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Marsimella

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Informationen

  • Status
    Aktiver Fernstudent
  • Anbieter
    Studieninstitut für Kommunikation
  • Studiengang
    Kommunikationsmanager/in (IHK)
  • Geschlecht
    w

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  1. Ich habe vor Urzeiten meinen Fachwirten abgeschlossen und möchte berichten, wie das meiner Erfahrung nach in der Berufswelt aufgenommen wird. In der Zwischenzeit habe ich Richtung Wirtschaft/Medien sowohl an einer staatlichen Uni als auch an einer Fernhochschule (an)studiert. Somit habe ich gewisse Vergleichswerte. Ich bin sehr stolz auf meine Fachwirt-Qualifikation, denn der Weg dort hin war anspruchsvoll und der Stoff umfangreich. Im beruflichen Kontext bin ich mit der Haltung konfrontiert "Du hast ja nur eine Ausbildung gemacht". Das sagt einem nur selten jemand ins Gesicht, aber im Berufsalltag macht sich das manchmal in der Wertschätzung bemerkbar, insbesondere dann, wenn das Umfeld über akademische Abschlüsse verfügt und sicherlich ohne böse Absicht, Dinge erklärt werden, die fachlich in meinem Berufsfeld vorausgesetzt werden können. Manchmal wurden mir trotz langjähriger Berufserfahrung Kompetenzen aufgrund meiner vermeintlich geringeren Qualifikation abgesprochen. Ich denke, dass vielen Kolleg*innen gar nicht klar ist, was hinter diesen Qualifikationen steckt und dass z. B. der Fachwirt mit einem Meister und wie ich jetzt gelernt habe, sogar mit einem Bachelor-Abschluss vergleichbar ist. Das "Vergleichbar" ist aber auch der Knackpunkt und ich würde vielen Argumenten, die sich kritisch zu der neuen Bezeichnung äußern, zustimmen. Meine Fachwirt-Qualifikation ist inhaltlich nicht vergleichbar mit einem Bachelor-Studium. Ganz einfach gesagt, weil der Fachwirt auf recht konkrete Berufsziele, meist auf Leitungsebene, abzielt. Das Lernziel im Bachelor-Studium ist meiner Erfahrung nach anders ausgerichtet (z. B. wissenschaftliches Arbeiten). Auch wenn die Berufsfähigkeit nicht ausgeschlossen wird, so steht sie m.E. weniger im Fokus als beim Fachwirten. Was allerdings die Breite und Praxisnähe des Fachwirten angeht, habe ich hier mehr unterschiedlichen Stoff verarbeiten müssen, als in meinen Studiengängen, die doch weitaus spezialisierter waren. Sicherlich kommt es hier auch darauf an, welchen Studiengang und welchen Fachwirten/Meister man macht. Fazit: Für mich geht es nicht um besser oder schlechter, sondern um anders. Das Niveau beider Qualifikationen habe ich tatsächlich als recht gleichwertig erfahren. Als Maßnahme gegen die schlechte Reputation des Fachwirten, so wie ich es erlebt habe, finde ich den Titel auf den ersten Blick nicht schlecht. Und die internationale Vergleichbarkeit (falls es wirklich so ist?), hätte ich als frisch gebackene Absolventin damals sehr begrüßt, denn ich hätte gern wie meine Freunde, die studiert hatten, Auslandserfahrungen gesammelt. Trotzdem kann ich mir gut vorstellen, dass es zu mehr Verwirrung führt, denn auch nicht jeder Personaler und das Gros an Kolleg*innen, insbesondere in KMU, verstehen, was hinter diesen Titeln steckt - meiner Erfahrung nach wurde ja nicht mal die Fachwirt-Qualifikation richtig verstanden. Dann stellt sich die Frage, ob diese neue Bezeichnung überhaupt jemand hilft.
  2. Hallo Kwilma, danke, dass du deine Hintergründe so genau beschrieben hast. So kann ich das gut nachempfinden. Meine Geschichte ist deiner etwas ähnlich und ich habe daher im März den Studiengang Kommunikationsdesign an der IUBH angefangen. Die Entscheidung habe ich mir aber nicht leicht gemacht. Ich habe mir sehr ausführlich die Modulhandbücher durchgelesen und verglichen. Ich komme ursprünglich auch aus dem kaufmännischen Bereich und darauf mit "Management" weiter aufzubauen, erschien mir sinnvoll. Allerdings hab ich keine Leidenschaft dafür und mich für den "unvernünftigeren", kreativeren Studiengang entschieden. Da ich im Marketing arbeite passen allerdings alle Varianten, deswegen war ich in der bequemen Lage es mir frei auszusuchen. Aus deiner Geschichte würde ich eher schließen, dass du mit Medienmanagement tatsächlich am breitesten aufgestellt bist, z. B. falls du dich als Fotograf irgendwann selbstständig machen oder den Arbeitsbereich erweitern möchtest. Es kommt aber auch darauf an, wie viel Input du noch für die Kreativarbeit benötigst. Ich bin zwar noch am Anfang des Studiums und kann dir deswegen nur einen begrenzten Einblick geben, denke aber, dass es für jemanden mit Vorkenntnissen wenig Mehrwert bietet. Da muss man eben anhand der Modulhandbücher prüfen, mit welchem Wissen man sein Leben bereichern möchte. Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen.
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