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Wirtschaftsinformatik - Lebenszyklus von IT-Systemen - Inhalte

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Susanne Dieter

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Der erste Teil der Wirtschaftsinformatik im vierten Semester befasst sich mit „Entwicklung, Pflege, Wartung, Weiterentwicklung von betrieblichen Informationssystemen“. Es werden vermittelt bzw. vertieft: Projektblöcke und Meilensteine, Querschnittsaktivitäten, verschiedene Erhebungs- und Erfassungsmethoden, Darstellungs- und Beschreibungsmethoden, Testmethoden, Entscheidungstabellen, ARIS, Data Management Systeme. Vorausgesetzt wurden bereits für das Modul „Einführung in die Wirtschaftsinformatik“: Grundlagen von Hardware und Software, Betriebssystemen, Betriebsarten von Computern, von Zahlensystemen und Codes.

Von ursprünglich 31 Leuten sind übrigens nun laut Professor noch 23 eingeschrieben, ergibt bei den Informatikern also eine Fluktuation von ca. 26%. Eigentlich relativ wenig für eine so lange nebenberufliche Weiterbildung, wenn man es mit den Abbrecherzahlen anderer Institute vergleicht.

Einer der Schwerpunkte bildet wie geschrieben ARIS - das Konzept, das Geschäftsprozessmodell, die Organisations-, Daten-, Funktions-, Steuerungssichten, Leistungsarten etc. Relativ spontan wird entschlossen, dass ein Kommilitone, der das auch in der Praxis einsetzt, einen Vortrag hierüber halten wird.

Er ist sicher einer der wenigen, die in einem so großen Unternehmen arbeiten, das die gelehrten Vorgehensweisen annähernd so einsetzt. In der Praxis wird ja nicht nur stark auf die Kosten geachtet, sondern oft auch nicht so langfristig geplant, z.B. bei Aktiengesellschaften, wo wegen Dividenden oder GF-Boni nur auf den folgenden Jahresabschluss geschaut wird. Ein Student meinte auch sinngemäß: „Wer weiß, ob eine Firma in zehn Jahren überhaupt noch besteht, und ob die GF ein Projekt in Auftrag gibt, das sich erst in ein paar Jahren amortisiert...“

Aber so ist das mit der Theorie und der Praxis, wo kämen sonst Begriffe wie XP (Extreme Programming) her, Qualitätssicherung wird oft nur zwischen Tür und Angel erledigt, auch die zwölf vorgestellten Blöcke und Meilensteine mit x Beteiligten sind wohl in der Form in der Praxis gar nicht so oft in dieser Konstellation anzutreffen.

Es wurde auch wieder Bezug genommen auf die in der Einführung besprochene Fallstudie der Hamburg-Mannheimer-Versicherung - Optimierung der Kundenschnittstelle. Dort wurde eine zentrale Datenbank geschaffen, um alles aus einer Hand für den Kunden erledigen zu können („one face to costumer“). Die fallabschließende, spartenübergreifende Erledigung der Kundenanfragen, Versicherungsanträge oder Schadensmeldungen konnte dann öfter und schneller direkt von einem Bearbeiter im Kundenservicecenter erbracht werden, was Vorteile für Kunden, Unternehmen, Mitarbeiter des Callcenters und des Vertriebs hatte. Zwar gibt es wie überall auch Nachteile, aber das würde hier den Rahmen sprengen.

Im fünften und sechsten Semester bekommen alle Gruppen die gleiche Aufgabe, mit vorgegebenen Budgets zwei Projekte durchzuführen. Abgeschlossen werden diese mit Präsentationen und Diskussion, da es auch Abweichungen von den Vorgaben, die nicht als endgültige Lösungen gelten sollen, geben kann. Ein Student erwähnte beispielsweise, dass in seiner Firma auch Previews gemacht werden. Ein weiterer fragte, ob man fiktive externe Firmen engagieren kann oder was wäre, wenn man einen Sozialplan beachten müsse bei Wegfall von Arbeitsplätzen oder Versetzungen innerhalb der Firma.

Beim Thema Data Management Systeme (DDS) merkte ich, dass ich nicht die Einzige war, die mit dem Begriff zunächst nichts anzufangen wusste, eher schon mit alternativen Ausdrücken wie Repository. Als ich die Folien das erste Mal las, musste ich auch erst das Internet befragen.

Vor den Projekten werden wir uns wohl in den Informatik-Vorlesungen noch genug mit den Themen Datenbanken, SQL, Java, XML, UML, Systemsoftware beschäftigen - da bin ich mal gespannt...

Susanne-spezifisch:

In der Pause hatte ich noch eine kleine Diskussion mit dem Professor, der meinte, dass die ARIS-Software nicht so einfach sei, und ich meinte, das Problem sei wohl eher die Kopfarbeit. Wenn ich die Organisations-, Funktions- und Datenflüsse im Kopf habe, könne es doch nicht so schwer sein, diese dann auch in den Rechner einzugeben. - Ich reagiere aber auch etwas allergisch auf „macht ja alles der PC“, da ich schon mitbekommen habe, dass Mitarbeiter ohne Schulung an den PC gesetzt wurden mit den Worten „funktioniert wie eine Schreibmaschine“. Und dann wundern sich die Mitarbeiter der EDV-Abteilung, u.a.. auch Mitstudenten an der VWA, warum diese Sachbearbeiter dann bei einem verschobenen Tabulator, einer anderen Icon-Farbe oder manuellen Seitenumbrüchen schon Probleme haben - ganz zu reden von Sekretärinnen, die ohne Buchhaltungskenntnisse zur Erledigung der FiBu verpflichtet werden, „macht ja alles der Rechner“. Der Professor und ich „einigten“ uns darauf, dass der Computer nur so schlau wie die Menschen ist. (Es gibt ja auch den Spruch: „Das Problem sitzt 80 cm vor dem Monitor.“)

Als der Dozent dann meinte, ich sei wohl sehr wissbegierig, dass ich ARIS Express schon downgeloaded und angeschaut hätte, sagte ich, dass ich nach dem gefühlten „Vortrag“ in der letzten Vorlesung bzgl. Probleme im Projekt bei uns zwei nicht in der IT tätigen Studenten nicht unvorbereitet kommen wollte. Am Anfang dachte ich noch: Soll sich nicht so anstellen, ich habe schließlich 15 Punkte geschrieben. Aber er hat ja auch von SQL, UML, Programmierung von graphischen User-Interfaces gesprochen – Begriffe, die ich zwar kenne, mit denen ich allerdings noch keine praktische Erfahrung habe. Auch erwähnte ich, dass ich zwar beruflich nichts mit IT zu tun habe, aber durch privates Interesse z.B. an Linux und kleinen Programmier-Versuchen den Wunsch verspürte, mich mehr mit Informatik zu beschäftigen, so dass ich mich zum VWA-Studium anmeldete. Nicht laut gesagt habe ich, dass sicher auch Kommilitonen, die als Quereinsteiger in der IT tätig sind, einiges nachzuholen haben.


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