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Was mache ich hier überhaupt?


Esmeralda

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Nachdem ich nun gestern schon meinen 1. Blog gestartet habe, möchte ich diesen 2. Blog auch direkt ins Leben rufen.

Ja, ich habe mich jetzt an der Apollon Hochschule für den Bachelorstudiengang Ernährungsmanagement eingeschrieben.

Aber das ist nicht alles. Ich gehöre wohl zu den Fortbildungssüchtigen und es hat auch seinen guten Grund, dass ich überhaupt zu diesem Studiengang gefunden habe.

 

Schon immer habe ich einen faible für die Natur, für Naturwissenschaften und vor allem die Medizin gehabt. Meine Mutter hat viel Jahre im Krankenhaus gearbeitet und ich habe es geliebt, als Kind auf Station zu sein und dieses Drumherum mitzubekommen.

Ich wollte Ärztin werden.

Leider komme ich nicht unbedingt aus einer Familie, in der Bildung groß geschrieben wird. Die Unterstützung war eigentlich nie da, ich habe mich so durch die Realschule geschlagen (wobei ich laut Lehrer auf jeden Fall aufs Gymnasium gehört hätte, aber ich wollte nicht ohne meine Freundinnen dorthin), habe dann auf das Gymnasium gewechselt in der 11. Klasse und hier dann abgebrochen. Ich hatte eine sehr schlimme Phase, ohne Halt und Struktur in meinem Leben.

Meine Mutter konnte mir beides nicht bieten.

Irgendwann bin ich dann aufgewacht und habe doch mein Abitur nachgeholt. Mit einem 2-er Abschluss, dank ständiger Fehlzeiten. Mir war der Unterricht zu langweilig, Lernen hatte ich nie gelernt und Selbstorganisation schon gar nicht.

 

Als es darum ging "was will ich mit dem Abi machen", dachte ich zu Beginn der Schulzeit an Medizin. Meine Mutter hat mir dann leider jede Form des Studiums madig gemacht "das kann ich dir nicht finanzieren" und damit hatte sich das Thema. Auch hielt sie Medizin nicht für das Passende, da ich aus ihrer Sicht nicht sonderlich gut mit Menschen umgehen könne (ein Hohn, wo sich genau das später als meine Stärke herauskristallisieren sollte!) und außerdem, das böse Gesundheitssystem!

Ich muss heute noch den Kopf schütteln, dass ich damals (vor 16 Jahren), nicht selbst in der Lage war mich zu erkundigen, welche Möglichkeiten es so gibt, ein Studium zu finanzieren und was das denn überhaupt so kostet.

So fehlte mir also der Mut, doch auf dieses Studium hinzuarbeiten und ich hatte kein richtiges Ziel, was sich dann einfach in den Noten widerspiegelte. Komplett keine Motivation.

 

So studierte ich dann irgendwann Verwaltung und machte mein Diplom, arbeitete einige Jahre in dem Bereich und merkte, dass mich dieser Beruf krank macht.

Ich bekam dann mein Kind und ja...ein Kind zu bekommen ist ein Wendepunkt im Leben. Mir war klar, dass es so nicht weitergehen könnte.

 

2020 saß ich dann mit Burnout zuhause und wusste, es muss ich etwas ändern.

 

Doch Medizin studieren? Aber wie? Einen der begehrten Zweitstudienplätze zu bekommen, war sehr unwahrscheinlich. Und selbst wenn das klappen würde. Ich bin alleinerziehend, habe durch viele berufsbedingte Umzüge kein Netzwerk, meine Familie ist weit weg von mir. Diese Option fiel leider weg.

 

Und irgendwie kam ich auf den Heilpraktiker. Ich bin ein großer Naturliebhaber, fand es schon immer spannend, was Pflanzen so alles können und habe immer schon gemerkt, dass meine Einstellung als Patientin maßgeblich die Heilung mit beeinflussen kann. Auch hatte ich in den Jahren zuvor viel darüber erfahren dürfen, dass alles im Körper irgendwie miteinander zusammenhängt und sich nichts isoliert voneinander betrachten lässt.

So war die Idee geboren, eine Ausbildung zur HP zu beginnen.

 

Infos gesammelt, wo ginge es... tja und dann kam Corona. Alles auf 0. Ich hatte keine Kinderbetreuung mehr, die Schulen boten nichts mehr an. Die nächsten Schulen waren für mich jeweils über 1 Stunde einfache Fahrt entfernt. Utopisch! Nicht händelbar für mich.

Also blieb der Fernkurs. Und da gibt es mittlerweile wirklich gute Anbieter.

Also habe ich mich informiert, umgesehen, Probelektionen schicken lassen... und die Entscheidung war gefallen. Zugunsten der Isolde Richter Heilpraktikerschule.

Ich hatte mir vor etlichen Jahren schon ein Buch von Isolde Richter zum schmökern gekauft und fand das damals schon sehr interessant.

 

Tja und was soll ich sagen? Ich bin sehr zufrieden mit der Ausbildung dort. Es gibt regelmäßige Webinare, aber auch die Aufzeichnungen dazu. Die Dozentinnen sind per Forum und per Mail sehr gut erreichbar und beantworten alle Fragen geduldig. Lerngruppen haben sich bisher als sehr wertvoll entpuppt.

 

Durch Corona und viel ausgefallener Kita, bin ich sehr schleppend vorangekommen. Aber mir ist es wichtig, wirklich gründlich zu lernen.

So lerne ich nicht nur mit Isolde. Ich bin zwar sehr zufrieden, empfinde den Stoff aber teilweise als zu oberflächlich. So fehlen mir z.B. die chemischen und biologischen Grundlagen. Manche Skripte sind insgesamt tiefergehender, andere empfinde ich als zu schmalspurig.

Ich lerne mit den Skripten und Vorlesungen quasi einleitend und gehe dann weiter zu Lecturio. Dort habe ich mir die Vorlesungsreihe Uni-med-HP gekauft. Hier geht's schon mehr in die Tiefe.

Auch lerne ich mit der HP-Reihe von Schweitzer und habe die Standardwerke aus dem Medizinstudium (Duale Reihe z.B.) hier stehen.

Aber dazu würde ich mal noch einen extra Blog-Eintrag in den nächsten Tagen machen, wie ich beim Lernen vorgehe.

 

Tja und nun? Ist ja nur die Theorie, (die man im übrigen sehr gut einfach per Fernstudium lernen kann). Aber die Medizin besteht nunmal nicht nur aus der Theorie.

Wie komme ich also nachher an meine Praxis?

Nun, da gibt es zum einen den Untersuchungskurs, dort werden alle Untersuchungstechniken geübt, geübt, geübt.

Dann suche ich gerade nach einem extra Kurs für den "Spritzenschein", zudem muss ich in unserem Bundesland eine Hygienefortbildung nachweisen (da geht es dann um Desinfektionskenntnisse etc pp).

Nach der Überprüfung vorm Gesundheitsamt werde ich nach einer Assistenzstelle suchen, um sozusagen ein Praktikum zu machen und unter Aufsicht meine praktischen Fähigkeiten zu erweitern.

 

Was auch natürlich wichtig ist, sind Therapieverfahren. Mit der Überprüfung vorm GA weise ich meine schulmedizinischen Kenntnisse nach, mehr nicht. Damit kann ich aber noch nicht behandeln.

 

Meine anvisieren Therapieverfahren sind die Ernährungsmedizin, orthomolekulare Medizin, sowie die Phytotherapie.

Alle 3 Verfahren sind schon bei mir im werden und die Ausbildungen sind belegt und werden bearbeitet. Aber auch das, stelle ich euch in einem extra Blog-Beitrag vor, genauso wie meine verschiedenen Fortbildungen, die ich in den letzten Monaten so absolviert habe, bzw gerade noch absolviere.
Mir ist es wichtig, wissenschaftlich belegte Verfahren zu nutzen, mit allem anderen würde ich mich einfach nicht wohl fühlen.

 

Jetzt habt ihr einen ersten Überblick, wer hier so schreibt und was die Hintergründe sind.

 

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2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Danke für diese Einblicke in Deinen Bildungs- und Lebensweg. Deine Überlegungen mit dem Heilpraktiker klingen sehr durchdacht, auch was die Möglichkeiten und die Bedeutung von praktischen Erfahrungen angeht.

 

Ich hatte mal überlegt, den Heilpraktiker Psychotherapie zu machen. Dabei stand Isolde Richter bei mir auch ganz oben auf der Liste, weil hier der Fokus auf dem Live-Unterricht per Video liegt, was vermutlich noch am ehesten an eine Schule vor Ort herankommt. 

 

Auf Deine weiteren Erfahrungen bin ich gespannt. Wie lange bist Du denn schon dabei?

 

 

 

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vor 1 Stunde schrieb Markus Jung:

Ich hatte mal überlegt, den Heilpraktiker Psychotherapie zu machen. Dabei stand Isolde Richter bei mir auch ganz oben auf der Liste, weil hier der Fokus auf dem Live-Unterricht per Video liegt, was vermutlich noch am ehesten an eine Schule vor Ort herankommt. 

 

Auf Deine weiteren Erfahrungen bin ich gespannt. Wie lange bist Du denn schon dabei?

 

 

 

Gestartet habe ich schon 2020, bin aber nicht sooo gut vorangekommen, mangels Kinderbetreuung. Aber ich habe mittlerweile das Motto "mühsam ernährt sich das Eichhörnchen". Hauptsache dranbleiben.

Jetzt habe ich den Lernplan umgeschmissen (dazu kommt dann noch ein Beitrag) und hab mich generell noch mal etwas anders strukturiert.

 

Der HPP soll top sein, aber die Dozentin ist auch einfach nur klasse! Bei ihr habe ich auch schon andere Webinare belegt und bin sehr begeistert. Den Psychologischen Berater werde ich bei ihr auf jeden Fall machen, um einfach ein bisschen mehr für meine Beratungen und Gespräche an der Hand zu haben.

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