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Grundlagen der Chemie - was zum...Wirklich? Auch der Maschinenbauer...?

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risob

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Der Titel dieses Eintrags verrät es schon: Chemie. Für den Maschinenbauer. An der TU Dresden. Pflicht!

Dier Veranstaltung geht über zwei Semester, mit insgesamt so um die 6 oder 7 Konsultationen (Konsultation = Doppelstunde). Nun mag man sich fragen, warum denn Chemie belegt werden muss, ist ja jetzt nicht die Disziplin, die man mit einem Maschinenbauer sofort in Verbindung bringt. Bevor ich das Studium an der TU Dresden aufgenommen hatte, hatte ich mir auch einige Lehrpläne der privaten Anbieter angeschaut. Und Chemie hatte ich dort nirgendwo gesehen (ich hoffe ich schreibe hier nichts Falsches).

Ich vermute es hängt mit dem Bestreben der TU Dresden zusammen, den Studenten der Ingenieurwissenschaften ein möglichst breites Basiswissen in den Naturwissenschaften zu vermitteln. Dazu gehören auch Kenntnisse der Chemie, denn auch hier finden sich viele Schnittstellen zu Disziplinen wieder wie Werkstofftechnik oder Thermodynamik.

Inhalte des Moduls

Los geht es mit dem Aufbau des Atoms und allem was dazu gehört, z.B. Periodensystem, Eigenschaften der Elemente. Die Schwerpunkte liegen jedoch im Bereich der chemischen Bindungen und den chemischen Reaktionen. Die chemischen Bindungen beleuchten dabei, warum sich bestimmte Elemente verbinden und wie diese Bindungen im Einzelnen zu Stande kommen (Atombindungen, Ionenbindungen oder auch Metallbindungen), während es bei den chemischen Reaktionen eher darum geht, wie die Bindung energetisch abläuft . Auch geht es dabei darum, wie chemische Reaktionen beeinflusst werden können. Zum Schluss geht es noch um die Anwendung von chemischen Gleichgewichten, insbesondere wird dies an den galvanischen Elementen betrachtet. So ein galvanisches Element kennt man eher als Akku oder Batterie, d.h. man erfährt auch was in so einem Akku chemisch alles abläuft.

Verwendete Materialien

Um die Grundlagen der Chemie sich anzueignen benötigt man wohl nicht mehr als zwei Bücher, beide vom selben Autor: „Allgemeine und Anorganische Chemie“ von E. Riedel sowie das dazu gehörige Übungsbuch. Die Veranstaltung und auch der Aufbau des Lehrbuchs folgen demselben Ablauf. Zum Buch kann ich sagen, dass dieses sehr gut geschrieben ist, und mit sehr gut meine ich verständlich.

Vom Lehrstuhl gibt es aber auch ein Skript zu kaufen, , das auch nicht die Welt kostet, wenn man denn auf das Lehrbuch verzichten möchte. Ich habe ohne das Skript gelernt.

Zudem habe ich sehr gute Videos im Internet zu den Grundlagen der Chemie gefunden: http://www.alteso.de. Auch hier verständliche Erläuterungen, didaktisch sehr gut aufgearbeitet. Vor allem die Erläuterungen, wie man an das Lösen von Aufgaben heran geht und welche Überlegungen angestellt werden müssen.

Prüfungsvorbereitung

Hauptsächlich habe ich die Aufgaben in dem Übungsbuch von E. Riedel durchgearbeitet und auch die vom Lehrstuhl zur Verfügung gestellte Aufgabensammlung. Ich hatte mir zwar Karteikarten angefertigt, jedoch diese kaum benutzt. Denn, und das hat mich sehr angesprochen: hat man verstanden was und wie abläuft, setzt sich das fest. Man muss das nicht mehr auswendig lernen.

Prüfung

Die Prüfung wird wie gewohnt mit den Direktstudenten geschrieben und dauert 180 min (ja, richtig: 3 volle Stunden). Neben der Prüfung in Physik, eine der längsten Prüfungen überhaupt (nur Maschinenelemente dauert länger, nämlich 4 Stunden). Es wird dabei sehr in die Breite und auch Tiefe abgefragt. Wenn man die Inhalte verstanden und die Aufgaben geübt hat, sollte die Prüfung machbar sein.

Ich hatte den Eindruck, dass ich recht lange für die Prüfung gebraucht habe. Viele der Kommilitonen haben vorzeitig abgegeben.

Fazit

Themen, die in den Grundlagen der Chemie behandelt werden, trifft man immer wieder. So zum Beispiel das erste Gesetzt der Thermodynamik, damit musste ich mich auch schon in einem Physikpraktikum auseinandersetzen und war dementsprechend froh, schon mal was dazu gehört zu haben.

Ich war in der Schule kein Fan der Chemie, hatte mir immer recht schwer damit getan. Vielleicht auch weil es dabei um Vorgänge geht, die mit dem bloßen Auge nicht zu erfassen sind. Fuchst man sich da einmal rein, flutscht das nur so. Leider konnte ich als Fernstudent an keinem Versuch teilhaben (wenn ich das richtig verstanden habe, sehen Direktstudenten in der Vorlesung auch mal einen Versuch live).

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