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impeta

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Grundpraktikum, theoretische Informatik, und, und, und


impeta

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Seit einem halten Jahr habe ich nichts mehr gepostet, weil ich mit Studium und Fachschaft arg, arg viel zu tun hatte. Jetzt schlägt mein schlechtes Gewissen aber doch zu laut und ich will berichten, wie es weitergegangen ist.

 

Zuerst zum Studium:

Die Klausuren letzten Sommer habe ich alle bestanden und damit war der Weg frei ins Grundpraktikum.Da ich vorher noch nie programmiert hatte, habe ich das Bootcamp mit gemacht, das Seminar, das die Fachschaft anbietet, um vor dem Grundpraktikum zu üben. Das war Gold wert! Ich war erst mal fassungslos, als ich die Aufgabenstellung dort gesehen habe, und hatte keine Idee, wie man das angehen könnte. Schritt für Schritt hat uns der Dozent dann geführt und am Ende des Wochenendes konnten wir das zu erstellende Spiel tatsächlich spielen.

Trotzdem hätte ich mein Studium fast hingeschmissen, als ich kurz danach am 1.10. die Aufgabe für das Programmierpraktikum bekommen habe: wie hatten ein Spiel zu programmieren (Hashiwokakero -  falls es jemand interessiert), mit Benutzeroberfläche, mit Speichern der Daten, mit der gesamten Logik. Wir bekamen ein 36seitiges Pflichtenheft und es gab ein Forum, in dem wir grundsätzliche Fragen stellen konnten. Sonst nichts. Doch, sorry, einen Abgabetermin gab es auch: 6.1. Hätte ich nicht einen ganz lieben Bekannten, der mir versprochen hat, dass ich ihn mit Fragen löchern darf, wenn ich nicht mehr weiterweiß, wäre an diesem Punkt für mich Ende gewesen. Dieser Bekannte hat mich dann regelmäßig mit Links versorgt, in denen sehr hilfreiche Infos für die nächsten Schritte steckten, und mir hin und wieder über die Schulter geschaut und mir erklärt, warum das, was ich grade versuche, keine gute Idee ist. So kam am Ende doch ein brauchbares Programm heraus. Aber wie viele Nerven mich das gekostet hat, kann ich gar nicht mehr zählen. Hätte ich nicht schon graue Haare gehabt, spätestens jetzt hätte ich sie!

Vorher hatte ich es nicht geglaubt, aber mittlerweile gebe ich den Warnern Recht, die sagen, dass man sich in dem Semester mit dem Grundpraktikum keinen anderen Kurs vornehmen sollte. Belegt hatte ich schon noch etwas, aber das landete sofort im Schrank auf dem Stapel der unbearbeiteten Kurse, die auf langweiligere Zeiten warten.

 

Ab dem 7.1. tauchte ich langsam wieder auf und stellte fest, dass meine Lerngruppe in Skype für theoretische Informatik, die mich das Jahr davon begleitet hatte, immer noch existierte und sogar sehr lebendig war. Eigentlich hatte ich mir ja für das Frühjahr diese Prüfung vorgenommen, ich hatte im Semester wiederholen wollen, aber auch dazu hatte die Zeit nicht gereicht. Praktischerweise war die Lerngruppe grade an einem Punkt, an dem ein neues Thema anfing und ich wieder einsteigen konnte. In dem Thema war ich erstaunlich schnell wieder drin und konnte mitdiskutieren. Zwei der Mitstudenten aus der Gruppe hatten die Klausur Anfang Februar angepeilt, deshalb wurde nach diesem Thema in der Gruppe der gesamte Kurs wiederholt und wir haben uns immer öfter in der Woche telefonierend getroffen. Offensichtlich hatte ich den Stoff im Jahr davor doch schon recht gut erarbeitet (auch wenn ich einiges noch nicht verstanden hatte), so dass ich munter mitdiskutiert habe und mich sogar geärgert habe, dass ich mich nicht zur Klausur angemeldet hatte, weil mir vier Wochen zwischen Praktikumsabgabe und theoretischer Klausur zu kurz waren. "Das schaffe ich nie" war mein Gedanke vorher - "das hätte gereicht" war der Gedanke kurz vor der Klausur, aber da war die Anmeldung lange vorbei. Eigentlich wollte ich ja ohnehin in die mündliche Prüfung gehen (früher war die Prüfung mündlich, jetzt ist sie schriftlich, ich hatte als "Altfall" die Wahl). Kurzentschlossen habe ich dann Mitte Februar angerufen, wann der nächste freie Prüfungstermin mündlich ist. "Mitte April" - bähhh, das passt mir gar nicht, da läuft da neue Semester schon. Wenn ich die ersten Wochen noch auf die Prüfung lerne, verpasse ich den Anfang und das Semester ist hinüber. Das geht doch auch anders: Ich habe gefragt, ob ich einen früheren Termin bekommen kann, falls jemand absagt. Weniger Tage später kam schon die Mail, dass jetzt Mitte März ein Termin frei ist. Der lag zwar nur 4 Tage vor der Abschlussprüfung des Grundpraktikums (dazu später mehr), aber gut, Augen zu und durch!

Ergebnis: die Prüfung hat Spaß gemacht und ich hab mir nur durch meine Nervosität die optimale Note vermasselt. aber auch so bin ich sehr zufrieden. In der Lerngruppe bin ich immer noch und helfe jetzt denen, die als nächste dran sind. Ich hätte nie gedacht, dass ausgerechnet theoretische Informatik Spaß machen könnte!

 

Nur vier Tage später war die Abschlussprüfung zum Grundpraktikum. Das ist eine Präsenzveranstaltung in Hagen, bei der wir vor Ort eine zusätzliche Funktionalität nachprogrammieren mussten. Die Hälfte von uns war am Freitag dran, ich hatte zum Glück den Samstag erwischt und damit einen Tag mehr zum Durchatmen. 

Die Aufgabe sah zunächst nicht besonders schwierig aus und ich war recht schnell fertig. Aber dann kams: der erste Testfall lief nicht und der Betreuer schmunzelte: das sei eine Ausnahme, die aber in diesem Fall schon erlaubt sein solle, ich solle das entsprechend ändern. Dumm nur, dass ich die Prüfung auf diese Ausnahme ganz tief unten im Programm verankert hatte und dafür einen sehr sehr unschönen "dirty fix" basteln musste. Wie das geht, wusste ich wohl, aber bei dem Vorgehen war mir mehr als unwohl. Das hat er anscheinend als "das kann sie nicht" interpretiert, denn während ich noch dran gebastelt habe, wurde eine Anforderung verändert (obwohl die ersten schon abgegeben hatten und gegangen waren). Auf einmal musste etwas, von dem am Anfang gesagt wurde, dass wir es ignorieren dürfen, doch berücksichtigt werden. Damit klappte mein ganzer Algorithmus nicht mehr. Am Ende hat mir einer der anderen Betreuer einen Stupps gegeben, alles so umzubauen, wie ich vorher schon überlegt hatte, aber verworfen hatte, weil auch das eine sehr unschöne Lösung war. Na ja, ich hab den Schein am Ende bekommen, aber ich fand das Ganze sehr unbefriedigend.

 

Danach hatte ich sage und schreibe zwei Wochen Semesterferien. Gegönnt habe ich mir aber nur ein freies Wochenende und dann gleich wieder mit den Unterlagen für das Sommersemester angefangen, weil ich im Sommer einige private Termine habe und daher einen kleinen Vorsprung sehr gut brauchen kann. Dieses Semester versuche ich mich an "Sicherheit im Internet", "Software Engineering" und "Computer-Mensch-Interaktion". Wie diese drei Kurse sind? Das verrate ich im übernächsten Eintrag, sonst wir der Roman hier zu lang. Im nächsten Eintrag gibt´s den Bericht zum Thema "Fachschaft", der wird auch ellenlang.

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2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Das ging ja jetzt schnell mit deinem Update - schön, wieder von dir zu lesen 🙂.

 

War die mündliche Prüfung in theoretischer Informatik vor Ort, oder lief die virtuell?

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Ich habe nicht weit nach Hagen, ich bin in einer knappen Stunde mit dem Auto dort. Nur wenn ich mit der Bahn fahre, sind es leider gut zwei Stunden plus Verspätung, deshalb muss ich wegen der Betreuung meiner Kinder fast immer das Auto nehmen.

Daher kann ich für Prüfungen gut nach Hagen fahren uns sie vor Ort machen. Für Studierende, die eine weite Anreise haben, gibt es die Möglichkeit virtueller Prüfungen.

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