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MSc. IT im Gesundheitswesen

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Liebster Award

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schwedi

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Snowchild hat mich für den Liebster Award nominiert (danke!), und nach längerer Überlegung ob die Beantwortung überhaupt Sinn macht angesichts meines eher berufsbegleitenden denn Fernstudiums, probiere ich es einfach.

1. Wieviel (Arbeits-)Zeit wendest Du im Durchschnitt je Woche für das Fernstudium auf?

Das lässt sich durchschnittlich schlecht sagen, ich habe es noch nie gemessen. Nach einer vollen Studienwoche von fünf Präsenztagen habe ich die zwei darauffolgenden Wochen ein paar Stunden für die Nachbereitung und ein paar Stunden für die Transferaufgabe und für das Vorbereiten des Impulsreferats aufgewendet. Ab ca. zwei Wochen vor der Klausur habe ich erst wieder Zeit zum Lernen auf die Klausur investiert.

2. Welche Erfahrungen hast Du mit Gruppenarbeit gemacht? Bzw. gab es keine Gruppenarbeit? Selbstgewählte oder "zusammengewürfelte" Gruppen?

Der Ausgang einer Gruppenarbeit hing erstens stark vom Dozenten ab, und zweitens von den Personen in der Gruppe. Eine Gruppenarbeit war dermaßen eskaliert, dass es am Ende des Seminartages ein Krisengespräch zwischen dem Dozenten und allen Teilnehmern unseres Jahrgangs gegeben hatte. Da die Gruppenarbeit im Jahrgang davor bei dem gleichen Dozenten ebenfalls eskaliert war, darf man annehmen, dass es mit an dem Dozenten lag. Der Dozent wurde nach unserem Jahrgang ersetzt. Ebenso hatten wir in einem anderen Fach und Dozenten eine Gruppenarbeit, die über volle zwei Tage mit Zwischenpräsentationen ging und unglaublich produktiv war und Spaß gemacht hatte.

Die Gruppen waren in der Regel zusammen gewürfelt, das habe ich als hilfreich empfunden.

3. Welche Vor- bzw. Nachteile siehst Du in dem Verfassen von Hausarbeiten vs. Klausurenschreiben? Wie sehen Deine persönlichen Vorlieben aus?

Auf Klausuren zu lernen scheint erst mal bequemer zu sein. Man muss den Stoff häufig "nur" auswendig lernen. Hausarbeiten sind gefühlt erst mal viel aufwändiger. Sie bieten mir aber die Chance mich mit einem Thema wirklich auseinanderzusetzen und vor allem das wissenschaftliche Arbeiten zu trainieren. Beides halte ich für sehr wertvoll. Im Masterstudium brauchten wir tatsächlich keine Hausarbeit zu schreiben, das rächt sich, wenn es in Richtung Projekt- und Masterarbeit geht.

Ein Studium mit einer ausgewogenen Mischung von Klausuren und Hausarbeiten halte ich für ideal.

4. Was war (ca.) die längste und die kürzeste Wartezeit auf Noten in Deinem Fernstudium?

Die kürzeste Wartezeit war eine Woche, die längste zwei Monate.

5. Verläuft das Fernstudium für Dich so, wie Du es Dir vorgestellt hast bzw. wie die Ankündigungen/Beschreibungen des Anbieters waren?

Ja, größtenteils schon. Und das, was nicht so läuft, da hätte ich vorher eben genauer lesen oder nachfragen sollen, wie es läuft.

6. Wie motivierst Du Dich selbst, wenn es mal nicht so im Fernstudium läuft, wie Du es Dir vorstellst bzw. sich u.a. zeitlich oder thematisch Promleme ergeben?

Ich denke an die Zeit zurück, an dem ich das Studium unbedingt machen wollte, mich aber wegen der vielen Präsenzen (6 Wochen/Jahr) angesichts der unklaren Unterstütztung durch meine damalige Firma und der Fernbeziehung erst nach zwei Jahren getraut hatte, das Studium wirklich zu beginnen. Ich versuche mir die Begeisterung von damals in Erinnerung zu rufen, die tolle Zeit in Konstanz, ich besinne mich auf das was ich gelernt habe und habe vor wenigen Tagen einen für mich guten Spruch entdeckt: Für einen guten Anfang braucht es Begeisterung, für ein gutes Ende Disziplin.

7. Kennst Du die inhaltlichen Unterschiede Deines Fernstudienganges zum Präsenzstudiengang (sofern vorhanden) und empfindest Du Dein Fernstudium bzw. den Abschluss als einen "Abschluss zweiter Klasse"?

Es gibt auf dem Gebiet IT im Gesundheitswesen wenige Master. "Abschluss zweiter Klasse" wäre vielleicht zu stark gesagt, aber ich habe das Gefühl, dass zwar die Fächer mit denen von Präsenzstudiengängen vergleichbar sind, diese aber sehr viel oberflächlicher behandelt werden. Also, ganz ehrlich: Ja, ich empfinde es als einen Abschluss zweiter Klasse.

Aber nicht, weil es sich um ein Nicht-Präsenz-Studiengang handelt - was ich hier in den Blogs von FI lese, empfinde ich sehr viele Fernhochschulen als sehr anspruchsvoll und keinesfalls als zweite Klasse, sondern erste Klasse PLUS -

sondern es liegt speziell an meinem Studiengang.

8. Was würdest Du grundsätzlich an einem Fernstudium Interessierten gerne mit auf den Weg geben? Was ist Deiner Meinung nach besonders beachtenswert?

Bevor Du beginnst, mach Dir haarscharf klar, weshalb Du das Studium durchziehen möchtest. Schreibe Dir Deine Ziele auf und sieh sie Dir regelmäßig wieder an.

Versuche den Stoff im (Arbeits-)Alltag praktisch oder gedanklich zu verwenden, damit Du einen Bezug dazu bekommst. Das motiviert und erleichtert das Lernen.

Mach Dir klar, dass es passieren kann, dass Dich das neue Wissen nicht weiterbringt, sondern Dich im Gegenteil demotiviert, weil Du im Arbeitsalltag plötzlich die Diskrepanz zwischen den gelehrten idealen Zuständen und der Realität wahrnimmst, daran häufig aber nichts ändern kannst.

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2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Dein Motivationskonzept gefällt mir, dass du immer wieder versuchst, dir die anfängliche Begeisterung in Erinnerung zu rufen.

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Danke, Markus :).

Darauf bin ich eher zufällig gestoßen. Es gibt bestimmte Songs, die in der Zeit aufkamen, als ich mich gerade entschieden hatte das Studium zu wagen. Wenn ich die Lieder (leider viel zu selten) mal im Radio höre, stellt sich augenblicklich das tolle Aufbruchsgefühl ein, als ich mich gerade eingeschrieben hatte. Wenn es jetzt während der Masterarbeit haken sollte und die Disziplin bedrohlich nachzulassen droht, werde ich mir diese Lieder kaufen und ab und an abspielen.

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