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Der ganz normale FH-Wahnsinn?


PantaRheia

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Kleine Anekdote: der Alphanerd hatte noch 2 Abgabetermine von Laborprotokollen – ja, jetzt in den Ferien. Er ist auch aus der ersten (last minute) Abgabe vor 2 oder 3 Wochen nicht schlauer geworden und ist auch dieses Mal (gestern) literally die ganze Nacht gesessen und hat geschrieben. Beim ersten Mal bis 5 Uhr Früh… gestern/heute bis ca. 8 Uhr morgens.

 

Natürlich könnte man gerechtfertigterweise argumentieren, er hätte ja wesentlich früher damit beginnen können – und man hätte damit auch vollkommen recht. Fakt ist allerdings: ich verstehe ihn voll und ganz, denn ich bin selbst auch der Typ, der nicht in die Gänge kommt, wenn der Hut nicht bereits mindestens halb in Flammen steht. Weder in der Arbeit, noch „privat“. Wir sind uns da ganz ähnlich. Ich denke da zum Beispiel zurück an meine Zeit am Glendale Community College in Los Angeles… Präsentation/Diskussion der Projekte der Grafik-Vorlesung war jeweils um 7 Uhr Früh – fertiggestellt habe ich meine Projekte quasi IMMER irgendwann um 3 oder 4 Uhr Früh am Abgabetag. Nicht, weil ich vorher keine Zeit gehabt hätte, mind you. Nein. Mit genug Druck im Nacken arbeitet es sich einfach viel effizienter und konzentrierter, zumindest in meiner Welt. (Und der des Alphanerds, offenbar.)

 

Also, schaue ich mir meinen armen Alphanerd an: mit übernachtigen Augen, den dazugehörenden dekorativen dunklen Ringen darunter, fix und fertig, mit ausgebranntem Hirn und einfach nur noch schlafen wollend – blicke in meine unmittelbare Zukunft, quasi – und kann es selbst trotzdem kaum noch erwarten, bis mein Semester endlich beginnt!

In mir schlummert irgendwo ein kleiner Masochist, I have no other explanation.

 

Noch 52 Tage bis zur ersten Präsenzphase. Ich schwanke täglich zwischen heller Vorfreude und Aufregung – und absolutem Zweifel und Unsicherheit, ob mein Vorhaben denn wirklich zu schaffen ist. Schließlich muss ich abends erledigen, was der Alphanerd Vollzeit macht – in ganz genau derselben Zeit: in 3 Jahren, nämlich. Ich sehe, dass er dazwischen durchaus chillige Phasen hat, die sich in der Prüfungszeit natürlich gänzlich in Luft auflösen – aber da ich dasselbe Pensum an Arbeit dann zwischen Job, Kindern, Beziehung und Hobbies schaffen muss, gehe ich davon aus, dass sich meine „chilligen Phasen“ insgesamt eher in Grenzen halten werden. Und zwar 3 Jahre lang.

Bin ich wirklich aus dem richtigen Holz geschnitzt für diese Herausforderung? Manchmal frage ich mich, bei aller Vorfreude, welcher Teufel mich da mal wieder geritten hat…

 

(image credit: pexels.com)

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