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Modul: Grundlagen der Informatik 1

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kurtchen

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Mein erstes Modul bei der W3L war "Grundlagen der Informatik 1". Dies ist das erste von insgesamt 5 aufeinander aufbauenden Modulen zur Programmierung in Java. In GdI1 fängt man an mit strukturierter Programmierung. Objektorientierte Konzepte werden in diesem Modul noch umschifft. Das heißt auch, dass man lediglich Konsolenprogramme schreiben kann, denn der Umgang mit GUI-Bibliotheken setzt voraus, dass man objektorientierte Konzepte verstanden hat.

 

Hier geht es zunächst einmal um grundlegende Dinge:

- Datentypen

- Probleme und Fehlerquellen bei Fließkommaarithmetik

- Variablen und Zuweisungen, Konstanten

- Felder

- Funktionen bzw. Methoden

- Lokale Variablen

- Übergabe von Parametern

- Call-by-value vs. call-by-reference

- Bedingte Verzweigungen und andere Kontrollstrukturen

- Schleifen

- Darstellung des Programmflusses, zunächst mal klassisch mit Nassi-Shneidermann-Diagrammen

- Und dann mit UML

- Felder

- einfaches Sortieren

- Rekursion

 

Es wird empfohlen, die Programmierübungen in der Entwicklungsumgebung BlueJ zu machen. Daran habe ich mich gehalten und ich fand das für den Einstieg gut.

 

Es gibt ein erstes Kapitel über Software-Tests, z.B. über Regressionstests. Ferner gibt es ein Kapitel über Verifikation. Hier geht es darum, die Korrektheit eines Programms formal zu beweisen. Dies war das einzige Kapitel, das ich nicht so gut verständlich fand. Hier ist es mir auch nicht gelungen, die Einsendeaufgabe zur vollen Zufriedenheit meiner Tutorin zu lösen.

 

Um auch mal etwas anderes kennen zu lernen, endet der Kurs mit zwei recht knappen Kapiteln über andere Programmiersprachen. Man experimentiert ein wenig mit C. Das ist aber vom Umfang her nicht genug, um diese Sprache zu lernen. Eher bekommt man ein Bewusstsein dafür, was Java einem alles abnimmt und worum man sich in einer vergleichweise maschinennahen Sprache selber kümmern muss. Und dann kam noch ein recht kurzes Kapitel über Processing. In dieser Sprache kann man mit geringen Vorkenntnissen Grafik und Animationen programmieren. Processing basiert letztlich auf Java. Ich habe das als spaßiges Element erlebt, um am Ende auch mal etwas anderes zu machen als immer nur Konsolenanwendungen.

 

Die wenigsten Inhalte des Kurses waren völlig neu für mich. Aber ich fand den didaktischen Aufbau recht gelungen und habe noch einmal viele eigentlich bekannte Dinge in einem anderen Licht oder in einem anderen Zusammenhang gesehen. So war ich am Ende doch sehr froh, diesen Kurs als solide Grundlage gemacht zu haben.

 

Die Rückmeldungen und Antworten meiner Tutorin waren in diesem Kurs besonders ausführlich. Hier gab es ein erkennbares Bemühen, dem Einsteiger ein bisschen mehr Hilfe zu geben. Die Rückmeldungen in den fortgeschritteneren Kursen sind deutlich knapper, vor allem, wenn die eingereichten Lösungen passen.

 

Einen kleinen Schock erlebte ich, als ich durch die freiwillige Online-Klausur am Ende des Kurses durchgefallen bin. Hier hatte ich mich zeitlich völlig verzettelt. Außerdem hatte ich unterschätzt, dass ich ein wenig Zeit extra einplanen musste, um Lösungen zu zippen und hochzuladen. In der Bedienung der Lernplattform war ich noch etwas unerfahren und ungeschickt. Darum gab es da ein paar Fehlbedienungen und am Ende war die Zeit um, bevor ich alles hochladen konnte.

 

Hier hat mir sehr weitergeholfen, dass meine Tutorin mich motiviert hat, trotzdem zügig die Präsenzklausur anzugehen. Ich habe auch ein paar gute Tipps zur Zeiteinteilung in der Klausur bekommen und generell zum Thema Prüfungsvorbereitung. Im Grunde alles Sachen, die einem der gesunden Menschenverstand hätte sagen sollen, aber es war für mich schon lange her, dass ich mich einer Prüfung unterzogen hatte. Und so war das wirklich sehr hilfreich, das noch mal so gesagt zu bekommen. (In späteren Modulen wird allerdings schon vorausgesetzt, dass man seine Lerntechnik drauf hat, sich selbst motivieren und auch mit Rückschlägen umgehen kann.)

 

Nach der verpatzten Online-Klausur bin ich doch mit großen Respekt und ziemlichem Bammel in die Präsenzklausur gegangen. Ungewohnt war hier, nur mit Papier und Stift arbeiten zu können und keine IDE zu haben. Darauf hatte mich meine Tutorin aber vorbereitet und mir geraten, auch mal zu üben, ein paar Aufgaben nur mit Stift und Papier zu lösen, um ein bisschen auf Tempo zu kommen. Man schreibt ja heute nur noch selten mit der Hand. Zu meiner großen Überraschung, fiel mir die Präsenzklausur dann recht leicht. Ich war innerlich ruhig, konnte mich gut konzentrieren, mir die Zeit gut einteilen und meine Leistung erbringen. Mit dem Ergebnis war ich dann auch zufrieden.

 

Nach dem Abschlusstest jedes Moduls bekommt man einen Link zu einer Online-Befragung geschickt. Hier kann man das Modul und auch seinen Tutor bewerten.

 

Auf mein Klausurergebnis musste ich ca. 3 Wochen warten. Das kam mir ewig vor, aber heute weiß ich, dass das eigentlich ein recht guter Wert war. Meistens dauert es noch ein bis zwei Wochen länger.

 

Fazit: Dieser Einstieg ins Studium hat mir viel Spaß gemacht, mein Selbstvertrauen gestärkt und mich stark motiviert, die nächsten Schritte zu gehen. Programmieren war natürlich auch ein bisschen das, was ich mir noch ganz naiv unter einem Informatik-Studium vorgestellt hatte. Mein nächstes Modul sollte dann "Rechnerstrukturen und Betriebssysteme" werden und das war natürlich ganz anders. Aber davon erzähle ich ein andermal.


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4 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Ist es möglich, auch ohne bestandene Online-Klausur an der Präsenzklausur teilzunehmen? - Wenn ich mich recht entsinne, kann man über diese Online-Prüfung Bonuspunkte sammeln, oder?

 

Die Betreuung durch die Tutorin klingt recht hilfreich und individuell.

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Ja, die Online-Klausur ist freiwillig. Man kann damit Bonuspunkte  sammeln, um das Ergebnis der Präsenzklausur ein wenig zu verbessern. Außerdem gibt die Online-Klausur oft einen gewissen Vorgeschmack von Art und Umfang der Aufgaben in der Präsenzklausur. Aber nicht immer. Manche Online-Klausuren kamen mir deutlich schwieriger vor als die Präsenzklausur. In anderen Fällen war es umgekehrt. Aber unterm Strich ist es eine sehr gute Idee, die Online-Klausur zu machen - und nicht in erster Linie wegen der Bonuspunke.

 

Anders ist es mit dem Abschluss-Test. Den muss man bestehen, um zur Klausur zugelassen zu werden. Weil der automatisch ausgewertet wird, kann man den zu jeder Tages- und Nachtzeit machen.

 

Außerdem muss man bei den Aufgaben 50% geholt haben, auch wenn dies für die Note keine Rolle spielt. Das ist manchmal ein Problem. Wenn zum Beispiel in einem Bundesland schon Sommerferien sind (NRW) und in einem anderen Bundesland noch nicht (Bayern) und der Tutor gerade im Urlaub ist. Dann lässt die Korrektur der Aufgaben auf sich warten, obwohl man sich vielleicht noch zu einer Prüfung anmelden möchte. Das kommt nicht oft vor und wird in der Regel auch angekündigt. Hier ist es hilfreich, den Tutor auch darüber zu informieren, wann man plant, in die Prüfung zu gehen und wie rasch man einen Kurs bearbeiten will. Wenn der Tutor die eigenen Ziele kennt, kann er frühzeitig auf geplante Abwesenheit hinweisen, einem in Aussicht stellen, dass er bestimmte Einsendeaufgaben noch rechtzeitig vor dem Klausurtermin korrigiert. Oder man plant die Modulreihenfolge bzw. Prüfungsreihenfolge etwas anders. Vieles ist möglich, aber dazu muss man mit den Leuten kommunizieren und die eigenen Ziele transparent machen.

 

Es ist auch schon vorgekommen, dass meine Online-Klausur noch nicht korrigiert war, bevor ich in die Präsenzklausur gegangen bin. Eventuelle Bonuspunkte werden aber auf jeden Fall gewertet, wenn die Online-Klausur rechtzeitig eingereicht wurde.

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Markus Jung

Geschrieben

Also werden die Aufgaben und auch die Online-Klausur händisch korrigiert und lediglich der Abschluss-Test automatisiert?

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Genau so ist es. Darum liefert die Online-Klausur auch oft so wertvolle Rückmeldungen vom Tutor, wenn man sie rechtzeitig einreicht. Man bekommt einen Eindruck davon, wie bewertet wird. Die Einsendeaufgaben vermitteln auch einen gewissen Eindruck davon, aber die löst man nicht unter Zeitdruck, auch wenn eine geschätzte Bearbeitungsdauer angegeben ist. (Die ich selten einhalten kann.)

 

Nach der Online-Klausur kann man evtl. noch nachfragen, was denn eine bessere Lösung gewesen wäre oder woran es im Detail gelegen hat, dass eine Aufgabe schlechter bewertet wurde als erwartet. Die kommt direkt vom Tutor zurück und er hat noch alles frisch im Kopf.

 

Es ist wichtig, eine Vorstellung davon zu entwickeln, um was es in der Klausur geht. Kürzlich habe ich zum Beispiel eine Klausur zu Algorithmen und Datenstrukturen geschrieben. In der Bearbeitung des Moduls hat man recht viel in Java programmiert. In der Klausur spielte das Schreiben von Code aber eine kleinere Rolle. Es ging eher darum, die Arbeitsweise verschiedener Algorithmen verstanden zu haben, unabhängig von ihrer Implementierung in einer bestimmten Sprache.

 

Die Online-Klausur hatte gezeigt, dass es in diese Richtung gehen könnte. Darum habe ich mich in der Vorbereitung viel mit den grundlegenden Konzepten beschäftigt. Ich habe noch kein Ergebnis, aber ich glaube, das war die richtige Strategie.

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