Virtuelle Auslandserfahrung

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Lizzy80

Zeit? Was ist denn das?

Am Anfang schien alles noch recht simpel. Ich habe die Erste zwei Skripte des Kurs BGB I bearbeitet und das war dem niederländischen Zivilrecht so ähnlich, dass ich mich überhaupt keine Sorgen gemacht habe. Beschäftigt? Ich? Nicht wirklich. Dann war aber die erste Einsendeaufgabe dran!

Die Lösung hatte ich zwar schon im Kopf, ich sollte das aber auch noch aufschreiben und nicht mit dem niederländischen BW unterstützen, sondern mit dem BGB. Und was war da noch? Ah, ja, ich musste es auf Deutsch schreiben. Ich dachte mich fertig, lehnte mich zurück und sah, dass diese Aufgabe nur 60 Punkte wert war. Ich drehte das Blatt und -Überraschung!- da gab es eine zweite Aufgabe.

Einigen Stunden später war ich wirklich fertig und am nächsten Tag konnte ich es bei der Post abgeben. Geschafft!

Inzwischen hatte ich die Unterlagen und die erste Einsendeaufgabe für den Kurs Strafrecht bekommen. Ich möchte nach meinem Studiumabschluss gerne als Strafverteidiger arbeiten, deswegen freute ich mich sehr auf diesen Kurs. Ich hätte nie gedacht, dass das deutsche Strafrecht und das Niederländische so ganz unterschiedlich seien! Ein deutscher Mord ist zum Beispiel bizarr kompliziert, im Vergleich zu einem Niederländischen. Mittäterschaft, Versuch, Notwehr, usw. haben wir alles auch, es gibt aber sehr wichtige Unterschiede. Wirklich sehr interessant! Aber auch sehr zeitraubend und der Termin für die erste EA war auch schon dran. Natürlich entdeckte ich am Sonntagabend, dass "Teil 1" im Informationsheft "Kurs 1" in den Studienbriefen hieß, und dass "Teil 1" in den Studienbriefen nur die Hälfte des Lehrstoffs war. Ich müsste also Kurs 1, und zwar Teil 1 und 2, hätten bearbeiten um die erste EA machen zu können. Überhaupt nicht lustig. Es gab keine Zeit Teil 2 noch ganz durchzuarbeiten. Montag war also ein Wettlauf gegen die Uhr. Gerade rechtzeitig war die EA fertig und bei der Post abgegeben.

Es gab keine Zeit zum Ausruhen, denn die zweite EA für BGB I soll in etwa 2 Wochen abgegeben werden, mit nur einem Tag später der Termin für die zweite EA von Strafrecht. Zum Glück handelt es sich bei dieser zweite Strafrechtaufgabe um Multiple-Choice-Fragen. Diese Art der Fragen mag ich nicht, aber sie werden mir in dem Moment weniger Zeit kosten als Falllösungen.

Am kommenden Dienstag schreibe ich die Klausur zu Strafverfahrensrecht; die Niederländische Varianten. Es würde mich nicht überraschen, wenn ich mich da plötzlich nicht mehr an die Niederländische begriffen erinnern könnte. Dieses Wochenende beschäftige ich mich also mit dem niederländischen Strafverfahrensrecht und nach der Klausur geht es weiter mit deutschem BGB und StGB. Nächstes Wochenende habe ich sowieso keine Zeit fürs Studium, am 24. November gibt es den 'Rechtswissenschafttag', den von der OU organisiert wurde und Dezember ist natürlich immer ein hektischer Monat, mit Sinterklaas (St. Nikolaus), Weihnachten und Sylvester.

So entspannt, wie ich nach dem Anfang war, so gespannt bin ich im Moment. Mal sehen, ob ich denn alles schaffe!

Lizzy80

Verloren im BGB

In den letzten Septemberwochen habe ich mich oft gefragt, wie es doch ab dem 1. Oktober wäre, weil ich in September schon so beschäftigt war. Ich hatte kaum Zeit hier einen neuen Post zu schreiben. Bisher ist es aber eigentlich nicht so schlimm.

Obwohl ich noch immer kein Passwort habe und nicht in der Moodle-Umgebung einloggen kann, könnte ich doch anfangen, da die Kursbegleiterin mich die PDF-Versionen der Skripte via E-Mail geschickt hat. Zum Glück ist das deutsche Recht das niederländische Recht sehr ähnlich. Das macht das Studium absolut leichter. Inhalt ist etwa bekannt, ich muss insbesondere auf den fast minimalen Unterschieden achten und natürlich auf die Deutsche juristische Sprache.

Einer den größten Unterschieden ist die Struktur des Bürgerliches Gesetzbuches. Die ist dem niederländisches Bürgerliches Gesetzbuches ("Burgerlijk Wetboek") überhaupt nicht ähnlich! Kommen mir bei den Falllösungen die Niederländischen Artikeln gleich in den Kopf, die Deutsche finde ich gar nicht so schnell. Unser BW ist, genau wie das deutsche BGB, in mehrere Bücher gegliedert (1 bis 7, 7a, 8 und 10), aber diese Teile passen also nicht zu denen in dem deutschen BGB. Ich finde es ein wenig vergleichbar mit einem Traum, in dem man einen Ort besucht, wo man sehr bekannt ist und deshalb weiß, wo der Ausgang sein soll und der Ausgang ist total woanders. Wirklich verwirrend. Mit der Zeit wird das wohl passieren und werde ich mich dem deutschen BGB gewöhnen.

Die ersten Einsendeaufgaben sollen spätestens nächste Woche abgefertigt und verschickt worden sein. Ich denke, es wird schon gelingen. Auch ganz anderes ist die zusammenhäng zwischen Prozentpunkte und Noten. Es fühlt sich sehr merkwürdig für einen 1 zu hoffen, da 1 hier die schlechteste Bewertung ist, die man bekommen kann.

Auf jeden Fall ist dies ein besonderes Semester.

Lizzy80

Neu, aber nicht

Neu zum Thema 'Fernstudium' bin ich gar nicht. Schon seit 2007 arbeite ich fast jeden Tag durch Berge von Büchern, die mir von der niederländischen Open Universität geschickt worden.

Hier bin ich aber gerade neu, genauso wie bei der FernUniversität Hagen. Im Juli habe ich mich angemeldet für die virtuelle Auslandserfahrung, die von UNED organisiert wird. Am 1. Oktober fange ich an mit den Modulen BGB I und Strafrecht und ich bin wirklich sehr gespannt. Nicht nur, weil ich nicht genau weiß, wie alles verlaufen wird, sondern auch, weil es mich enttäuscht, wie viel Mühe es mich kostet eine kurze Nachricht wie diese zu schreiben, trotz meines Germanistikstudiums einigen Jahren her.

Dieses Wintersemester ist ein arbeitsreiches Semester. Ich habe noch einige niederländischen Klausuren zu bestehen (3 im November, 1 im Januar), ich muss Moodle kennenlernen und ich muss mich wieder gewöhnen an deutschsprachigen Unterricht (meine Deutschkenntnisse ein bisschen aufpolieren könnte auch nicht schaden :blushing:). Wie ich es verstehe, ist die FernUni auch weniger flexibel als die OUNL. Fernstudium muss auch kombiniert werden mit Mann und Kinder (zwei Söhnchen; 5 und 3 Jahre alt), also Freizeit zu haben könnte ich mal besser vergessen. Ich freue mich aber riesig!

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