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Modul: Rechnerstrukturen und Betriebssysteme

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kurtchen

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Mein zweites Modul bei der W3L war "Rechnerstrukturen und Betriebssysteme". Es ist eines von 4 Pflichtmodulen im Studienbereich IT-Systeme. Ich hatte es früh belegt, weil ich wusste, dass es dort auch um Digitalelektronik geht. Da hatte ich ein bisschen Vorkenntnisse, weil ich in der 9. und 10. Klasse einen Differenzierungskurs Mathematik belegt hatte, und da hatten wir uns ein halbes Jahr lang mit Digitalelektronik beschäftigt und z.B. Serienaddierer gebaut. Insofern hatte ich gehofft, dass mir dieses Modul etwas leichter fallen würde, was für den Einstieg ins Studium ja nicht schlecht gewesen wäre. Ein bisschen Zweifel an dieser Entscheidung kamen auf, als beim Präsenztag mehrere Kommilitonen meinten, dieses Modul habe es in sich. Aber da hatte ich schon gebucht und musste die Sache angehen.

 

Inhalte des Moduls waren:

- Codierung von Zahlen.

- Boolesche Algebra:  Ausdrücke, Funktionen, Normalformen

- Umformung und Minimierung boolescher Ausdrücke

- darauf aufbauend Schaltnetze: Das sind zustandslose Schaltungen, die bei einem bestimmten Eingangsvektor immer den gleichen Ausgangsvektor liefern.

- und Schaltwerke: Die haben einen inneren Zustand, der mit dem Eingangsvektor verknüpft wird. Und darum liefern die nicht immer den gleichen Ausgangsvektor bei gleichem Eingangsvektor.

- Rückkopplungselemente, Flip-Flops, Steuerwerke

 

Bis  hierhin kam ich mit meinem Schulwissen ziemlich gut mit.

 

Aber nun ging es weiter mit:

- Grundstruktur des Prozessors

- Rechenwerk des Prozessors

- Steuerwerk des Prozessors

- Prozessorarchitekturen

- Befehls- und Programmabarbeitung

- Koprozessoren

- Optimierungskonzepte

- Multiprozessorsysteme

- Prozessorcaches

- Ein-/Ausgabe-Komponenten

 

Da hatte ich weniger Vorkenntnisse und das fiel mir schon schwerer.

 

Nun kam der Schwenk zur Software also zu Betriebssystemen. Hier ging es vor allem um:

- Prozessverwaltung

- Speicherverwaltung

- Dateiverwaltung

 

Einsendeaufgaben waren z.B. einen Fehler in einem Schaltwerk finden, ein Schaltnetz vereinfachen, die Vorzüge verschiedenen Prozessorarchitekturen gegeneinander abwägen, virtuelle Speicheradressen berechnen.

 

Eine Herausforderung bei diesem Kurs war, dass das Lehrbuch sehr dicht geschrieben war. Es hatte nur an die 200 Seiten, was mir zunächst sehr wenig vorkam. Aber die hatten es in sich. Jeder Satz zählte. Am Anfang hatte ich mit diesem Stil meine Schwierigkeiten. Ich hatte mir viel Sekundärliteratur aus der Uni-Bibliothek besorgt, um alles noch einmal und ausführlicher zu lesen. Nach einer Weile merkte ich jedoch: Das knappe Buch der W3L enthält alles was man braucht. Man muss nur sehr genau lesen und sich klar machen, dass jeder Satz wichtige Informationen enthält. Nachdem ich  das begriffen hatte, war ich von dem  Buch sogar ziemlich begeistert. Wegen der knappen Form konnte man es sehr gut zum Nachschlagen benutzen. Es dauerte nie lange, etwas zu finden.

 

Sehr hilfreich war auch bei diesem Kurs die recht intensive Betreuung durch meinen Tutor, der viele weitergehende Fragen von meiner Seite in kurzer Zeit beantwortete und auch mal auf Nachfrage zusätzliches Material per PDF schickte. So bekam ich im Laufe der Zeit doch ziemlich viel Spaß an der Auseinandersetzung mit den Themen des Kurses.

 

Die Klausur lief dann auch  ganz gut. Ich hatte sogar Zeit, vieles noch einmal gründlich zu checken. Geholfen hat mir hier, dass ich die Einsendeaufgaben in der Vorbereitung noch einmal  gründlich durchgegangen war und auch die Online-Klausur geschrieben hatte. Das gab schon einen ganz guten Eindruck von dem, was einen erwartete.

 

Nach dem Kurs hätte ich Lust gehabt, vertiefende Kurse mit Hardwarebezug zu buchen. Internet of things ist ja ein aktuelles Schlagwort und es gibt auch immer mehr embedded systems, die in irgendeiner Weise vernetzt sind. Leider hat die W3L hierzu bislang nichts im Angebot. Das Studium heißt "Web- und Medieninformatik", insofern spielen Web-Technologien die entscheidende Rolle. Hardware ist eher ein Grundlagenthema, mit dem man sich einmal auseinander gesetzt haben sollte. Um mehr  davon zu bekommen, hätte ich wohl eher  technische  Informatik studieren müssen. Vielleicht kommt ja später einmal eine Gelegenheit, mich mit solchen Themen vertieft zu beschäftigen.

 


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