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kurtchen

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Alle erstellten Inhalte von kurtchen

  1. Hast Du ein Abitur? Grundsätzlich geht es in Psychologie nicht ohne Statistik. Allerdings meine ich, dass sich ein anwendungsbezogenes Statistikwissen durchaus aufbauen lässt, ohne Analysis zu verstehen. Du verstehst dann wahrscheinlich nicht, wie man Flächenanteile unter einer Glockenkurve berechnet, aber die kann man ja nachschlagen bzw. Software nutzen. Wichtiger ist, dass Du z.B. Hypothesentests verstehst. Das erscheint mir möglich. Ich finde den Tipp von TomSon gut: Wende Dich an die SRH und versuche, ob du genaueres zu den Inhalten erfahren kannst. Die meisten Hochschulen haben mittlerweile recht detaillierte Modulhandbücher. Prinzipiell denke ich, dass ein Analysis-Modul auf FH-Niveau zumindest bestehbar ist, wenn man grundlegende Techniken und Verfahren lange genug übt, um sie zu automatisieren. Die Frage ist, wie hoch der Aufwand für Dich ist und ob Du dazu bereit bist. Wenn's wirklich nur Analysis ist und Du mit Statistik zurecht kommst, könnte es schon sein, dass Du das Problem mit einem Hochschulwechsel umgehen kannst. An sich meine ich, dass es zu einem Studium gehört, sich auch mal durch was zu beißen, das partout nicht schmecken will. Bei mir war das z.B. externes Rechnungswesen. Aber speziell bei Mathe erlebe ich immer wieder, dass Leute an individuelle Grenzen stoßen.
  2. An welcher Hochschule studierst du denn aktuell?
  3. Das mit den Stunden pro Tag ist immer schwer zu sagen. Das ist individuell sehr unterschiedlich und kann bei der gleichen Person auch von Modul zu Modul stark schwanken, je nachdem, wie Inhalte, Vermittlungsform, Interessen und individuelles Begabungsprofil zueinander passen. Daher möchte ich lieber ein paar allgemeine Tipps formulieren, wie Du rein kommst und einen Arbeitsrhythmus findet. Regelmäßige Erfolgserlebnisse durch abgeschlossene Module sind sehr wichtig. Darum solltest Du "in Bewegung" zu bleiben. Ich würde also versuchen, möglichst jeden Tag zumindest ein bisschen was zu machen, auch wenn's vielleicht an manchen Tagen nur für 15 Minuten reicht. Je länger die Sache liegt, umso schwieriger wird es, den Faden wieder aufzunehmen. Aus dem gleichen Grund halte ich es für wichtig, sich Etappenziele zu stecken. Ein Bachelor an einer Präsenz-FH hat üblicherweise 180 ECTS und läuft über 6 Semester. Das sind also 30 ECTS pro Semester, also ca. 5 ECTS pro Monat. Da Du berufsbegleitend studieren willst, wirst Du wahrscheinlich nicht das gleiche Tempo vorlegen können. Du könntest z.B. veranschlagen, dass Du erst mal halbes Tempo schaffen willst. Dann würdest Du alle 2 Monate ein Modul a 5 ECTS abschließen. Wenn Du anfängst ein Modul zu bearbeiten, hast Du also klar, dass Du in 8 Wochen Klausurreife erlangen möchtest. Du siehst, wie umfangreich das Skript oder das Lehrbuch ist, was an Übungsaufgaben ansteht und so weiter. Also kannst Du Dir grob einteilen, was Du pro Woche schaffen müsstest, um da hin zu kommen. Ich würde mal versuchen, das über mehrere Module durchzuziehen. Nach 2-3 Modulen kannst Du selbst am besten einschätzen, wie viel Zeit Du reinstecken musst, was für Noten Du damit rausholst und welchen persönlichen Preis Du dafür zahlst. Dann weißt Du auch, ob Du das Tempo steigern kannst oder reduzieren musst.
  4. An meiner Hochschule (Springer Campus) gab es den Vorteil, dass neben dem Bachelor auch sogenannte Hochschulzertifikate angeboten wurden. Die wurden während des Bachelors automatisch erworben und zugeschickt, wenn man die entsprechenden Modulkombinationen abgeschlossen hatte. Das war für mich damals tatsächlich etwas, was mir die Entscheidung für das Studium erleichtert hat. In den ersten Semestern hatte ich diese Zertifikate als Etappenziele vor Augen. Das hat auch ein bisschen die Reihenfolge beeinflusst, in der ich Module gebucht habe; dass dann schon mal ein greifbarer Erfolg da ist, der wieder motivierend wirkt. Ab etwa der Hälfte des Studiums war mir das dann nicht mehr so wichtig, weil ich inzwischen wusste, dass ich es schaffen kann. Ich habe versucht, im Vorfeld möglichst viel über die Inhalte des Studiums zu erfahren. Außerdem habe ich in Eigenregie ein paar Fachbücher durchgearbeitet, um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob ich der Sache fachlich gewachsen wäre. Mathematik hat mir im Vorfeld Sorgen gemacht. Zu Schulzeiten war ich zwar ganz gut, aber das lag lange zurück. Außerdem sagten Kommilitonen, dass Mathematik eines der Fächer sei, an denen das Studium scheitern könne. Also habe ich zugeschaut, dass ich Mathematik zügig angehe und in den ersten drei Semestern abräume, um einen Studienabbruch nicht zu verschleppen. Bezogen auf deine Eingangsfrage kann ich sagen, dass sich die Motivation und Einstellung bei mir im Laufe des Studiums verändert hat. Grundsätzlich gab es auch am Anfang den Wunsch, den Bachelor abzuschließen, aber noch nicht die Gewissheit, ob das für mich in meiner Lebenssituation (Beruf/Kinder) auch realistisch war. Daher war in den ersten Semestern die Haltung eher: Mal probieren. Nachdem dann klarer wurde, dass das Studium durchaus zu meinem Begabungsprofil passt und ich es mit meinen sonstigen Verpflichtungen vereinbaren kann, war die Haltung eher: Durchziehen. Ich empfehle zwar, sich vorher gut zu informieren, halte es aber für unmöglich, alle Unsicherheiten auszuräumen. Erfahrungen anderer Studierender sind nützlich und interessant, aber letztlich erfährst Du erst im Studium, wie Du selbst mit der Situation zurechtkommst. Insofern halte ich es für realistisch, die ersten zwei Semester als Testphase zu begreifen, wo Du auch einen guten Rhythmus zwischen Studium und Leben finden musst.
  5. Ah, die VHB, die hatte ich vergessen. Da gibt es auch VHB Classic; da kann man in vielen Modulen auch Prüfungsleistungen ablegen. Groß ist das Angebot im Bereich Philosophie zwar nicht, aber für die Lehrämtler gibt es neben einem Ethik-Modul immerhin noch eine Einführung in die Aussagen- und Prädikatenlogik. (Logik gehört eigentlich zu jedem Philosophie-Grundstudium.)
  6. Philosophie ist ein weites Feld. Im deutschsprachigen Raum kenne ich eigentlich nur die FU Hagen, die ein umfassendes Angebot machen kann. Thematisch eingegrenzter und noch ganz neu ist das Hochschulzertifikat Technoethik der TU Kaiserslautern. Das geht über 2 Semester. Struktur in etwa so: Im ersten Semester allgemeine Ethik. Im zweiten Semester gabelt es sich. Entweder Medizinethik oder Ethik der Informatik. Falls du in einem dieser Bereiche tätig bist, könnte es ja eventuell ganz interessant sein, philosophische Themen mit Berufsbezug zu behandeln. Die Sache ist klar auf Hochschulniveau, also keine Readers Digest Philosophie. Nötig ist allerdings ein erster Hochschulabschluss. Im Vergleich zu FU Hagen kostet es auch ganz schön. Früher hatte auch die britische Open University gute Angebote im Bereich Philosophie. Da bin ich nicht mehr auf dem laufenden, seit die Studiengebühren in England durch die Decke gegangen sind.
  7. Wenn's ein berufsbegleitendes Studium wird, würde ich empfehlen, die Anbieter auch hinsichtlich flexibler Zeiteinteilung und Vereinbarkeit von Studium und Beruf zu vergleichen. Ich hab mal als Gasthörer ein Modul an der Wings belegt. Didaktisch war das toll. Allerdings hat die Wings einen relativ festen Semestertakt. Für ein ergänzendes Modul ging das in Ordnung. Für ein ganzes Studium hätte ich mich das nicht getraut. Ich wollte die Sicherheit, den Workload durch"s Studium je nach beruflicher und familiärer Belastung rauf- und runterfahren zu können. Das geht oft eher bei privaten Anbietern. Das soll aber kein Einwand gegen die Wings sein. Die haben attraktive Angebote. Aber diesen Punkt solltest du auf jeden Fall recherchieren und bedenken. Wichtig finde ich auch das Thema Studienmotivation. Wenn"s nur ums Papier für den Fall X geht, stelle ich es mir schwer vor, ein Projekt von der Größenordnung durchzuhalten Also noch mal überlegen, ob es da nicht doch fachlich noch etwas zu entdecken und gewinnen gibt. Ich finde, Frau Kanzler hat da gute Punkte formuliert.
  8. Geschäftsprozess-Management, externes Rechnungswesen, Unternehmensführung, solche Sachen.
  9. Ich hab mal auf deren Homepage geschaut. Da sieht es so aus, als seien das 2 Module a 8 ECTS also ingesamt 16 ECTS. Es kommt natürlich immer darauf an, wie tiefgehend diese Inhalte behandelt werden, aber oberflächlich betrachtet würde ich sagen, dass angegebener Workload und Inhalte schon zueinander passen. Bei einem Bachelor IT-Sicherheit hielte ich es für optimal, wenn man ein bisschen Zahlentheorie ins Curriculum aufnehmen und dafür etwas anderes rausschmeißen würde. Die WBH bildet auch Ingenieure aus. Das merkt man ein bisschen an den inhaltlichen Schwerpunkten im Mathe-Curriculum (z.B. Fouriertransformation). Es gibt sicher auch FHs, bei denen Du mit etwas weniger Mathematik auskommst. Andererseits hat die WBH den Ruf, in Mathe wirklich gute Skripte zu liefern. Beim ersten Mathemodul sehe ich viele Anknüpfungspunkte mit der Oberstufenmathematik. Beim zweiten Modul sind einige Themen dabei, die für Abiturienten typischerweise Neuland sind. Meine Tipps wären: - Belege Mathe 2 zügig nach Mathe 1. - Belege parallel zu Mathe 2 nichts anderes. - Arbeite in dieser Zeit am besten täglich mit dem Stoff, auch wenn's an manchen Tagen nicht viel ist. - Bleibe dran, bis es abgeschlossen ist. - Finde dich damit ab, dass es mehr Arbeit macht als andere Module mit vergleichbarem Workload in ECTS. Dafür kommt auch irgendwann mal ein Modul, das Dir leicht fällt.
  10. Als ich mich das letzte Mal mit dem Angebot der FU Hagen beschäftigt habe, war ein eigentlich geplantes Modul zu künstlichen neuronalen Netzen (mit Lehrsprache Python) wieder verschwunden. Das Modul "63415 Information Retrieval" gibt es. Außerdem das Fachpraktikum "63784 Scientific Programming in Python". Da geht es unter anderem um Bibliotheken wie Numpy, Matplotlib und Pandas, die im Data Science Umfeld gerne genutzt werden. Dieses Modul soll aber nicht jedes Semester angeboten werden. Es gibt ein sicher sehr interessantes Modul "64212 Deduktions- und Inferenzsysteme", aber das ist klassische, regelbasierte KI. Insgesamt kann ich an der FU Hagen noch keine Konturen eines Data Science Profils erkennen. Wenn's ein Fernstudium mit inhaltlichem Fokus Data Science sein soll, kenne ich bislang Angebote von privaten FHs (z.B. IUBH, WBH, AKAD). An staatlichen FHs gibt es z.B. den Master an der HS Albstadt-Sigmaringen oder - ein paar Nummern kleiner - das Hochschulzertifikat der Beuth Hochschule in Berlin. Deren Studiengebühren sind aber nicht günstiger als die privater Akteure.
  11. Als ich mich das letzte Mal mit der WBH beschäftigt habe, war es so, dass man sich erst einmal registrieren musste, um Unterlagen zu Struktur und Inhalten des Studiums zu erhalten. Ich bekam damals eine vermarktungsorientierte Broschüre, kein richtiges Modulhandbuch. Insofern kann ich zu Umfang und Inhalten der Mathemodule an der WBH nichts aus eigener Anschauung besteuern. Ich habe aber immer wieder gehört,dass die Mathemodule der WBH didaktisch gut gemacht sein sollen, obwohl ein solides fachliches Niveau erreicht wird. Das ist zwar keine Antwort auf deine Eingangsfrage, aber ich halte das trotzdem für erwähnenswert. Vielleicht gibt es ja im Forum noch WBH-Studenten, die aktuelle Erfahrungen beisteuern können. Bei mir ging insbesondere für Lineare Algebra und Analysis aber auch für Interpolation, Approximation und Grundlagen der Krytographie (wichtig für IT-Sicherheit) deutlich mehr Zeit drauf als für andere Module. Lag zum Teil sicher daran, dass das Abi bei mir schon eine Weile her war. Da brauchte ich eine Einstiegsphase, um wieder reinzukommen. Es reicht ja nicht, den Stoff nur zu verstehen. Man muss üben, um Geläufigkeit zu erzielen, auf Tempo zu kommen und wenig Fehler zu machen. Leichter fielen mir Themen wie Logik, Mengenlehre, Relationen, Algebraische Strukturen, Graphentheorie, Numerik und - zu meiner Überraschung - Statistik. Ich habe schon zugeschaut, dass ich die Mathemodule nicht unnötig vor mir herschiebe. Zu Beginn meines Studiums haben mir mehrere Profs gesagt, dass es, falls es zum Studienabbruch kommt, oft an Mathe liegt. Darum sei es gut, in diesem Punkt bald Klarheit zu gewinnen. Ein Studienabbruch ist nicht schön, aber ein relativ früher Abbruch wegen erwiesener fachlicher Übeforderung ist besser als ein verschleppter.
  12. Ich denke, das kann man so pauschal nicht beantworten. Informatikstudiengänge können einen unterschiedlich hohen Anteil an Mathematikmodulen haben. Bei mir waren es z.B. 4 Module von je 5 ECTS, an manchen Hochschulen reichen aber schon 10 ECTS, an andern kann es auch mehr sein. Auch die Inhalte können sich erheblich unterscheiden. In vielen Studiengängen spielen Lineare Algebra und Analysis eine größere Rolle, aber nicht immer. Der Studiengang IT-Analyst der HS Kaiserslautern konzentriert sich z.B. auf Diskrete Mathematik und Statistik, was ich für Informatiker gar nicht schlecht finde. In meinem Studiengang wurden Methoden zur polynomialen Interpolation und Approximation vermittelt, was ich in anderen Curricula eher selten sehe. Finanzmathematik spielte bei uns gar keine Rolle, aber in manchen Wirtschaftsinformatik-Studiengängen ist das ein eigenes Modul. Kommt also drauf an. Um welchen Informatikstudiengang geht es denn genau?
  13. Diese Studiengänge sind an der SRH Riedlingen noch recht neu. Allerdings existierten sie vorher in anderer Form, denn sie wurden von Springer Campus in Zusammenarbeit mit der staatlichen FH Dortmund angeboten, die damals auch die Abschlüsse verlieh. Ich habe von September 2015 bis Dezember 2019 den Studiengang Web- und Medieninformatik studiert und konnte noch in Dortmund abschließen. Über den Verlauf meines Studiums habe ich einen Blog verfasst, den du hier findest. Die Änderungen, die sich mit der Übernahme durch die SRH Riedlingen ergeben haben, kenne ich natürlich nicht aus eigener Anschauung. Mir scheint aber, dass die SRH einige Module übernommen hat, so dass manche meiner Modulberichte noch einigermaßen aktuell sein könnten. Bei Springer gab es zu jedem Modul ein Lehrbuch, das 1:1 auch in der Lernplattform aufbereitet war. So konnte man z.B. im Bus im Lehrbuch lesen und zu Hause am Rechner nahtlos an der gleichen Stelle am Bildschirm weiterarbeiten. Ich fand, das Studium vermittelte gute Grundlagen in der Programmierung (durchgehend am Beispiel der Sprache Java). Auch den Bereich Softwaretechnik fand ich gut abgedeckt. Im Bereich Webinformatik lag der Schwerpunkt klar auf serverseitiger Programmierung. Das Thema Front-End fand ich dagegen nicht gut abgedeckt. Näheres findest Du in meinen Blogbeiträgen. Du hattest konkret nach den Modulen "Webprogrammierung" und "XML" gefragt. Das Modul "Webprogrammierung" war für unsere Wirtschaftsinformatiker das einzige Modul, dass sich mit dem Thema beschäftigte. Insofern ging es darum, einen Überblick zu vermitteln. Es war nicht so, dass man am Ende Javascript oder PHP konnte. Für uns Webinformatiker gab es dann Module, die einige dieser Themen ausführlicher behandelten. Das Modul "XML" ist ein Beispiel dafür. Insgesamt fand ich das Curriculum im Vergleich zu anderen FHs schon recht praxisbezogen. Die Kommilitonen haben natürlich immer geklagt, dass sie lieber dieses oder jenes aktuelle Framework lernen würden oder statt Java lieber in Sprache XY programmieren würden, die sie auf der Arbeit verwenden. Aber in einem Studium geht es eigentlich um das Vermitteln von übergeordneten Konzepten mit längerer Halbwertszeit. Sprachen und Frameworks lernst Du, wann und wie Du sie brauchst. Dass Statistik nun anscheinend in ein anderes Mathemodul integriert wurde, finde ich nicht so gut. Wir hatten dafür ein eigenes Modul von 5 ECTS und insgesamt hatten wir 20 ECTS Mathematik. Die Klage, die ganze Mathematik brauche man in der Praxis doch nie wieder, habe ich im Studium oft gehört. Rückblickend würde ich mir wünschen, ich hätte mehr Mathematik belegen können. Was man modellieren kann, kann man auch programmieren. Insbesondere Statistik halte ich für sehr wichtig.
  14. Die Seitenzahl lässt - für sich genommen - ja noch keine sicheren Schlüsse auf den Umfang zu: Schriftgröße, Ränder, Zeilenabstände, Häufigkeit vom Abbildungen etc. Aber bei einer Reduktion von 90 auf 60 Seiten würde ich mich schon fragen, inwiefern du genug verdichtet hast. Meine grobe Richtschnur wäre: 1 Absatz Ausgangstext -> 1 Satz Zusammenfassung (Mit Zielrichtung einfacher Aussagesatz.) Damit sollte schon eine Reduktion auf 20-25% drin sein. Wie eingangs erwähnt kann es Gründe geben, auch mal in die andere Richtung zu gehen, aber insgesamt würde ich zu mehr Verdichtung raten. Also weniger schreiben; lieber nach jedem Abschnitt überlegen: "Wenn ich hieraus nur EINEN Gedanken mitnehmen dürfte, welcher wäre das."
  15. Ich studiere nicht an der IUBH, aber zur Frage von Zusammenfassungen möchte ich sagen, dass Art und Umfang von Zusammenfasssungen sich bei mir je nach Stoff und Art der Präsentation stark unterschieden haben. In Modulen, bei denen es eher auf Faktenlernen ankam, habe ich manchmal mit Karteikarten gearbeitet. Aber auch Mindmaps habe ich manchmal mit gutem Erfolg eingesetzt. Hier wurde dann Stoff stark verdichtet. War ein Lehrtext recht ausführlich geschrieben, habe ich oft Anmerkungen oder kurze Zusammenfassungen von Absätzen oder Kapiteln direkt ins Lehrbuch gekritzelt. Auch das war natürlich stark verdichtend. In Mathemodulen habe ich dagegen oft exemplarische Rechenwege mit sehr ausführlichen Kommentaren erstellt. Dabei habe ich mir vorgestellt, dass ich es jemandem erkläre, der die Passage im Lehrbuch gelesen aber nicht begriffen hat. Das fiel - für sich genommen - natürlich umfangreicher aus als die entsprechende Passage Lehrbuch. Manchmal hatte ich auch mit Lehrtexten zu tun, die sehr dicht geschrieben waren. Dann war es oft nötig, in meinen Zusammenfassungen den Lehrtext und Einsichten aus der Sekundärliteratur in einen Zusammenhang zu bringen. So wurde der knappe Lehrtext dann eher angereichert. Bei manchen Themen war es für mich hilfreich, viele Diagramme zu zeichnen. Zum Beispiel ist es mir anfangs schwer gefallen, mir in meinem Modul "Algorithmen und Datenstrukturen" die verschiedenen Rotationen von sogenannten Balanced Trees vorzustellen. Also habe ich viele Sequenzen gezeichnet, wie Bäume beim Einfügen und Löschen von Elementen Schritt für Schritt umgebaut werden. Das war dann deutlich mehr Papier als im Lehrbuch. Aber so habe ich's schließlich begriffen und konnte Vorgänge auch vor meinem geistigen Auge ablaufen lassen. Ich sehe Zusammenfassungen in erster Linie als eine Form der aktiven Auseinandersetzung mit dem Stoff, mit dem Ziel, ihn sich "zu eigen" zu machen. In der Regel dient Verdichtung diesem Zweck, denn sonst riskiert man, einfach alles abzuschreiben, ohne eigenen gedanklichen Beitrag. Aber manchmal kann es nötig sein, den präsentierten Stoff auszuwalzen, anzureichern oder mit anderen Inhalten zu verknüpfen, um ihn sich zu eigen zu machen. Insofern würde ich sagen, du machst so viel, wie nötig ist, damit es "deins" wird.
  16. Oh, den kenne ich. Hat mir gut gefallen, z.B. weil man nebenbei ein bisschen über Weinbau erfährt. Interessant fand ich auch die Szenen, bei denen die Kinder des Winzers schon in jungen Jahren Wein verkosten und ihre Geschmacks- und Geruchseindrücke artikulieren sollten, um ihre Wahrnehmungsfähigkeit zu trainieren. Ich kenne Mersault im Sommer. Durch diesen Film habe ich nun auch eine Vorstellung von den anderen drei Jahreszeiten entwickelt. Wirklich hübscher Film. Empfehlung auch von mir.
  17. Bezogen auf die Ausgangsfrage: Da ich im Moment einige von mir bevorzugte Formen der Freizeitgestaltung nicht ausüben kann, probiere ich zum Teil Sachen aus, mit denen ich mich sonst vielleicht nicht beschäftigt hätte und spiele auch gedanklich mehr durch. Das könnte man unter Corona-Schnapsideen verbuchen. Es nimmt freilich nicht solche Ausmaße an wie bei dir.
  18. Bei meiner Lernmotivation spielte und spielt durchaus oft der Wunsch eine Rolle, das Gelernte auch irgendwann (zum Nutzen anderer) anzuwenden. Das heißt noch lange nicht, dass mir Lernen nur lästige Pflicht ist. Und das ist auch etwas anderes als wirtschaftliche Verwertbarkeit. Es ist toll, neues Wissen zu erwerben, aber ich möchte damit auch in der Welt wirksam werden und "etwas geben" können. Insofern finde ich die Frage von thb durchaus nachvollziehbar, bei aller Wertschätzung für Azurits breite Interessen und hohe Lernfähigkeit.
  19. Mir würden dazu noch die Studiengänge vom DISC der TU Kaiserslautern einfallen, z.B. der M.A. Erwachsenenbildung.
  20. Ich habe das 10-Finger-System noch mit einem Lernheft geübt. Das war eine der besten Investitionen meiner Lernzeit. Ich kann nur empfehlen, das zu lernen, denn Deine Bachelorarbeit schreibst Du nicht mit dem Füller. Heute geht es noch viel leichter, weil es gute Lernsoftware gibt, die Dir ein unmittelbares Feedback gibt. Und die kostet nicht mal was. Mir gefällt am besten Tipp10, das man hier runterladen kann. Entscheidend ist, dass man JEDEN TAG übt, und wenn's nur 10 Minuten sind. Dann solltest Du schon nach etwa 3 Wochen gute Erfolge sehen. Soweit ich weiß, bietet die IUBH auch Präsenzklausuren an vielen Standorten an. Jedenfalls wenn nicht gerade Kontaktbeschränkungen gelten. In der aktuellen Situation sehe ich das übrigens als eine große Stärke der IUBH, dass sie schon länger Erfahrung mit Online-Lehre und Online-Klausuren haben. Das gibt Dir eine gewisse Sicherheit, dass Dein Studium voranschreiten kann, auch wenn Kontaktbeschränkungen länger dauern oder bei erneutem Ansteigen der Infektionszahlen sogar wieder verschärft werden. Ein bisschen kann ich Deine Abneigung gegen Online-Klausuren schon verstehen. Ich habe z.B. kein Arbeitszimmer, d.h. die Klausuraufsicht sähe mein privates Wohn- oder Schlafzimmer. Könnte auch passieren, dass mal ein Teenager reinplatzt. Ein räumlich und organisatorisch getrennter Klausurort hat seine Vorzüge.
  21. Deine Unsicherheit kann ich schon verstehen. Das ist dann ja sozusagen eine Serie aus drei aufeinander folgenden und nicht zu Ende gebrachten Projekten. Auch wenn das Gründe haben kann, die individuell nachvollziehbar sein mögen, wirkt das reine Faktum aus der Fremdperspektive erst mal nicht so toll und wirft Fragen auf. Umso wichtiger wäre nun, Stein auf Stein zu setzen. Ich denke, es wäre empfehlenswert, an Deiner Tätigkeit als Schulbegleiter festzuhalten, nicht nur zur Studienfinanzierung. Wechseln würde ich das nur, wenn sich - eventuell durch das Studium - etwas ergibt, dass als beruflicher Aufstieg innerhalb des Feldes durchgeht. Wichtig fände ich auch, den Workload des Studiums so zu steuern, dass das Risiko eines weiteren Abbruchs minimiert wird. An der IUBH ist das gut möglich, da deren Studienmodell zeitlich sehr flexibel ist Also anfangs lieber langsam loslegen, Module lieber nacheinander bearbeiten und dafür über regelmäßige Prüfungstermine für einen KONTINUIERLICHEN Fortschritt sorgen, egal bei welchem Tempo. Diesen Rhythmus für mindestens 6 Monate stabil halten. Erst dann neu bewerten, ob es schneller geht. Ein (Fern-)Studium ist ein Langstreckenlauf. Letzter Tipp: Ich habe irgendwann angefangen, über den Verlauf meines Studiums zu bloggen. Meistens war ein abgeschlossenes Modul Anlass für einen Blogbeitrag. Mal abgesehen davon, dass solche Schilderungen aus der Innenperspektive für andere Studieninteressierte hilfreich sind, kann es Dir auch selbst etwas bringen: Reflexion und in gewisser Weise auch Dokumentation Deines Studienfortschrittes, wenn Du Deine Beiträge in diesem Sinn anlegst. In diesem Zusammenhang könnte es auch interessant sein, über thematische Bezüge zwischen Deinem Studium und Deiner Tätigkeit als Schulbegleiter/Sozialassistent zu schreiben. Wenn Du Dir selbst bewusst machst, wie Du die fachlichen Impulse des Studiums verarbeitest, und darüber schreiben kannst, dann kannst Du es auch später einem Arbeitgeber überzeugend schildern.
  22. Ich halte eine Ausbildung zum Sozialassistenten und erste Berufserfahrung als Schulbegleiter für eine günstige Ausgangslage für ein berufsbegleitendes Studium der sozialen Arbeit. Auch denke ich, dass deine Tätigkeit als Schulbegleiter viele Gelegenheiten bietet, Inhalte aus dem Studium in Bezug zu praktischen Erfahrungen zu setzen und praktische Erfahrungen im Lichte gelernter Theorie zu reflektieren. Wenn Du diese Chancen verwertest, kann das meiner Meinung nach ein guter Ausbildungsweg sein, mit dem Du Dich hinterher auch nicht kleinmachen musst.
  23. Das ist dann ja gar nicht mehr so weit entfernt vom Fernstudium. Was ich an meinem Fernstudium ziemlich gut fand, war das Tutorensystem. Für jedes Modul gab es einen Ansprechpartner, der Einsendeaufgaben korrigiert hat und an den man sich bei Fragen und Problemen wenden konnte. Das waren z.T. Professoren, z.T. Leute aus der Branche und oft die Autoren der Lehrbücher. Ich habe das immer gerne genutzt. Jedenfalls erscheint mir das als sinnvollere Nutzung der kostbaren Lehrzeit. In vielen Grundlagenfächern sollte man eine einmal aufgezeichnete oder als Skript aufbereitete Vorlesung durchaus ein paar Jahre verwenden können.
  24. Da mir Zeitaufwand und Kosten für einen kompletten Master im Moment zu hoch sind und ich auch noch nicht das inhaltlich passende Angebot finde, interessiere ich mich für Hochschulzertifikate, um bestimmtes Wissen zielgenau und mit vertretbarem Aufwand nachzurüsten. Leider wird dieses Format vergleichsweise selten angeboten. Schade eigentlich.
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