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Haus-, Seminar-, Projektarbeiten, Fallstudien usw.


Iudexnc

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Hallo,

 

wie in meinem Beitrag zur Studienübersicht erklärt, möchte ich erstmal einige der Hausarbeiten schreiben um meiner persönlichen Situation (Jobwechsel) Rechnung zu tragen. Daher beschäftige ich mich in den letzten Tagen u.a. damit, wie ich denn solch ein Papier zustande bringen kann. Mein Studienstart lässt noch auf sich warten, also bereite ich mich damit vor.

 

Ich hab bisher unstrukturiert geschrieben. Thema, Idee, irgendwie gegliedert, los geschrieben und nebenbei gelesen. Das Feedback zur Bachelorthesis ist bei mir insofern hängen geblieben, als dass der "rote Faden" fehlte. Manche Teile habe ich direkt beim Schreiben mehrfach überarbeitet, andere gar nicht. Auch die Abgrenzung meiner zentralen Frage war nicht konkret genug. Ich hatte mich kaum damit beschäftigt, sondern fand sie einfach toll. Zack, bum, aus. Geschrieben. Mit den Anmerkungen hatten meine Prüfer - in der Rückschau - recht. Schreiben war für mich immer großer Stress. Zudem fehlte mir das Gefühl, etwas "Ordentliches" auf die Beine gestellt zu haben. War das denn schon wissenschaftliches Schreiben? 

 

Daher habe ich neben den beiden Büchern, die bereits bei mir im Regal stehen (und einstauben...) noch zwei neue Bücher erstanden. Meine "Bibliothek" zum wissenschaftlichen Schreiben umfasst also jetzt neben "Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht" (Martin Kornmeiner) und "Von der Idee zum Text" (Helga Esselborn-Krumbiegel) auch "Schreibdenken" von Ulrike Scheuermann und "Der Schreibzeitplan" von Christian Wymann.

 

Zuerst habe ich mir den "Schreibzeitplan" vorgenommen, und daraus einen kleinen "Laufzettel" erstellt. Schritt für Schritt - wie gehe ich vor. Ich fand das Buch sehr motivierend, um einen Einstieg zu erhalten. Einen Plan zu bekommen. Ganz einfach, extra für so Menschen mit Eichhörnchen im Kopf. Ich verzettele mich da sehr leicht. Es erklärt, wie man einen Schreibplan erstellt, und das ohne viel "Drumherum". Wie man sich motiviert, und auf was man achten kann. Wie man damit umgeht, wenn der "innere Zensor" den Text auseinander nimmt und man den Text direkt beim Schreiben immer wieder überarbeiten will.

Als nächstes: Schreibdenken. Hier war ich vor allem neugierig auf "Schreiben als Lernwerkzeug". Wie funktioniert das? Hilft es mir, meine Gedanken zu Papier zu bekommen? Wie kann es eingesetzt werden? Kann ich damit strukturieren? Das sind Fragen, die dort beantwortet werden. Dabei regt es nicht nur an, die Methoden selbst auszuprobieren sondern sie auch in der Lehre einzusetzen.

 

Oft gestolpert bin ich über die beiden anderen Bücher ("Von der Idee zum Text" und "Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht"), welche schon einige Zeit in meinem Bücherschrank verbracht haben. Diese will ich markieren, und wichtige Stellen mit Klebezetteln versehen. Offensichtlich habe ich sie bisher nur oberflächlich gelesen, was so einige Probleme erklärt. :42_confused: Diese Bücher sind "wissenschaftlicher", und damit auch komplexer und trockener als die beiden neuen Bücher. Sie helfen jedoch, ein ordentliches und robustes Konzept auf die Beine zu stellen. Dabei ist "Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht" anhand eines Backrezeptes für einen Gugelhupf aufgebaut. Das hilft anfangs für das Verständnis, hat mir aber irgendwann den Zugang zum Buch erschwert. Ich konzentriere mich bei diesem Schreibstil entweder so auf die Vergleiche, dass ich nachher nicht mehr den zugrundeliegenden Sachverhalt richtig wahrnehme - oder mich die ganzen Gedankenbilder total nerven. Danach wollte ich erstmal Backen, zur Beruhigung.:34_rolling_eyes:

 

Das alles sollte mir helfen, einen strukturierten Schreibprozess durchzuführen bei dem ich lerne und eine solide wissenschaftliche Arbeit entsteht. Das Ziel ist, wie beim Schreibplan beschrieben, mich über meine veränderten Schreibgewohnheiten und den Schreibfortschritt freuen. Egal, wie viel Text dabei entsteht. 

 

Insgesamt finde ich es spannend, wie anders ich an dieses Studium herangehe, im Gegensatz zu meinem Erststudium. Ich möchte mich viel mehr mit den Themen beschäftigen, und tiefer einsteigen. Ich will mehr verstehen, und weniger auswendig lernen. Das ist für mich ein gutes Zeichen, mit der Wahl des Studiums auf dem richtigen Weg zu sein. 

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