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risob

Abschluss des Moduls Physik

Nach Absolvieren der letzten Physikpraktika fehlte zum Abschluss des Moduls Physik nur noch die Klausur. Diese war mit insgesamt 3 Stunden angesetzt und fand, wie bislang in allen Prüfungen, gemeinsam mit den Direktstudenten statt. Außer mir habe ich keine weiteren Fernstudenten aus meinem Jahrgang entdecken können. War aber auch nicht überrascht, aus Unterhaltungen im Verlauf des Semesters hatte ich bereits herausgehört, dass meine Kommilitonen sich noch Zeit lassen wollten mit der Prüfung.

Theoretische Inhalte

Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, wieviele Konsultationen es in Physik gab, abgedeckt wurden die Themengebiete der klassischen Mechanik (Kinematik und Kinetik, Strömungsmechanik, Statik und auch zum Teil Festigkeitslehre), Thermodynamik, Elektrizitätslehre sowie Optik. Rein vom Gefühl her würde ich sagen, dass der Großteil der Konsultationen sich um die Mechanik drehte, in den übrigen Teilgebieten wurden nur die wichtigsten Themen angesprochen. Schade fand ich vor allem, dass für die Optik gerade mal 15 Minuten übrig waren (obwohl auch Optik in der Klausur abgefragt wurde).

Verwendete Materialien

Im ersten Semester wurde ein Studienheft herausgegeben, mit Empfehlungen zum Durcharbeiten der insgesamt 20 Lerneinheiten. Ich glaube es stand mal drin, dass für jede Lerneinheit 4 Wochen vorgesehen sind. Das Studienheft verweist lediglich auf die Lehrbücher von Alfred Recknagel (ehemaliger Physikprofessor an der TU Dresden), und diese Lehrbücher werden zur Vorbereitung empfohlen. Ich denke jedoch, dass man auch andere Physikbücher durchaus gut verwenden kann (vor allem wenn man bedenkt, dass die Bücher von A. Recknagel nicht so einfach zu bekommen sind).

Zusätzlich wurde ein passendes Übungsbuch sehr ans Herz gelegt. In diesem Übungsbuch wird am Anfang des Kapitels das Wichtigste zusammengefasst, dann einige Aufgaben ausführlich vorgerechnet und anschließend darf man ausführlich selbst üben. Das einzige Manko dieses Übungsbuches ist, dass es keine ausführlichen Lösungswege gibt. Ich habe mir damit beholfen, dass ich mir eine frühere Auflage geholt habe, welche zwar den Lösungsweg der Aufgaben enthielt aber keine Zusammenfassung am Anfang der Kapitel. Die Kombination aus beiden Büchern war optimal.

Prüfungsvorbereitung

Lediglich Aufgabenrechnen wird als Vorbereitung für die Physikprüfung vermutlich nicht zum Erfolg führen. Die Theorie sollte man sich vorher schon angucken und im Anschluss die Aufgaben rechnen. Und zwar möglichst viele, gerne auch mehrfach.

Prüfung

Die Prüfung bestand aus insgesamt 5 oder 6 Aufgaben, aus allen Teilgebieten, keines wurde ausgelassen. In der ersten Aufgabe ging es um den Vergleich der Beschleunigungen auf einer schiefen Ebene für einen Zylinder und einen Quader (ersterer mit Trägheitsmoment). In der zweiten Aufgaben lief aus einem Fass durch ein kleines Loch eine Flüssigkeit aus und man sollte berechnen, wie weit der Strahl vom Fass auf dem Boden auftreffen würde (kombinierte Aufgabe zu Strömungsmechanik und Kinetik). Dann gab es noch eine Aufgabe zu Schwingungen, die verdächtig ähnlich zu einer Aufgabe im Übungsbuch war (deswegen sollte man die Übungsaufgaben mehrfach rechnen). Dann ging es noch um das Zeichnen von optischen Abbildungen und Brennweitenbestimmung aus dem Gebiet der Optik. Aus der Elektrizitätslehre wurde eine Aufgabe gestellt zur Beschleunigung eines Elektrons in einem Kondensator (auch das wohl eine Standardaufgabe).

In 3 Stunden war die Klausur gut machbar, ich habe etwa 30 Minuten vor Ablauf abgegeben. Auffällig war auch, dass zu Beginn der Klausur viele der Studenten vorzeitig abgegeben haben. Es kam zu einem regelrechten Ansturm bei den Dozenten. Ich war zuerst verwundert, dann fiel mir jedoch ein, dass zum Bestehen der Klausur es ausreichend ist in den Physikpraktika eine Gesamtnote von 2,0 oder besser zu haben.

Trotz einer 5,0 in der schriftlichen Prüfung, hätte man das Modul dann mit einer 4,0 bestanden (Gewichtung der Teilnoten ist 2/3 – schriftliche Prüfung und 1/3 - Praktika).

Fazit

Die Note für die schriftliche Prüfung habe ich noch nicht im System stehen, ich weiß also nicht wie gut oder schlecht ich in der Prüfung war. Aber durch meine gute Note in den Praktika habe ich das Modul mit Sicherheit bestanden.

Interessant fand ich an diesem Fach zu sehen, wie Physik an Aufgabenstellungen herangehen und wie sie Versuchsergebnisse interpretieren. Man kann natürlich darüber streiten, ob dieses Fach wirklich sein muss. Immerhin gibt es zu jedem Teilgebiet der Physik vertiefende Veranstaltungen während des Grundstudiums: allein 3 zu Mechanik (Statik, Festigkeitslehre und Dynamik), 2 zu Elektrotechnik und 2 zu Thermodynamik. Und alle diese Veranstaltungen gehen deutlich tiefer ins Detail und vermitteln mehr Wissen. Außer Optik, das habe ich noch in keiner Modulbeschreibung entdecken können :blink:.

Wie dem auch sei, für mich ist das Modul abgeschlossen. Es gilt die nächsten Hürden zu überwinden.

So long!

risob

Das 4. Semester ist mittlerweile vorbei, ohne dass ich auch nur einen einzigen Beitrag in meinem Blog verfasst hatte. Wird also wieder mal Zeit.

Ich möchte hier über die letzten beiden Physikpraktika berichten, die es zu absolvieren galt. Auf dem Plan standen ein Versuch zur Rotation mit Bestimmung des Trägheitsmomentes im April, und im Mai ein Versuch zur thermischen Ausdehnung eines Metallstabes im Wasserbad.

Der Versuchsaufbau zur Bestimmung des Trägheitsmomentes war relativ einfach: Lichtschranken zur Zeitmessung, eine Scheibe mit Winkeleinteilung sowie Gewichte, die an einem Faden hängend erdbeschleunigt werden. Man musste die Zeit messen bzw. ablesen, die vergeht, wenn man das Gewicht fallen lässt und ein bestimmter voreingestellter Winkel erreicht ist. Und hier kam schon das Zeitraubende an dem gesamten Versuch: der Ablauf musste für 6 Winkel durchgeführt werden, und zwar jeweils 10 Mal (!!) . Das Ganze sowohl mit einer Scheibe ohne Zusatzgewichte und dann mit Zusatzgewichten (mit dem Effekt natürlich, dass das Trägheitsmoment mit Zusatzgewichten größer ist als ohne).

Am Ende waren es 6 * 10 * 2 = 120 gemessene Werte. :ohmy: Zu jedem Winkel mussten wir aus den 10 Messungen den Mittelwert berechnen, Standardaweichung mit Aussage auf einem bestimmten Vertrauensniveau. Das war einfach nur zeitraubend und anstrengend. Schlecht ist auch, wenn man die statistischen Funktionen des Taschenrechners nicht beherrscht, dann muss man alles eintippen. Hatte man aber diese Hürde genommen, war der Rest recht einfach: Trägheitsmoment berechnen mit der dazu ghörigen Fehlerrechnung (ohne Fehlerrechnung ist ein Ergebnis in der Physik nichts Wert) und zwei Diagramme zeichnen. Am Ende waren wir stark unter Zeitdruck, so dass wir den theoretischen Wert für das Trägheitsmoment nicht hinbekommen hatten und die Diskussion begrenzte sich auf einen einzigen Satz :blushing:

Im Versuch zur thermischen Ausdehnung wurde ein Metallstab in ein Wasserbad gelegt, dessen Wassertemperatur über einen Thermostat reguliert werden konnte. Zu Bestimmen galt es die Längenänderung des Stabes. Diesmal waren als Vorgabe genügsame 6 Messungen durchzuführen. Die Schwierigkeit an diesem Versuch für mich war die Überlegung, dass man die wahre Länge des Metallstabes nicht kennt, und schon die erste Messung fehlerbehaftet ist. Aufbauend auf dieser Überlegung war die Fehlerrechnung für die nachfolgenden Messwerte zu berücksichtigen. Auch nach mehrfacher Rücksprache mit dem Praktikumsleiter habe ich seine Ausführungen falsch verstanden, und dementsprechend war die Fehlerrechnung nicht richtig. Naja, so läuft es manchmal.

Der Versuch an sich war recht entspannt, da man viel Zeit hatte zwischen den Messungen, das Wasser musste immer wieder erwärmt werden. Diagramm und Diskussion waren kein großes Problem.

Bei beiden Versuchen waren die Praktikumsleiter voll in Ordnung, da gibt es keine Kritik. Auch beide Eingangstestate waren fair gestellt, keiner der Teilnehmer musste von den Versuchen ausgeschlossen werden. Die theoretischen Ausführungen zur Vorbereitung auf die Versuche waren glaube ich ganz ok, ich musste dennoch auf weitere Literatur zurückgreifen.

Anbei noch einige Bilder aus meinem Protokollheft, um einen Eindruck zu vermitteln wie so was aussehen könnte, wenn man die Versuche durchführt:

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Damit waren alle Versuche im Fach Physik abgehandelt. Zum Abschluss des gesamten Moduls fehlte nur noch die schriftliche Prüfung. Geschrieben ist die Prüfung, ein Ergebnis habe ich jedoch noch nicht. Werde zur Physikprüfung und zu den letzten Konsultationen noch einen eigenen Beitrag schreiben.

So long!

risob

Drei Semester sind nun schon rum, und ich bin noch immer vom Dresdner Modell überzeugt. Ich komme gut klar mit dem sog. „angeleiteten“ Fernstudium (so beschreibt es die TU Dresden auf der Informationsseite). Wenn man sich nicht selbst intensiv mit dem Stoff befasst, und zwar in Vorbereitung auf die Präsenztermine, bringen die Konsultationen so gut wie nichts, so geht es zumindest mir.

Wie sieht es nun an bei den Teilnehmern aus?

Von einem weiß ich, dass dieser das Fernstudium berufsbedingt aufgegeben hat (neuer Job mit neuen Verpflichtungen), ein weiterer ist ins Direktstudium gewechselt. Letzterer macht zwar noch die ausstehenden Physik- und Werkstofftechnikpraktika mit, aber sonst ist er raus. Ansonsten ist die Zahl der Teilnehmer recht stabil, je nach Veranstaltung vier bis zehn Leute (davon dann der größte Teil weiblich, etwa 80% :blink:).

Macht mir das Fernstudium noch Spaß?

Ja, das tut es. Ich fühle mich gut gefordert, ohne ein Gefühl der Überforderung. Mit dem Ergebnis, dass ich bislang noch keine der Prüfungen verhauen habe, wobei bei einigen Klausuren die Noten nicht besonders prickelnd sind. Auch gefallen mir die praktischen Anteile im Studium (bislang Physik und Werkstofftechnik, irgendwann auch Elektrotechnik).

Was könnte man besser machen für die Fernstudenten?

Bislang empfinde ich die Vorlesungsunterlagen, die zur Verfügung gesellt werden, etwas dürftig. Ich habe den Eindruck, dass viele der Unterlagen bereits älter sind, auch halten sich die Dozenten nicht an die Inhalte dieser Unterlagen. Für Mathe hatte ich mir im ersten Semester ein Paket an Lehrbriefen geholt, das von der AG Fernstudium angeboten wurde, und kein einziges Mal reingesehen (Dozentin hatte ein eigenes Skript als PDF zum Download zur Verfügung gestellt). Schade. Oder die Unterlagen sind nur wirklich nützlich, wenn man im Direktstudium in der Vorlesung anwesend ist, es könnte für Thermodynamik z.B. so sein. Ich muss mir oft mir anderer Literatur behelfen und gucken, dass diese zum Lehrplan der TU Dresden passt. Dieses Zusammensuchen von Unterlagen und damit ein erhöhter Aufwand, im Vergleich zu einer Institution die den Studenten das Material gut aufbereitet zur Verfügung stellt, könnte ein weiterer Grund für die hohe Ausfallquote der Fernstudenten.

Der letzte Punkt könnte sich abschreckend anhören, ich habe gelernt damit umzugehen. Somit hatte ich keine Zweifel, mich für das vierte Semester zurück zu melden und das Studium fortzusetzen. Der Plan, welche Module und Prüfungen ich im Sommersemester absolvieren möchte, steht bereits (nun gut, ich hatte wenig Freiraum bei der Gestaltung) und diesen gilt es zu erfüllen.

Bis zum nächsten Eintrag.

risob

Einen habe ich noch für das 3. Semester, nämlich die Gestaltungs- bzw. Konstruktionslehre. Dieses Modul ist laut Studienempfehlung als einziges am Ende des dritten Semester mit einer Prüfung abzuschließen. Somit Pflicht für mich (ich habe mir selbst vorgenommen Prüfungen auf keinen Fall zu verschleppen und mindestens den empfohlenen Prüfungsablauf einzuhalten).

Verwendete Materialien

Es gibt eine Zusammenstellung von Powerpoint-Folien zum Download. Für die Fernstudenten ist dieser Foliensatz komprimiert, man sieht also nicht alle Folien, die die Direktstudenten bekommen. Sehe ich mal als Pluspunkt. Beim Lernen habe ich mich vor allem auf diese Folien konzentriert. Wobei Lernen vielleicht das falsche Wort ist. So richtig lernen kann man dieses Fach glaube ich nicht, man kommt besser rein wenn man die Übung macht. Die Übungsaufgaben gibt es ebenfalls zum Download, und diese sollte man schon machen.

Zu Beginn des ersten Semesters hatte ich mir in einem Paket noch Studienbriefe für dieses Fach geholt. Einmal reingesehen und dann wieder in den Schrank gestellt. Ich denke man kann sich diese Studienbriefe sparen.

Prüfungsvorbereitung

Wenn man die Übungen einmal komplett durchgeht und sich die wichtigsten Punkte aus dem Foliensatz merkt, ist man für die Prüfung recht gut vorbereitet. Ich empfehle auch beide Belege mitzumachen, die im Laufe der Vernstaltungen angeboten werden. Die Bearbeitung ist freiwillig, hilft aber ungemein für die Prüfungsvorbereitung. Deshalb habe ich den zweiten Beleg (Konstruktion einer Kreissäge) auch komplett mit der Hand gemacht (nicht mit CAD-Programm). Wenn man den zweiten Beleg macht und diesen auch recht ordentlich, so gibt es Bonuspunkte für die Klausur. Netter Nebeneffekt wie ich finde.

Unser Dozent hat uns zudem eine Übungsklausur zur Verfügung gestellt. Mit dieser kann man nochmal die eigenen Kenntnisse überprüfen.

Prüfung

Die Prüfung dauerte insgesamt 2 Stunden, und es waren 10 Aufgaben abzuarbeiten. Keine dieser Aufgaben war eine wirkliche Überraschung, die Übungsaufgaben sind den Prüfungsaufgaben sehr ähnlich.

Fazit

Ich finde Gestaltungslehre wenig spannend, da muss man für meinen Geschmack zu viel mit Normen hantieren. Seit vorgestern weiß ich, dass ich bestanden habe und damit ist auch dieses Modul abgefertigt.

Bis zum nächsten Eintrag.

risob

Inhalte des Moduls

Zum Ende meines 3. Fachsemester habe ich ebenfalls die Prüfung im Modul Technische Mechanik - Festigkeitslehre abgelegt. In diesem Eintrag meine Erfahrung zur Festigkeitslehre. Mechanik ist im Maschinenbaustudium ja eines der "Killerfächer". Ich habe erfahren, dass der Notendurchschnitt der Prüfung bei 3,4 lag (deutschlandweit ist der Durchschnitt wohl bei etwa 3,7 :blink:).

Verwendete Materialien

Wie schon bei Statik habe ich mir die Theorie aus dem Buch von Gross/Hauger... geholt. Es wird zwar das Buch von Balke empfohlen, aber mit der Darstellung des Stoffs in diesem Buch komme ich nicht klar. Ich habe zu Anfang versucht mir den Stoff für die Festigkeitslehre mit Videos der Uni Erlangen schmackhafter zu machen. Aber diese fand ich von der Darstellung dann doch sehr trocken, ohne großen Mehrwert.

Zur Lösung mechanischer Aufgaben werden bekanntlich auch Energiemethoden herangezogen. Die Darstellung von Energiemethoden finden sich dementsprechend in den Lehrbüchern. An der TU Dresden wird der "Satz von Castigliano" gelehrt. Allein diesen konnte ich nicht im Buch von Gross/Hauger finden, und habe mir das eine Kapitel als PDF über die Dresdner Uni-Bibliothek herunter geladen.

Von der Fernstudium AG wird eine Aufgabensammlung angeboten. Diese empfand ich als sehr hilfreich, denn es finden sich in diesen zwei Heftchen nicht nur die Ergebnisse, sondern erfreulicherweise auch die vollständigen Rechenwege.

Prüfungsvorbereitung

Für die Prüfungsvorbereitung kann man recht wenig tun außer Aufgben zu lösen. Und je mehr Aufgaben man rechnet, desto besser. Dementsprechend habe ich alle Aufgaben aus der Aufgabensammlung durchgerechnet als auch noch weitere aus dem Aufgabenbuch von Gross/Hauger.

Prüfung

Die Prüfung dauerte insgesamt 3 Stunden, es waren 6 Aufgaben zu lösen. Die Aufgabentypen waren vergleichbar zu den Aufgaben aus der Aufgabensammlung, und zu jedem Aufgabentyp kam auch irgendwas dran: Spannungen in Stäben mit Temperaturänderung, schiefe Biegung in 3D, Berechnung der Biegelinie und Bestimmung von Übergangsbedingungen, Euler'scher Knickstab, natürlich der Energiesatz von Castigliano sowie Spannungen in rotationssymetrischen Bauteilen.

Womit ich in der Prüfung nicht gerechnet hatte waren Fragen zur grafischen Darstellung von Spannungen. Diese hatte ich so gar nicht geübt, und musste mir dann ad-hoc was einfallen lassen. Prüfung: bestanden :lol:

Fazit

Ich habe die Festigkeitslehre insgesamt als nicht so schwer empfunden. Wenn man die Statik verstanden hat, so fällt schon mal der Zugang zur Festigkeitslehre einfacher. Und der Rest ist Übung. Klar, es kommen neue mathematische Instrumente hinzu (insbesondere Differentialgleichungen), aber diese sind nicht allzu schwer (in der Regel der einfachste Typ, den man mit "Trennung der Variablen" lösen kann). Man muss in diesem Fach jedoch schon mal etwas mehr nachdenken, wo bei Statik Aufgaben noch recht automatisiert angegangen werden konnten.

Ich klopfe mir mal selbst auf die Schulter fürs Bestehen dieses Angstfachs :blushing: . Für dieses Modul sind im Fernstudium ganze 4 (!!) Semester vorgesehen (Direktstudenten quälen sich da 2 Semester). Da bin ich schon etwas stolz auf mich, dass ich es in nur einem geschafft habe und meine Studiendauer an dieser Stelle eventuell etwas abkürzen konnte. Ich hoffe damit auch einen Beweis erbracht zu haben, dass man an der TU Dresden mit weniger als 10 Jahren durch das Studium kommt.

Es ist Zeit fürs Abendessen. Bis zum nächsen Beitrag!

risob

Habe meinen Blog jetzt doch eine zeitlang vernachlässigt. Wir schreiben inzwischen das Sommersemster 2014 (mein 4. Fachsemester), ich habe jedoch noch einige Gedanken und Erfahrungen aus dem 3. Semester aufzuschreiben. In diesem Eintrag also einige Worte zum 5. Physikversuch - Nichtleiter im elektrischen Feld (auch bekannt als Isolatoren).

Zum Versuchsaufbau gehörten ein Generator, der eine Kippspannung erzeugt, ein Zylinderkondensator sowie ein Oszilloskop zum Aufzeichnen der Spannung am Kondensator. War das erste mal, dass ich an so einem Oszilloskop Knöpfe drehen durfte und dementsprechend sehr gespannt.

Die Unterlagen mit den theoretischen Ausführungen zur Vorbereitung auf den Versuch fand ich diesmal recht ordentlich. Ebenso wie die Platzanleitung, die den Versuchsaufbau und die Durchführung etwas ausführlicher erläutert.

Trotzdem hatte ich ein mulmiges Gefühl, was den Versuch angeht. Elektotechnik ist nie meine Stärke gewesen und ich tue mir schwer dieses Sachgebiet zu durchdringen. Zu abstrakt für meinen Geschmack. Das Eingangstestat lief jedoch erstaunlich gut, auch von den anderen Fernstudenten musste niemand gehen.

Die Praktikumsbetreuerin hat uns eine Einweisung in die Arbeit mit dem Kippspannungsgenerator sowie für das Oszilloskop gegeben und schon durften mit dem Messen loslegen. Ziel des Versuchs war es die Kapazität des Zylinderkondensators zu ermitteln sowie den Einfluss des Dielektrikums, das man in den Kondensator einführen konnte. Das Einführen wird dabei schrittweise vorgenommen, jeweils 1 cm und dann wird die Frequenz am Generator abgelesen. Aus dieser Frequenz kann dann über eine grafische Analyse die Kapazitätsänderung errechnet werden. Das Oszilloskop dient im Versuch dazu möglichst genau die Frequenz des Generators zu ermitteln. Wenn man die Frequenz erwischt hat, so sieht man auf dem Bildschirm eine stehende Figur (Lissajous-Figur).

Nach etwas planlosem rumprobieren, klappte es jedoch ganz gut diese stehende Figur zu erwischen. Die Betreuerin fand ich auch in diesem Versuch wieder gut (war dieselbe junge Frau wie im ersten Versuch). Ich sehe es ein, dass es in den Versuchen darum geht, dass wir für uns allein arbeiten und das Durchführen von Versuchen einüben. Bevor es jedoch zu sehr in Frust ausartet, finde ich einen oder zwei Tipps schon hilfreich.

Soweit mal dazu. Bis zum nächsten Eintrag!

risob

Thermodynamik - es wird energetisch

Außerhalb des von der TU Dresden für das Fernstudium empfohlenen Studienverlaufs hatte ich mir für dieses Semester zusätzlich das Fach "Thermodynamik - Energielehre" vorgenommen. Diese Veranstaltung stellt den ersten Teil der Thermodynamikvorlesungen im Grundstudium dar.

Inhalte des Moduls

Ich denke die Inhalte werden sich an allen Hochschule in etwa decken. Es geht um das Verhalten perfekter Gase (ein fröhliches "Hallo" an die Grundlagen der Chemie aus den ersten beiden Semestern), ebenso wie den 1. und 2. Hauptsatz der Thermodynamik. Abgerundet wird das Ganze durch zahlreiche Anwendungsfälle, wie die physikalischen Gesetzmäßigkeiten in Maschinen zur Energieumwandlung angewendet werden. Hierbei wird auch Wert darauf gelegt, die Zusammenhänge nicht nur formal beschreiben zu können, man muss auch mit den Tabellen umgehen können.

Im Laufe des Semester wurde zusätzlich noch eine Art begleitender Online-Test zur Vorlesung angeboten (bestehend aus 3 Teilen). Dieser Test wurde über das E-Learning Portal OPAL angeboten, alles freiwillig. Wenn man den Test bestanden hat, gab es Zusatzpunkte für die Klausur (ich glaube 10% der gesamten Punkte). Den Test kann man gut nutzen um den eigenen Wissenstand zu überprüfen, und natürlich für die Bonuspunkte.

Verwendete Materialien

Die TU Dresden stellt ein Vorlesungsskript zur Verfügung. Dieses ist etwa 160 Seiten stark und nicht gerade einfach geschrieben, wenn ich das mal so ausdrücken darf. Manche Sätze konnte ich nicht entschlüssen, andere hätte man durchaus einfacher ausdrücken können. Ich verstehe zwar, dass die TU Dresden einen gewissen Ruf in der Thermodynamik aufweist und auf einem dementsprechend hohen Niveau die Unterlagen halten möchte. Da lobe ich mir jedoch den Ansatz vieler amerikanischer Lehrbücher, lieber einen Satz mehr zu verlieren, dafür aber den entsprechenden Zuammenhang verständlicher darzustellen.

Gelungen finde ich die umfangreiche Aufgabensammlung mit ausführlichen Lösungswegen. Die Aufgabensammlung ist in 14 Themengebiete unterteilt, und zu Anfang wird darauf hingewiesen, welchen Theorieteil man sich zur Bearbeitung der Übungsaufgaben nochmal anschauen sollte.

Allein mit dem Vorlesungsskript hatte ich es mir schwer getan. Zusätzlich habe ich noch das Buch "Keine Panik vor Thermodynamik" verwendet (für TU Dresden Stundenten als kostenloser PDF Download verfügbar). Sehr empfehlenswert, auch wenn es vom Aufbau nicht ganz mit dem Vorlesungsskript übereinstimmt. Es wird das wirklich wesentliche abgedeckt und ist gut geschrieben.

Bei weiterer Recherche bin ich noch auf die Vorlesungsaufzeichnungen zur Thermodynamik der RWTH Aachen auf Youtube gestoßen. Und diese Aufzeichnungen kann ich wirklich ohne Einschränkung empfehlen. Der Prof erklärt in 14 Lektionen die Thermodynamik so unterhaltsam, dass ich mir die Videos fast am Stück angeguckt habe (

).

Prüfungsvorbereitung

Für die Vorbereitung habe ich mich auf die Aufgabensammlung konzentriert und viel mit der Formelsammlung gearbeitet. Es wird eine von der TU Dresden zur Verfügung gestellt (zum Ausdrucken, etwa 30 Seiten). Man darf in der Prüfung allerdings auch alle möglichen Unterlagen verwenden, da gibt es keine Beschränkungen. Ich fand die Zeit in der Prüfung knapp bemessen, man sollte zur Vorbereitung intensiv mit der Formelsammlung arbeiten und beim Lesen der Aufgabenstellung schon eine Vorstellung haben, wie die Aufgabe zu lösen ist.

Prüfung

Die Prüfung war mit zwei Stunden angesetzt. Und ich bin nicht mit allen Aufgaben fertig geworden. Es gab insgesamt vier davon, mit jeweils 4-5 Teilaufgaben. Als es hieß, wir hätten noch eine halbe Stunde Zeit, war ich noch bei der 3 Aufgabe :( . Also habe ich meinen Ansatz kurzer Hand geändert, und statt die Aufgaben komplett zu lösen, habe ich bei allen noch nicht gelösten Teilaufgaben zumindest den Lösungsweg in Formeln aufgeschrieben.

Ansonsten orientierten sich die Prüfungsaufgaben an den Übungsaufgaben. Diese zu rechnen ist somit eine gute Vorbereitung.

Fazit

Die Note der Prüfung habe ich erst heute erfahren (Prüfung war bereits am 03.03.). Bestanden :rolleyes: !

Ich kann gut verstehen, warum es heißt, dass die Thermodynamik für viele ein Problem darstellt. Zum einen muss man sich angewöhnen ein System modellieren zu können (das fällt mir nicht so schwer), andererseit gibt es viele Zusammenhänge, die formal abgebildet werden wollen. Und es gibt sehr, sehr, sehr viele Formeln. Es ist eine erchte Herausforderung sich in den vielen Formeln nicht zu verlieren. Und es ist nicht nur das Skript der TU Dresden, auch die Lehrbücher quellen über von den Formeln.

Aber, Alles in Allem mir hat das Fach Spaß gemacht. Es werden Inhalte behandelt, mit denen man auf Anhieb sofort was anfangen kann (z.B. wie denn nun ein Kühlschrank oder eine Turbine aus thermodynamischer Sicht genau funktioniert) und diese Inhalte sind zudem von großer Relevanz für die Praxis.

Im kommenden Semester mache ich mich an den zweiten Teil, die Wärmeübertragung. Mal sehen wie das wird.

So long!

risob

Praktika Werkstofftechnik

Wie versprochen geht es in diesem Blogeintrag um die Praktika im Fach Werkstofftechnik. Laut Prüfungsordnung müssen insgesamt 8 Praktika absolviert werden. Diese werden jeweils benotet, und die Durchschnittsnote geht zu einem gewissen Anteil in die Gesamtnote ein (ich glaube die Gewichtung der Gesamtnote ist dabei 20% Praktika und 80% Klausurarbeit). In einer der Konsultationen hat jede/r Student/in einen eigenen Bogen erhalten, auf diesem Bogen werden die Termine der Praktika sowie Benotung festgehalten.

Ablauf eines Praktikums

So ein Praktikum verlief bislang immer recht einheitlich. In einer einfachen Doppelstunde (90 min) geht der Praktikumsleiter noch einmal auf den behandelten Stoff bzw. Thema ein. Es werden wichtige Punkte wiederholt, gerne auch mal mit Fragen an die Studenten direkt, damit es nicht zu einem Frontalunterricht ausartet. Als Vorbereitung auf die Praktika gibt es zu jedem Themengebiet ein Dokument von 20-25 Seiten zum Einlesen. Diese sollte man sich schon im Vorfeld angucken, dann kommt mn im Praktikum besser mit. Denn die 90 min sind schon arg knapp angesetzt, der Stoff wird nicht nochmal in aller Breite und Tiefe behandelt.

Nach der Wiederholung der Theorie geht es ans Praktische. Die Versuche sind kurz, im Vergleich zu den Physikpraktika zum Beispiel. Man bekommt aber einen guten Eindruck davon, wie die Werkstoffingenieure an die Materialen herangehen und worauf man als Maschinebauer achten soll, z.B. Werkstoffauswahl bei Konstruktion.

Behandelte Themen in den Praktika

Im Wintersemester waren von den insgesamt 8 Praktika schon mal vier an der Reihe:

Zustandsdiagramme

Bei diesem Praktikum ging es mehr um das Verständnis von Legierungen und wie man die Bestandteile aus Diagrammen abliest: bei welchen Temperaturen vollziehen sich Gefügeänderungen, wie ändern sich damit die Konzentrationen der Bestandteile im flüssigen und festen Zustand, was kommt beim Erstarren dann für ein Material heraus. Vorwiegend ging es um Stahl mit Kohlenstoffanteilen, das Interessanteste für einen Maschinenbauer.

Wenn man die Unterlagen für dieses Praktikum im Vorfeld durcharbeitet, ist alles gut machbar. Der Praktikumsleiter ist noch verstärkt eingegangen auf die Berechnung der Konzentrationen. Diesen Punkt fand ich sehr nützlich, auch weil im anschließenden Test eine ähnliche Berechnungsaufgabe dran kam.

Härteprüfung

Hier ging es um die verschiedenen Methoden, die man anwenden kann um die Härte eines Werkstoffes zu prüfen und wie sich die Methoden unterscheiden: ist der Prüfkörper eine Kugel, eine Diamantpyramide, ist das Prüfverfahren mobil einsetzbar und in wie weit wird dabei das Werkstück beschädigt.

Im anschließenden Versuch dürften wir selbst Werkstücke unterschiedlicher Härte prüfen. Methode war dabei immer recht einfach: einmal wird eine Stahlkugel ins Material gedrückt und der Durchmesser abgelesen und ein anderes Mal ist es eine Diamantpyramide, hier wird die Diagonale des Abdrucks gemessen und in einer Tabelle nachgeguckt, welche Härte sich ergibt. Spaßiges Praktikum.

Zugversuch

Relativ selbst erklärend, was sich dahinter verbergen dürfte. Hier wird angeknüpft an die Festigkeitslehre mit dem elastischen und plastischen Verhalten von Materialien. Der Zugversuch wird durchgeführt mit einem Stab, der in eine Maschine eingespannt und gedehnt wird. Bis zum Bruch. Ein PC zeichnet dabei die Spannungs-Dehnungskurve, man darf also entspannt zugucken. Der Abschusstest war wieder gut machbar, mit Zeichnen eines Diagramms und einigen kurzen Berechnungen.

Gefügeuntersuchung

Ein Praktikum, auf das ich mich leider nicht vorbereitet hatte (hatte irgendwie verpennt, dass an dem Tag gleich zwei Praktika anstanden, mir aber nur den Zugversuch zu Gemüte geführt). War dann nicht so wild, vieles was man in den Zustandsdiagrammen gemacht hat, war wieder gefordert. Insgesamt sind die Zustandsdiagramm ein wichtiges Thema in Werkstofftechnik, sollte man sich auf jeden Fall so gut es geht einprägen.

Im praktischen Teil ging es anschließend darum, wie so ein Werkstoff aussieht, wenn man sich ein Stück herausschneidet und so bearbeitet, dass unter dem Mikroskop das Gefüge sichtbar wird (Schleifen, Ätzen, Polieren, usw). Man soll hier die Methoden kennen lernen zum Vorbereiten des Werkstücks und auch zum Deuten des Gefüges. Der letzte Punkt ist knifflig, ich habe mir schwer getan, dann auch im Test. Es war ein Bild gegeben und man sollte angeben, welches Gefüge es denn sein sollte. Ich musste den Joker "Raten" ziehen ;).

Soweit die Zusammenfassung zum Wintersemester. Im Sommer geht es dann weiter mit den restlichen vier Praktika. Insgesamt fand ich die Praktikumsleiter sehr gut.

So long!

risob

Es geht auch in 2014 weiter

Ich habe den Blog in den letzten Monaten stark vernachlässigt, bedingt durch die Vorbereitungen auf Konsultationen und die Prüfungen sowie einen privaten Umzug. Ein frohes neues Jahr 2014 werde ich nicht mehr in die Runde werfen, es ist ja immerhin schon März. Los geht es mit einem Rückblick auf die letzten beiden Konsultationen im Wintersemester 2013/2014.

Die beiden Termine im Januar waren sehr stark geprägt von Werkstoff- und Fertigungstechnik, angereichert mit Mathematik sowie etwas Elektrotechnik und Konstruktionslehre. Das mittlerweile fünfte Physikpraktikum galt es ebenfalls zu absolvieren (es ging um Kondensatoren).

Im Fach Mathematik hat die Dozentin das Themengebiet der Differentialgleichungen abgeschlossen, gewohnt in einem hohen Tempo. Ich nehme an, im Sommersemester geht es mit mehrdimensionaler Differentialrechnung weiter. Bei Konstruktionslehre ging es abschließend noch um die Konstruktion von Blechteilen sowie der Vorbereitung auf die Klausur. Hierfür hatten wir vom Dozenten eine Probeklausur erhalten, anhand derer wir unsere Kenntnisse testen konnten.

Für Werkstofftechhnik muss man insgesamt 8 Praktika absolvieren, und 4 davon waren bereits im Januar auf dem Plan. Dazu in einem separaten Eintrag mehr. Die Fertigungstechnik wird im Grundstudium in zwei Teilbereiche eingeteilt, der erste davon ist die Fügetechnik. Der Professor setzt wohl Wissen auf dem Gebiet voraus, vor allem das Themengebiet des Schweißens. Dementsprechend präsentiert er den Stoff und stellt die Verständnisfragen. Das Praktikum "Schweißen" war dagegen sehr interessant, wir durften zwar selbst nicht schweißen aber zugucken (sehr netter Kollege, der uns das Schweißen gezeigt hat).

Soweit mal ein kurzes Abriß, im nächsten Eintrag einige Worte zu den Praktika in Werkstofftechnik.

risob

Einen kurzen Eintrag zum Physik-Praktikum während der letzten Konsultation, Ende November, will noch einschieben. Thema war Erdmagnetismus. Die Anleitung zum Versuch und die theoretische Einführung, die von der Internetseite der TU Dresden zum Herunterladen angeboten werden, waren erfreulicherweise verständlich und gut geschrieben. Ich habe nur wenige Sachen in Internet googlen müssen. Ein oder zwei kurze Video auf Youtube hatte ich mir dennoch rein gezogen, um mehr Verständnis aufzubauen.

Der kurze Theorietest war gut machbar und ohne große Überraschungen, keiner der anwesenden Studenten musste vorzeitig nach hause gehen.

Beim ersten Versuch wurde ein Stabmagnet an einem Faden mittig aufgehängt und zum Schwingen gebracht. Aus der gestoppten Zeit für eine bestimmte Anzahl an Schwingungen wird unter Berücksichtigung des Flächenträgheitsmomentes die erste Hilfsgröße berechnet werden.

Im zweiten Versuch wird eine nach Norden ausgerichtete Kompassnadel durch Annäherung des Stabmagneten zur Auslenkung gebracht und die Auslenkung gemessen. Mit den so gemessenen Werten wird eine weitere Hilfsgröße berechnet.

Mit Hilfe der beiden ermittelten Hilfsgrößen kann die Stärke des Erdmagnetfeldes in Dresden berechnet werden. So ist auch die Zielsetzung für die beiden Teilversuche formuliert. Insgesamt eine recht dankbare Aufgabe, die auch in der gegebenen Zeit sehr gut zu bewältigen ist.

Ein Lob kann ich wieder dem Betreuer aussprechen, der sich Mühe beim Erklären und hilfreiche Hinweise zur Versuchsdurchführung gegeben hat.

Mitte Januar folgt bereits der nächste Versuch im Rahmen der Konsultation, es geht um Nichtleiter im elektrischen Feld (soweit ich das noch richtig im Kopf habe). Urgs...

So long!

risob

Zweite Konsultation im dritten Semester

Letztes Wochenende war ich wieder zur Konsultation im Dresden, die zweite im laufenden Semester. Neben dem obligatorischen Physik-Praktikum standen auch einige neue Fächer auf dem Plan, nämlich Elektrotechnik sowie Werkstofftechnik.

Die Teilnehmerzahlen verhalten sich in den meisten Veranstaltugen recht stabil. Es gibt eine Kerngruppe von etwa 10 Leuten, die ich nun meinem Immatrikulationsjahr zuordnen würde. Ab und zu sehe ich jemanden, der sich erst dieses Jahr eingeschrieben hat, jedoch Veranstaltungen kreuz und quer besucht. Bei Werkstofftechnik sind es knapp 20 Leute, hier gibt es wohl Überschneidungen mit dem vorhergehenden Jahrgang.

Auf dem Programm für die beiden Tage stand zuächst Physik an. In diesem Fach gewinne ich mehr und mehr den Überblick, vor allem weil inzwischen immer weniger wirklich neues bzw. noch nicht gehörtes im Stoff vorkommt. Und bereits bekannt ist es entweder weil ich mir das z.B. schon mal für ein Physik-Praktikum selbst aneignen musste oder weil ein anderes Fach des Maschinenbaus den Stoffinhalt bereits mitabdeckt (z.b. Thermodynamik als eingenes Fach und als Stoffeinheit im Fach Physik, da kann es keine erheblichen Abweichungen geben).

Die Veranstaltung in Mathematik II wird weiterhin in dem hohen Tempo abgehalten, wie Mathematik I. Die Inhalte des Skriptes werden kurz angerissen und dann rechnet die Dozentin Aufgaben vor. Wenn man hier nicht aufpasst und mitdenkt, kriegt man den einen oder anderen Gedankensprung nicht mit. Interessant war auch mitzuerleben, wie die Dozentin eine trigonometrische Funktion im Kopf integriert und an die Tafel angeschrieben hat. Ich halte mich an die Formelsammlung mit den Integraltafeln (studiere ja Maschinenbau, nicht Mathematik. Und der Ingenieur guckt nunmal in die Tabelle :rolleyes:).

Die zwei Tage waren sehr Werkstofftechnik lastig, immerhin vier Doppelstunden. Zum Großteil kamen bereits aus dem Fach Chemie bekannte Inhalte zur Sprache (Atomaufbau, Bindungsarten, Kristallstrukturen etc). Am zweiten Tag ging es dann mehr in die einzelnen Werkstoffeigenschaften der Metalle und Strukturdiagramme. Die Art der Dozentin den Inhalt zu präsentieren und auch aus der täglichen Arbeit in der Werkstoffprüfung zu berichten, verspricht insgesamt eine interessante Veranstaltung. Insgesamt müssen 8 Praktika absolviert werden, wird bestimmt interessant.

Elektrotechnik wird für mich vermutlich eine Tortur, konnte ich mich noch nie mit Stromkreisen und der Elektrizität sonderlich anfreunden. Ich lasse es erstmal auf mich zukommen, Grundlagen dürften noch gut machbar sein.

In der Programmierung wurden wir in Gruppen eingeteilt und dürfen an der Belegarbeit uns versuchen. Aufgabenstellung ist es die Arbeitsabläufe in einer kaufmännischen Abteilung eines Unternehmens zu modellieren und dann in Quellcode zu gießen. Wenig Bezug zum Ingenieurwesen irgendwie, aber vllt zum Programmierenlernen nicht verkehrt.

Sehr schade fand ich das Verhalten einiger Kommilitonen am Samstag nachmittag. Der Dozent für Technische Mechanik hatte von sich aus, in der vorangegangenen Konsultation, einen zusätzlichen Termin vorgeschlagen, um mit dem Stoff besser voranzukommen. Dieser Vorschlag wurde von den 10 oder 12 Anwesenden auch angenommen. Leider waren wir dann doch nur noch zu Dritt, die übrigen waren gegangen. Da tat es mir schon leid für den Dozenten, der extra reingekommen war und sich ihm dann so ein Bild geboten hat.

Die Vorbereitungen für Mathe II und Festigkeitslehre laufen bereits. Auch beschäftige ich mich intensiver mit Thermodyamik. Die Prüfung sind für Ende Februar und Anfang März vorgesehen. Ich denke das ist ausreichend Zeit.

Bis zum nächsten Beitrag!

risob

Mit der ersten Konsultation im dritten Semester ging es auch den 3. physikalischen Versuch, ist also erst wenige Wochen her. Leider wurde die Reihenfolge der Versuche weniger als zwei Wochen vor dem Termin bekannt gegeben, so dass für die Vorbereitung leider nicht mehr viel Zeit zur Verfügung stand. Die Anleitung zum Versuch und auch die theoretische Einführung von der Seite der TU Dresden ist jedoch gut gelungen. Mir haben allerdings auch Videos auf Youtube, erstellt von einem Physik Lehrer/Dozenten, sehr weiter geholfen. Ich fühlte mich ingesamt gut vorbereitet.

Bevor es an den theoretischen Test ging, wurde noch eine Änderung im Prozedere der Physik Paktika bekannt gegeben. In den Jahren bisher musste jeder Student des Maschinenbaus 7 Versuche durchführen und diese wurden jeweils benotet. Änderung ab diesem Jahr: für jeden Versuch und theoretischen Test werden Punkte vergeben (max 10 auf den Test und max 10 auf den Versuch), und jeder Student muss bei den Versuchen mindestens 40% der Punkte holen, dann gilt der praktische Teil des Moduls Physik als bestanden. Damit ist man nicht mehr gezwungen alle Versuche mitzumachen, sodern eben nur so viele bis man die 40% (entspricht 56 Punkten) erreicht hat. Die insgesamt erreichten Punkte werden am Schluss in eine Note umgerechnet und wie gehabt mit der Note aus der Physikklausur zu einer Gesamtnote verrechnet. Ich finde diese Änderung persönlich sehr gut. Wenn man mal einen Versuch auslassen muss, weil man nicht zur Konsultation kommen kann, dann ist man nicht mehr gezwungen den Versuch nachzuholen.

Alle anwesenden Stundenten haben sich für das neue Vorgehen entschieden. Und los ging es mit dem Test. Dieser war ingesamt gut machbar, einige Theoriefragen und Fehlerechnung, angewendet auf die Optik. Diesmal keine Ausfälle, jeder hatte die Theorie drauf.

Im praktischen Teil mussten dieses mal 3 Versuche mit unterschiedlichen Linsen und Linsensysteme durchgeführt werden. Klappte der erste Versuch noch recht gut, ging ab dem zweiten so gut wie gar nicht nichts mehr. Egal wie ich mit meinem Übungspartner die Linsen auch verschoben hatten, die zu erwartenden Ergebnisse wollten sich einfach nicht einstellen. Der sehr nette und zuvorkommende Betreuer hat uns immer ermuntert auszuprobieren, denn darum ging es ja schließlich in so einem "Versuch". Wir haben es diesmal auch geschafft innerhalb der zeitlichen Vorgabe zu bleiben, jedoch fiel auch dieses Mal die Diskussion der Ergebnisse sehr mager aus.

Insgesamt bin ich zufrieden mit der Benotung, auch wenn ich gerne mehr aus den Versuchen für mich mitgenommen hätte als das Ausprobieren. In zwei Wochen kommt schon der nächste Versuch, da es geht dann um das Erdmagnetfeld.

So long, happy learning!

risob

Da der erste Versuch recht gut gelaufen war, war ich optimistisch und guter Dinge auf den zweiten. Dieses Mal ging es um das Gebiet der Thermodynamik.

Wie gehabt, galt zu Beginn einen theoretischen Test zu bestehen, insgesamt vier Fragen. Die Auswahl der Fragen fand ich persönlich noch ganz ok, wobei eine der Fragen schon ein Brett war. Ich hatte irgendwie rumgerechnet, aber das richtige Ergebnis wollte sich nicht einstellen. Insgesamt fiel Benotung dieses Test mager aus. Es hatten alle den Theorietest bestanden. Man hat jedoch bereits bei dem Test gemerkt, dass der Betreuer keine "guten Noten" zu verschenken hatte und von uns eine gewisse "Qualität" erwartete.

Es ging zum praktischen Teil über, bei dem insgesamt zwei unterschiedliche Versuche durchzuführen waren. Bei beiden ging es um adiabatische Zustandsänderungen, also solche die ohne Wärmestrom ablaufen (entweder weil Prozess sehr schnell abläut oder weil eine Isolierung vorhanden). Ich werde mich mit der Theorie zurückhalten, ich will mit meinem Blog ja niemanden langweilen.

Nach einer kurzen Einführung durch den Betreuer ging es auch schon ans Ausprobieren. Im ersten Versuch wurde ein U-Rohr Manometer, gefüllt mit Quecksilber, in Schwingung versetzt und mit Lichtschranken wird die Amplitude gemessen und diese Messungen in ein Diagramm eingetragen. Die Messung selbst übernimmt dabei ein Computerprogramm, man muss nur sicherstellen, dass man an der richtigen Stelle anfängt zu messen (wir hatten das Maximum falsch abgeschätzt und damit waren unsere Messwerte suboptimal).

Im zweiten Versuch wird mittels einer Handpumpe Druck aufgebaut in einer Messapparatur und Druckunterschiede gemessen. Mit diesen Messwerten wird dann rumgerechnet und interpretiert. Da wir uns beim ersten Versuch zu viel Zeit gelassen hatten, wurde es nach hinten raus sehr knapp. So dass wir keine vernünftige Diskussion der Ergebnisse mehr abliefern konnten und Fehlerrechnung hatten wir auch nicht mehr geschafft.

Ohne die Fehlerrechnung sind jedoch die Messergebnisse nutzlos, so die Aussage unseres Betreuers. Dementsprechend fiel auch die Benotung aus. Insgesamt ein anstrengender und hecktischer Versuch. Was mir zu schafen gemacht hatte war das fehlende Hintergrundwissen in Sachen Thermodynamik. Aber ich will mich nicht beschweren, alles in allem fairer Ablauf und Bewertung.

Meine Beschreibung der Versuche ist recht oberflächlich, das gebe ich zu. Wenn von Euch jemand Lust hat, mehr zu diesen Versuchen zu erfahren, auf der Seite der TU Dresden könnt Ihr Euch das im Detail angucken: http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_mathematik_und_naturwissenschaften/fachrichtung_physik/studium/lehrveranstaltungen/praktika/grundparktikum_nebenfach

risob

Momentan stecke ich in der Vorbereitung der Festigkeitslehre und Thermodynamik, jedoch habe ich hier wenig mitzuteilen außer, dass es extrem fordernd ist. Schreibe ich mal lieber meine Erfahrungen nieder aus den bisherigen Physikpraktika.

Im meinem ersten Versuch ging es um Fehlerrechnung, denn physikalische Ergebnisse aus Messungen sind immer fehlerbehaftet und dies soll auch in den Messwerten oder Rechnungen einfließen. Unsere Gruppe bestand an diesem Tag aus 7 Leuten (eine Studentin war nicht erschienen). Zu Beginn eines jeden Versuchs muss ein theoretischer Test absolviert werden, um nachzuweisen, dass man das Themengebiet hinreichend beherrscht. Diesen Test erstellt jeder Betreuer wohl in Eigenregie, daher unterscheiden sich die Fragen auch immer wieder (auswendig lernen ist nicht). Im Forum für Maschinenbauer der TU Dresden (Bombentrichter.de) gibt es eine Zusammenfassungder bislang gestellten Fragen aus den Versuchen, mit dieser Liste kann sich jedoch ganz gut vorbereiten.

Besteht man den Test nicht, darf man gleich wieder gehen. So auch bei uns geschehen, einer aus der Gruppe musste leider die Sachen packen und durfte an dem Versuch nicht teilnehmen (diesen Kommilitonen hat man danach leider auch nie wieder gesehen).

Der Versuch an sich bestand daraus, die Schwingen eines Pendels zu messen und mit den Ergebnissen zu rechnen. Im Fokus stand dabei eben die Fehlerrechnung, die in jeden physikalischen Versuch zur Anwendung kommt. Im Goßen und Ganzen kein schwerer Versuch, wenn man sich hier ordentlich vorbereitet hat, gut machbar. Sehr zeitaufwendig, musste man zum Teil bis zu 50 Messungen durchführen.

Benotet wird neben dem Eingangstest auch die Protokollführung. Hier gibt es feste Kriterien, die eingehalten werden müssen und auf diese gibt es eben Punkte (z.B. Vorbereitung de Protokolls zuhause, alle Ergebnisse mit Einheitengrößen versehen, Grafiken richtig beschriftet usw). Beide Noten aus jedem der Versuche fließen später in Gesamtnote des Moduls Physik ein.

Die Dozentin war sehr hilfsbereit und engagiert. So als Einstieg in die Praktika fand ich den ersten Versuch richtig gut.

risob

Ende Oktober war die erste Konsultation für das dritte Semester. Und ich muss sagen, sehr ernüchternd im Hinblick auf die noch verbliebenen Studenten aus dem Immatrikulationsjahr 2012. Gerade mal 10 (!) Leute haben sich im Durchschnitt in den einzelnen Veranstaltungen blicken lassen, von ursprünglich mal 50-60.... So ein Bild ist sicherlich auch für die Dozenten ernüchternd, fragen diese zu Beginn der Vorlesung, ob "...noch mehr Studenten kommen würden oder nicht" und wir Anwesenden als Antwort darauf mit dem Kopf schütteln müssen.

Ansonsten war der Freitag mal wieder voll gepackt, von 7.30 Uhr bis 20 Uhr. Die Mittagspause fällt inzwischen regelmäßig den Physikversuchen/-praktika zum Opfer. Neues Lehrmaterial konnte ich ebenfalls erwerben: Studienbrief für Programmierung (leider fehlerhaft), Werkstofftechnik sowie Fertigungstechnik (beide Veranstaltungen starten dieses Semester). Zudem gab es ein weiteres Heftchen für die Organisation des Studiums für das 3. und 4. Semester (inkl. einer vollständigen Empfehlung für den Studienverlauf für das Grundstudium).

In der Vorlesung zu Festigkeitslehre gab es noch eine kleine Statistik des Dozenten zur Klausur "Technische Mechanik - Statik": 11 Studenten hatten mitgeschrieben, 5 waren durchgefallen. Damit fast eine Quote von 50% und irgendwie wohl auch normal, so wie man das hört.

Meinen Plan für das aktuelle Semester habe ich bereits geschmiedet: Festigkeitslehre, Mathe II, Gestaltungslehre sowie Energielehre sollen es diesmal sein. Vier Prüfungen halte ich momentan (noch) für realistisch, wobei ich deutlich mit Festigkeitslehre zu kämpfen habe (wenn ich mich jedoch erinnere, ging es mir mit Statik nicht anders zu Anfang).

Haut rein und bleibt gesund!

risob

Fazit nach einem Jahr als Fernstudent

Mit Ende des Sommersemester 2013 war mein erstes Jahr als Fernstudent an der TU Dresden rum. Was kann ich also zum Studium sagen?

Ich bin immer noch motiviert und es bestand kein Zweifel, dass ich mich für das folgende Semester rückmelden würde. Das Dresdner Modell empfinde ich als die richtige Wahl für mich, und ärgere mich zugleich ein wenig, dass ich nicht schon früher mit dem Studium begonnen hatte. Meine Empfehlung an diejenigen, die mit dem Gedanken spielen das Studium in Angriff zu nehmen: anfangen, jetzt sofort, nicht länger zögern! Je länger Ihr zögert, desto später seid Ihr mit dem Studium fertig ;)

Wie geht es nun weiter? Ich habe bis hierhin alle Prüfungen bestanden, und bin damit im Plan bzw. im "Empfehlungsrahmen" der AG Fernstudium. Die nächsten Prüfungen wären erst wieder zum Ende des Sommersemesters, also in etwa einem Jahr. Ich sehe Potential, ähnlich wie im ersten Semester, einige Prüfungen vorzuziehen und damit eventuell das Studium zu beschleunigen. Hierfür habe ich mir erstmal Festigkeitslehre, Thermodynamik - Energielehre sowie Mathe II zurecht gelegt. Gerade denke ich darüber nach, Konstruktionslehre ebenfalls bereits in diesem Semester abzulegen. Vier Prüfungen, halte ich für machbar...

Mit diesem Eintrag knüpfe ich an meinen aktuellen Studienverlauf an. Die nachfolgenden Einträge werden größeren Blogcharakter haben, d.h. in meinem Fall chaotisch, wenig strukturiert und vermutlich recht wirr.

So weit mal für den Freitag, Euch allen ein schönes Wochenende und viel Erfolg beim Lernen!

risob

Fazit nach einem Jahr als Fernstudent

Mit Ende des Sommersemester 2013 war mein erstes Jahr als Fernstudent an der TU Dresden rum. Was kann ich also zum Studium sagen?

Ich bin immer noch motiviert und es bestand kein Zweifel, dass ich mich für das folgende Semester rückmelden würde. Das Dresdner Modell empfinde ich als die richtige Wahl für mich, und ärgere mich zugleich ein wenig, dass ich nicht schon früher mit dem Studium begonnen hatte. Meine Empfehlung an diejenigen, die mit dem Gedanken spielen das Studium in Angriff zu nehmen: anfangen, jetzt sofort, nicht länger zögern! Je länger Ihr zögert, desto später seid Ihr mit dem Studium fertig ;)

Wie geht es nun weiter? Ich habe bis hierhin alle Prüfungen bestanden, und bin damit im Plan bzw. im "Empfehlungsrahmen" der AG Fernstudium. Die nächsten Prüfungen wären erst wieder zum Ende des Sommersemesters, also in etwa einem Jahr. Ich sehe Potential, ähnlich wie im ersten Semester, einige Prüfungen vorzuziehen und damit eventuell das Studium zu beschleunigen. Hierfür habe ich mir erstmal Festigkeitslehre, Thermodynamik - Energielehre sowie Mathe II zurecht gelegt. Gerade denke ich darüber nach, Konstruktionslehre ebenfalls bereits in diesem Semester abzulegen. Vier Prüfungen, halte ich für machbar...

Mit diesem Eintrag knüpfe ich an meinen aktuellen Studienverlauf an. Die nachfolgenden Einträge werden größeren Blogcharakter haben, d.h. in meinem Fall chaotisch, wenig strukturiert und vermutlich recht wirr.

So weit mal für den Freitag, Euch allen ein schönes Wochenende und viel Erfolg beim Lernen!

risob

Beginnend mit dem zweiten Semester steht für die Fernstudenten Programmieren auf dem Plan. An der TU Dresden wird seit einigen Semestern Java als Programmiersprache vermittelt (weil diese das Paradigma der Objektorientierung konsequent umsetzt).

Angeboten werden Konsultationen in Form von Vorlesungen sowie Praktika in den Computerräumen der Informatik-Fakultät (sehr schönes Gebäude übigens, man sollte allerdings keine Abneigung gegenüber der Farbe "grün" haben). Das Tempo der Vorlesung ist extrem hoch. Am besten man guckt sich bereits im Vorfeld etwas zu Java und auch objektorientierter Programmierung an. Der Professor hat in der Vorlesung sofort losgelegt mit UML-Notation, was denn Objekte sind, Referenzierung usw. Ich denke, wenn man vorher noch nichts mit Programmierung zu tun gehabt hat, dann fällt der Einstieg allein mit der Vorlesung extrem schwer. Zum Teil hat der Dozent auch Code-Zeilen auf die Folien geschrieben, das bringt einem blutigen Anfänger wenig.

In den Praktika bekommt man gezeigt, wie man sich die Entwicklungsumgebung Eclipse besorgt und auch installiert. Im ersten Praktikum werden bereits erste Zeilen Code geschrieben (Variablen deklaration, Schleifen, if-Abfrage). Auch hier: hohes Tempo. Die Tutoren geben sich viel Mühe und nehmen sich Zeit zum Erklären.

Soweit auch mein aktueller Stand, was die Veranstaltung angeht. In diesem Semester wird die Praktikumsaufgabe ausgeteilt, da muss man dann selbständig was Programmieren. Diese Leistung geht zu einem Drittel in die Bewertung des gesamten Moduls ein. Die restlichen Zweidrittel holt man über eine Klausur: Programmieren mit Bleistift auf Papier :sneaky2: ,alles ohne eine Entwicklungsumgebung (Eclipse gibt ja sehr viel Hilfestellung beim Schreiben des Codes).

Mal gucken wie die Praktikumsaufgabe wird und danach die Klausur. Die Praktikumsaufgabe muss auch in einer Gruppe erarbeitet werden. Code mit anderen zusammen zu schreiben wird ja in der Regel sehr "messy", nur selten ein Spaß.

risob

Aus dem Gebiet der Technischen Mechanik steht ebenfalls ein Modul auf dem Programm für das zweite Semester und will als Prüfung bestanden werden, nämlich die Statik. Die Mechanik gilt allgemein als das Loserfach im Maschinebaustudium, weil hier regelmäßig die Studenten reihenweise scheitern. Ich bin mir nicht sicher, ob Statik der Genickbrecher ist, oder ob die Rausschmeißer nicht eher Festigkeitslehre bzw. Dynamik sind (in diese drei Teilbereiche gliedert sich die Technische Mechanik üblicherweise im Grundstudium an den Hochschulen).

Inhalte des Moduls

Die Statik erscheint im ersten Moment als sehr unübersichtlich, so habe ich das zumindest empfunden. Sobald man jedoch das Freischneiden von Teilen aus einem System verstanden hat, geht der Rest eigentlich ohne große Schwierigkeiten durch. Im Wesentlichen werden Krafteinwirkungen auf Stäbe und Balken beleuchtet sowie das Zusammenspiel dieser Elemente in Systemen. Ebenso Auflagerreaktionen und Drehmomente. Bis hierhin spielt die Musik vor allem im 2D- Raum. Abgeschlossen wird die Statik üblicherweise mit den Schnittgrößen, die als Anknüpfungspunkte dienen für die Festigkeitslehre. Betrachtungen der Reibung sowie Übertragung der Erkenntnisse aus 2D auf den 3D-Fall runden das Ganze ab.

Wenn man sich das so durchliest, sieht das nach gar nicht so viel aus. Stimmt, ist auch nicht viel. Der Teufel steckt aber in Detail. Es geht nicht nur darum, die Theorie zu verstehen, sondern diese Kenntnisse auf Aufgabenstellungen zu übertragen. Und da setzen die Probleme schon ein. Wie schneide ich ein System? Wie trage ich die Kräfte an? Wie rum drehe ich mein Drehmoment? Geht die Schnittkraft jetzt in den positiven oder negativen Bereich und wie überlappen sich diese?

Da hilft wirklich nur eins: Üben, Üben, Üben! An Mathematikkenntnissen benötigt man wenig außer den Grundrechenarten sowie den trigonometrischen Funktionen.

Verwendete Materialien

Vom Lehrstuhl wird das Buch des Professors für die Vorlesung empfohlen. Ich hatte mir noch vor dem aller ersten Konsultationstermin bereits das Buch „Technische Mechanik 1: Statik“ von Gross, Hauger geholt und bin mit diesem sehr gut gefahren. Zudem gibt es vom Lehrstuhl eine Formelsammlung, die auch in den Prüfungen verwendet werden darf, sowie eine Aufgabensammlung mit vielen Aufgaben. Diese Aufgabensammlung hat nur einen Nachteil: es sind keine Lösungswege enthalten, lediglich die Ergebnisse.

Auch habe ich mir das Buch „Keine Panik vor Mechanik“ geholt. Dieses ist ganz witzig geschrieben, ersetzt aber auf keinen Fall ein richtiges Lehrbuch. Es verdeutlicht aber gut, worauf man mindestens achten sollte um die Prüfung zu bestehen.

Die Studenten der TU Dresden dürfen über die Universitätsbibliothek auf Lehrbücher aus dem Springerverlag zugreifen, sofern es diese zum Download gibt. Dazu gehören auch die Bücher von Prof. Balke oder auch Gross. Man muss sich die Bücher damit nicht kaufen, diese gibt es als PDF zum Download.

Prüfungsvorbereitung

Es hilft hier nur eins: Aufgaben rechnen. So viele es geht, gerne auch aus Klausuren anderer Unis. Ich kann auch sehr das Übungsbuch zur Statik von Gross und Hauger empfehlen (gibt es ebenfalls zum Download über die TU Dresden). Dieses enthält nämlich ausführliche Lösungen zu den einzelnen Aufgaben.

Prüfung

Die Prüfung dauert 90 Minuten, soweit ich mich erinnern kann. Zugelassen sind Taschenrechner, mathematische Formelsammlung sowie die Formelsammlung für Mechanik des Lehrstuhls. Es waren insgesamt vier Aufgaben zu lösen: ein recht komplexes System mit Stäben, Balken und Seilen; ein Balkensystem zur Bestimmung von Schnittgrößen, ein dreidimensionaler Balken zur Bestimmung von Schnittgrößen sowie eine Aufgabe zur Reibung/Haftung. Die meisten Punkte gibt es jeweils für die Erstellung der Skizze (=Freischnitt) sowie Aufstellen der Gleichgewichtsbedingungen. Damit zeigt man, dass man die Aufgabe verstanden hat und weiß, wie diese zu lösen ist. Die wenigsten Punkte gibt es dabei für die Rechnung als solche (ist ja nur Einsetzen und Auflösen der Gleichungen).

Ich habe insgesamt um die 18 Seiten vollgeschrieben und bin nicht in der Zeit mit allem fertig geworden. Drei der Aufgaben hatte ich gelöst, bei der vierten hatte ich den Ansatz und die Skizze. Klausur ist bestanden und es kann weiter gehen.

Fazit

Mit viel Üben ist auch dieses Fach gut zu schaffen. Man sollte die hier erworbenen Kenntnisse wirklich behalten, in der Festigkeitslehre kommt das alles wieder (da bin ich gerade…).

Damit bin ich mit den Beschreibungen der Fächer aus den ersten beiden Semester fast durch, es fehlt nur noch „Informatik II – Objektorientierte Programmierung“ (beginnt im zweiten Semester, Prüfung ist erst Ende des vierten Semesters). Dazu mehr im nächsten Beitrag.

Keep it up!

risob

Mir fällt ein, dass ich noch ein Wort darüber verlieren könnte, wie die sich die Anzahl der Studenten vom ersten zum zweiten Semester entwickelt hat.

An den ersten Konsulationsterminen im ersten Semester hatten sich etwa 50 Fernstudenten in Grundständigen Studium zusammen gefunden und die Herausforderung angenommen. Gezählt hatte ich in Fächern, in denen ich keine Fernstudenten aus den vorangegangenen Jahren vermuten würde (da es keine verbindlichen Vorgaben für das Absolvieren der Fächer gibt, durchmischen sich die Fernstudenten aus den verschiedenen Immatrikulationsjahren).

Zu Beginn des zweiten Semesters konnte ich keine 20 Fernstudenten mehr in den Veranstaltungen ausmachen, besonders leer war es in den Konsulationen zur Physik und technischen Mechanik. Es bedeutet nun nicht, dass alle diese Studenten aufgegeben haben. Kann sein, dass jemand nicht zu den Konsulationen kommen konnte oder es auch nicht wollte. Ich lasse daher die Interpretation weg, da kann sich jeder/jede eigene Gedanken machen.

risob

Der Titel dieses Eintrags verrät es schon: Chemie. Für den Maschinenbauer. An der TU Dresden. Pflicht!

Dier Veranstaltung geht über zwei Semester, mit insgesamt so um die 6 oder 7 Konsultationen (Konsultation = Doppelstunde). Nun mag man sich fragen, warum denn Chemie belegt werden muss, ist ja jetzt nicht die Disziplin, die man mit einem Maschinenbauer sofort in Verbindung bringt. Bevor ich das Studium an der TU Dresden aufgenommen hatte, hatte ich mir auch einige Lehrpläne der privaten Anbieter angeschaut. Und Chemie hatte ich dort nirgendwo gesehen (ich hoffe ich schreibe hier nichts Falsches).

Ich vermute es hängt mit dem Bestreben der TU Dresden zusammen, den Studenten der Ingenieurwissenschaften ein möglichst breites Basiswissen in den Naturwissenschaften zu vermitteln. Dazu gehören auch Kenntnisse der Chemie, denn auch hier finden sich viele Schnittstellen zu Disziplinen wieder wie Werkstofftechnik oder Thermodynamik.

Inhalte des Moduls

Los geht es mit dem Aufbau des Atoms und allem was dazu gehört, z.B. Periodensystem, Eigenschaften der Elemente. Die Schwerpunkte liegen jedoch im Bereich der chemischen Bindungen und den chemischen Reaktionen. Die chemischen Bindungen beleuchten dabei, warum sich bestimmte Elemente verbinden und wie diese Bindungen im Einzelnen zu Stande kommen (Atombindungen, Ionenbindungen oder auch Metallbindungen), während es bei den chemischen Reaktionen eher darum geht, wie die Bindung energetisch abläuft . Auch geht es dabei darum, wie chemische Reaktionen beeinflusst werden können. Zum Schluss geht es noch um die Anwendung von chemischen Gleichgewichten, insbesondere wird dies an den galvanischen Elementen betrachtet. So ein galvanisches Element kennt man eher als Akku oder Batterie, d.h. man erfährt auch was in so einem Akku chemisch alles abläuft.

Verwendete Materialien

Um die Grundlagen der Chemie sich anzueignen benötigt man wohl nicht mehr als zwei Bücher, beide vom selben Autor: „Allgemeine und Anorganische Chemie“ von E. Riedel sowie das dazu gehörige Übungsbuch. Die Veranstaltung und auch der Aufbau des Lehrbuchs folgen demselben Ablauf. Zum Buch kann ich sagen, dass dieses sehr gut geschrieben ist, und mit sehr gut meine ich verständlich.

Vom Lehrstuhl gibt es aber auch ein Skript zu kaufen, , das auch nicht die Welt kostet, wenn man denn auf das Lehrbuch verzichten möchte. Ich habe ohne das Skript gelernt.

Zudem habe ich sehr gute Videos im Internet zu den Grundlagen der Chemie gefunden: http://www.alteso.de. Auch hier verständliche Erläuterungen, didaktisch sehr gut aufgearbeitet. Vor allem die Erläuterungen, wie man an das Lösen von Aufgaben heran geht und welche Überlegungen angestellt werden müssen.

Prüfungsvorbereitung

Hauptsächlich habe ich die Aufgaben in dem Übungsbuch von E. Riedel durchgearbeitet und auch die vom Lehrstuhl zur Verfügung gestellte Aufgabensammlung. Ich hatte mir zwar Karteikarten angefertigt, jedoch diese kaum benutzt. Denn, und das hat mich sehr angesprochen: hat man verstanden was und wie abläuft, setzt sich das fest. Man muss das nicht mehr auswendig lernen.

Prüfung

Die Prüfung wird wie gewohnt mit den Direktstudenten geschrieben und dauert 180 min (ja, richtig: 3 volle Stunden). Neben der Prüfung in Physik, eine der längsten Prüfungen überhaupt (nur Maschinenelemente dauert länger, nämlich 4 Stunden). Es wird dabei sehr in die Breite und auch Tiefe abgefragt. Wenn man die Inhalte verstanden und die Aufgaben geübt hat, sollte die Prüfung machbar sein.

Ich hatte den Eindruck, dass ich recht lange für die Prüfung gebraucht habe. Viele der Kommilitonen haben vorzeitig abgegeben.

Fazit

Themen, die in den Grundlagen der Chemie behandelt werden, trifft man immer wieder. So zum Beispiel das erste Gesetzt der Thermodynamik, damit musste ich mich auch schon in einem Physikpraktikum auseinandersetzen und war dementsprechend froh, schon mal was dazu gehört zu haben.

Ich war in der Schule kein Fan der Chemie, hatte mir immer recht schwer damit getan. Vielleicht auch weil es dabei um Vorgänge geht, die mit dem bloßen Auge nicht zu erfassen sind. Fuchst man sich da einmal rein, flutscht das nur so. Leider konnte ich als Fernstudent an keinem Versuch teilhaben (wenn ich das richtig verstanden habe, sehen Direktstudenten in der Vorlesung auch mal einen Versuch live).

risob

Im März diesen Jahres war mein erstes Semester als Fernstudent an der TU Dresden vorbei und ich konnte in die "Semesterferien" starten. Die freie Zeit habe ich dann auch ausgiebig genutzt und mir den Luxus gegöhnt, einige Wochen lang nichts zu tun.

Wie bewerte ich nun die ersten Monate? Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich viel von meiner Freizeit aufgeben musste oder dass ich auf vieles verzichtet habe (in die Glotze gucken ist sowieso doof). Es gab einige recht Harte Wochen, insbesondere unmittelbar vor der Mathe Prüfung. Doch führe ich das darauf zurück, dass ich mich sehr spät entschieden hatte die Prüfung zu schreiben. Wenn ich mich recht erinnere hatte ich mit der Integralrechnung erst eine Woche vor der Klausur begonnen :tongue_smilie:

Auch habe ich den Eindruck mit dem Studium der Verkalkung meines Gehirns vorzubeugen. Das Lesen von Fachbüchern, nachvollziehen der Theorie und Umsetzung des Ganzen in Aufgaben fordert mich und fordert mich auch heraus. Im Arbeitsalltag habe ich nicht diese Beanspruchung, es läuft zumeist auf stumpfe Excel-Auswertungen hinaus.

Die Rückmeldung für das darauf folgende Sommersemester stand also außer Frage. Ich musste mir Gedanken machen, wie ich das Semester strukturiere und welche Inhalte ich mir vornehme. Und natürlich auch den Modus der völligen Entspannung verlassen und wieder etwas für das Studium tun.

risob

Der Maschinenbaustudent hat mit dem Fach Physik an der TU Dresden auf jeden Fall ein dickes Brett zu bohren. Der Direktstudent gibt sich das ganze über zwei Semester, der Fernstudent darf sich vier Semester Zeit lassen.

Im Studium muss man sich zwar immer mit den einzelnen Teilbereichen der Physik (Technische Mechanik, Thermodynamik, Strömungmechanik, Elektotechnik usw) auseinandersetzen in Hinblick auf die Anwendungen im Maschinenbau, im Fach Physik bekommt man ein Gesamtpaket vermittelt.

Angefangen bei der klassischen Newton'schen Mechanik, über Optik und Wellen, Schwingungen und Magnetismus bis zur Eletrizitätslehre.

Von der AG Fernstudium wird eine Studienanleitung und eine Formelsammlung herausgegeben. Die Studienanleitung bezieht sich auf eine Reihe von Physikbüchern, erste Auflage erschienen in der DDR in den 50er Jahre des letzten Jahrhunderts. Diese Buchreihe wurde insbesondere für Fernstudenten der TU Dresden verfasst. Geile Sache das Ganze, denn hier wird neben dem theoretischen Wissen auch mal auf die physikalischen Versuche eingegangen, mit Zeichnungen und detaillierten Beschreibungen. Ich finde die zwei Bücher, die ich auftreiben konnte, auf jeden Fall sehr gut und kann diese nur wärmstens weiter empfehlen. Einziger Haken ist die Beschaffung dieser Bücher, ich konnte in der Bucht fündig werden und jedes der Bücher für gerade mal 5€ ersteigern.

Und die Versuchen haben es auch in sich. Es müssen insgesamt sieben Versuche absolviert (Termine werden auf die Präsenzphasen verteilt, jeweils Freitags als Doppelstunde) und in einem Versuchsheft protokolliert werden. Man weiß im Vorfeld, wann welcher Versuch durchgeführt wird, zu jedem der Versuche gibt es eine theoretische Einführung sowie eine Platzanweisung, die durch den Versuch leitet. Zudem werden die Versuche unter Aufsicht durchgeführt, zumeist gestandene Physiker, die gerne Hilfestellung geben (manchmal auch sehr direkt :blink: ). Dennoch kommt man nicht darum herum sich einiges an Wissen selbst anzueignen, denn die Versuche werden nicht in einer bestimmten Reihenfolge durchgeführt. Hat man sich bislang noch nicht mit Elektrotechnik befasst und muss einen Versuch aus diesem Teiglebiet durchführen, hilft nur sich das Zeug selbst beizubringen.

Die praktischen Aspekte des Ingenieursstudiums finden sich auch hier wider. Selber machen, ausprobieren, analysieren und Schlussfolgerungen ziehen. Das macht doch mal Spaß! Daher freue ich mich auch auf die kommenden Versuche (zwei habe ich bereits durch, fünf stehen noch an), aber auch auf die praktischen Phasen in den Werkstoffwissenschaften sowie Elektrotechnik und Fertigungstechnik.

So, hoffe mal die Rechtschreibfehler halten sich in Grenzen und meine Gedanken sind nachvollziehbar. Das Wetter sieht auch nicht gut aus, da kann ich vielleicht noch einen Eintrag schreiben.

risob

In den ersten vier Semestern ist das Fach Konstruktionslehre zu belegen und am Ende mit einer Prüfung abzuschließen. Inhaltlich, wenig überraschend, geht es dabei um die Grundlagen der Konstruktion. Der Umgang mit Zeichengeräten (Bleistift, Lineal) steht dabei nicht im Fokus, werden heutzutage die Zeichnungen/Entwürfe mit dem Computer erstellt.

Es geht eher um das Üben des räumlichen Vorstellungsvermögens, sprich wie erstellt man eine gute Skizze oder wie würde ein räumliches Objekt aussehen, wenn man dieses auseinander faltet. Zusätzlich lernt man den Umgang mit DIN Normen und Normteilen, die man in der Konstruktion berücksichtigen sollte sowie, und das ist wohl das Interessanteste, die Prinzipien der Konstruktion. Zu diesen Prinzipien gehört z.B. der Kraftfluss in Bauteilen und die daraus resultierenden Überlegungen, wie die Bauteile idealerweise aufgebaut sein müssten, um dem Kraftfluss zu begegnen.

Für die Veranstaltungen wird das Skript über das E-Learning Portal zur Verfügung gestellt, ebenso wie die zugehörigen Übungsaufgaben. Im Verlauf des ersten Semesters wurde freiwillig die Anfertigung einer Belegaufgabe angeboten. Dabei ging es um die Erstellung einer Baugruppe am PC mit der Software Solidworks sowie Anfertigung der Einzelteilzeichnungen samt Bemassungen. Dieser erste Beleg ist Voraussetzung für die Teilnahme am zweiten Beleg, der im 3. oder 4. Semester angeboten wird. Dieser zweite Beleg wird dann bewertet und man erhält damit die Möglichkeit einige Bonuspunkte für die Klausur sich zu erarbeiten.

Der Dozent bringt den Stoff inhaltlich gut rüber, das ist definitiv ein Pluspunkt. Dennoch tue ich mir mit diesem Fach aktuell am schwersten. Dies liegt meiner Meinung daran, dass ein direktes Feedback fehlt. Wenn ich eine Mathe-Aufgabe rechne, sehe ich am Ergebnis sofort, ob die Rechnug richtig oder falsch ist. In einem Fachbereich, in dem es einige Freiräume für die Erstellung der Konstruktion gibt, ist ein so direkter Ergebnisvergleich schwer möglich.

Sicherlich, jemand der aus einer technischen Richtung kommt und viel mit technischen Zeichnungen arbeitet, wird sich leichter tun. Ich bin jedoch kaufmännisch vorgebildet und sehe in der täglichen Arbeit keine solchen Zeichnungen.

risob

Wenn man sich durch die Prüfungsordnung durchwühlt, so stellt man fest, dass von den Studenten auch der Nachweis der Studienkompetenz im Grundstudium verlangt wird. Und der Nachweis wird erbracht in Form eine einstündigen Klausur, für die Fernstudenten am Ende des zweiten Semesters.

Für mich, der schon mal an einer deutschen Universität auf Diplom studiert hatte, war das komplett neu und nicht so richtig nachvollziehbar. Warum muss man für so etwas eine Prüfung ablegen? Erbringe ich diese Leistung nicht automatisch, wenn ich das Studium nach einigen Jahren erfolgreich abschließe? :confused:

Erst im Verlauf einer Konsultation hat sich für mich das Rätsel (vermutlich) gelöst. Im Zuge der Umstrukturierung in Richtung Bachelor/Master muss das Fach "Studienkompetenz" belegt werden. Einfach weil es im Ausland so üblich ist und der Bachelor der TU Dresden sonst nicht vergleichbar wäre. Ich hatte mich dann mit dieser Information begnügt.

Vielleicht verliere ich noch einige Worte zum Thema "Diplomstudium Maschinebau" an der TU Dresden. Als einzige mir bekannte Universität, hat Dresden das Diplom nicht abgeschafft und man kann diesen Abschluss weiterhin erwerben. Jedoch wurde der Studienverlauf modularisiert und die Creditpoints wurden eingeführt. Wenn man den Diplom-Abschluss macht, so erhält man automatisch auch einen Master-Abschluss an der TU Dresden (es wird glaube ich eine zusätzliche Anlage zum Zeugnis ausgehändigt). Sollte man also mal mit dem Dipl. Ing - Titel nicht weiterkommen, so kann man noch den Master vorzeigen :rolleyes:

Durch den modularen Aufbau steht damit auch die Möglichkeit offen einen Bachelor-Abschluss zu erlangen (auch als Fernstudent). Man hört einfach auf, sobald man die 180 CP voll hat (genauer Ablauf und Prüfungen stehen in der Studienordnung).

Damit war mein erstes Semester in Hinblick auf die Prüfungen auch abgehandelt und ich konnte mich auf das zweite Semester vorbereiten. In den nächsten Einträge gehe ich näher ein auf die Konstruktionslehre und die Physikveranstaltungen.

Bis dahin, "keep it real"!

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