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Der Mensch ist nichts! (Tag 3+4)

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Weidenhamster

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Guten Morgen,

nach der Überfahrt mit der Fähre zu unserem ersten Ziel in Schottland, der Isle of Islay, konnten wir nun am Tag 3 und 4 diese wunderschöne Insel etwas näher erkunden. Gleich vorab: Die Deutschen und die Schotten haben recht unterschiedliche Auffassung davon, wie eine Straße auszusehen hat. in der Heimat sind manche Fahrradwege besser ausgebaut... jedoch ermöglicht dies ein völlig neues Fahrgefühl, wenn es neben Dir ca. 20-30 Meter in die Tiefe geht und Dich nicht einmal eine Leitplanke schützt. Sei es wie es sei... Du wirst entschleunigt.

Der Dienstag berachte uns Sonnenschein und ca. 10 Grad. Was will man mehr? Wir sind am Strand entlang gewandert, haben dass Meer bei Ebbe erlebt und standen, obwohl wir uns auf einem ausgewiesenen Wanderpfad befanden, auf einmal vor einem Tor zu einem Grundstück, auf dem sich ein altes Haus und drei oder vier verfallene Scheunen befanden... Ein Ort wie aus einem Horrorfilm... Zurück wollten wir jedoch auch nicht mehr, also suchten wir einen Weg um das Gelände herum. Eine kleine Öffnung zwischen Zaun und Fels zeigte uns einen möglichen Weg... Als wir hindurch waren, konnten wir auch erkennen, welchen Sinn dieser Zaun hatte, stand doch hinter der nächsten Ecke ein gigantischer, angsteinflößender, wenn auch friedlicher Bulle. Wir haben uns entschlossen, lieber zurück zu gehen. Sicherheitshalber.

Wir sind auch wieder zu Hause in unserem Cottage angekommen. Ohne Knochenbrüche. Abends sind wir dann noch zu drei Destillerien (Laphroaug, Lagavulin und Ardbeg), aber ohne Besichtigung, da es schon relativ spät für schottische Verhältnisse war. Dafür sind wir im Anschluß noch zu einem wunderschönen Ort weitergefahren. Dem Kildalton Cross. Über 1300 Jahre alt steht es noch heute in der freien Natur neben einer alten, zerfallenen Kapelle. Ein wunderbarer Ort, um ganz ruhig und andächtig zu werden. Um seine Gedanken zu ordnen und sich nach dem Sinn des Lebens zu fragen.

-----> Tag vier

Das Wetter zeigte sich schon am Morgen unbeständig so das wir uns entschieden, die Insel mit dem Auto zu erkunden. Wir furchen die restlichen Destillerien auf der Insel an (immerhin noch weitere 4 Stück - die achte befindet sich bei uns vor der Haustüre und musste nicht angefahren werden). Angehalten haben wir nur bei 2 Destillerien und dort durften wir auch verköstigen. Besichtigungen stehen erst später auf dem Programm.

Das Wetter blieb unbeständig. Es regnete hin und wieder, aber der Schönheit des Landes tut und tat dies nichts. Gerade der Blick von Islay nach Jura (der Nachbarinsel) war traumhaft.

Für uns war es die richtige Entscheidung, zu dieser Jahreszeit hier her zu kommen. Wenig Touristen. Entspannung und Ruhe!

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Kurz noch zur Überschrift: Wenn man vor der aufbrausenden See oder den Verlassenen Ruinen der schottischen Geschichte steht, so wird einem doch bewusst, dass nichts so vergänglich ist wie der Mensch selbst. Ganz gleich wich mächtig man zu sein glaubt, nach ein paar Jahren ist nichts mehr übrig... Die Natur und die Landschaft überdauert alles. Doch gerade, wie in den letzten Tagen hier in Schottland, wenn Flut herrscht, wird überdeutlich, welch ein Parasit der Mensch doch sein kann. Müllberge, Ölkanister und Plastiktüten... Das stimmt nachdenklich.

Bis bald

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3 Kommentare


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. Um seine Gedanken zu ordnen und sich nach dem Sinn des Lebens zu fragen.

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