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Springer Campus Präsenztag am 10.03.2018 - Teil 1

kurtchen

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Bei Springer Campus sind Präsenztage zugleich auch Prüfungstage. Am Freitag, dem 09.03.2018 gab es drei Slots für schriftliche Prüfungen. Außerdem konnte man am Vormittag auch mündliche Prüfungen ablegen.

 

Ich bin am Freitag angereist, hatte aber keinen Prüfungstermin. Stattdessen hatte ich Gelegenheit vis-a-vis mit dem Professor zu sprechen, der meine Bachelorarbeit betreuen soll. Das erwies sich als ausgesprochen nützlich, weil man in der direkten Kommunikation vieles doch schneller klären kann als per E-Mail. Ein Ergebnis dieses Gespräches ist, dass ich nun auch meine Projektarbeit von ihm betreuen lassen möchte.

 

Die Projektarbeit und die Bachelorarbeit bauen bei mir thematisch nicht aufeinander auf. Deswegen war ich ursprünglich der Ansicht, hier verschiedene Betreuer wählen zu können. Inzwischen ist mir klar geworden, dass die Projektarbeit eine weitere Chance ist, sich mit den Anforderungen wissenschaftlichen Arbeitens in der Informatik vertraut zu machen. Das ist für meine Bachelorarbeit natürlich nützlich und auch weitgehend unabhängig vom jeweils behandelten Thema. Ich hoffe, dass die kontinuierliche Betreuung durch EINEN Professor mir helfen wird, Rückmeldungen und Erfahrungen aus der Projektarbeit für meinen letzten Schritt zu nutzen.

 

Meine Klausur im Modul "Multimedia" hatte ich erst für Samstag, den 10.03.2018 angemeldet. Zwischen 8:30 und 10:30 Uhr war ich fällig. Der eigentliche Präsenztag ging dann nach einer kurzen Kaffeepause um 10:45 Uhr los.

 

10:45 Uhr - Aktuelles für Studierende

 

Frau Kreissig berichtete über neue Entwicklungen und Themen aus dem Studium. Zeitgleich lief nebenan eine Infoveranstaltung über die Studiengänge Web- und Medieninformatik, Wirtschaftsinformatik, Biologie, Chemie und Elektrotechnik. Wie üblich stellte Frau Kreissig zunächst das Team von Springer Campus vor. Anschließend ging es um die Ergebnisse der Umfrage. 160 Studierende wurden befragt. Es gab 36 Rückläufer. Ich gebe nur einige wenige für mich markante Ergebnisse wieder.

 

Als Studienmotivation wurde natürlich die Erlangung des Bachelors besonders häufig genannt. Aber noch häufiger wurde ein Interesse an persönlicher Weiterentwicklung angegeben. Vielleicht unterscheidet sich ja die Studienmotivation von Fernstudierenden, die in der Regel schon eine berufliche Qualifikation haben, an diesem Punkt von Präsenzstudierenden, für die es meist darum geht, einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss zu erlangen.

 

Von den Studierenden geschätzt wurde besonders die organisatorische Betreuung durch das Studienbüro, die festen Ansprechpartner und die inhaltliche Begleitung durch die Tutoren der Module. Auch die hohe Flexibilität im Studiengang wurde postiv bewertet.

 

Kritik gab es an der mangelnden Aktualität einzelner Module. Bei bestimmten Modulen gab es auch den Wunsch nach einem höheren Praxisbezug. Hier sollte man vielleicht im Hinterkopf haben, dass die meisten unserer Studierenden einschlägig beschäftigt sind und somit Theorie im Studium und Praxis im Beruf nebeneinander erleben. Dies ermöglicht womöglich Vergleiche, die typische Studienanfänger an Präsenzhochschulen so nicht ziehen können.

 

Nach einem kurzen Überblick über die Prüfungstermine bis zum nächsten Präsenztag im Sepember 2018 stelle Frau Kreissig neue Dozenten vor. Prof. Dr. Barghorn von der Jade-Hochschule (Wilhelmshaven, Oldenburg, Elsfleth) wird künftig Web-Design betreuen. Dr. habil. Andrea Hermann betreut Softwaretechnik 1 und 2. Prof. Dr. Uwe Schmitz übernimmt Strategisches Management & Controlling. Dieses Modul kann somit  wieder belegt werden. Dr. Hartwig übernimmt Softwaremanagement 1 und 2 sowie Selbst- und Zeitmanagement. Andrea Hermann betreut außerdem als Tutorin Wissenschaftliches Arbeiten.

 

Die Vorbereitungen für die Reakkreditierung der Studiengänge Web- und Medieninformatik sowie Wirtschaftsinformatik laufen. In diesem Zusammenhang dürfen die Studierenden damit rechnen, weitere Fragebogen zu erhalten.

 

Studierende wenden sich besonders häufig mit Fragen zum wissenschaftlichen Arbeiten an das Studienbüro. Aus gutem Grund ist das Modul Wissenschaftliches Arbeiten inzwischen ein Pflichtmodul. Das Studienbüro unterstützt bei der Suche nach Betreuern für die Projekt- und Bachelorarbeit. (Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass diese Vermittlung sehr hilfreich ist. Präsenzstudierende kennen die Professoren aus den Lehrveranstaltungen und haben deshalb vielleicht schon eine Idee, wer sie bei einem bestimmten Thema gut betreuen könnte. Als Fernstudent profitiert man davon, dass die Mitarbeiter des Studienbüros eine Lotsenfunktion übernehmen, denn sie kennen die Professoren vor Ort.)

 

Wer gerne eine Projektarbeit oder seine Bachelorarbeit auf dem Präsenztag präsentieren möchte, ist eingeladen, sich an das Studienbüro zu wenden. (In diesem Zusammenhang erinnere ich mich gerne an die Präsentation einer Bachelorarbeit auf dem letzten Präsenztag, aus der ich für mich viel mitgenommen habe. Ich finde es ungemein nützlich, etwas über die Erfahrungen von Studierenden zu lernen, die einen Schritt weiter sind als man selbst.)

 

Gesellschaftliches Engagement im Fernstudium

 

Ein besonderer inhaltlicher Schwerpunkt an diesem Präsenztag war das Thema "Gesellschaftliches Engagement". Laut Frau Kreissig kommt dieses Thema in Fernstudiengängen oft zu kurz. Präsenzunis bieten ihren Studierenden viele Möglichkeiten, sich außerhalb ihres eigenen Studienganges zu engagieren. Neben Veranstaltungen des Studium generale, die den engen Horizont des eigenen Studienfachs erweitern und ergänzen sollen, gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich in der studentischen Selbstverwaltung und in studentischen Gruppen zu engagieren. Dies trägt einerseits dazu bei, das eigene Qualifikationsprofil um soziale, organisatorische und kommunikative Kompetenzen zu ergänzen. Aber unabhängig von diesem qualifizierenden Aspekt ist gesellschaftliches Engagement per se wünschenswert, auch für Fernstudierende.

Frau Kreissig stellte als Beispiel einige Projekte und Initiativen vor, die der Springer Verlag unterstützt. Diese sind zum Teil regional (z.B. am Standort Heidelberg), zum Teil international. Wer sich dafür interessiert, findet nähere Informationen auf der Springer Homepage. Darum überspringe ich diesen Teil hier.

 

Interessanter und für mich als Fernstudierenden konkreter fand ich die Frage, was für Möglichkeiten Fernstudierende selbst haben, sich neben Studium und Beruf gesellschaftlich zu engagieren. Ein bisschen skeptisch war ich schon, denn viel zeitlichen Spielraum sehe ich durch die Doppelbelastung von Beruf und Studium eigentlich nicht mehr. Frau Kreissig hat jedoch einige Möglichkeiten vorgestellt, die z.T. sogar einen gewissen Bezug zur Lebenssituation Studium haben. Ein paar möchte ich hier wiedergeben:

 

  1. Projekt- und Bachelorarbeit: Man könnte seine Projekt- oder Bachelorarbeit nicht in einem Unternehmen sondern in einer Non-Profit-Einrichtung oder einem sozial oder gesellschaftlich relevanten Bereich machen. (Hier fühle ich mich an den Studiengang Sozialinformatik der Hochschule Fulda erinnert, für den ich mich ja ursprünglich einmal interessiert hatte. Dort gehört zum Curriculum ein Softwareprojekt im sozialen Bereich. Die Idee finde ich zumindest nachdenkenswert, denn eine Projekt- und Bachelorarbeit muss man ja ohnehin schreiben.)
  2. Citizen Science: Viele wissenschaftliche Disziplinen profitieren von der ehrenamtlichen Mitwirkung von Laien. Ein Beispiel ist die Astronomie. Nach einer kurzen Online-Schulung können interessierte Laien etwa helfen, Hubble-Aufnahmen zu kategorisieren, die bislang noch nicht von Algorithmen ausgewertet werden können. (Auch in der Biologie ist man - etwa für Zwecke des Artenschutzes - stark auf ehrenamtliche Naturbeobachter angewiesen.) Interessant finde ich hier den Wissenschaftsbezug des Engagements.
  3. Social Hackathons: Hier treffen sich ehrenamtliche Programmierer, um in einem begrenzten Zeitrahmen für ein soziales Projekt eine digitale Lösung zu programmieren, etwa eine Web-Anwendung oder eine Homepage. Das hat einen klaren Bezug zum Informatik-Studium und ist eventuell sogar eine Empfehlung für künftige Arbeitgeber.

 

Neben diesen Möglichkeiten mit Studienbezug stellte Frau Kreissig auch einige eher allgemeine Möglichkeiten vor, sich neben Studium und Beruf gesellschaftlich zu engagieren. Ich möchte hier nur eine Möglichkeit wiedergeben, die wenig Zeit erfordert und potentiell lebensrettend sein kann. Wer alle zwei Jahre eine achtstündige Weiterbildung in Erster Hilfe besucht, kann sich am eigenen Arbeitsplatz als Ersthelfer zur Verfügung stellen. Unternehmen müssen ohnehin Ersthelfer ausbilden und benennen. Weil Mitarbeiter nicht nur am Arbeitsplatz sondern auch in öffentlichen und privaten Räumen unterwegs sind, profitieren indirekt auch Familien und die Gesellschaft davon, dass Menschen mit Kenntnissen in Erster Hilfe in der Nähe sind.

 

Den Abschluss des Vortrags bildete eine Verlosung eines Buches über KI.

 

Soviel zum Abschnitt "Aktuelles für Studierende". In einem meiner nächsten Beiträge möchte ich über den Vortrag "Big Data" von Prof. Dr. Uwe Schmitz berichten. Er betreut im Fernstudiengang das Modul "Strategisches Management & Controlling".



3 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Vielen Dank für diesen erneut sehr ausführlichen Bericht.

 

Ich denke auch, dass es von Vorteil ist, die Projektarbeit und die Bachelorarbeit wenn möglich beim gleichen Betreuer zu schreiben. Selbst wenn inhaltlich andere Themen behandelt werden, so lernst du ja dennoch schon die Anforderungen des Betreuers kennen und kannst aus seinem Feedback ableiten, worauf er besonderen Wert legt.

 

Zitat

160 Studierende wurden befragt. Es gab 36 Rückläufer. 

 

Wurde die Rücklauf-Quote bewertet? Mir erscheint sie jetzt erstmal relativ gering - ich habe aber spontan keinen Vergleich, wie das bei ähnlichen Befragungen anderer Anbieter aussieht.

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Sie wurde positiv bewertet. Was mich überrascht hat. 36 von 160 kommt mir nicht viel vor.

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