Springe zum Inhalt

kurtchen

Benutzer
  • Anzahl Inhalte

    584
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

Ansehen in der Community

802 Sehr gut

2 folgen dem Benutzer

Informationen

  • Status
    Aktiver Fernstudent
  • Anbieter
    Springer Campus
  • Studiengang
    Web- und Medieninformatik
  • Wohnort
    Bayern
  • Geschlecht
    m

Letzte Besucher des Profils

Der "Letzte Profil-Besucher"-Block ist deaktiviert und wird anderen Benutzern nicht angezeit.

  1. Ich würde trotzdem mal anfragen, ob das nicht irgendwie möglich ist. Das Konzept halte ich nämlich für ziemlich gut. Ein paar Gedanken zu Deinen Fragen: - Ich habe ein allgemeines Abitur und hatte damals unter anderem einen Bio-LK. Hier muss man sich klar machen, dass Biologie in der Oberstufe doch recht anders ist als in der Mittelstufe. Für mich war Chemie die Naturwissenschaft, die mir schwer gefallen ist. Das war für Biologie nachteilig, denn bei Themen wie Stoffwechselphysiologie, Neurologie und Genetik spielt Chemie eine Rolle. Weil mich Biologie sehr interessiert hat, habe ich in den sauren Apfel gebissen, und nebenbei Chemie nachgeholt. Das hat natürlich den Lernaufwand erhöht. Biologie ist eine spannende Naturwissenschaft und meiner Meinung nach die Mühe wert. - Allgemein würde ich empfehlen, bei der Fächerwahl Deine Wahlfreiheit dazu zu nutzen, Deinen Interessen zu folgen. Mühe wird es in jedem Fall machen. Mir fällt das Durchhalten leichter, wenn ich ein intrinsisches Interesse an den Themen habe. - Ein Urlaub sollte einer Meinung nach schon drin sein. Ich mache ein berufsbegleitendes Studium und fahre auch mal in den Urlaub. - Eine neue Fremdsprache lernen ist per se arbeitsaufwendig. Tägliche Übung ist hier ein Schlüssel, auch wenn an manchen Tagen nur wenig möglich ist. Machbar ist alles mögliche, wenn Du es wirklich willst. Ich meine allerdings, dass es leichter wäre, Deine vorhandenen Russischkenntnisse zu nutzen und lediglich die Schriftsprache nachzurüsten. Wäre das nicht auch ein lohnendes Unterfangen? Ich halte es für unwahrscheinlich, dass Du nach dem Fachabi gut genug Spanisch kannst, um das wirklich praktisch einzusetzen. Dafür dauert ein Fachabi nicht lange genug. Aber wenn Du schon ganz passabel Russisch sprichst und verstehst, kannst Du in dieser Sprache mit dem Fachabi vermutlich ein höheres Niveau erreichen als mit Spanisch. Je höher das erreichte Niveau, umso wahrscheinlicher ist, dass Du die Sprache nachher nutzen und erhalten kannst.
  2. In Bayern gibt es mit Telekolleg eine gute Möglichkeit, die Fachhochschulreife zu erwerben. Kostet auch nicht so viel wie bei privaten Trägern.
  3. In welchem Bundesland wohnst Du denn?
  4. Da mir inzwischen ein Ergebnis der Online-Abschlussklausur vorliegt, hierzu noch ein Nachtrag: Es gab insgesamt 8 Aufgaben, die auf recht verschiedene Themen des Modul abzielten. Zum Teil erschienen mir die Aufgaben recht umfangreich. Allerdings fällt es mir oft schwer, mich kurz zu fassen. Gut möglich, dass andere Studierende hier schneller auf den Punkt gekommen wären. Die Rückmeldungen meiner Tutoren waren differenziert. Sie wären im Hinblick auf die Präsenzklausur für mich sehr wertvoll gewesen. Leider kamen sie dafür zu spät. Das lag aber nicht an meiner Tutorin. Ich hatte die Online-Klausur nämlich am letztmöglichen Termin vor der Präsenzklausur geschrieben, weil ich mit der Bearbeitung des Moduls langsamer vorangekommen war, als ich geplant hatte. Das kenne ich ja schon von Modulen mit BWL-Themen. Jedenfalls war es angesichts des eingereichten Textumfangs klar, dass eine Rückmeldung noch vor der Präsenzklausur unrealistisch war. Für meinen eigenen Lernprozess war das Feedback natürlich dennoch wertvoll. Ein paar Bonuspunkte konnte ich mir erarbeiten und darf so das Ergebnis der Präsenzklausur etwas gelassener erwarten.
  5. Macht ja durchaus Sinn. Sprachen und Frameworks kommen und gehen. Die Konzepte leben ein bisschen länger.
  6. Vermutete Gründe für "Programmieren auf Papier": - Einfachere Prüfungsorganisation. Man braucht z.B. keinen Raum mit Computern. Die Prüfungsaufsicht muss nicht in der Lage sein, eventuelle technische Probleme zu beheben. Papier und Bleistift stürzen nicht während der Klausur ab. - "Bring your own device" wäre eine Alternative dazu, Rechner bereit zu stellen. Aber dann müsste man irgendwie kontrollieren, was die Studierenden an möglicherweise unerlaubten Hilfsmitteln nutzen. Klausuren dauern ja auch nur wenige Stunden. Da ist es ohnehin nicht möglich, etwas komplexeres zu programmieren. Um das zu prüfen, braucht es Projekte oder eben eine umfangreichere eigenständige Arbeit wie die Bachelorarbeit. In Klausuren soll in der Regel soll geschaut werden, ob Grundkonzepte verstanden wurden. Das geht mit Stift und Papier. Manchmal Problematischer ist: Oft entwickelt man Code schrittweise. Ein Snippet schreiben, testen, erweitern, testen... Das geht mit Papier nicht. Da muss man sich vorher Gedanken machen. Wie schon Markus Jung erwähnte, ist das manchmal so gewollt. Ich merke, dass ich mittlerweile so wenig von Hand schreibe, dass das tatsächlich ungewohnt und für mich an Prüfungstagen auch manchmal physisch anstrengend ist. Daher denke ich mir manchmal, dass ich mal an meiner Handschrift arbeiten müsste. Die war leider nie besonders gut, auch weil ich mitten in der Grundschulzeit von lateinischer Ausgangsschrift auf vereinfachte Ausgangsschrift umlernen musste, was mich damals ziemlich verwirrt hat. Meine (natürlich idiotische) Lösung war dann, ab der 5. Klasse Druckschrift zu schreiben. Die war lesbarer, aber ich verzichtete so auf die Vorteile einer flüssigen Handschrift. Leider ist es nicht ganz einfach, daran als Erwachsener zu arbeiten. Es gibt Kaligraphie-Bücher, aber das ist etwas anderes als eine praxistaugliche Handschrift. Und natürlich gibt es Übungsbücher, die sich an Grundschüler richten. Aber ein gutes Lehr- und Übungsbuch für Erwachsene, die mit vertretbaren Aufwand eine gut lesbare, angenehm und schnell zu schreibende Handschrift entwickeln wollen, könnte aus meiner Sicht durchaus eine Marktlücke sein. Ich vermute, dass es in den kommenden Jahren immer mehr Leute geben wird, die die Schule verlassen, ohne eine gute Handschrift entwickelt zu haben.
  7. Dir persönlich dürfte es nichts nützen, aber konstruktive Kritik könnte helfen, die Situation für künftige Studierende zu verbessern. Die müsste natürlich differenziert und auf konkrete Punkte bezogen sein. So etwas wird selten schnelle Änderungen nach sich ziehen, aber wenn viele etwas konkretes sagen und sich daraus ein Gesamtbild ergibt, dann darf man hoffen, dass das bei einer Überarbeitung des Moduls auch verücksichtigt wird. Wennes um die Art und Weise geht, in der Lehrveranstaltungen durchgeführt werden, können Verbesserungen auch schneller möglich sein.
  8. Nein. In Studiengängen der sozialen Arbeit und der Pädagogik ist die Fähigkeit zur kritischen Reflexion eigener Praxis eine Kernkompetenz. Wer seine Praxis nicht reflektiert, bleibt da stehen, wo er ist. Schlechte Praxis gepaart mit Reflexionsfähigkeit entwickelt sich mittelfristig zu guter Praxis. Interessant als künftige Mitarbeiter sind Praktikanten, die Misserfolge erkennen und verwerten können.
  9. Zur Rolle des Moduls im Studium Das Modul "Electronic Business" ist bei Springer Campus ein Pflichtmodul für Studierende im Studiengang "B.Sc. Wirtschaftsinformatik". Dort wird es dem Studienbereich "BWL" zugeordnet. Empfohlen wird die Belegung im 5. Fachsemester. Als inhaltliche Voraussetzungen werden die Module BWL2, Geschäftsprozess-Management und Web-Programmierung empfohlen. Meiner Meinung nach lässt sich das Modul auch ohne dieses Vorwissen gut bearbeiten. Studierende im Studiengang "B.Sc. Web- und Medieninformatik" können das Modul im Wahlpflichtbereich belegen. Das habe ich getan, weil ich es für sinnvoll hielt, die durch das Studium vermittelten Kenntnisse in serverseitiger Programmierung auch mal in einen betriebswirtschaftlichen Rahmen einzuordnen. Denn am Ende wird eine Web-Anwendung programmiert, weil jemand Kosten senken, Prozesse optimieren und schlicht Erträge erzielen möchte. Manche Studierende belegen dieses Modul auch, weil es als nicht so umfangreich gilt. Von dieser Strategie würde ich abraten. Auch ein nicht so dickes Lehrbuch kann lang werden, wenn das inhaltliche Interesse fehlt. FH-Studiengänge sind traditionell stärker verschult. Es gibt vergleichsweise wenige Wahlmöglichkeiten. Ich würde daher empfehlen, hier nicht die Aufwandsminimierung in den Mittelpunkt zu stellen, sondern aus dem Angebot etwas zu wählen, dass man auch interessant findet. Das Lehrbuch Das Buch "Basiswissen E-Business" von Dr. Tilo Hildebrandt hat einen Umfang von ca. 250 Seiten. Die Schriftgröße ist relativ klein, so dass die Lektüre ein bisschen länger dauert, als man zunächst vermuten würde. Insgesamt würde ich den Stoffumfang des Moduls trotzdem mit unterdurchschnittlich beschreiben. Kapitel 1 - Rahmenbedingungen Kapitel 1 "Rahmenbedingungen des Web-Business" war für mich am interessantesten, weil der Autor hier viele Schritte zurück geht. Es gibt z.B. einen kleinen Ausflug in die Medientheorie, wenn betrachtet wird, wie mündliche Überlieferung, schriftliche Kommunikation und in Abgrenzung dazu elektronische Medien die Art der Informationsaufnahme und -Verarbeitung beeinflussen. Das geht in die Richtung von Marshall McLuhans "Das Medium ist die Botschaft". Schließlich wird die Entwicklung des E-Business auch wirtschaftshistorisch eingeordnet. Theoretischer Rahmen hierfür ist Kondratieffs Theorie der langen Wellen. Diese sind zyklische Schwankungen der Konjunktur mit deutlich längerer Periode als die bekannten Konjunkturzyklen. Sie werden laut Kondratieff angestoßen durch Basisinnovationen, die die Rahmenbedingungen des Wirtschaftens grundsätzlich verändern, zu großen Investitionstätigkeiten führen, aber auch bisherige Geschäftsmodelle ersetzen. Beispiele für solche Basisinnovationen sind Erfindungen wie die Dampfmaschine oder die Eisenbahn. Die These des Autors ist, dass das Internet eine solche Basisinnovation sein könnte, und somit der Beginn eines weiteren Kondratieffzyklus. Das passt zur allgemeinen Erwartung eines umfassenden gesellschaftlichen Wandels durch die Digitalisierung. Informationstechnologien senken dabei vor allem Transaktionskosten. Sie machen es z.B. schneller möglich, günstige Preise oder neue Lieferanten zu finden. Sie ermöglichen es auch, Produktionsprozesse noch stärker arbeitsteilig zu gestalten, weil der damit steigende Aufwand zur Koordination und Überwachung von Prozessen durch sie handhabbarer wird. Das führt z.B. zu einer immer stärkeren Spezialisierung. Dieses Kapitel hätte für mich sehr interessant sein können, denn eine allgemeine historische und gesellschaftliche Perspektive auf die Entwicklung meines Feldes hätte ich mir im Studium manchmal gewünscht. Auch in manchen BWL-Studiengängen wird ja inzwischen Wirtschaftsgeschichte oder Wirtschaftsethik gelehrt. Leider ist das Kapitel doch recht komprimiert geschrieben und könnte mir daher eher als Orientierung dienen, falls ich solche Themen durch eigene Lektüre einmal vertiefen wollte. Die folgenden Kapitel sind doch wieder aus einer betriebwirtschaftlichen Perspektive geschrieben. Aber immerhin schön, dass der Autor hier mal einen breiteren Rahmen skizziert hat. Kapitel 2 - Ertragsmodelle Im zweiten Kapitel "Ertragsmodell" geht es um direkte und indirekte Ertragsmodell im Web-Business. Sicher ist es sinnvoll, diese einmal explizit vorzustellen und die verschiedenen Geschäftsmodelle zu kategorisieren. Nun ist es so, dass seit vielen Jahren jedermann kostenlose und kostenpflichtige Dienste im Internet nutzt. Etwas bislang unbekanntes wird man hier also kaum erfahren. Immerhin kennt man die Beispiele für Ertragsmodelle so aus eigener Anschauung und ordnet sie in einen übergreifenden begrifflichen Rahmen ein. Kapitel 3 - Struktur des Web-Business Das dritte Kapitel "Struktur des Web-Business" stellt schließlich ein theoretisches Werkzeug oder Modell vor, mit dem sich verschiedene Aspekte des Web-Business untersuchen lassen: Die Web-Business Pyramide. Diese ist für das Modul wichtig, denn sie bildet eine Art Klammer, die alle folgenden Kapitel zusammenhält. Immer wieder wird dort der Bezug zur Web-Business Pyramide hergestellt und sie stiftet auch einen Zusammenhang zwischen den Kapiteln. Die Pyramide hat vier Seiten, die in den folgenden Kapitel näher betrachtet werden. Die erste Seite ist dabei die Konversionsseite. Sie beschreibt die Rollenwechsel vom noch anonymen Besucher einer Web-Präsenz zum Stammkunden, der sich mit geringerem Aufwand ansprechen und motivieren lässt. Jede Rolle entspricht einer Stufe der Pyramide. Der Besucher wird zum Interessenten, indem er auf der Seite verweilt und sie erkundet. Er wird zum Kaufwilligen, indem er etwas in den Warenkorb legt und persönliche Informationen preisgibt. Er wird zum Käufer, indem er eine Bestellung ausführt. Und im besten Fall wird er zum Stammkunden, der die Seite künftig gezielt und mit Kaufabsicht aufsucht. Die Pyramidenform soll dabei verdeutlichen, dass jeweils nur ein kleiner Teil der Nutzer die nächste Stufe der Pyramide erreicht. Bildet man den Quotienten aus den Nutzerzahlen zweier aufeinanderfolgender Stufen, so erhält man eine Konversionsquote, eine Maßzahl dafür, wie gut der Übergang von einer Stufe zur anderen gelingt. Ziel des Betreibers einer Präsenz ist, Konversionsquoten zu steigern. Die folgenden Kapitel beschäftigen sich damit, wie dies geschehen kann. Eine gute Suchmaschinenoptimierung soll z.B. nicht einfach nur mehr Besucher auf die eigene Web-Präsenz lenken, sondern solche, für die das eigene Angebot relevant ist. Sonst verlassen die Besucher die Seite nach dem ersten Eindruck wieder. Interessieren sich die Besucher für die dargebotenen Inhalte, so wird die Usability der Seite wichtiger, damit sie auch dort bleiben. Die anderen Seiten der Web-Business Pyramide beschäftigen sich mit den Kostenarten, mit dem Marketing und mit den Prinzipien, die Entscheidungen des Webseiten-Betreibers leiten. Diese sind jeweils auf Stufen der Konversionsseite bezogen. Auf jeder Stufe gibt es also korrespondierende Kostenarten, Marketingschwerpunkte und leitende Prinzipien. Das Modell Web-Business Pyramide fand ich interessant. Leider ist das Buch ziemlich komprimiert geschrieben. Neben allgemein bekanntem Wissen stehen Formulierungen, die wohl eher für BWL-affine Leser verständlich sind. Kapitel 4 - Aufbau der Web-Präsenz Im Kapitel "Aufbau der Webpräsenz" werden Hinweise zur Gestaltung einer Web-Präsenz gegeben. Hier geht es nicht darum, wie so etwas technisch umgesetzt wird, sondern um Dinge wie Zielgruppenausrichtung, Corporate Identity, Arten der Führung durch die Seite und verschiedene Arten der inhaltlichen Ausrichtung. Die vermittelten Begrifflichkeiten fand ich zum Teil nützlich und interessant. Auch diese Kapitel waren aber für meinen Geschmack sehr dicht geschrieben. Von einem langsameren und expliziteren Vorgehen mit mehr Fallbeispielen hätte ich als Leser profitiert. Schlagworte dieses Kapitel sind z.B. der Primacy-Effekt oder der Halo-Effekt. Die restlichen Kapitel Die restlichen Kapitel "Verkauf im Web-Business", "Vertrieb im Web-Business", "Marketing im Web-Business" und "Potentiale im Web-Business" nehmen immer wieder Bezug auf das Modell Web-Business Pyramide. Das ist gut. Leider sind auch sie recht dicht geschrieben. Von Kapitel zu Kapitel werden oft ähnliche Konzepte wiederholt, wobei sich der Blickwinkel ändert. Das ist an sich kein schlechtes didaktisches Konzept. Leider wirkt die Umsetzung auf mich eher repetitiv und kann die gedrängte Darstellung innerhalb der Kapitel nicht ausgleichen. Insgesamt lässt mich das Lehrbuch unbefriedigt zurück. Viele Themen werden mir zu knapp vorgestellt. Natürlich wäre es empfehlenswert, eigenständig weitere Fachliteratur zu lesen, auf die im Lehrbuch auch verwiesen wird. Aber die Darstellung ist hier z.T. so knapp, dass es zumindest mir schwer fällt, zu erkennen, welche der angegebenen Quellen für mich lesenswert wären. Vielleicht macht sich hier bemerkbar, dass dies ein Lehrbuch für Studierende aus dem Studiengang Wirtschaftsinformatik ist, denen eine betriebswirtschaftliche Perspektive vertrauter ist. Sehr gut gefallen hat mir, dass im ersten Kapitel eine Einordnung in einen weiteren gesellschaftlichen und historischen Kontext versucht wurde. So etwas würde ich mir auch von anderen Autoren und in anderen Modulen wünschen. Tests und Aufgaben Die Tests waren für mich zum Teil hilfreich, mein Verständnis des Stoffes zu entwickeln. Leider waren die Lösungen spärlich kommentiert, so dass mir bei einem Fehler nicht immer klar war, warum ich falsch gelegen hatte. Mittlerweile halte ich kommentierte Testergebnisse für wünschenswert, auch wenn manche Autoren der Ansicht sind, unkommentierte Lösungen seien förderlicher für eigenständiges Denken. In einer Lehrveranstaltung würde ein Dozent zwischendurch Fragen stellen. Die Antworten würde er üblicherweise nicht nur mir "richtig" oder "falsch" bewerten, sondern inhaltlich darauf eingehen. Diese Art von Interaktion in einer Vorlesung fehlt im Fernstudium. Tests mit Verständnisfragen zum Stoff könnten die Nachfrage des Dozenten simulieren, gut kommentierte Lösungen seine Rückmeldungen. Die Aufgaben zielten mir zu sehr auf Reproduktion des Stoffes, z.B. durch Erklären von Konzepten und Begrifflichkeiten. Ein gewisser Transfer kam dadurch ins Spiel, dass man immer wieder konkrete Beispiele nennen sollte. Da konnte man dann auf bekannte Web-Präsenzen verweisen, auf denen dieses oder jenes Prinzip (hoffentlich gut) umgesetzt ist. Im Vergleich zu Modulen der Softwaretechnik oder Programmiermodulen kam mir aber hier das aktive Problemlösen zu kurz. Präsenzklausur Die Präsenzklausur war gutmütig gestellt, weil sich Art und Inhalte der Aufgaben z.T. recht eng an den Einsendeaufgaben orientierten. Wer alle Aufgaben macht und die erhaltenen Rückmeldungen verwertet, sollte gut vorbereitet sein. Fazit Dieses Modul wäre für meinen Studiengang nicht zwingend gewesen. Ich habe es belegt, um meine eher technische Sicht auf Web-Anwendungen um eine betriebswirtschaftliche Perspektive zu ergänzen. Das Modul ordnet viele Phänomene in einen begrifflichen Rahmen ein, die eigentlich jedem Nutzer des Webs bekannt sein sollten. Daher meine ich, man hätte an einigen Stellen tiefer schürfen dürfen. Nicht gut zurechtgekommen bin ich mit der sehr dichten Darstellung. Mehr Seiten hätte man z.B. nutzen können, um Aussagen durch mehr Fallbeispiele zu verdeutlichen. Interessant wäre z.B. gewesen, bei mehr Themen mehrere Web-Präsenzen gegenüber zu stellen und diese zu vergleichen. So etwas wäre auch eine schöne Einsendeaufgabe gewesen. Die Aufgaben hätten stärker den Aspekt Wissenstransfer und Problemlösung betonen dürfen. Statt bestimmte Prinzipien zu beschreiben und zu erklären, hätte man doch auch Konzepte für Web-Präsenzen entwickeln können, in denen sie umgesetzt werden. Aufgaben dieser Art gab es z.B. im Modul "Web-Design und -Ergonomie". Rückblickend betrachtet würde ich mich heute lieber für ein anderes Wahlpflichtmodul entscheiden, z.B. für das technischere Modul "ERP-Systeme". Gleichwohl bin ich nach diesem Modul nun "scheinfrei" und das ist natürlich ein schönes Gefühl. Weitere Module werde ich in diesem Blog nicht mehr vorstellen. Für diejenigen Leser, die sich für den Studiengang "Wirtschaftsinformatik" bei Springer Campus interessieren: Mein Blog deckt zwar recht viele Pflichtmodule dieses Studiengangs ab, aber es fehlen auch einige: - Grundlagen BWL - Strategisches Mangement und Controlling - Human Resources - Grundlagen Wirtschaftsinformatik - ERP-Systeme Vielleicht werden diese Lücken einmal von anderen Bloggern geschlossen. An diesem Punkt meines Studiums blicke ich nun zurück auf insgesamt 39 Präsenz-Klausuren und ähnlich viele Online-Abschlussklausuren und -Tests, auf hunderte Einsendeaufgaben und eine in jedem Fall vierstellige Zahl von Online-Tests. Ich bin nun froh, diesen Abschnitt meines Studiums hinter mir zu lassen. Ab nächste Woche werde ich mich auf meine Bachelorarbeit konzentrieren. Nun heißt es, "ohne Stützräder fahren" und "selbst die Balance halten", auch wenn im Hintergrund noch jemand steht, der meine Fahrversuche kritisch beobachtet und begleitet.
  10. Ich wäre schon gerne schneller gewesen. Aber gegen Ende blieben ein paar Module übrig, die mir nicht so lagen, und die ich vor mir hergeschoben hatte. Ich habe unterschätzt wie sehr sich das auswirken würde. Aber egal, das ist jetzt geschafft. Der Blick geht nach vorne auf die Bachelorarbeit. Hab heute eine Kommilitonin getroffen, die schon total weit ist mit ihrer. Immer interessant, zu hören, wie's bei den Mitstreitern läuft.
  11. Heute habe ich in Heidelberg meine letzte Prüfung im Modul "Electronic Business" abgelegt. Da ich mir ziemlich sicher bin, bestanden zu haben, kann ich sagen: "Ich bin scheinfrei." Das ist ein gutes Gefühl, denn obwohl mir mein Studium große Freude gemacht hat, so habe ich - zumindest im Moment - keinen Appetit mehr auf Module, Einsendeaufgaben und Klausuren. Scheinfrei heißt natürlich nicht fertig. Die Bachelorarbeit steht noch an. Angemeldet ist sie inzwischen. Ein bisschen geschrieben habe ich auch schon. Die Zeit zur Erstellung einer Latex-Vorlage war gut investiert. Ich kann mich gut auf's Schreiben konzentrieren und das erzeugte PDF sieht ganz gut aus. Jetzt freue ich mich auch darauf, mit der Bachelorarbeit ein eigenes Thema erkunden zu dürfen und meinen Lernprozess selbstständig zu gestalten. Aber das geht erst nächste Woche wieder los. Ich gönne mir jetzt Kaffee und Kuchen in der Kantine. Ein paar Kommilitonen schreiben noch die nächste Prüfung, aber für mich beginnt nun mein Wochenende. Ein Modulbericht zu "Electronic Business" folgt noch, könnte diesmal aber etwas knapper ausfallen.
  12. Witzigerweise geht es bei dem verlinkten Thema ja darum, dass den Schülern Anwendungsaufgaben zu schwer waren. Die sind bei Schülern nämlich oft unbeliebt, weil mit einer Transferleistung verbunden.
  13. Das Erlebnis, Dinge zu verstehen, bei denen man das nicht für möglich gehalten hätte, stelle ich mir ziemlich motivierend vor. Die Sache ist ja die: Man versteht irgendeine Kleinigkeit, aber fühlt sich noch gar nicht wie ein Erfolg an. Dann versteht man mit viel Mühe die nächste Kleinigkeit. Und so weiter. Aber wenn man nach einer Weile zurückschaut, stellt man manchmal fest, dass man doch ganz schön weit gekommen ist. Das ist wichtig.
  14. @roth Ich könnte mir vorstellen, dass der Zusammenhang zwischen Mathematik und Elektrotechnik doch inniger ist als der zwischen Mathematik und Informatik. Die meisten meiner Mitstudierenden nennen jedenfalls Mathematik als den Teil des Studiums, der ihnen schwer gefallen ist. So berichten es mir auch Studierende anderer Hochschulen, egal ob nun Fern- oder Präsenzhochschule, FH oder Uni. In den meisten Informatik-Studiengängen wird in Mathematik ein Schwerpunkt auf lineare Algebra und Analysis gelegt. Das dürfte daran liegen, dass die Informatik in ihren Anfängen noch näher an der Elektrotechnik war, und man daher eher Mathematik für Ingenieure vermittelt hat. Relevant für die meisten Entwickler sind vergleichsweise grundlegende Kenntnisse in Logik, Mengenlehre und evtl. Graphentheorie. Wer in irgendeiner Form mit Datenanalyse zu tun hat, findet Statistik nützlich. Meiner Meinung nach wäre es durchaus eine Überlegung wert, die in Mathematik behandelten Themen zumindest in manchen Informatik-Studiengängen anders zu gewichten. Ein bisschen weniger Analysis und lineare Algebra, dafür mehr Statistik, Graphentheorie oder Grundlagen der Kryptographie. Theoretische Informatik ist natürlich noch mal ein Gebiet für sich. Ich kenne wenige Informatiker, die sich dafür interessieren. Man könnte sagen, dass das der "philosophische" Teil der Informatik ist. Den meisten Informatikern, die ich kenne, ist das zu "abgehoben". Die sind eher Macher und wollen konkrete Probleme lösen.
  15. @SvenJJ Noch ein Tipp, für den Fall, dass die Luft doch noch nicht so ganz raus ist. Der Manning Verlag bringt bald das Buch "Math for Programmers" raus. Inhaltlich deckt es Bereiche der Mathematik ab, die in jedem Fall zum Curriculum eines Informatik-Studienganges gehören. Also z.B. Dinge wie Vektoren, lineare Algebra und affine Abbildungen, die Grundlage für Vektorgrafik sind. Diese Kapitel sind schon fertig. Aber auch Analysis, z.B. um Dinge wie Bewegung und Beschleunigung zu simulieren. Hier ist bislang erst ein Kapitel fertig, aber es kommen nach und nach neue hinzu. Im letzten Teil des Buches soll es um mathematische Grundlagen künstlicher neuronaler Netze gehen. Davon ist noch nichts fertig, aber ich würde annehmen, dass z.B. Matrizenrechnung eine Rolle spielt. Der besondere an dem Buch: Mathematik wird hier nicht mit Papier und Bleistift betrieben sondern "in Code". Alle vorgestellten mathematischen Sachverhalte werden als kleine Programme realisiert, in diesem Fall am Beispiel der Sprache Python, die ja für Einsteiger auch recht zugänglich ist. Auch Visualisierung spielt früh eine Rolle. Dazu benutzt man z.B. die Bibliothek PyGame. Die Übungsaufgaben sind meist kleine Programmieraufgaben. Vielleicht wäre das ja motivierender für dich? Du würdest Dich mit relevanter Mathematik beschäftigen, aber eben durch die Brille der Programmierung und indem du programmierst. Es gibt also mittlerweile durchaus andere Zugänge zur Mathematik eines Informatikstudiums an der FH, auch wenn Du für eine Klausur trotzdem lernen und üben müsstest, den Kram auch mit Papier und Bleistift zu können. Aber zumindest wäre bei diesem Ansatz klar, was Mathematik mit Informatik zu tun hat. Voraussetzung ist natürlich die Fähigkeit, Englisch lesen zu können, aber das lässt sich in der Informatik ja ohnehin nicht vermeiden. Man erwirbt solche Vorabveröffentlichungen als PDF zu einem reduzierten Preis, erhält automatisch Benachrichtungen, wenn neue Kapitel verfügbar sind und natürlich auch die endgültige Version, wenn es fertig ist. Für so etwas könnte man sich ja mal ein Jahr lang Zeit nehmen, um zu testen, wie nachhaltig das Interesse an Informatik ist. Ohne den Druck, dass in bestimmter Zeit etwas fertig sein muss. Habe ich übrigens ähnlich gemacht. Ich habe das Buch "Java lernen mit BlueJ" durchgearbeitet, auch die ganzen Übungen und kleinen Programmierprojekte gemacht, um zu schauen, ob mir so etwas überhaupt Spaß machen könnte. Hat ungefähr ein halbes Jahr gedauert, aber das hat mir bei meiner Entscheidung für das Studium sehr geholfen.
×
×
  • Neu erstellen...