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Über diesen Blog

Blog zum Gesamtstudiengang der katholischen Theologie bei "Theologie im Fernkurs" der Domschule Würzburg

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Erste Lehrhefte bearbeitet

Mittlerweile habe ich die ersten drei Lehrhefte schon komplett durch und muss sagen, dass viele Themen für meinen Geschmack nur grob angerissen werden- Ok, wir sind hier noch beim Grundkurs Theologie und vielleicht wird das im Aufbaukurs alles nochmal detaillierter und tiefgehender behandelt, aber schon im Grundkurs würde ich mir etwas mehr Tiefe wünschen. 

Wenn ich mich richtig erinnere, soll der Grundkurs doch eigentlich 18 Monate gehen. Wer dafür 18 Monate brauch, der ist wahrscheinlich auf dem geistigen stand, auf dem man auch denkt, dass Zitronenfalter Zitronen falten. Oder vielleicht bin ich einfach nur zu sehr Feuer und Flamme für das Thema katholische Theologien und habe mich vorher schon zu lange und zu detailliert mit einigen Dingen befasst.

Womit ich mich jedoch nicht anfreunden kann ist die neue revidierte Einheitsübersetzung. Meiner Meinung nach ist diese Übersetzung sehr Nahe am Zeitgeist, also sehr durchgegendert und gemainstreamt wurden. Daher werde ich zum Vergleich auch immer in die Einheitsübersetzung von 1980, die Pattloch-Bibel aus den 60ern und die Lutherübersetzung von 1984 mitbenutzen. 

Daniel-san

Daniel-san

 

Lehrhefte zum Grundkurs Theologie erhalten

Ich habe eigentlich noch nicht damit gerechnet, doch heute erhielt ich bereits die Lehrhefte für den Grundkurs Theologie obwohl der offizielle nächste Kursstart erst der 1. Januar 2018 ist. Ein Lehrheft hat im Durchschnitt zwischen 70 und 90 Seiten. Zuerst war ich von der Anzahl der Lehrhefte erschlagen, aber nach einem dreifachen Ave Maria ging es dann. Die müssen meine Lehrbriefe wohl direkt nach Erhalt der Anmeldung bearbeitet und abgeschickt haben.

Nun habe ich folgende Lehrhefte zu bearbeiten:
  Einführung - Theologie im Fernkurs studieren Glaube und Theologie Theologie und die Frage des Menschen nach Gott Die Bibel verstehen - Biblische Hermeneutik Einleitung in das Alte Testament Einleitung in das Neue Testament Zentrale Texte des Alten Testaments Zentrale Texte des Neuen Testaments Theologische Themen der Heiligen Schrift Der eine Gott der Schöpfung des Bundes Vom verkündigenden Jesus zum verkündigten Christus Das Bekenntnis zu Christus im Kontext des Trinitätsglaubens Das Wirken des Heiligen Geistes in Kirche und Welt Der Mensch in der Gnade Gottes Die Schuld des Menschen und die Versöhnung mit Gott Die Hoffnung auf Vollendung Maria und die Heiligen Kirche als Volk Gottes und Institution Gottesdienst der Kirche - Feier des Glaubens Sakramente - Gestalten des Reiches Gottes auf Erden Kirchengeschichte - Altertum, Mittelalter, Neuzeit Die katholische Kirche im 20. Jahrhundert Die eine Kirche und die vielen Konfessionen Handeln aus christlicher Verantwortung Christliche Spiritualität   Besonders freue ich mich auf das Lehrheft "Maria und die Heiligen". Weniger wegen Maria, dafür mehr über die Heiligen. Ich hoffe, noch mehr über sie erfahren zu können. Sollte es Kapitel über Dominikus (von Calaurega), Benedikt (von Nursia),  Hildegard von Bingen und Mutter Theresa (von Kalkutta) geben, kann ich diese Teile überspringen, da sie meine Lieblingsheiligen sind und ich mich mit ihnen schon lange und ausführlich befasst habe.

Da ich irgendwann als Ständiger Diakon auch mal vor Leuten predigen muss und eigentlich nicht vor größeren Gruppen von Menschen sprechen kann, werde ich demnächst auch einen YouTube-Channel erstellen, auf dem ich mich dann in der Predigtkunst versuchen werde.

Daniel-san

Daniel-san

 

Ich habe abgeschworen!

Nachdem ich mich gestern für das Fernstudium BA Gesundheitsökonomie angemeldet habe, fand ich endlich die Erlaubnis der erzdiözesanen Ausbildungsabteilung, an der Domschule Würzburg den Gesamtstudiengang belegen zu dürfen. Dieser theologische Fernkurs endet nicht mit einem akademischen Abschluss oder kirchlichen Examen, wird aber für einige Funktionen und Ämter innerhalb der römisch-katholischen Kirche anerkannt.

Bei der Liturgiereform, dem Zweiten Vatikanischen Konzil, wurde u.a. auch der Ständige Diakonat eingeführt. Die Weihestufen innerhalb des katholischen Klerus lauten Diakon, Priester und Bischof. Während ein Diakon in der Regel irgendwann auch immer Priester wird, brauch man, um Bischof zu werden, eine Menge Glück und in der Regel auch eine theologische oder kirchenrechtliche Promotion. Wie der Begriff "Ständiger Diakonat" schon sagt, ist ein Ständiger Diakon ständig Diakon - es ist also ein ordiniertes Laienamt und ein weiterer Aufstieg zum Priester ist nicht möglich. Ständige Diakone dürfen verheiratet sein, müssen aber zölibatär Leben, wenn die Ehepartnerin stirbt oder man sich scheiden lässt. Obwohl der Ständige Diakonat als eigenständiges Diakonenamt gilt, hat ein Ständiger Diakon in der Regel auch die Aufgaben eines zum Zölibat verpflichteten studierten Diakon. Zum Ständigen Diakon werden Männer geweiht, die sich selbst weitergebildet und im Glauben und in der Gemeinde bewährt haben. Ständige Diakone gibt es hauptamtlich, also ohne Zivilberuf und mit Bezügen von der Kirche, als auch ehrenamtlich, also mit Zivilberuf und ohne Entlohnung. In unserer Kirche werden nun innerhalb der nächsten fünf Jahre sechs Ständige Diakonate frei und der Pfarrer fragte mich, ob ich nicht einen der noch amtierenden Ständigen Diakone beerben möchte. Ich war mir zuerst nicht sicher, ob ich das will, doch nach einigen Tagen habe ich dann zugestimmt und alles weitere ging seinen Weg. Am längsten musste ich auf die erzdiözesane Zustimmung warten und nachdem ich diese nun erhalten habe, erfolgte die Anmeldung.

Geboren wurde ich in eine eigentlich atheistische Familie, in der komischerweise alle der evangelisch-lutherischen Kirche (EKD) angehören. Ich wurde 2003 konfirmiert, aber habe mich nach der Konfirmation nie wieder mit der Kirche befasst. Von 2004 bis Ende 2009 befasste ich mich mit Esoterik, Spiritismus, Okkultismus und Freimaurerei und wurde Mitglied einiger okkulten Orden und Logen und einer örtlichen Freimaurerloge, ich befasste mich sehr aktiv mit Satanismus, Setianismus, Vampirismus, Voodoo, Kartenlegen, Runenlegen usw. und am 28.02.2010 konvertierte ich dann in einer türkischen Moschee zum Islam und trat dann aus der Kirche aus. Irgendwann geriet ich in den Einflussbereich bekannter Figuren der sog. Salafistenszene, folgte ihr und konnte Ende 2011 aussteigen. Hätte ich das nicht geschafft, wäre ich heute vielleicht selber in Syrien oder im Irak, denn die Gehirnwäsche funktioniert wirklich! Anfang 2012 kam ich dann in Kontakt mit katholischen Missionaren, erkannte Martin Luther als Häretiker und Ketzer und schloss mich dann der katholischen Kirche an und erhielt die Firmung. Seitdem habe ich es zum Benediktineroblaten gebracht, sitze im Pastoralausschuss  meiner Kirchengemeinde, stehe den Petrus- und Piusbrüdern näher als den aktuellen Papst, mit dem ich so meine Probleme habe, und der deutschen Bischofskonferenz und spielte eigentlich mit den Gedanken, zumindest für ein paar Jahre in ein Benediktinerkloster zu gehen, bis ich erkannte, dass religiöses Engagement auch gut von Zuhause aus funktioniert. Dem Weltlichen, auch dem Weibe, habe ich jedoch trotzdem größtenteils abgeschworen.

Mein Ziel ist es also, mit diesem Fernkurs Ständiger Diakon mit Zivilberuf zu werden und ich gehöre dem konservativen papstkritischen Flügel der Kirche an und habe auch die "Kindliche Zurechtweisung", in der Papst Franziskus Häresie vorgeworfen wird, unterschrieben. Ich stehe also für ein hingebungsvolles Glaubensleben ohne Wenn und Aber, ohne Vorschriften und Gebote todzuinterpretieren, ohne Begeisterung für die Ökumene und ohne seine  Glauben zu hinterfragen. "Ein bisschen religiös" sein zu können, ist genau so unmöglich, wie nur ein bisschen schwanger sein zu können.

Jetzt heißt es jedenfalls auch hier: Tee trinken und warten!

Daniel-san

Daniel-san



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