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Zukunft des Sprachlernens

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Rumpelstilz

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Heute hat es ja gut angefangen: Ich habe den abstract eines Artikels gelesen. Darunter war der abstract nochmal, in Italienisch. Den habe ich auch gelesen und mit nur gedacht: Das habe ich doch schon mal gelesen?

Erst als ich später die Titelseite wieder angeschaut habe, habe ich gesehen, dass das ja zweimal der gleich Text ist, einfach in unterschiedlichen Sprachen. Na prima. Und das bei einem Artikel, in dem es ums Sprachen lernen geht.

Das Thema war sozial und kommunikativ orientierter Sprachunterricht, was ja zeitgemäss ist, und die Problematik, die sich daraus ergibt.

Es geht darum, dass solche Lehrmittel auf einen 'imaginierten nativespeaker' abzielen. Häufig hat dieser aber nichts mit der Realität zu tun. Wenn Lernende die Sprache tatsächlich in der Realität erleben, dann wird sie ganz anders gebraucht als sie es im Unterricht lernen. Die Diskussion ist nun, ob und man dies im Unterricht berücksichtigen soll.

Diese Diskussion ist eine Folge der zur Zeit aktuellen Diskussion in der Linguistik 'Wem gehört Englisch?'. Da geht es darum, dass sich Englisch ständig verändert und diese Veränderungen nicht mehr primär von Ländern ausgeht, in denen Englisch die Erstsprache ist.

Ich hatte zum Sprachlernen grad einen dazu passenden "Fall": Eine Nachhilfeschülerin, die seit letzten Sommer Englisch in der Schule hat, musste die Verlaufsform (-ing Form) lernen. Wir haben brav gelernt, diese wird gebraucht, wenn die Aktion im Moment, wo der Ausdruck gebraucht wird, im Gange ist und einen klaren Anfang und Ende hat.

Daraufhin zückt sie ihr Handy, schaut etwas nach und sagt dann: "Warum ist der voreingestellte Status bei WhatsApp dann "I'm using WhatsApp too!"? Das steht ja auch da, wenn man offline ist. Und es ist doch eher eine genrelle Wahrheit als ein vorübergehender Zustand?"

Tja, recht hat sie.

Ihr Gefühl war dann: Ich versteh's ja trotzdem. Es ist offensichtlich nicht wichtig.

Natürlich wird Sprache immer wieder mal "falsch" angewendet. Für den Lernenden kann wiederholte (!) Deckungsungleichheit des eigenen Spracherlebens mit dem Gelernten rasch zu Frustration führen.

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