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Ein Jahr dabei und bereits nicht mehr im Plan

Matthias2021

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Nachdem ich nun beinahe ein Jahr nichts mehr von mir hören lassen habe, möchte ich gern etwas zum aktuellen Stand und meinen bisherigen Erfahrungen schreiben.

Wie der Titel schon verrät, bin ich nicht ganz im Zeitplan. Ich könnte jetzt von den häufig bemühten Widrigkeiten des Lebens schreiben oder den immer umfangreicheren Aufgaben und den Auslandstätigkeiten im Job, eigenartige Motivationstiefs oder den Zweifeln sich vielleicht nicht im richtigen Studiengang eingeschrieben zu haben, alles würde irgendwie zutreffen aber dafür ist dieser Blog nicht gedacht. Ich schreibe lieber über positives. 🙂

Nachdem ich letzten Sommer ziemlich erfolgreich gestartet war, mit einem Schnitt von 1,75 nach 4 Prüfungen besser als gedacht abschnitt, kam der Hänger im Winter. Ich habe zwar immer wieder gelernt, es aber nicht zur Prüfung geschafft bzw. fühlte ich mich nie so richtig vorbereitet. Der gute Schnitt setzte mich unter Druck, den wollte ich nun halten. So passierte es, dass ich mich auf alle angemeldeten Module vorbereitete, die Prüfungszulassungen erwarb, dennoch die Prüfungen nicht ablegte. Ich fand für jedes Modul ausreden, was ich denn noch alles lernen müsste und welche Aufgaben nochmals zu rechnen wären, welche Lektionen noch nicht zu 100% klar waren usw. 🙄

Für mich ziemlich ungewöhnlich und eine neue Erfahrung, da ich vom Typ her eher der Motivator bin, der andere mitreißt und den selbst nichts aus der Ruhe bringen oder verunsichern kann. Ende Februar, als ich bereits 5 Module abgearbeitet hatte ohne jedoch die Prüfungen zu absolvieren, meldete ich mich nach (sehr) langem hin und her, einfach verbindlich für eine Prüfung an (Ökonomie & Markt). Fuhr eine Woche später ins Prüfungszentrum und absolvierte diese mit Bravour, war aber auch wirklich einfach. Damit hatte ich aber erst 5 von planmäßig 9 Prüfungen hinter mir.

Im März folgten dann die nächsten zwei, im April nahm ich dann eine Woche Urlaub um mich für eine weitere Prüfung (nochmals) vorzubereiten. Nun war ich bereits bei 8 von 10, das motivierte mich wieder.

Auch wenn im Mai kaum Zeit war, weil ich ja unbedingt zwischendurch noch meinen Bootsführerschein machen musste, weil ein Geschenk von Freunden und Familie, :51_scream: schaffte ich dann mit zwei weiteren Wochen Urlaub im Juni, zwei weitere Prüfungen. Davon ist ein Ergebnis noch ausstehend. Sodass ich nun bei 10 von 12 abgeschlossenen Modulen bin. Heute und morgen bereite ich mich auf eine weitere Prüfung vor, welche ich dann am Wochenende absolvieren werde. Damit hätte ich dann 11 Prüfungen geschafft, mit 12 würde ich im Plan liegen bzw. müsste ich eigentlich bereits am 13. Modul arbeiten. Aber es geht wieder voran. Ich denke, dass ich bis Dezember planmäßig die 90 CP geschafft haben werde. Sofern eine Hausarbeit dabei ist, welche über wissenschaftliches Arbeiten und Selbstmanagement mit 10 CP noch auf mich wartet. Diese werde ich im Winter schreiben, wenn man weder Motorrad oder Boot fährt, mit Freunden und Familie grillt oder gemeinsam WM schaut, die Hunde auch keine Lust haben sich lange draußen aufzuhalten, keine Gartenarbeit ansteht, kein Zaun gestrichen werden muss und es auch sonst eher ruhig ist. Irgendwie freue ich mich auf den Winter.

:35_thinking: :thumbup:

Nun zu meinen bisherigen Erfahrungen mit Hochschule und Studiengang.

An die Online-Prüfungen habe ich mich nun mittlerweile gewöhnt. So langsam traue ich mich, auch mal den Kopf zu drehen, zu Blinzeln und sogar zu atmen. Nein ganz so schlimm ist es natürlich nicht, aber es fühlt sich eben anders an, wenn man das Gefühl hat ständig beobachtet zu werden und man dem Proctor keinen Anlass zur Spekulation und Interpretation geben will, dass er die Prüfung möglicherweise abbricht. Vor allem musste ich mir mein - vor-mich-hin-murmeln - abgewöhnen, da dies absolut untersagt ist. :unsure: Im Prüfungszentrum kann man dagegen beinahe machen was man will. Ob mein Nachbar nun die ganze Zeit sein Smartphone bemüht, ein anderer schräg vor mir auf seiner Apple Watch rumspielt oder ein Dritter sogar ganze Lösungsblätter dabei hatte, war für die Aufsichtsperson nicht zu sehen und hat diese meines Erachtens auch nicht wirklich interessiert. Ich denke gerade deshalb, sind die Online-Prüfungen sogar um einiges sicherer. Wie will man denn da auch betrügen? Wenn man (gefühlt) die ganze Zeit von der Seite angestarrt wird und der Proctor bei jedem noch so kleinen Geräusch genauer hinschaut und auch mal verlangt, dass man das Schmierblatt welches man gerade beschreibt in die Kamera hält. Der Vorteil ist, man kann sich zu jeder Tages- oder Nachtzeit anmelden und innerhalb von 20 Minuten seine Prüfung starten. Diese Flexibilität kann aber gleichzeitig auch ein Nachteil sein, weil man sich dann eben auch dabei erwischt, wie man die Prüfung ein ums andere Mal verschiebt. Bei verbindlichen Prüfungsterminen geht dies eben nicht.

Mit der IUBH hatte ich bisher wenig Kontakt, weil einfach nicht notwendig. Als ich einmal ein Problem hatte, wurde mir sehr schnell geholfen. Auch meine Anfragen wurden schnell und kompetent beantwortet. Die Tutoren sind so unterschiedlich, wie es verschiedene Menschen eben sein können. Qualitativ kann ich mich nicht beschweren, jeder hat eben seinen eigenen Stil. Ich möchte mir hier nicht anmaßen, diese im Einzelnen zu bewerten. Natürlich muss man bei dem ein oder anderen, bei der Aufzeichnung immer wieder zurückspringen um dessen Gedankensprünge nachzuvollziehen, aber alles halb so wild. Weil dies gerade auch für die Prüfungsfragen gelten kann, empfehle ich jedem, sich die Aufzeichnungen zu den Live-Tutorien anzusehen. Man bekommt dadurch ein besseres Gefühl für die jeweiligen Fragestellungen. Das kann viel Zeit sparen, wenn man die Fragen eben nicht 5-mal lesen muss, um den Sinn dahinter zu verstehen. Klingt komisch, ist aber tatsächlich so. 

Zeit ist auch so ein Faktor bei den Online-Prüfungen. Man fühlt sich etwas mehr unter Druck gesetzt, weil man ständig die Zeit ablaufen sieht. Dennoch kann man sich aufgrund der Ruhe, schnell in komplexen Aufgaben verlieren, um dann beim Blick auf den Timer zu erschrecken und in Panik zu verfallen. Aber auch hier habe ich es mittlerweile raus, wie ich damit umgehen muss. Generell ist die Zeit bei manchen Modulprüfungen einfach zu knapp bemessen. BWL I & II zum Beispiel, hier hätte ich gern noch mehr geschrieben, die Zeit war für die 22 Fragen aber einfach zu knapp. Die Falle bei diesen Modulen mit Einführung und Vertiefung ist, dass man bereits mittendrin offene Fragen zum 1. Teil, der Einführung hat, wenn man sich dann zu lange an diesen aufhält, kaum noch Zeit für die des 2. Teils, der Vertiefung bleibt. Aber am Ende ist alles ist gutgegangen, man muss halt schneller tippen.

Das abarbeiten mit Maus und Tastatur sehe ich ebenfalls als Vorteil bei den Online-Prüfungen. Wenn man beides sowieso täglich im Beruf nutzt, schreibt man bei der Prüfung flüssiger, man überlegt weniger wie wohl etwas geschrieben wird, es geht generell leichter von der Hand. Gerade wenn man merkt, dass man zum besseren Verständnis der Zusammenhänge besser irgendwo noch zusätzlich ein Wort oder einen Satz einfügen sollte, kann man dies einfach dazwischen schreiben. Ist auf dem Prüfungsbogen mit der Hand schwierig und unsauber, wirkt zudem schnell unübersichtlich. Auch das Korrekturlesen am Ende geht so leichter, schnell ist ein Wort geändert oder eben eingefügt. Gerade wenn man im Nachgang merkt, dass man möglicherweise etwas am Thema bzw. der Frage vorbeigeschrieben hat, lässt es sich so leichter korrigieren.

Alles in allem lässt sich sagen, ich bin mittlerweile ein großer Fan der Online-Prüfungen.  

:thumbup:

Ich werde mich nun mal durch die vielen neuen und alten Blogs und Themen lesen, meinen Senf dazu geben und dann weiter lernen. 😉

Vielen Dank für Euer Interesse und Eure Aufmerksamkeit.

:thumbup1:


4 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Dann hast du doch bis dato schon wieder sehr gut aufgeholt. Ich bewundere dich, dass du 5 oder mehr Module gelernt hast & nicht eines mit der Klausur in der Zwischenzeit abgeschlossen hast. Mein Kopf würde platzen, wenn ich hinterher durch alle Schubladen gehen müsste, um das relevante Wissen wieder hervorzuholen.

toi toi für die weiteren Klausuren :smile:

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Danke @Katze87. :thumbup1: Genau aus diesem Grund brauchte ich dann vor den jeweiligen Prüfungen Urlaub, um mich wieder reinzuarbeiten. Mache ich aber nie wieder, hat mich viel Zeit und echt Nerven gekostet.

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In einem Jahr 10 Module weg zu schaffen, ist doch ziemlich ordentlich?!

 

Ansonsten finde ich die Flexibilität der Online Prüfungen eben gerade wegen dem Schieben gut. Je nach Alltag kann der Druck bei fixen Terminen schlichtweg zu hoch werden, weil zu viel Stoff. Aber das werde ich mal in einem eigenen Blog Eintrag ausführen 😉 .

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Grundsätzlich sind 10 Module ordentlich, ich war allerdings mit einem anderen Anspruch gestartet und hatte mir aufgrund meiner Vorbildung tatsächlich eingebildet, schneller durch sein zu können. Aber wie sagt man so schön, "Einbildung ist auch eine Bildung, bei manchen sogar die Einzige". :rolleyes:

 

Ja, die Flexibilität der Online-Prüfungen ist super, aber dieser Vorteil hat eben auch seinen Preis. Weil man selbst gesteckte Ziele immer wieder problemlos verschieben kann, wie ich es eben Monate lang getan habe. Da benötigt man schon eine Menge Disziplin. 😉

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