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Wow, jetzt bin ich ne echte Studentin....

monika83

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Mein Weg zum Studium brauchte einen längeren Anlauf. Ich liebäugelte schon recht lange mit dem Gedanken, mich in Richtung Informatik weiterzubilden. Weil mich das Thema einfach anmacht... Private als auch berufliche Interessen ließen mich immer wieder in dieses Umfeld stolpern.

 

Die Suche nach dem passenden Bildungsträger dauerte wirklich lange. Gefühlt mehrere Jahre. Oft verschlug es mich dabei zu den Angeboten der klassischen Fernstudien-Anbieter. Ich schwankte dort immer zwischen Wirtschaftsinformatik, Medieninformatik und Informatik. Aber mich hielten zwei Dinge davon ab: Einmal die Tatsache dass die Studiengänge dort nicht gerade günstig sind und zum Anderen die Geschichte mit dem Abschluss. Zwei oder drei Jahre lang lernen, Einsendeaufgaben schreiben und dann aber keinen akademischen Abschluss zu haben hat mich irgendwie nicht so wirklich überzeugt.

 

Also ging die Suche weiter, verschiedenste Fern-Unis habe ich recherchiert und deren Angebote abgeklappert. Wichtiges Kriterium war dabei die Entfernung zum Prüfungszentrum. Egal zu welchem Prüfungszentrum ich gefahren wäre, die Anreise hätte jeweils rund eineinalb Stunden gedauert. Warum war mir das so wichtig? Nun muss ich etwas ausholen: Ich oute mich an dieser Stelle als überzeugte Still-Mutter. Meine Kinder haben konsequent die Flasche verweigert bzw. tun dies noch. Folge für mich: Ich kann nicht länger als drei Stunden aus dem Haus, dann hat nämlich mein Baby wieder Hunger. Jedes Mal Kind inkl. Babysitter mit zur Klausur zu schleppen um es davor und danach stillen zu können ist auch irgendwie blöd. Und auch wenn die Kinder dann irgendwann mal aus dem Gröbsten sind, widerstrebt es mir einfach innerlich, mit Hin- und Rückweg drei Stunden auf der Straße Zeit zu vergeuden. Außerdem wollte ich die Phase von Mutterschutz und Elternzeit optimal nutzen und sofort beginnen. Wann würde ich jemals wieder so viel Zeit haben...  Lange Rede kurzer Sinn: Ausschlaggebend für die IUBH war letztendlich die Möglichkeit der Online-Klausuren, da ich mir so unheimlich viel Lebenszeit sparen konnte und ich weniger Babysitting-Aufwand rund um meine Kinder hatte.

 

Angemeldet zum kostenlosten Probe-Studium habe ich mich im September 2017, einen Monat vor der Geburt meiner zweiten Tochter. Parallel lief zu diesem Zeitpunkt bereits ein Bewerbungsverfahren für ein Stipendium der sbb Begabtenförderung. Auch mit der Anrechnung meiner Vorleistungen schlägt ein Studium in der 72-Monats-Variante noch ordentlich zu Buche. Sicher, es ist kein Vermögen aber natürlich überlegt man sich schon, ob man sich diesen Aufwand wirklich antut. Vor allem bei meiner Ausgangslage: Ich studiere ja nur zum Spaß und nicht weil ich muss...

 

Oktober 2017: Der erste Probemonat war fast vorbei, mein Kind inzwischen einen Tag auf der Welt. Ich schlug mich gerade mit der Hausarbeit zu Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten und  dem Skript zu Mathematik I herum. Die Freude über das Baby war groß, genauso der Demut vor diesen beiden Fächern. Bis dato war ich immer eine gute Schülerin. Ich hatte nie Probleme mit dem Lernen bzw. musste auch keinen großen Aufwand betreiben um gute Leistungen zu erreichen. Und plötzlich habe ich da eine Hausarbeit vor mir, die mich irgendwie so rein gar nicht anmacht und ein Skript, in dem ich noch ziemlich viele Fragezeichen vor mir sehe. Ich weiß nicht wie die Geschichte weiter gegangen wäre, hätte ich nicht genau in diesen Tagen Post von der sbb im Briefkasten gehabt.... Ich habe das Stipendium bekommen. Wow, das hatte mich ziemlich geflashed. Die Zusage zum Stipendium war für mich in diesem Moment nochmal ein Wink des Schicksals, den ich gebraucht hatte: "Jammer nicht so, zieh Dein Studium durch!". 

 



3 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Schön, dass du dich jetzt für einen Blog entschieden hast 🙂. Was war denn für dich der Auslöser?

 

Ich habe dich gleich mal ins Verzeichnis der Blogger zur IUBH mit aufgenommen:

 

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vor 3 Stunden, Markus Jung schrieb:

Schön, dass du dich jetzt für einen Blog entschieden hast 🙂. Was war denn für dich der Auslöser?

 

 

Mich motivieren zwei Dinge für den Blog. Der Erste ist ganz unromantischer Natur. An dem Abend, als ich mit dem Blog begann, wollte ich mich irgendwie um das Lernen drücken aber trotzem etwas vernünftiges tun, das halbwegs mit meinem Studium zu tun hat :) Ein Blog ist ja auch eine Art Tagebuch für mich selbst und jetzt, wo es raus ist, ist der Ansport doch recht groß am Ball zu bleiben und das Ding durchzuziehen.

Außerdem lese ich selbst unheimlich gerne in Blogs und Erfahrungsberichten anderer Studierender der IUBH. Mich motiviert das total. Zum Einen die persönlichen Hintergründe welche die Blogger zu ihrem Studium kommen ließen und wie sie den Spagat zwischen Studium, Arbeit und Privatleben schaffen. Aber auch die Erfahrungen mit den verschiedenen Modulen des Studiums. Vor allem, wenn ich dise Module selbst noch nicht absolviert habe ist es interessant, sich so schon mal mental drauf einzustellen.

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Beides sehr gute Gründe 👍🙂.

 

Ich denke auch, dass so ein Lern-Tagebuch für einen selbst und für andere sehr motivierend sein kann. Schon durch das schreiben selbst, dann aber auch noch verstärkend durch das Feedback.

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