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PantaRheia

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Informationen

  • Status
    Aktiver Fernstudent
  • Anbieter
    Ferdinand Porsche FernFH
  • Studiengang
    Aging Services Management
  • Wohnort
    Wien
  • Geschlecht
    w

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  1. Nein, leider nicht. Bis vor unserem Büroumzug habe ich diese abartigen Sommer immer vorzugsweise mit so vielen Überstunden (oder Lernstunden) wie möglich im Büro unter der Klimaanlage verbracht, weil ich daheim keine habe. Das war der einzig aushaltbare Ort. Das ist jetzt leider keine Option mehr. Dieses Bild hat eine verzweifelte Kollegin heute Nachmittag per WhatsApp an die Daheimgebliebenen (wie mich) geschickt: Das ist völlig inakzeptabel. Das neue Büro an sich ist wirklich wunderschön - nur eben leider klimaanlagenlos. Die Hoffnung beim Umzug war: "Der Altbau wird sich schon nicht so arg aufheizen im Sommer." Falsch gedacht. Bin gespannt, ob und was der Chef nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub dagegen unternehmen wird... denn arbeiten kann man so nicht. (Nicht mal unser Drucker, der angeblich heute aufgrund von Überhitzung seinen Dienst quittiert hat.) Eigentlich dürfte es am Arbeitsplatz nicht mehr als 25 Grad haben (- und DAS finde ich schon sehr grenzwertig). Daheim ist das so eine Sache - abgesehen davon, dass ich keinen Platz habe, ein mobiles Klimagerät aufzustellen, ist es auch so, dass 1. mein Wohnzimmer mit 30qm recht groß ist und ich da schon ganz ordentlich in die Tasche greifen müsste um ein Gerät zu bekommen, dass die Größe sinnvoll packt - und 2. eine offene Treppe vom Wohnzimmer aus ins untere Stockwerk führt. Die ganze kalte Luft würde sich also gleich mal nach unten verziehen und im Wohnzimmer wäre es heiss wie eh und je. Erleichterung schafft mein Balkon, den ich zumindest am Vormittag zum Arbeiten nützen kann: Im 6. Stock heroben geht immer eine leichte Brise, zumindest bewegt sich die Luft und es ist nicht stickig. Das ist allerdings auch nur bis ca. 11:30 Uhr eine gangbare Lösung - danach schiebt sich der Feuerball übers Dach und badet meine kleine Grünoase in seinen Todesstrahlen - danach ist es (westseitig) bis nach Sonnenuntergang draußen nicht mehr aushaltbar und ich muss wieder an meinem heißen, stickigen Schreibtisch drinnen weiterarbeiten. Mir ist noch nicht ganz klar, wie ich diesen Sommer und die kommenden Tropennächte so ganz ohne greifbare Klimaanlage überstehen werde. Es ist ja nicht nur mein Kreislauf und meine abnehmende Leistungsfähigkeit - ich bin in dieser Hitze leider auch extrem gereizt und und grantig und unleidig, ganz besonders, wenn es kein (egal wie temporäres) Entkommen gibt. Ich HASSE den Sommer.
  2. Der Alphanerd schließt dieses Semester seinen Bachelor in Molekularer Biotechnologie an der FH Wien ab - und hatte heute sein Bewerbungsgespräch für den Folgemaster, inklusive informeller (inoffizieller) Zusage. War mir persönlich klar, dass das Aufnahmegespräch für mein Genie ohnehin nur eine Formalität sein würde, scheitern könnte es nun maximal noch am Finden eines einschlägigen Teilzeitjobs, denn so ein Master will schließlich auch finanziert werden. That said: ich g'freu mir wirklich einen Haxen aus, dass er sich dafür entschieden hat, den Master noch dranzuhängen - auch noch im stolzen Alter von 41 Jahren - dieser Mann gehört einfach in die Forschung und zufrieden wäre er mit "nur" dem BSc. ohnehin nicht. Tatsächlich träumt er sogar noch vom PhD down the road. Der sapiosexual in mir fächelt sich bereits atemlos Luft zu. Für uns wird das jedenfalls bedeuten: wir werden zeitgleich mit unseren jeweiligen Studien fertig sein: 2 Jahre für seinen MSc., 2 Jahre noch für meinen BA. Synchronstudieren - getrennt voneinander, aber doch irgendwie zusammen. Da er selbst dann wieder sehr mit Lernen beschäftigt sein wird - was das letzte Semester aufgrund seines Berufspraktikums nicht mehr so war - wird auch mein abendliches Lernen keine große Belastung mehr für unsere Beziehung bedeuten und ich werde meine Lernzeit nicht mehr so streng limitieren müssen. Darauf freue ich mich schon sehr, denn mein Versuch, Job, Familie, Beziehung und Studium so unter einen Hut zu bringen, dass nichts/niemand unter meinem Studium leiden muss, ist dieses Semester leider nicht so gut gelaufen. (Leidtragender war/ist das Studium. Abgesehen vom Zeitlimit aufgrund von Kindern und Beziehung läuft es aber zusätzlich auch immer noch wirklich, wirklich heftig im Job und zieht mir massiv headspace und Energien ab - leider ist immer noch kein Durchatmen in absehbarer Zukunft in Sicht und vom mythischen "Sommerloch" kann ich nur träumen.) Was mich zum Thema bringt: die laufende Prüfungsvorbereitung! Ich bin heilfroh, in allen bisher gemachten ESAs mit (fast) voller Punkteanzahl durchgekommen zu sein, denn diesen Polster habe ich für alle 3 anstehenden Fächer wohl bitter nötig. (All hail to my ingenious study group - WE ROCK!) Mit Gesundheitsökonomie kann ich mich nicht und nicht anfreunden und limitiere mich beim Lernen auf die Kontrollfragen im Skriptum. Das kann, muss aber nicht gut gehen - für mehr habe ich aber weder Zeit noch Lust, tbh. Die 4 ESAs hierfür sind fertig - allerdings steht zusätzlich noch eine Seminararbeit, sowie eine Posterpräsentation an, die irgendwie neben der Prüfungsvorbereitung auch noch geschrieben/vorbereitet werden wollen. Immerhin ist unser Themenvorschlag auf Anhieb vom Dozenten sehr positiv aufgenommen worden und die zu analysierende Evaluationsstudie liest sich total spannend. Dennoch - für 4 abzustaubende ECTS erscheint dieses Paket doch ein wenig... heftig. Grundlagen der Informatik ist einfach nur öde. Auch hier ruhe ich mich auf quasi perfekten 2 ESAs aus, auch wurde der Stoff insofern eingeschränkt, dass man mit bestimmtem Schlüsselwissen auf jeden Fall positiv sein sollte - die großartigen Details schenke ich mir. Ich werde die knapp 100 potentiellen Prüfungsfragen dennoch zwei, drei Mal durchgehen - wird schon genug hängenbleiben, um meinen bisherigen Notenschnitt nicht gänzlich zu versauen. Meine Motivation, mich tiefergehend mit dieser Thematik zu beschäftigen ist enden wollend, hauptsächlich weil mir - wie bereits erwähnt - der irre Detailgrad dieser LV so unnötig erscheint. Ich weigere mich, Datenbank-Programmierung zu lernen - es muss auch so reichen für die Prüfung. Einzig halbwegs interessant gestalten sich die Grundlagen der Unternehmensführung, hauptsächlich weil ich ganz viele Alltags-Parallelen zu meinem Arbeitgeber herstellen kann. Die Thematik ist nicht unspannend, hier erschlägt mich allerdings die schiere Menge an Stoff. Da auch hier noch eine weitere ESA ausständig ist, deren Erstellung mir Zeit von der Prüfungsvorbereitung abzieht, werde ich auch hier Mut zur Lücke beweisen müssen. Keine Prüfung wird es zu Gesundheit und Gesundheitsförderung im Alter geben - nur einen Workshop mit einer abzuhaltenden Präsentation. Nichts Schlimmes an sich - dennoch muss die Präsentation erstellt und geübt werden - was auch wieder Zeit kostet. Zu alldem kommt noch dies: Mein Hirn rinnt mir aus den Ohren und mein Kreislauf liegt am Boden und Konzentration ist beinahe unmöglich. Ich zähle die Tage bis zum Herbst (103) und hoffe wider besseren Wissens, dass dies die erste und einzige Hitzewelle des Sommers gewesen sein wird. (LOL) (For added context: ich wohne in einer Dachgeschosswohnung und unser neues Büro hat keine Klimaanlage!) Ich gehe also jetzt weiter vor mich hinsterben und wünsche allen anderen bessere coping skills mit der Wettersituation! (image credit: uni-erfurt.de, tenor.com, gifer.com)
  3. Hier schließe ich mich zustimmend an! Ich habe den persönlichen Vergleich: ich hab' mit 18 an der Präsenzuni ein Studium begonnen und habe das Privileg genossen, nebenher nicht arbeiten zu müssen. Meine Zeit konnte ich zu 100% dem Studium widmen - dennoch habe ich nach einigen Semestern abgebrochen. Ich hatte in dem Alter quasi NULL der oben erwähnten Selbstdisziplin und -organisation, war im Kopf einfach nicht dort, wo ich hätte sein müssen, um ein Studium erfolgreich zu absolvieren. Mitte 30 hab ich's an der FernUni Hagen probiert - neben Familie und Vollzeitjob. Auch das habe ich abgebrochen, obwohl ich eigentlich bereits 4 von 11 Modulen mit sehr gutem Erfolg absolviert hatte. Der Grund diesmal? Scheidung, Umzug... und ein Studiengang, der mir anfangs in der Theorie zwar super spannend erschien, in der Praxis dann aber für mich eigentlich nur mühsam war, weil gar nicht so interessant wie erhofft. Zu hochtheoretisch für meinen Geschmack, keinerlei Praxisbezug... das schien mir den hohen Arbeitsaufwand dann einfach nicht wert zu sein. Jetzt bin ich an einer FernFH - und JETZT läuft's. Bin immer noch Vollzeit berufstätig, zeitllich hat sich also nichts geändert... der tägliche Aufwand ist im Vergleich zu Hagen sogar um Einiges gestiegen, aber dieser Studiengang ist hochinteressant und extrem praxisbezogen, das Lernen am Abend macht (meistens) Spaß und ich betrachte es als Erholung vom Tag. Eine hochmotivierte, konstante und total liebe Lerngruppe aus meinem Jahrgang ist eine zusätzliche Stütze und eine tolle Motivation - etwas, das mir in Hagen auch definitiv gefehlt hat: als Einzelkämpferin war ich nicht so sehr geeignet. Zusätzlich weiß ich mit meiner Zeit nun wesentlich besser und effizienter umzugehen, als damals mit 18 - ich bin viel zielorientierter und motivierter, weil Zeit schließlich auch kein unendliches Gut ist - besonders nicht die ohnehin knappe Freizeit. Und da ich diese trotz Kindern und Job und Studium nach Möglichkeit maximieren will, muss ich eben umso effizienter sein beim Lernen. Du siehst also - Erfolg oder Nichterfolg hängt von SO vielen verschiedenen Faktoren ab und nicht alle haben mit dem zu erbringenden Zeitaufwand zu tun.
  4. Meine FH bietet auch Wirtschaftsinformatik an, ja - ob das Modul aber quasi 1:1 in beiden Studiengängen verwendet wird, kann ich leider nicht sagen.
  5. Ich habe mittlerweile auch beides erprobt und bin zu dem Schluss gekommen, dass mir Karteikarten definitiv auch mehr bringen, als Zusammenfassungen zu schreiben. Allerdings verfasse ich meine Karteikarten gleich am PC mittels eines Programms, das auch als App zur Verfügung steht - so kann ich am Handy/Tablet auch ganz einfach unterwegs (U-Bahn...) lernen, ohne immer eine große Zettelwirtschaft mithaben zu müssen. Das Thema mit dem nicht anspringenden Roller kenne ich leider auch zur Genüge - mir hat ein Starterspray Abhilfe geschaffen, damit geht's jetzt wieder ruck-zuck, vielleicht auch für dich eine Idee?
  6. Vier Fächer sind nun noch zu bearbeiten dieses Semester. Fächer, die mir Einiges an Selbstmotivation abverlangen, muss ich gestehen. Jenes eine, das ich wirklich interessant finde, Gesundheit und Gesundheitsförderung im Alter, nämlich, ist hierbei dasjenige, das mit dem wenigsten Aufwand erledigt sein wird: das Skriptum umfasst schlanke 36 Seiten, die ich heute Abend zu Ende gelesen haben werde. Die ESA 1 ist, bzw. war, ein Interview zum Gesundheitsstatus einer älteren Person, das ich heute abgegeben habe. und ESA 2 wird die Erstellung eines Posters sein, dass in einem Abschlußworkshop präsentiert werden muss. Das empfinde ich als extrem überschaubar Grundlagen der Informatik habe ich durch... alle der knapp 100 Prüfungsfragen sind ausgearbeitet und in BrainYoo verpackt... meine Motivation, diese auch zu lernen ist enden wollend. Gibt spannenderes als Datenbanken und Datenbankbefehle, wenn man ehrlich ist. Ich weiß ja grundsätzlich schon mal nicht ganz wenig über IT und werde hier erstmals richtigen Mut zur Lücke beweisen und die 10 angekündigten Fragen auswendig lernen, von denen 2 sicher zur Prüfung kommen werden und den Rest vor der Prüfung nochmal überfliegen und dann auf mein Vorwissen hoffen. Ich wage zu behaupten, dass ich mich in diesem Leben niemals mit der Programmierung von Datenbanken befassen werde müssen, oder ein Netzwerk jobmäßig konfigurieren werde müssen und sehe den Sinn hinter dem argen Detailgrad dieser Lehrveranstaltung ehrlichgesagt auch nicht ganz im Kontext der Studienrichtung. Bleibt Gesundheitsökonomie und Unternehmensführung... und das sind beides ganz schön langweilige und vor allem umfangreiche Brocken, die mir beide extrem schwer fallen. Dazu kommt, dass ich mich seit Wochen schon latent krank fühle und der Stress in der Arbeit nicht und nicht nachlässt und ich oft abends einfach nur noch wie ein Zombie vor dem Fernseher auf der Couch eingehe. Mein allgemeines Wohlbefinden leidet ziemlich unter der Situation - wobei es nicht die FH an sich ist, die mich stresst, sondern eigentlich alles andere. Bin sehr urlaubsreif - aber bis es soweit ist, muss es erst Juli werden... (image credit: medium.com)
  7. In der Nacht auf heute kamen zwei weitere Benotungen: mit zwei Sehr Gut und einem Gut habe ich die erste Prüfungsphase dieses Semesters also nun abgeschlossen und habe (die Englisch-Anrechnung aus dem nächsten Semester bereits mit einberechnet) nun haargenau ein Viertel meines Studiums geschafft. (image credit: amazon.com, giphy.com)
  8. Gute Neuigkeiten zwischendurch: Englische Fachsprache I wurde mir angerechnet, mit dem Hinweis, dass mir in weiterer Folge auch Englische Fachsprache II angerechnet werden wird. 4 ECTS, einfach so. Ka-ching!!! (Dass mir meine Lehrveranstaltungen vom Community College, das ich vor mittlerweile 14 Jahren mit einem Associate's Degree abgeschlossen habe, noch einmal in irgendeiner Form nützlich werden könnten, hätte ich mir auch nie gedacht. Dass ich jemals noch einmal mit dem Admissions & Records Office telefonieren werden würde, auch nicht. Die Dame, die ich Anfang März dort um die Zusendung meines Transcripts gebeten habe, war auch leicht irritiert, als sie nach meinem Abschlußjahr fragte und als Antwort darauf "2005" kam: "Oh, well, that's been quite a while." - Yeah, no shit.) <diskurs> (14 Jahre! Das ist ganz schön schräg, diese Zahl aufzuschreiben und vor sich zu sehen. Time flies. Kommt mir vor wie gestern - dabei ist es quasi a lifetime ago. Auf so vielerlei Weisen. Wie anders mein Leben doch hätte verlaufen können, hätte ich damals nur weiser und mehr mit dem Kopf entschieden, als mit dem Bauch. Aber was wusste ich schon mit 25? And then again - wer weiß, WIE anders mein Leben heute wäre. Am Ende bin ich mit dem Ist-Zustand mittlerweile doch sehr zufrieden, auch wenn's ein harter, langer und sehr schmerzhafter Weg dorthin war.) </diskurs> Weiters kam per moodle heute die Nachricht an uns alle, dass wir Finanzwissenschaft kollektiv bestanden hätten. Note weiß ich noch keine, die kommt im Lauf der nächsten Tage. Weitere 3 ECTS auf meinem Konto. Bin ich froh, dass dieser Albtraum ein gutes Ende gefunden hat. Die Tage nach der letzten Präsenzphase habe ich eher mit unitechnischem Faulenzen verbracht, aber seit heute sitze ich wieder fleißig und arbeite die Skripten durch. Mein momentanes Projekt: die Ausarbeitung der knapp 100 Prüfungsfragen für Informatik. (Ärgerlich: hätte ich bloß früher daran gedacht, mir mein College Transcript zu organisieren, hätte ich mir dieses Fach sehr wahrscheinlich auch sparen können. Schade, jetzt ist es dafür zu spät.) Habt noch ein feines Wochenende! (image credit: SBS Consulting)
  9. Auch der 2. Tag der Präsenzphase liegt nun hinter mir, ebenso der darauffolgende Sonntag, den ich mit herrlichem Nichtstun verbummelt habe (- gespickt mit 1 oder 2 Stunden tatsächlicher Büroarbeit, leider). Morgen geht es erstmal gesalzen weiter im Büro - bis zum 8. Mai heißt es noch Zähne zusammenbeißen und durchkämpfen, bevor ich mal kurz durchatmen werde können. Bevor es soweit ist, allerdings, ein Recap: Ein totales Novum für mich: ich bin mit dem Zug anstatt mit dem Auto angereist. Der Grund dafür war eine temporäre Sperre des Parkplatzes bei der FH. Und da ich mich nicht mit der Suche nach einer Alternative beschäftigen wollte, geschweige denn einen Strafzettel wegen unwissenden Falschparkens kassieren wollte und mein Auto zu Hause ohnehin anderwärtig gebraucht wurde, habe ich kurzerhand Tickets für die Hin- und Rückfahrt bei den ÖBB gebucht. Zum entsprechenden Bahnhof brauche ich mit dem Bus von mir zu Hause nur in etwa eine Viertelstunde, wobei der Bus conveniently genau vor meiner Haustüre anhält. Da ich keine sehr routinierte Zugfahrerin bin (- tatsächlich kann ich meine bisherigen Zugfahrten außerhalb der Stadt an den Fingern einer Hand abzählen. An zwei Fingern einer Hand, um genau zu sein.), war ich nervös und wollte meinen Zug auch keinesfalls verpassen. Vor meinem geistigen Auge sah ich einen Stau (- am Samstag Morgen!), in den mein Bus geraten würde, oder eine Betriebsstörung, weshalb ich sicherheitshalber gleich einen früheren Bus genommen habe, als den eigentlich geplanten, der mir ohnehin schon einen anständigen Zeitpuffer beschert hätte. Mein geistiges Auge hat mich weiters auch verwirrt und ahnungslos am Bahnhof herumirren gesehen, auf der Suche nach meinem Bahnsteig, weshalb ich tatsächlich einen noch früheren Bus genommen habe, als den ohnehin schon zu frühen. Wellensittich oder Ratte habe ich, obwohl verfügbar, dann aber doch lieber zu Hause gelassen. Das Resultat war eine halbe Stunde Wartezeit am Bahnhof, der eigentlich nur 15 Busminuten von mir zu Hause entfernt ist. Dafür gab's halt noch Kaffee und ein Weckerl vom Bäcker und viel Zeit für ein genaues, irritiertes Studium dieses wunderlichen, sich auf dem Bahnsteig befindlichen Automaten: Smartphone Accessoires am Bahnsteig! Ladekabel statt Tramezzini, Kopfhörer statt Schokoriegel & Co. Bitte klärt mich auf - sind solche Automaten mittlerweile eh völlig normal und ich hab sowas einfach nur noch nie gesehen? Zieht man sich wirklich schnell mal einen Selfie Stick aus der vending machine, wenn man mitten in Liesing am Vorstadtbahnsteig steht? 10 € das Stück! Ein Schnäppchen nochdazu. Der FH Express kam letztendlich pünktlich an und ich habe mich gefreut, nach langer Zeit mal wieder Zug fahren zu dürfen. Ich finde das ja eine äußerst bequeme und entspannende Art zu reisen, die ich viel zu selten nutze - was aber insofern nicht weiter verwunderlich ist, als dass mich die beiden Zugtickets signifikant mehr Geld gekostet haben, als das Benzin, das ich auf der Strecke zur FH verfahre, inkl. Parkgebühren. Verkehrte Welt... Wäre heute noch eine weitere Prüfung am Plan gestanden, hätte ich die Zeit im Zug wunderbar zum Lernen nutzen können, da dies aber nicht der Fall war, habe ich sie stattdessen so genutzt: My magic wand! Nach insgesamt einer Stunde Fahrzeit war ich dann in Hogw... äh... Wr. Neustadt - der Bahnhof befindet sich in etwa derselben Gehweite von der FH, wie der Parkplatz. Wenn das Zugfahren nicht so vergleichsweise teuer wäre, würde ich ganz grundsätzlich darauf umsteigen und das Auto in Zukunft daheim lassen, denn die Verbindung ist wirklich angenehm und zügig. Diesen armen kleinen Kerl haben wir dann noch an der Hauswand der FH hinter einer Regenrinne ca. auf Kniehöhe vorgefunden. Um welche Art es sich genau handelt, kann ich leider nicht sagen - der verletzte Flügel war aber mehr als offensichtlich und erklärte auch den sehr ungewöhnlichen Fundort. Zu machen war für uns leider nichts: die (verständigte) hiesige Tierrettung ist nicht für Wildtiere zuständig, wir hätten die Fledermaus per Schuhkarton mit nach Wien nehmen und zur Wildtierhilfe bringen müssen. Was wir allerdings zu diesem Zeitpunkt wirklich mussten, war in die Vorlesung zu gehen. (Arme Fledermaus!) Was mich dann doch zum eigentlichen Thema dieses Eintrags bringt: den Studientag! Den Vorlesungsreigen eröffnet hat Gesundheit und Gesundheitsförderung im Alter, eine Lehrveranstaltung, die auf den ersten Blick recht chillig wirkt: Prüfung gibt es keine, nur 2 ESAs und ein abschließender Workshop. Die ESAs an sich erscheinen überschaubar. Gesundheitsökonomie, wiederum, dürfte wieder ein rechter Brocken werden. Den Anteil der wirtschaftlichen Fächer habe ich zu Studienbeginn wirklich unterschätzt - meins ist das so gar nicht und obwohl der Dozent wirklich auf Anhieb sympathisch und hochmotiviert rübergekommen ist, ist der Begeisterungsfunke bei mir dann doch nicht so recht übergesprungen. Mit Finanzwissenschaft, Unternehmensführung und eben Gesundheitsökonomie, ist das schon ein extrem wirtschaftslastiges Semester und ich plage mich zugegebenermaßen sehr damit. Den Abschluss des Tages bildete dann Englische Fachsprache I. Erwartet hätte ich ja eine weitere Version des typischen österreichischen Englischlehrers: großer Wortschatz und grammatikalisch einwandfrei, aber mit einer Aussprache, dass sich einem die Zehennägel vor lauter gruseln dabei aufrollen. Für meine Ohren gibt es kaum Schlimmeres als ein Englisch, das "österreichelt" oder "deutschelt". Ich war aber sehr positiv überrascht, denn die Dozentin hatte eine relativ stark hörbare amerikanische Färbung in ihrer Aussprache, hat sie doch unter Anderem an einer high school in New York unterrichtet. Cool! Aber nicht cool genug, um mich den Rest des Semesters bei der Stange zu halten - morgen geht mein Antrag auf Anrechnung bei der Studiengangsleitung ein. Ich denke, mein amerikanischer Abschluss sollte durchaus ausreichend sein, um mir das Skriptum mit Themen wie "getting around the airport" oder "traveling abroad" zu ersparen. Ugh! Spannend fand ich hingegen, während der obligatorischen Vorstellungsrunde ein Gefühl dafür zu bekommen, auf welchem Englischniveau sich meine Kommilitonen so befinden - decken wir doch alle möglichen Altersklassen und Hintergründe und Herkünfte ab. Es war deutlich zu hören, wer Routine hat, die Sprache vielleicht täglich im Job braucht, und wer vielleicht seit Jahren keinen Englischen Satz mehr laut ausgesprochen hat. Auch in punkto Selbstsicherheit gab es hier große Schwankungen, die sich nicht unbedingt mit der bisher von mir wahrgenommenen Selbstsicherheit bei Wortmeldungen in anderen Fächern gedeckt hat. Die ESA erscheint mir jedenfalls mit ziemlich viel Aufwand verbunden zu sein - daher würde ich mich wirklich freuen, wenn ich dank einer Anrechnung dann eine Portion weniger auf meinem ohnehin schon sehr vollen Teller haben könnte. Andere spannende Dinge gibt es gruppentechnisch zu berichten. Wie sich in den letzten Wochen herauskristallisiert hat, hat es nicht lange gedauert, bis die erste der bei der 1. Präsenzveranstaltung im 1. Semester gebildeten Stammgruppen mit lautem Knall in die Luft gegangen ist und sich dadurch notwendigerweise erste Änderungen in der Zusammenstellung der Gruppen ergeben haben. Uns selbst ist Ende des letzten Semesters leider auch eine Kollegin abhanden gekommen und auch einige weitere Leute haben mittlerweile wieder exmatrikuliert. Manche Gruppen haben sich dadurch ausgedünnt, andere haben sich durch die Aufnahme der Mitglieder der explodierten Gruppe unverhältnismäßig aufgeblasen. Man "kennt" sich mittlerweile auch ein wenig besser im Plenum - eigentlich ist es ja wirklich wie ein Klassenverband in der Schule - was bisweilen auch Schwierigkeiten schafft, wenn es dann um gewisse Umverteilungen und Neuaufnahmen geht. Da geraten schon mal inkompatible Persönlichkeiten aneinander und gehen Emotionen durchaus auch manchmal hoch, wenn auch viel unterschwelliger als noch zu Schulzeiten. Interessant, aber, dass sich gewisse Verhaltensweisen in großen Gruppen nie ändern - egal, ob es sich um eine Klasse voller Teenager oder um erwachsene Menschen an der Uni handelt. Wir, jedenfalls, mussten uns im ersten Teil des Semesters für eine ESA temporär neu zusammenwürfeln und haben mit einer Kommilitonin zusammengearbeitet, die wir bis dahin nicht gekannt hatten, mit der die Zusammenarbeit aber sehr gut und harmonisch funktionierte - ganz im Unterschied zur ebenfalls neu zusammengewürfelten temporären Arbeitsgruppe für die ESA eines anderen Fachs, die eigentlich eine Katastrophe war. So gut, in fact, dass wir den in unserer Stammgruppe freigewordenen Platz gerne fix an sie abgegeben hätten, auch um in Zukunft nicht eventuell in die Verlegenheit zu kommen, vielleicht mit jemandem verhandeln zu müssen, der unserem Arbeitsstil und unseren Persönlichkeiten unter Umständen nicht so entspricht. Unser entsprechender vorsichtiger "Abwerbe-Versuch" verlief dann ungefähr so: "Du, deine Stammgruppe ist doch recht groß, oder?" "Ja." "Würdest du eventuell in Betracht zieh..." "JA!" So, that was that. Schön, wenn gute Gefühle auf Gegenseitigkeit beruhen - und wir sind wieder vollzählig. Den anderen Gruppen wünsche ich ebenso ein gutes "norming" & "performing" ohne allzuviel "storming" in ihren jeweiligen neuen Konstellationen - und unserer Neuen ein gutes Einleben in unseren coolen Haufen. (Und den Heimweg, dann? Den hab ich im Zug friedlich verpennt. Fix und fertig. Wohl ein weiterer nicht zu verachtender Vorteil von Zugfahren über Autofahren!) (image credit: fernwesen.de)
  10. Wow, da hab ich mich ja eine ganze Weile lang nicht mehr zu Wort gemeldet. Dabei war heute doch der Mittsemesterprüfungstag! Epidemiologie und Demographie waren heute dran, sowie Finanzwissenschaften. Vor allem Letzteres war in Anbetracht dessen, wie das Semester dahingehend bis jetzt gelaufen ist... interessant. Fast antiklimaktisch gemessen an dem ganzen Bahöö des Vorfelds. Nachdem ich mich bereits hier ein wenig über die Art, wie das Fach (nicht) geführt wurde, ausgelassen habe, kann ich heute zum Abschluß vermelden: es wurde bis zur Prüfung hin um keinen Deut besser. Der Zusammenhang zwischen ESAs, Skriptum und Präsentationsfolien war bis zum Ende nicht ersichtlich, zusätzlich ist der Dozent dann auch noch für ein paar Wochen ins kommunikatorische Nirvana abgetaucht, aus dem ihn erst ein Anruf der Studiengangsleitung wieder herausbefördern konnte, das geführt wurde, nachdem einige studentische Beschwerdemails dort eingegangen sind. Die Rückmeldung war schließlich - und ich paraphrasiere ganz grob - "Machen Sie sich nicht ins Hemd, die Prüfung soll ja nicht schwer sein, sondern dient der Feststellung, ob sie die Grundprinzipien verstanden haben". Ah, eh. Na, dann. Da ich die Grundprinzipien nicht grundsätzlich verstanden habe, eine Stammgruppenkollegin aber eine super Zusammenfassung derselben zur Verfügung gestellt hat, habe ich eben versucht, mir diese so gut als möglich anzueignen. Bis zur allerletzten Sekunde vor der Prüfung, eigentlich. (Anm. d. Red.: Ich bin seit ca. einer Woche ziemlich krank, eine fiese Verkühlung/ein grippaler Infekt hat mich fest im Griff. Allerdings auch ziemlicher Stress in der Arbeit, was bedeutet: kein Krankenstand, totales Ignorieren meines Zustands aufgrund der Umständ' und eigentlich auch keine Zeit zum Lernen. Wirklich begonnen habe ich mit beiden Fächern erst 2 Tage vor den Prüfungen. Und das zum Teil mit Fieber und Schüttelfrost. Und wenig Hoffnung auf Erfolg. Der Fokus hauptsächlich auf Epidemiologie/Demographie. Chancenlos in Finanzwissenschaften, seien wir ehrlich.) Also - die Zusammenfassung der Kommilitonin. Ungefähr die Hälfte habe ich gestern Abend noch durchzulesen geschafft. Schüttelfrost hat mich dann ins Bett befördert, so gegen 22 Uhr herum. Um 4:50(!) Uhr war ich wieder hellwach. Also im Morgengrau(s)en den Alphanerd alleine im kuscheligen Bett zurückgelassen, auf die Couch rausgeschlichen, Zusammenfassung in der Hand. Im quasi-Dunkeln beim Fenster Finanzwissenschaften fertig gelesen, in der Hoffnung meine Wellensittich-Schar kommt nicht auf die Idee, um 5 in der Früh den neuen Tag lautstark und begeistert zu begrüssen, sollte meine Hand auch nur andeutungsweise in Richtung Lichtschalter fahren. (Sie blieben still.) Den Filius bei strömenden Regen noch schnell mit dem Auto in die Schule gebracht, dann bei interessanter Wolkenstimmung gen Alma Mater gerauscht. Nervös war ich nicht - denn was gab es schon zum nervös sein? Zur Not komme ich halt um Juni nochmal zum Wiederholungstermin. Die Epidemiologie und Demografie Prüfung war dann... überraschend schwierig. Punktuell durchaus auch in der Fragestellung - hauptsächlich allerdings aus Zeitgründen. Für die zur Verfügung stehende Dreiviertelstunde war doch ziemlich viel zu schreiben und ich bin beinahe nicht fertig geworden. Und ich bin weiß Gott kein Kalligraph. Ich hoffe, man wird meine Ergüsse dann auch lesen können. Positiv wird die Prüfung aber in jedem Fall sein - eigentlich rechne ich sogar mit einer ganz passablen Note. Dann: Finanzwissenschaften. Resigniertes Michinmeinschicksalfügen meinerseits - und auch meiner Stammgruppenmädels, wie ich gesehen habe. Dann: der Prüfungsbogen. Ungläubiges Durchblättern. Dann ein weiteres. Dann ein eigenartiges Gefühl von "das kann's doch nicht sein" und "echt wahr?", gefolgt von 20 Minuten (von 45) des Beantwortens von insgesamt nur 5 Prüfungsfragen, die einfacher gestellt nicht hätten sein können und jeweils eine schier lächerlich große Punktemenge wert waren. Die totale Antithese zu den wirklich schwierigen ESAs. Beinahe eine Verarsche am Ende eines schlechten Scherzes einer Lehrveranstaltung. Dafür hätte ich nicht um 10 vor 5 aufstehen müssen. Dafür hätte ich eigentlich gar nichts lernen müssen. Die Frage, die sich nun stellt, ist natürlich jene nach der Beurteilung der Prüfung - denn so ganz schlau wurden wir aus den ESA-Beurteilungen nämlich auch schon nicht. Es ist und bleibt spannend. Auf sehr unangenehme Weise. Aber immerhin scheint es so, als wäre dieses Thema abgehakt und eine Ehrenrunde im Juni nicht notwendig. Nach der Mittagspause folgte dann der 5-stündige Abschlußworkshop zu Kommunikation und Moderation sozialer Prozesse. Ich hatte ja im April die zweifelhafte Ehre, die Moderation der ESA "Online Moderation" zu übernehmen, was mich heute ein wenig ins Leo gestellt hatte, was weitere Moderationsaufgaben betraf. Spannend war der Workshop aber insgesamt doch, denn in der Übung "Konfliktmoderation" hatte ich Spaß daran, mich mit einer Kollegin ordentlich in die Haare zu kriegen und von der Moderatorin dafür "abgemahnt" zu werden, ebenso haben wir in einer Übung zur Gruppendynamik nach Schindler mit unserer Stammgruppe auf spielerische Art herausgefunden, wer welche "Rolle" innerhalb der Gruppe zu spielen scheint: offenbar fällt mir die Position des Beta zu, was ich tatsächlich gar nicht so unpassend empfinde. Beim zeichnerischen Verteilen der Rollen auf einem Schiff (manche kennen diese Übung sicher!) ist dann auch noch dieses unglaublich lebensechte Selbstportrait entstanden: Semester Ahoy!
  11. PantaRheia

    Motivation ...

    Bei mir ist das eigentlich genauso. Ich empfinde jede Lernsession als Schritt in die richtige Richtung und freue mich, wenn ich meinem Ziel wieder ein Stückchen näher gekommen bin. (Epidemiologie finde ich persönlich sehr interessant - Finanzwissenschaften halte ich eher nach dem Motto "Augen zu und durch, wird schon schiefgehen".) Da ich ein sehr visueller Typ bin, habe ich mir auf Trello Boards für die einzelnen Fächer erstellt und To-Do-Karten für die einzelnen Aufgaben (für jede ESA, für jedes Kapitel, das zu lesen ist, etc.). Wenn man dann einen Teilschritt geschafft hat, kann man die Karte abhaken und rüber auf den "erledigt" Stapel ziehen, das ist ein für mich sehr befriedigender Prozess zu sehen, wie der "To Do" Stapel immer kleiner wird und der "erledigt" Stapel immer grösser. Zusätzlich bin ich auch von Zusammenfassungen von Skripten abgekommen und übertrage stattdessen alles gleich nach dem Lesen eines Kapitels in die Karteikarten-App BrainYoo - mit der kann ich dann am Tablet, am Handy... überall und unterwegs immer mal zwischendurch ein wenig lernen.
  12. Was mich noch interessiert: alle Gruppenarbeiten hast du auch schon fertig? Respekt!
  13. Ich bin ziemlich genau im Zeitplan und zufrieden damit. (Mit einem Fach bin ich quasi fertig, bei einem anderen hinke ich ziemlich hinterher - das gleicht sich also aus. Bei den anderen bin ich auf Höhe.) Mehr/schneller geht aufgrund meiner Rahmenbedingungen gar nicht, aber das passt auch so.
  14. Danke, ihr Lieben - ja, die Allergie quält mich noch bis ca. MItte Mai, dann geht's wieder. Nur, eine Verkühlung da noch DRAUF zu bekommen ist halt wirklich besonders fies... lol.
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