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LIEBSTER-Award, die zweite (Fragen von Markus)

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MiSch

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Jetzt bin ich schon dabei, dann beantworte ich die Fragen von Markus doch einfach auch gleich :lol:

1. Wann und wie hast du das erste Mal davon erfahren, dass es ein Fernstudium gibt?

Ich habe auch immer die Anzeigen in Zeitschriften gesehen. Erste konkrete Kontakte hatte ich dann mit ils und sgd, als ich mich nach kleineren Weiterbildungen umgesehen habe.

2. Was ist für dich der größte Vorteil, sich mit einem Fernkurs/Fernstudiengang weiterzubilden?

Ganz klar die freie Zeiteinteilung und das eigene Lerntempo gehen zu können.

Außerdem geht das Ganze neben dem Beruf, dass heißt das ich mich nicht von meinem derzeitigen Lebensstandard verabschieden muss.

3. ... und der größte Nachteil bzw. die größte Herausforderung?

Am Ball zu bleiben und sich ständig selbst motivieren zu können. Vor allem bei Stoff, den man nicht so mag. Da hilft einem im Präsenzunterricht oft der Zug von anderen Kommilitonen. Der fehlt meist im Fernstudium...

4. Welchen Fernstudiengang würdest du dir wünschen, dass es ihn geben sollte?

Puh...da fällt mir im Moment keiner ein. Vielleicht fällt mir was ein, falls ich mal nach nem Masterstudiengang suche :rolleyes:

5. Hast du dich durch das Fernstudium verändert?

Definitiv...meine Lerntechnik hat sich geändert und ich nehme meine Zeiteinteilung/-planung viel bewusster wahr.

Früher habe ich oft spontan dazu entschlossen wegzufahren oder irgendwas zu machen. Jetzt läuft im Kopf erst der Terminplan durch und ich denke genau drüber nach, ob es jetzt geht oder nicht.

6. Bereust du manchmal die Zeit, die du in deine Weiterbildung investierst?

Kann schon passieren, aber dann nur in kurzen Momenten. Zum Beispiel, wenn man im Sommer ein Foto seiner Freunde bekommt, die am Baggersee grillen, während man selbst lernt.

Aber ingesamt, bereue ich keine Minute. Der Nutzen und der Spaß ist dafür zu hoch.

7. Was ist in dir in deinem Leben jenseits des Fernstudiums wichtig?

Den Kontakt zu meiner Familie behalten und auch der Rückhalt, den man dadurch erhält. Das hilft einem schon, wenn es stressig wird. Außerdem bin ich gerne an der frischen Luft beim Wandern. Am liebsten in den Bergen. Darauf möchte ich auch nicht verzichten. Da bekomm ich den Kopf frei und kann mich entspannen.

8. Wie könnte Fernstudium-Infos.de für dich noch besser werden?

Mir gefällt es so wie es ist. Eine tolle Community und großartige Arbeit der Betreiber. Was will man mehr? :001_wub:

Oooh, jedi hat den Chat erwähnt. Das wär manchmal nett, aber das meiste würde weiter über das Forum oder Blogs laufen, denke ich.

Vielen Dank fürs Lesen und vielen Dank an Markus für die Fragen und dass du dich so um uns leidende Fernstudenten kümmerst :D

So, jetzt geh ich aber echt ins Bett! :)


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1 Kommentar


Markus Jung

Geschrieben

Danke für diese "Nachtschicht" und die weiteren interessanten Antworten - und auch für das Kompliment an mich. Es macht mir Spaß, sich um diese Community zu kümmern, weil mir das Klima hier gefällt und die gegenseitige Unterstützung.

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      Ja wieso denn bloß? So oder so ähnlich wollten es schon diese kleinen gnubbeligen Trolle bei Ronja Räubertochter wissen. Eigentlich ist doch alles gut. Fester Job, die Gehaltsstufe ist in der Endstufe angekommen, die jungen Kollegen lassen den nötigen Respekt erkennen und ganz dumm rennt man auch nicht mehr durch den Stationsalltag, immerhin sind diverse Fort und Weiterbildungen abgearbeitet. Also? 

      Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!