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Fazit nach drei Semestern als Fernstudent an der TU Dresden

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risob

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Drei Semester sind nun schon rum, und ich bin noch immer vom Dresdner Modell überzeugt. Ich komme gut klar mit dem sog. „angeleiteten“ Fernstudium (so beschreibt es die TU Dresden auf der Informationsseite). Wenn man sich nicht selbst intensiv mit dem Stoff befasst, und zwar in Vorbereitung auf die Präsenztermine, bringen die Konsultationen so gut wie nichts, so geht es zumindest mir.

Wie sieht es nun an bei den Teilnehmern aus?

Von einem weiß ich, dass dieser das Fernstudium berufsbedingt aufgegeben hat (neuer Job mit neuen Verpflichtungen), ein weiterer ist ins Direktstudium gewechselt. Letzterer macht zwar noch die ausstehenden Physik- und Werkstofftechnikpraktika mit, aber sonst ist er raus. Ansonsten ist die Zahl der Teilnehmer recht stabil, je nach Veranstaltung vier bis zehn Leute (davon dann der größte Teil weiblich, etwa 80% :blink:).

Macht mir das Fernstudium noch Spaß?

Ja, das tut es. Ich fühle mich gut gefordert, ohne ein Gefühl der Überforderung. Mit dem Ergebnis, dass ich bislang noch keine der Prüfungen verhauen habe, wobei bei einigen Klausuren die Noten nicht besonders prickelnd sind. Auch gefallen mir die praktischen Anteile im Studium (bislang Physik und Werkstofftechnik, irgendwann auch Elektrotechnik).

Was könnte man besser machen für die Fernstudenten?

Bislang empfinde ich die Vorlesungsunterlagen, die zur Verfügung gesellt werden, etwas dürftig. Ich habe den Eindruck, dass viele der Unterlagen bereits älter sind, auch halten sich die Dozenten nicht an die Inhalte dieser Unterlagen. Für Mathe hatte ich mir im ersten Semester ein Paket an Lehrbriefen geholt, das von der AG Fernstudium angeboten wurde, und kein einziges Mal reingesehen (Dozentin hatte ein eigenes Skript als PDF zum Download zur Verfügung gestellt). Schade. Oder die Unterlagen sind nur wirklich nützlich, wenn man im Direktstudium in der Vorlesung anwesend ist, es könnte für Thermodynamik z.B. so sein. Ich muss mir oft mir anderer Literatur behelfen und gucken, dass diese zum Lehrplan der TU Dresden passt. Dieses Zusammensuchen von Unterlagen und damit ein erhöhter Aufwand, im Vergleich zu einer Institution die den Studenten das Material gut aufbereitet zur Verfügung stellt, könnte ein weiterer Grund für die hohe Ausfallquote der Fernstudenten.

Der letzte Punkt könnte sich abschreckend anhören, ich habe gelernt damit umzugehen. Somit hatte ich keine Zweifel, mich für das vierte Semester zurück zu melden und das Studium fortzusetzen. Der Plan, welche Module und Prüfungen ich im Sommersemester absolvieren möchte, steht bereits (nun gut, ich hatte wenig Freiraum bei der Gestaltung) und diesen gilt es zu erfüllen.

Bis zum nächsten Eintrag.

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2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Dieses Zusammensuchen von Unterlagen und damit ein erhöhter Aufwand, im Vergleich zu einer Institution die den Studenten das Material gut aufbereitet zur Verfügung stellt
Das ist für mich der Riesenunterschied zwischen "teuren" privaten Fernstudienangeboten und den staatlichen Präsenzhochschulen. Einerseits sind die in sich abgeschlossenen, kompletten Studienbriefe eine enorme Arbeitsvereinfachung. Aber die Prüfungsvorbereitung bestehend aus Vorlesungsnotizen, Literaturrecherche, Seminaren, ... sehe ich als enormen Vorteil der eigenen Persönlichkeitsbildung.

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Das mit dem erhöhten Aufwand beim Zusammensuchen von Unterlagen und Literatur kenne ich auch. Wir haben auch keine Studienbriefe. Somit ist der Aufwand für das recherchieren und suchen von geeigneter Literatur nicht unerheblich (auch wenn es immer Literaturhinweise gibt). Und manchmal (so geht mir das), sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. :crying:Aber irgendwann gewöhnt man sich auch dran. Trotzdem bin ich manchmal neidisch auf diejenigen, die Studienbriefe haben.

In meinem Studiengang (Pädagogik) ist es übrigens so, dass der größte Anteil männlich ist. ;)

Gruß

Anja

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