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Achtung! Lernen macht Hunger!

Abilifly

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Lernen macht Hunger! - Oder zumindest könnte man das meinen, wenn man mir beim Lernen zu sieht. 

 

Geht man arbeiten hat man in der Regel einen strukturierten Tag. Auch schon in der Schule hatte man den. Nach der Schule gibt es Mittagessen. Beim arbeiten geht man eben in die Kantine oder nimmt sich für die Mittagspause etwas mit. Da ist alles irgendwie starr, durchgeplant und vielen Menschen gibt dieses Konzept auch unbewusst ein wenig Halt. Es wird uns vorgegeben, was man wann zu tun hat. Natürlich gibt es auch noch die Instinkte wie Hunger oder das Sättigungsgefühl. Aber im Endeffekt weichen diese Instinkte häufig schnell und passen sich an unsere festen Rhythmen an. Wir wissen schon in der Schule, wann große Pause ist in der man sein Pausenbrot ist. Hat man da keinen Hunger wird man es wohl trotzdem essen. Zumindest wenn es schmeckt. Mit der Zeit gewöhnt sich er Körper daran und man hat meistens auch entsprechend Hunger. Genauso ist es beim arbeiten. Auch im Präsenzstudium geht man meist mit den Kommilitonen in die Mensa - oder wenn die Innenstadt in der Nähe ist findet man auch dort öfters mal etwas. Das gemeinsame Mittagessen ist eine Art Ritual, das in der modernen Welt immer mehr abhanden kommt. 

Und wir als Fernstudenten? Was tun wir? Zumindest die, die Vollzeit lernen oder die, die nur wenige Tage in der Woche arbeiten, haben eben diesen normalen Rhythmus nicht vorgegeben. Und mir passiert es da immer wieder, dass ich gar nicht so recht weiß, welcher Rhythmus ich brauche, was mir gut tut. Klar wenn der Magen richtig knurrt sollte wohl etwas gegessen werden, doch gerade wenn ich im Skript nicht voran komme, ich keine Lust auf Lernen habe, hab ich häufiger das Gefühl, dass ich ja jetzt eigentlich etwas essen könnte. Was ich in der Regel dann auch tue. Wär ich in dem Moment auf der Arbeit würde ich es vermutlich nicht tun. Zumindest vermute ich das. Sicher bin ich mir allerdings nicht. Aber während Lernzeiten esse ich definitiv häufiger als in Freizeitzeiten. 
Und so ist es nicht nur beim Essen. Mir fällt generell das managen meines Tages relativ schwer, da ich keinen Rahmen habe an dem ich mich orientieren kann. Ich habe dann immer wieder eine Baustelle. Weil ich irgendetwas wieder zu lange vernachlässigt habe. Sei es nun Bürokratisches, das Lernen oder der Haushalt. Oder gar die Beziehung oder das Sozialleben. Alles wirklich unter einen Hut zu bringen fällt mir schwer. Dann wär da noch der Sport oder eine ausgewogene Ernährung und vieles anderes, private Probleme, was im Alltag dann unter geht, weil ich mich auf anderes konzentriere. 
Da wünschte ich mir wirklich öfter eine feste Struktur, die irgendwie Halt gibt. Denn so komme ich häufig zu dem Punkt, dass ich das Gefühl habe, dass mich alles überfordert, alles zuviel ist und ich letzten Endes resigniere. 

 




24 Kommentare


um dein Tag /Leben zu strukturieren brauchst du einen Zeitplan am besten täglich , den du Wochenweise oder jeden Abend für den nächsten Tag machst. Leg dir genau von dann bis dann fest das du lernst ,zeitlich gesehen und lerne nicht soviel an einem Stück teile es ein in Portionen.

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Markus Jung

Geschrieben

Mein Gedanke wäre auch, ob es dir helfen könnte, dir zumindest teilweise selbst eine feste Struktur zu geben, ohne die Vorteile der Flexibiltät aufzugeben. Also zum Beispiel feste Lernzeiten oder feste Mahlzeiten, die so auch im Kalender stehen und als Termine angesehen werden.

 

Es kann auch helfen, in einem ersten Schritt mal zu erfassen, womit du wie viel Zeit verbringst und daraus dann ein Tortendiagramm zu erstellen mit Rubriken wie zum Beispiel Arbeit, Studium, Schlaf, Sozialkontakte, Erholung, Sport usw. Und dann schaust du mal, ob sich diese Aufteilung für dich stimmig anfühlt und überlegst, welche Aufteilung du ggf. besser finden würdest, malst auch dazu ein Tortendiagramm und schaust, wie du dort hin kommen kannst, setzt dir dazu Ziele und prüfst diese dann nach einiger Zeit wieder.

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Abilifly

Geschrieben

Das ist eine gute Idee und darüber habe ich auch nachgedacht. Es fällt mir nur ziemlich schwer das dann wirklich konsequent durch zu ziehen, weil immer etwas dazwischen kommt. Und oft habe ich das Gefühl, dass das, was dazwischen kommt eben wichtiger ist. Ich stecke oft bei meinen persönlichen Dingen zurück um Sachen oder Erwartungen, die andere an mich haben zu realisieren. 

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Markus Jung

Geschrieben

Kann ich verstehen, dass das schwer ist.

 

Zu Beginn würde ich es erstmal mit einer reinen Bestandsaufnahme versuchen, ohne gleich was zu ändern.

 

Und dann erstmal nur kurze Zeiten fest einplanen - also zum Beispiel eine Stunde täglich als Lernzeit in den Kalender einzutragen. Und die ist dann wirklich wie ein Termin, du bist in dieser nicht für andere Aktivitäten verfügbar.

 

Und je nachdem, welche Erfahrungen du damit machst, könntest du das dann mit der Zeit ausbauen und auch schauen, wo sich solche Zeiten recht gut fest planen lassen, und wann häufiger etwas dazwischen kommt.

 

Wahrscheinlich geht es auch nicht, ohne mal Nein zu sagen und eine Erwartung von anderen nicht zu erfüllen. Und stelle dir bei diesen Dingen, die andere von dir erwarten ruhig auch mal die Frage, wie wichtig diese aus deiner Sicht sind, ob die anderen dies für dich auch tun würden, wie eilig es ist und ob es nicht auch jemand anders (oder die Betreffenden selbst) erledigen können. Es geht dabei ja nicht darum, künftig nur noch egoistisch nach seinen eigenen Bedürfnissen zu schauen, sondern eine gute Balance zu finden bzw. immer wieder herzustellen.

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Abilifly

Geschrieben

Ja, mir macht es nur iegendwie mehr Freude bzw. befriedigt mich mehr etwas für andere zu tun, weil ich dann das Gefühl habe einen "Nutzen" zu haben. 

Aber ja alles was ihr sagt ist richtig. Ich muss dem ganzen einen Riegel vorschieben. Und Sachen für andere erst dann erledigen, wenn ich meine eigenen Sachen geschafft habe. 

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Markus Jung

Geschrieben

Es kommt meiner Meinung nach auf das Maß an. Es geht gar nicht darum, jetzt nichts mehr für andere zu tun. Gerade wenn das auch dir etwas gibt, du also indirekt damit auch etwas für dich tust. Lediglich schauen (was schon schwer genug ist), dass es nicht zu viel wird und insgesamt alles passt, so dass du in der Balance bleibst.

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Abilifly

Geschrieben

ich glaube damit es ein vertretbares Maß wäre, dürfte ich nur noch 10% der Sachen machen, die ich für andere tue. 

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Markus Jung

Geschrieben

Gleich 90 Prozent weniger zu machen ist sicherlich schwer auf einen Schlag. 10 Prozent weniger zu machen, also zumindest dann und wann mal Nein sagen oder dich nicht anbieten könnte da schon mal ein Anfang sein....

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ich habe die Tage von dem Autor M.Krengel 2 interessante Bücher gelesen wo mit Selbstmanagment und co. schreibt sehr gut. Falls dieser Kommentar unerwünscht gern löschen

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Markus Jung

Geschrieben

Welche Bücher hast du denn gelesen (Empfehlungen sind hier immer willkommen)? - Ich habe vor einiger Zeit sein Buch "Bestnote" (Amazon*) in einem Video vorgestellt:

 

 

* = Affiliate-Link

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Bestnote und Golden Rules das letztere passt halt besser zu dem beschriebenen Problem .

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Markus Jung

Geschrieben

Die Golden Rules habe ich noch nicht gelesen. Fandest du es gut? Ähnlich wie Bestnote?

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Also Bestnote würde ich mir zulegen als Student in ersten Linie oder Schüler .Goldenen Rules unabhängig von Studium um mein Tag mein Jahr oder mein Leben in ein Zeitschema zu sortieren . Wenn man absolut nicht organisiert ist und die unwichtigen Sachen als wichtige Sachen erachtet.

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so was gibt es da in golden Rules

Screenshot_2016-06-22-13-52-12.png

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Abilifly

Geschrieben

Hier ist ja ziemlich viel los in den Kommentaren. Ich habe für mich nun einen Weg gefunden, der sich ganz gut darstellt. Am Klassischen 9 - 5 job orientiert habe ich nun meinen Tag eingeteilt in 8:30-12.00 Uhr. Dann eine Stunde Mittagspause und dann nochmal eine Einheit von 13 bis 16:30.  In der Mittagspause esse ich. Bis jetzt klappt es ganz gut. Aber alles bedarf noch ein wenig Optimierung ;)

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Markus Jung

Geschrieben

Machst du denn innerhalb dieser beiden Blöcke auch Pausen, oder ziehst du die in einem Stück durch?

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Abilifly

Geschrieben

Ich zieh die in einem Stück durch. Pausen brauche ich bei der kurzen Zeit und jetzt wos noch nicht wirklich ans "Eingemachte" geht noch nicht. Wenns mal drum geht ne zusammenfassung mehr oder weniger wörtlich auswendig zu lernen werde ich natürlich Pausen brauchen. Das werf ich aber dann idR sowieso meinen kompletten Plan über Board und die Klausuren bilden dann so den Fokus meines Daseins ;)

Ich hab sogar eher, gerade in Mathe, das Gefühl, dass mir längere Einheiten besser bekämen. Denn ich denke mir oft "uff Zeit schon wieder rum, würd noch gern das Kapitel fertig machen". Oft opfere ich dann auch die Hälfte meiner Mittagspause um noch schnell das Unterkapitel oder so fertig zu bekommen.

Klar zwischen durch gehe ich mir auch mal was zu trinken holen oder mache mir ne Tasse Tee. Aber mehr Pausen gibt es nicht. 

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Abilifly

Geschrieben

Am 22.6.2016 at 13:54 , Firdaws sagte:

so was gibt es da in golden Rules

Screenshot_2016-06-22-13-52-12.png

 

Ach.. das muss ich jetzt unbedingt noch los werden..

Dieser Plan sieht für mich fürchterlich aus. Da ist ja null Freizeit, Luft für Freunde oder ne Beziehung, Hobbies. 

Sieht aus wie für irgendjemand, der nur für die Arbeit lebt. Und zu wenig "Schlaf" ist für mich da auch einkalkuliert bzw. müsste ich dann in dem Block für Freizeit schlafen. Schöne Freizeit :(

Alleine kochen + Essen mit dem Partner nimmt bei uns im Alltag insgesamt durchschnittlich sicherlich 1,5 Stunden ein. Dann hätte ch noch 30 Minuten, die ich auf Fitness, Soziales und Haushalt aufteilen müsste. Ich hab jeden Tag sicherlich mal Minimum 30-60 Minuten an Haushalt und 3x pro Woche 1,5 h Sport, wo auch noch Zeit für Anfahrt und Abreise eingeplant werden muss. Und was mir da auch fehlt. Wo ist die Zeit für Körperhygiene. Klar es ist nicht viel an Zeit, was man da brauch, aber das nimmt ja auch Zeit in Anspruch. 

Also bei dem Plan würde ich wohl nach 2 Wochen zusammenbrechen. 

Da find ich meinen Plan viel angenehmer. "Berufliches/Studium" von 8:30 bis 16:30 mit einer Stunde Mittagspause und danach ist dann Zeit für Kochen und ggf Sport und Bürokratisches mach ich Wochenends bzw. wenn mir abends grad Lust danach ist oder mal schnell in der Mittagspause. Aber viel fällt da nicht an. 

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naja man muss schon planen das geht halt nur wenn man versucht den Tag zu strukturieren ,das ist ein Auszug aus dem Buch steht ja auch drüber . Ja etwas unbequem ist es schon seine Einstellung in gewissen Dingen zu überdenken.

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Firdaws

Geschrieben (bearbeitet)

Es gibt noch den App Timesheet dort trägst du alles ein ,was du über den Tag so machst .Nach ca 3Tagen siehst du Anhand einer Prozent Torte wo mit du die meiste Zeit verbringst. Vielleicht bist du auch schnell abgelenkt von Facebook und Co da hilft während der Lernzeit einfach das Telefon auf Fugmodus  . Nur Beispiele die dir helfen wenn du sie für dich als gut befindest .

bearbeitet von Firdaws

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Abilifly

Geschrieben

Das sollte jetzt keinenfalls als Abwertung oder ähnliches rüber kommen, ich würde nur gerne verstehen, wie man nach einem solchen Plan leben kann? Macht das wirklich Jemand?
Es geht nicht drum, dass es unbequem ist seine Einstellung in gewissen Dingen zu überdenken. Für mich erscheint dieser Plan nur weder für mich noch für Jemand anderen auf Dauer realisierbar. Denn Fitness, Essen mit dem Partner, Soziales in ein Zeitfenster von täglich 3 Stunden zu quetschen erscheint mir einfach unmöglich. Zumindest nicht sobald Essen und Fitness wirklich ne Qualität haben sollen. Klar kann ich schnell 15 Minuten zu nem Video Hampeln, dann mich mit Jemandem verabreden und auf dem Weg dahin mir schnell noch ein Brot reinstopfen. 

Ich hätte einfach gern irgendwie ne konstruktive Erklärung oder so gelesen wie ihr das realisiert, denn ihr haltet ja die Bücher des Autors für brauchbar, also gehe ich davon aus, dass der Plan schon irgendwie seine Berechtigung hat.

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Markus Jung

Geschrieben

Wenn man die einzelnen Arbeitsblöcke eins bis fünf zusammen zählt, kommt man ja in Summe auf weniger als acht Stunden, was einem normalen Arbeitstag entsprechen würde. Und hier scheint es ja um Vollzeit-Studierende zu gehen.

 

Die Aufteilung der Blöcke finde ich allerdings zum Teil auch ungünstig und die Mittagspause mit 45 Minuten viel zu kurz.

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Abilifly

Geschrieben

Mir scheint es eher fast auf einen Arbeitstag ausgeleght, wobei das auch irgendwie seltsam wäre. Denn "Bresprechungen" "etwas mit Kollegen" klären hört sich für mich irgendwie mehr nach Arbeit an. 

Man kommt tatsächlich auf nicht ganz 8 Stunden, was mich doch gerade verwundert hat, denn mir scheint der Tag total vollgepropft.

Mittagpause brauche ich auch immer mindestens eine Stunde, wobei es bei mir praktisch ist, da ich Nachmittags eine leichtere Tätigkeit habe und somit da auch mal noch gerade zu Ende essen kann oder ähnliches. 

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Abilifly

Geschrieben

Generell bin ich auch eher der Mensch der früher anfangen würde, passt bei mir nur nicht, da mein Partner erst um kurz nach 8/viertel nach 8 zur Arbeit fährt und ich würde ich um 8 beginnen ohnehin nur aufgehalten werden würde, weshalb mein "Arbeitstag" erst um 8:30 starten kann. Denn konzentrieren kann ich mich nicht wenn Jemand die ganze Zeit um mich rumwuselt, seine Sachen zusammen packt, sich verabschiedet.

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      Inzwischen ist das Modul Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Die Hausarbeit als Gruppenaufgabe war mehr Aufwand, als ich erwartet hatte. Es ist schon etwas anderes, ob man alleine an etwas arbeitet oder in der Gruppe. Der Abstimmungsfaktor ist natürlich deutlich höher. Wobei wir 3 eigentlich gut zusammengearbeitet habe und es hat wirklich Spaß gemacht. Den Feinschliff gab es am Abgabetag via Skype und Dokumenten-Sharing. Flux noch ausgedruckt, mit Ringbindung versehen und dann ab nach Hameln. Just in time könnte man sagen, es war noch gut eine Stunde Zeit. Es ist kein Meisterwerk geworden, aber zum Bestehen sollte es gereicht haben.
      Den darauf folgenden Tag sollten wir unsere BWL "Online"-Aufgabe abegeben. Handschriftlich auf Papier. Ich wiederhole "Online"-Aufgabe. Ok, ja. Die Aufgabestellung wurde Online im ILIAS veröffentlicht. So gesehen. Na ja , auch das ist erledigt, allerdings auch alles andere als gut geworden - vor allem die Lesbarkeit lässt sicherlich zu Wünschen übrig. Der Feedbackbogen zum Modul (tatsächlich online) wird als Ergebnis sicherlich hervorbringen, dass handschriftliche Lösungen nicht unbedingt eine Freude sind.
       
      2. Modul ist Wirtschaftsmathematik und Statistik. Es zeigt sich, dass es stark abhängig ist vom Dozenten, wie gut die Organisation klappt. Hier kann man absolut nicht meckern. Sehr nette und kompetente Dozentin, die den Stoff hervorragend und unkompliziert erklärt. Einmal wöchentlich findet eine Sprechstunde in Form eines Webinars statt. Wenn keine Fragen sind, geht sie den Stoff schon mal durch. Sie arbeitet direkt handschriftlich auf ihrem Surface, sodass am Ende eine Skript entsteht. Sowohl die Aufzeichnung, als auch das geschriebene Dokument wird sehr zeitnah hochgeladen. Perfekt! Unsere erste, recht zwanglos Onlineaufgabe, hatte sie nach dem Präsenzwochenende (letzte Woche) bereits am Dienstag kontrolliert und wir bekamen unsere Punkte (auf BWL und die Gruppen-Hausarbeit müssen wir noch bis Ende Januar warten). Mathe ist geteilt in Statistik und Wirtschaftsmathematik. Jeweils mit einer Onlineaufgabe (einfache Hausarbeit) und einer 1 stündigen Klausur. Wer wollte, konnte gestern bereits die Statistikklausur schreiben und muss am 07.01. dann nur noch Wirtschaftsmathe machen. Alle anderen schreiben beide Klausuren hintereinander. Gut, eine Woche nach der Präsenz gleich die Arbeit schreiben, ist schon sportlich aber machbar. Hier zeigte sich jedoch ein erster Kritikpunkt. Die Zeit für 5 Aufgaben ware sehr knapp bemessen, wenn die Aufgaben an sich eigentlich einfach waren. Selbst wenn ich mich zu Beginn nicht schon im Taschenrechner vertippt hätte, dadurch nicht extrem nervös und durcheinander gewesen wäre, hätte ich die Aufgaben vielleicht gerade so geschafft. Andere haben nicht alle bearbeiten können. Ich konnte mich zum Glück irgendwann wieder fangen und habe am Ende zu alle Aufgaben etwas geschrieben, aber dadurch schleichen sich natürlich sehr schnell Fehler ein. Ganz zu Schweigen von einem möglichen Nachrrechnen. Einen richtig großen Bock habe ich in der letzten Aufgabe geschossen, bei der ich statt 120 8 jährige Fichten, 128 jährige Fichte gelesen habe und ich dann auf die Suche nach der Anzahl irgdenwann eine theoretische Anzahl hergeleitet habe. Ärgern tue ich mich über die Wahl der falsche Verteilung, Hypergeometrisch war gefodert (eigentlich deutlich erkennbar), aber nein, ich nehmen Binomial. Toll. Mal schauen was das wird, sonst schreiben wir sie halt im Januar noch einmal.
       
      Ein Vergleich mit dem Modul der FernUni Hagen zeigt aber auch hier, dass das Niveau insgesamt geringer ist. Trotzdem meckern einige immer über den Aufwand für das Studium..
    • Markus Jung
      Von Markus Jung in Fernstudium-Infos.de bloggt 6
      So dann und wann reflektiere ich ja auch schon mal über mich selbst und über mein Tun und warum ich (gefühlt) anders arbeite als viele andere. Ich bin weder Angestellter, noch Geschäftsführer eines Unternehmens mit Mitarbeitern, noch digitaler Nomade - und dabei sogar auch schon Ü40 . Ich bezeichne mich entweder als selbstständig, was es so ganz aber auch nicht trifft, da viele Selbstständige für jemanden arbeiten und Aufträge oder Projekte abarbeiten, oder als Einzelunternehmer. Ich habe ein Heimbüro und arbeite dort auch den größten Teil der Zeit, verzichte auf Mitarbeiter und verlagere  ggf. einzelne Dienstleistungen nach außen und habe auch gar nicht das Bedürfnis, immer mehr zu wachsen und immer mehr zu machen, sondern möchte mit dem, was ich tue Bestand haben und ein gutes Auskommen für meine Bedürfnisse. Und verzichte dabei auch auf Fremdfinanzierung durch Kredite oder Investoren und versuche insgesamt die Komplexität überschaubar und die Kosten im Rahmen zu halten. Wichtig ist es mir etwas zu tun, wo ich voll und ganz dahinter stehe und dabei auch nicht streng nach Arbeitsleben und Privatleben zu unterscheiden.
       
      Ein paar mehr von meiner Sorte scheint es wohl doch zu geben, denn es gibt ein Buch dazu mit dem Titel Solepreneur - Alleine schneller am Ziel* von von Ehrenfried Conta Gromberg  und Brigitte Conta Gromberg, die dafür den Begriff "Solepreneur" verwenden, dem ich sonst bisher noch nicht begegnet bin und der auch insgesamt wenig genutzt zu werden scheint und auch mich nur begrenzt anspricht - aber in dem was die Autoren in ihrem Buch beschreiben, finde ich mich gut wieder. 
       
      Es werden fünf Typen und damit verbundene Geschäftskonzepte vorgestellt:
      Produzent > Produkutmodelle Händler > Sortimentsmodelle Experte > Expertenmodelle (baut sein Business um sein Wissen auf) Problemlöser > Servicemodelle Kreative > Erlebnismodelle Ich sehe mich in erster Linie als Experten und Problemlöser an, was auch zu den Beschreibungen dieser Konzepte im Buch passt.
       
      So wirklich viel Neues habe ich durch das Buch eigentlich nicht erfahren, es war mehr eine schöne Bestätigung, dass das was ich mache und wie ich es mache durchaus auch ein Weg ist und ich zwar vielleicht tatsächlich "exotisch", aber zumindest nicht alleine damit bin. Das zeigen auch diese Eindrücke vom Selopreneur Day in Berlin dieses Jahr:
       
      Und es gibt auch eine XING-Gruppe, für dich gerade einen Beitrittsantrag gestellt habe. 
       
      * = Affiliate-Link