach Hause kam, war ich nervlich ermüdet. Denken in formalen und abstrakten Strukturen ist im Kindergarten dagegen weniger gefragt. Zu meiner Überraschung war ich am späten Nachmittag und Abend gut in der Lage, mich noch lange auf Themen wie Mathematik, Programmierung, Algorithmen und Softwaretechnik zu konzentrieren. Das Studium bildete einen fruchtbaren Gegenpol zu meiner Arbeit. Und nach einem Wochenende vor dem Bildschirm freute ich mich auch wieder auf den Trubel mit den Kindern. Für die Projektarbeit und die Bachelorarbeit wollte ich meinen Arbeitsumfang aber reduzieren. Hier musste ich mit meinem Arbeitgeber verhandeln. Während ich anfangs an jedem Wochentag gearbeitet hatte, war es nun für mich günstiger, ganze Tage im Kindergarten und ganze Tage für mein Studium zu haben. Gerade wenn ich beim Projekt oder bei der Bachelorarbeit eine härtere Nuss zu knacken hatte, war es hilfreich, nicht immer mitten im Tag umschalten zu müssen, sondern an manchen Tagen auch mal 8 Stunden an einer Sache dranbleiben zu können, um nicht immer wieder neu in ein komplexes Thema finden zu müssen. Für meine Einrichtung war es sicher nicht leicht, mir solch ein Arbeitszeitmodell anzubieten. Dass es geklappt hat, lag sicher auch daran, dass auch meine Region inzwischen vom Erziehermangel betroffen ist, von dem man so häufig in den Medien liest. Vor zehn oder auch nur fünf Jahren wäre mein Wunsch nach Stundenreduzierung vielleicht nicht erfüllt worden. Aber die Träger müssen heute schon sehr flexibel sein und oft Stellen aus Teilzeitverträgen "zusammenstückeln", um die geforderten Betreuungsschlüssel erfüllen zu können. Aus frühpädagogischer Perspektive wäre es freilich wünschenswerter, Vollzeitkräfte in die Gruppen zu stellen, die ihre ganze Kraft den Kindern widmen. Die gibt der Arbeitsmarkt nach dem raschen Krippenausbau aber nicht mehr in ausreichender Zahl her. Und die Politik hat es versäumt, mit den Betreuungseinrichtungen auch die Ausbildungseinrichtungen für Fachpersonal auszubauen. Für mich kam diese erzwungene Flexibilität der Träger zur rechten Zeit. Gleichzeitig habe ich auch gespürt, wie viel dies den Mitarbeitern abverlangte. Denn auch ich musste mich damit auseinandersetzen, dass viele meiner Kolleginnen nur in Teilzeit anwesend waren. Das erforderte viele Absprachen und auch ein hohes Maß an Toleranz und Flexibilität. Ich bin dankbar, dass mein Team mich auf dem Weg zum Bachelor unterstützt hat und auch an meinem Studienfortschritt Anteil genommen hat. Das ist nicht selbstverständlich. Vor allem wenn man bedenkt, dass dieses Projekt das mittelfristige Ziel hatte, mich als Mitarbeiter zu verabschieden. Perspektiven nach dem Studium: Fast unmittelbar nach Abgabe meiner Bachelorarbeit ergab sich für mich eine Beschäftigungsmöglichkeit, die indirekt mit meiner Projektarbeit zusammenhing. Damals habe ich ja eine Steuersoftware für chronobiologische Experimente entwickelt. Im Moment mache ich etwas ähnliches für einen Neurobiologen. Mein Arbeitgeber ist also die örtliche Universität. Mit meinem Studienschwerpunkt Web- und Medieninformatik hat das wenig zu tun. Ich programmiere kleine Single Board Computer wie den Raspberry Pi. Weil das eine Menge mit Hardware zu tun hat, wäre es eigentlich besser, ich hätte technische Informatik oder Elektrotechnik studiert. Die Stelle ist in Teilzeit und befristet auf ein halbes Jahr. Ich sitze jetzt an drei Tagen pro Woche als einziger Informatiker unter lauter Biologen, die an sozialen Insekten forschen. Das ist ein spannendes Umfeld, weil ich unter sehr cleveren Leuten bin, die sich mit Inhalten beschäftigen, von denen ich keine Ahnung habe. Was mir fehlt, sind andere Software-Entwickler, von denen ich lernen könnte. Nicht so beeindruckend ist meine Bezahlung. Da ich als Kindergärtner schon recht viel Berufserfahrung hatte, war ich in der tariflichen Eingruppierung schon ganz gut gestiegen. Man kann ja regelmäßig in der Zeitung lesen, dass Erzieher nicht so gut bezahlt werden. Und gemessen an einer Ausbildungszeit von 5 Jahren, von denen 4 nicht vergütet sind, ist da schon etwas dran. Umso überraschter waren meine Kolleginnen, dass ich im Kindergarten den höheren Stundenlohn erziele als an meiner neuen Arbeitsstelle. Aus diesem Grund arbeite ich noch immer an zwei Tagen pro Woche im Kindergarten. Und freue mich auch jedes Mal darauf. Gleichzeitig fällt mir zum ersten Mal in meinem Leben auf, wie emotional fordernd diese Arbeit ist. Der Kontrast zu meiner neuen Arbeitsumgebung könnte kaum größer sein. Bis zum Juni werde ich also zweigleisig fahren und habe die Chance, erstmals Code gegen Bezahlung zu schreiben. Bis dahin muss sich erweisen, ob es in meiner Region Unternehmen gibt, die auch einen Berufseinsteiger im mittleren Alter einstellen möchten. Was ich aus dem Studium ziehe: Aufgenommen habe ich mein Studium, weil ich nicht nur einen beruflichen sondern auch einen fachlichen Wechsel wollte. Ein wichtiger Grund dafür war, dass ich es für unwahrscheinlich hielt, die Arbeit als Erzieher im Gruppendienst bis zum regulären Renteneintrittsalter ausüben zu können. (Ich habe leider nur wenige Erzieherinnen erlebt, die bis zum vorgesehenen Ende durchgehalten haben.) Ein Maßstab für meinen Studienerfolg wird also sein, ob der Sprung auf ein anderes Gleis tatsächlich klappt. Persönlich meine ich, stark davon profitiert zu haben, durch mein Studium viele neue inhaltliche Impulse und Perspektiven bekommen zu haben. Dadurch habe ich manchmal sogar neue Freude an meinem bisherigen Beruf gefunden. Nach einem Tag vor der Tastatur war es toll, am nächsten Morgen wieder eine Turnstunde zu leiten. Natürlich bin ich mit diesem Studium ein bisschen "der bunte Hund" im Team. Kindergärtner, die berufsbegleitend studieren, gibt es häufiger als man denkt. Aber meistens werden sie Sozialarbeiter, Sozialpädagogen oder Kindheitspädagogen. Insgesamt war es eine tolle Erfahrung, dieses Studium zu machen. Nach etwas mehr als 4 Jahren kann ich nun sagen: "Ich bin Informatiker."
  9. Prinzipiell gebe ich Dir recht, dass der Vortragende und die Inhalte am wichtigsten sind. Ich war bei Tagungen (pädagogischer Art) wo Rednerinnen ohne visuelle Hilfsmittel einen Saal mit mehreren hundert Zuhörern gefesselt haben. Und leider gibt es zu viele einschläfernde Powerpoint-Vorträge, bei denen einfach die Folien vorgelesen werden. Ich habe damals im Modul "Präsentieren" meinem Prüfer - dem späteren Betreuer meiner Bachelorarbeit - gesagt, dass ich als Medium am liebsten Schiefertafel und Kreide genutzt hätte. Mein Prüfer äußerte, dass er dieses Medium selbst noch immer gerne nutze. Allerdings ist der Beamervortrag eben nicht selten das vorgegebene oder zumindest erwartete Format. Ich hab schon verstanden, was mein Prüfer meinte. Meine Folien hatten so einen "90er Jahre Look". Und ich weiß, dass graphische Gestaltung nicht zu meinen Stärken gehört. Ich fand es gut, so ein Framework zu nutzen, weil ich mir so nur Gedanken machen musste, was auf die Folien soll. Um's Aussehen kümmert sich das Stylesheet. Also wenn schon Beamervortrag, dann am liebsten so. In meinem pädagogischen Arbeitsfeld musste ich natürlich immer wieder vor Gruppen sprechen. Das habe ich am liebsten frei und ohne Medienunterstützung gemacht. (Bzw. als "Backup" ein paar Kärtchen im Format A7 mit Stichpunkten in der Hand.) Damit bin ich eigentlich immer ganz gut gefahren. Es fiel mir so auch leichter, bei den Zuhörern zu sein. So ein Präsentationsmedium fordert ja immer ein wenig Aufmerksamkeit für sich. Wie viel, das ist wahrscheinlich auch eine Frage der Routine.
  10. Das Abschlusskolloquium ist die letzte Prüfungsleistung in den Informatik-Studiengängen bei Springer Campus. Die Bachelorarbeit wird in einer Präsentation vorgestellt, die 20 Minuten dauern soll. Es folgt ein Prüfungsgespräch mit Erst- und Zweitprüfer. Ich hatte bei Abgabe meiner Bachelorarbeit damit gerechnet, dass es bis zum Kolloquium recht lange dauern würde. Unsere Studiengangskoordinatorin hatte ich mich bei Abgabe der Arbeit nach meinen beruflichen Plänen gefragt. Ich hatte ihr signalisiert, dass ich es schon gut fände, wenn ich zumindest noch vor Jahresende abschließen könnte. Insofern hatte ich auf einen Termin kurz vor Weihnachten gehofft. Mein Erstprüfer und Betreuer meldete sich dann aber schon knapp drei Wochen nach der Abgabe, um mir einen Termin für Ende November anzubieten; an einem Montag Nachmittag um 16 Uhr. Ich war erst ziemlich überrascht, dass er mit der Korrektur schon so weit fortgeschritten war. Andererseits hatte ich ihm während des Schreibens immer wieder Kapitel der entstehenden Arbeit geschickt, so dass er sie in weiten Teilen schon kannte. Zunächst war ich etwas angespannt, weil ich mich nach der Abgabe auf ein paar Wochen "La dolce vita" gefreut hatte. Nun musste ich die Abschlusspräsentation vorzubereiten. Andererseits war es auch verlockend, noch vor dem ersten Advent das Studium abzuschließen. Und ausnahmsweise einmal eine ruhige Vorweihnachtszeit zu genießen. Der nächste Termin wäre auch erst wieder im neuen Jahr möglich gewesen. Also habe ich zugegriffen. Bei der Vorbereitung der Präsentation war mein größtes Problem, die umfangreiche Arbeit auf 20 Minuten einzudampfen. Letztlich lief es darauf hinaus, knapp vorzustellen, was das Gesamtkonzept war, und dann stichprobenartig einige Punkte vorzustellen, die mir besonders wichtig erschienen. Insgesamt kam ich so auf 13 Folien. Themen waren: Was unterscheidet funktionale Programmierung von objektorientierter Programmierung? Was ist das Travelling Salesman Problem? Was ist heuristische Optimierung? Grobe Arbeitsweise des Sintflut-Algorithmus. (Die anderen Verfahren habe ich nicht vorgestellt.) Wiederkehrende Muster funktionaler Programmierung in der Fallstudie: Funktionen höherer Ordnung und Funktionsverkettung. Performanceunterschiede zwischen objektorientierter und funktionaler Programmierung. Das Muster "Focussed Mutability" mit dem man die Performance-Nachteile funktionaler Sprachen z.T. ausgleichen kann. Das Material meiner Arbeit musste ich nicht noch einmal durchgehen. Da die Abgabe noch nicht so weit zurück lag, war ich noch gut im Thema. In der mündlichen Prüfung zum Modul "Präsentieren" hatte ich die Rückmeldung bekommen, dass meine Foliengestaltung recht "altbacken" wirkte. Insofern habe ich einen Tag investiert, um mir verschiedene Präsentationsframeworks anzuschauen. Auf einem unserer Präsentage hatte ich eine Beamerpräsentation von Prof. Jörges (FH Dortmund) gesehen, die er mit dem Framework reveal.js erstellt hatte. Da schreibt man seine Inhalte in HTML (oder Markdown) und braucht sich nicht um graphische Gestaltung kümmern. Das überlässt man einer CSS-Stilvorlage. Die Präsentation läuft dann im Browser. Man kann mit einem geeigneten Plugin die Folien auch in PDFs wandeln, die sich ausdrucken lassen. An dem Ansatz gefiel mir die Trennung von Inhalt und graphischer Gestaltung. Das erinnerte mich an LaTeX, wo ich ja auch nur beschreibe, WAS ich will, und es dem Satzsystem überlasse, WIE das layoutet wird. Das habe ich also mal ausprobiert und die Ergebnisse haben mir auf Anhieb ganz gut gefallen. Alternativ habe ich auch mal in impress.js angeschaut. Das ist ebenfalls ein Javascript-Framework für Präsentationen. Hier können Inhalte frei in einem dreidimensionalen Raum platziert werden. Die Präsentation ist dann eine Kamerafahrt durch diesen Raum. Das kann sehr chic aussehen. Allerdings ist es auch nicht ganz trivial, diese Möglichkeiten sinnvoll auszuschöpfen. Als dritte Variante habe ich das LaTex-Paket powerdot angetestet. Damit kann man recht übersichtliche Folien erstellen. Da ich in LaTeX gut eingearbeitet war, wäre ich damit wahrscheinlich am schnellsten voran gekommen. Die Stilvorlagen waren aber ziemlich nüchtern und erinnerten mich an meine mit LibreOffice Impress erstellen Folien. Empfehlen würde ich LaTeX, wenn man Folien mit vielen Formeln setzen muss oder regelmäßig Fußnoten in den Folien unterbringen möchte. Das geht damit sehr komfortabel. Meine Wahl fiel schließlich auf reveal.js, das mit einem entsprechenden Plugin Formelsatz in LaTeX-Syntax ermöglicht. Wenn man ein bisschen HTML oder Markdown kann, aber nicht so gerne graphisch gestaltet, ist das eine ziemlich gute Möglichkeit, schnell eine Präsentation zu gestalten. Dann galt es, meinen Vortrag zu üben, um die Inhalte frei sprechend aber eben in 20 Minuten rüber zu bringen. Anfangs lag ich regelmäßig über der Zeit, aber es wurde von Durchgang zu Durchgang besser, so dass ich zumindest in die Nähe der 20 Minuten kam. Am Tag der Prüfung bin ich vor der Abreise nach Dortmund noch ins Schwimmbad gegangen, um Stresshormone abzuarbeiten. Ich bin dann ziemlich entspannt nach Dortmund gefahren. Auf der Fahrt bin ich meinen Vortrag noch ein paar mal gedanklich durchgegangen. In Dortmund blieb noch Zeit für ein verspätetes Mittagessen. Gelegentlich möchten andere Studierende an so einem Kolloquium teilnehmen, aber da meines an einem Montag um 16 Uhr stattfand, herrschte im Haus schon allgemeine Aufbruchstimmung in den Fluren. Ich stand also lediglich vor meinen Prüfern. Das Üben und Feilen an den Formulierungen hatte anscheinend etwas gebracht. Bei der Präsentation blieb ich erstmals knapp unter den anvisierten 20 Minuten. Dafür blieb Zeit, im anschließenden Prüfungsgespräch an der Flipchart vorzustellen, wie die in der Fallstudie verwendeten Mutationsoperatoren funktionieren. Dann ging es unter anderem um die Frage, ob die Performance-Nachteile funktionaler Sprachen eines Tages durch optimierende Compiler überwunden werden könnten. In Teilbereichen gibt es so etwas ja schon. Zum Beispiel übersetzt der Scala Compiler endrekursive Funktionen in Schleifen, weil die JVM gar keine Tail Call Optimierung unterstützt. Aber insgesamt ist nicht damit zu rechnen, dass es derartig optimierende Compiler geben wird, weil man bei funktionaler Programmierung nicht nur mit anderen Sprachen sondern auch mit anderen Datenstrukturen und Lösungsstrategien arbeitet. Gefühlt ging das Prüfungsgespräch ziemlich schnell rum. Die Notenfindung dauerte auch nicht lange. Mit dem Ergebnis war ich zufrieden. Die Note ist eine Gesamtnote für die Bachelorarbeit und das Colloquium. Gewichtet werden diese beiden Prüfungsteile im Verhältnis 2:1. Da das Kolloquium einen recht großen Anteil an der Gesamtnote der Bachelorarbeit hat, ist es empfehlenswert, auch dieser Prüfungsleistung genügend Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen. Und damit ist das Studium nun rum. Insgesamt habe ich etwas mehr als 8 Semester gebraucht. Als es zwischenzeitlich mit den Modulen sehr schnell voranging, hatte ich ja sogar einmal gehofft, schon um Weihnachten 2018 fertig zu werden. Allerdings erwiesen sich dann die Projektarbeit und die Bachelorarbeit doch als recht aufwendig. Andererseits boten diese Module die beste Gelegenheit, eigenen Interessen zu folgen. Insofern hat es Spaß gemacht, hier Zeit zu investieren. Auf der Rückfahrt habe ich angefangen, das Hörbuch "Krabat" zu hören. Ich erwähne das hier, weil ich in den vergangenen vier Jahren kaum fiktionale Literatur gelesen habe, obwohl ich eigentlich sehr gerne lese. Das war eines der Opfer, die ich für mein Studium bringen musste. Insofern ist es schön, jetzt auch wieder Zeit für solche Dinge zu haben. Auf mich wartet inzwischen ein halbes Billy-Regal voll mit Romanen, Comics oder auch Sachbüchern, die nichts mit Informatik zu tun haben. Es wird eine Weile dauern, bis dieser Stau aufgelöst ist. Seltsamerweise ist bei mir noch gar nicht so richtig angekommen, dass mein Studium nun vorbei ist. Es bleibt eine innere Unruhe, ein unbestimmtes Gefühl, mich bald wieder an den Schreibtisch setzen zu müssen, weil ich doch bestimmt noch etwas zu tun habe. Nun bin ich natürlich gespannt darauf, die Urkunde in den Händen zu halten. Von Kommilitonen habe ich sehr unterschiedliche Erfahrungswerte gehört, wie lange so etwas dauern kann. Das wird dann wahrscheinlich einer meiner letzten Beiträge in diesem Blog.
  11. Ich schwimme z.B. gerne. Das Bahnenziehen ist natürlich monoton. Aber das ist gerade gut, um über Dinge nachzudenken und die für sich zu ordnen. Bei Krafttraining könnte ich mir gar nicht vorstellen, nebenbei einen Podcast zu hören. Da brauche ich meine Konzentration, um mich zu motivieren.
  12. Regelmäßiger Sport ist ja nicht nur ein Zeitfresser sondern auch eine sinnvolle Investition in die eigene Gesundheit. (Jedenfalls solange man es nicht übertreibt.) Das kann dann indirekt auch wieder vorteilhaft fürs Studium sein. Wäre in meinen Augen keine sinnvolle Option, den eigenen Körper 3 bis 4 Jahre auf Verschleiß zu fahren, um mit dem Studium zügiger voran zu kommen. Ich merke z.B., dass ich besser schlafe, wenn ich regelmäßig Sport mache. Außerdem kann ich Stress am Arbeitsplatz besser verarbeiten und mich besser und länger konzentrieren. So viel Sport wie Du habe ich zwar nicht gemacht. Aber ich finde es auch wichtig, dass man ein paar rote Linien zieht, was das Studium NICHT kosten darf. Klingt doch eigentlich ganz gut, wie es sich bei Dir anlässt.
  13. Hallo Informatikundso, schau Dir doch mal das hier an: B.Sc. Data Science der IUBH
  14. kurtchen

    Vorkurse

    Wenn mit Leistungspunkten ECTS gemeint sind, ist es normal, dass eine Prüfungsleistung erbracht werden muss. Es kann dich ja niemand zwingen, eine Klausur zu schreiben. Wenn es Dir genügt, mit den Vorkursen als Lernmedien dein Wissen zu erweitern, lässt du's halt bleiben mit der Klausur. ECTS wären nur nützlich, wenn sie für einen geplanten Studiengang anrechnen lassen kannst.
  15. Hagen hat auf der Homepage Modulbeschreibungen und zu vielen Modulen recht umfangreiche Leseproben. An Transparenz mangelt es nicht. Ich hatte mich noch im Januar für den Master in Hagen interessiert, aber ausgerechnet Module, die ich gerne belegt hätte, sind ausgelaufen (z.B. logische und funktionale Programmierung) oder werden aus anderen Gründen nicht mehr angeboten (Künstliche neuronale Netze). Ist auch nicht garantiert, dass man im Wunschpraktikum einen Platz kriegt. Aktuell wäre mir zu wenig dabei, was mich interessiert, so dass mir die niedrigen Gebühren auch nicht weiterhelfen. Aber das kann bei Dir natürlich anders sein.
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