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Praktikum Tage 7 & 8: Erster und Zweiter Tag Revierstreife


DonGeilo

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Tag 1:

19.00 Uhr
Allgemeine Einweisung, Zuweisung an einen erfahrenen Revierfahrer, Einweisung in Pläne, Route, technische Geräte und Dokumentation

20.00 Uhr
Schichtübergabe

20.15 Uhr
Beginn der Streifenfahrt

23.30 Uhr
Pause von 30 Minuten Dauer

1.45 Uhr
An einem Objekt, einer Berufsschule für Chemielaboranten, Chemikanten und Chemisch-Technische Assistenten, wurden Einschusslöcher in den Fensterscheiben entdeckt. Im Umkreis der betroffenen Fenster wurden Stahlkugeln gefunden, weshalb ein Zwillenbeschuss und wahrscheinlich Jugendliche, Heranwachsende oder junge Heranwachsende als Täter anzunehmen sind. Fenster waren nicht so weit beschädigt, das man durch sie in das Gebäude hätte einsteigen können. Im Inneren des Gebäudes wurde nichts auffälliges entdeckt. Meldung an Polizei, Anzeige wegen Sachbeschädigung gegen Unbekannt, Meldung an den Betreiber, Vermerk in der Objektkartei.

3.30 Uhr
Pause von 30 Minuten Dauer

4.00 Uhr
Fehlalarm in einem Geschäftsgebäude eines großen lokalen Immobilienunternehmens.

7.00 Uhr
Schichtübergabe

7.30 Uhr
Feierabend

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Tag 2

20.00 Uhr
Schichtübergabe, Zuweisung an den Revierfahrer vom Vortag, selbe Route wie am Vortag

20.15 Uhr
Beginn Streifenfahrt

23.45 Uhr
Pause von 30 Minuten Dauer

1.30 Uhr
Alarm bei einem Hersteller für Verpackungsmittel. An der Seitentür wurde eine sichtlich unruhige Person mit Fahrrad  aufgegriffen. Vorläufige Festnahme bis zum Eintreffen der Polizei. Keine Einbruchspuren entdeckt. kein Einbruchwerkzeug entdeckt. Polizei fand aber eine größere Menge Mariuhana und einen höheren dreistelligen Bargeldbetrag. Wahrscheinlich sollte in dieser Ecke ein Drogendeal stattfinden, doch die Bewegungsmelder schlugen Alarm. Anzeige wurde von der Polizei von Amts wegen aufgenommen, Täter wurde von der Polizei u.a. auch zur erkennungsdienstlichen Behandlung mitgenommen.

4.00 Uhr
Pause von 30 Minuten Dauer

5.00 Uhr
Alarm bei einer Fahrschule (nach McFahrschule-Prinzip)! Bei Ankunft war dort schon Blaulicht zu erkennen. Ein alkoholisierter heranwachsender Rollerfahrer hat wohl die Kurve an der Kreuzung nicht mehr gekriegt und ist durch die Tür der Fahrschule gefahren, hat sich dabei aber anscheinend nur leicht verletzt. Daten des Verursachers wurden von der Polizei aufgenommen und an den Fahrschulinhaber weiter gegeben wegen Versicherung etc.pp.. Der Fahrschulinhaber wohnt fast in der Nachbarschaft, war daher rasch vor Ort und sicherte die Tür mit einer Holzplatte und Planen ab.

7.15 Uhr
Schichtübergabe

7.45 Uhr
Feierabend



Mein Fazit:
Auch wenn wenig zu tun ist, ist alleine durch das ständige herumfahren und kontrollieren von Toren, Türen und Fenstern , sowie von Innenräumen und Außenflächen immer für Abwechslung gesorgt. Dieser Beruf in der Sicherheitsbranche wird aber leider sehr unterschätzt, denn häufig ist man zuerst vor Ort (obwohl der Einsatzplan in der Zentrale abgearbeitet wird) und es kommt sogar vor, dass die Alarmanlagen nichts losgehen, wenn irgendwo  eingebrochen oder etwas beschädigt wurde, weshalb die Gefahr besteht, das man die Täter auf frischer Tat ertappt. Und da diese natürlich möglichst schnell abhauen, keine Zeugen und nicht erkannt werden wollen, können sehr schnell sehr gefährliche Situationen entstehen, da Revierfahrer alleine unterwegs sind. Auch hier heißt es: Keine Heldentaten, denn dafür ist die Polizei zuständig! Dennoch muss man immer damit rechnen, auf einen Täter zu treffen. Die Ausrüstung, die der Revierfahrer hatte, bestand aus einem Mobiltelefon, Todmannmelder, Funkgerät, aus Pfefferschaum, einem Teleskopschlagstock und stich- und schnittfeste Handschuhe, sowie eine Taschenlampe. Das wars und damit sind die schon überdurchschnittlich gut ausgerüstet gewesen! Einige Revierfahrer haben sich auf eigene Kosten schnitt- und stichhemmende ballistische Unterziehwesten in der Schutzklasse 1 gekauft. Würde ich als Revierfahrer arbeiten, würde ich mir auch eine kaufen, wenn der Arbeitgeber sie nicht stellt. Was mich ein bisschen abstößt ist, dass man auch mit Sicherheitstechnik aller Art vertraut sein muss, was nichts für mich ist. Ansonsten fand ich das eigentlich ganz interessant.

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