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Wieder mehr Studium trotz weiterhin viel Arbeit


Nadja_studiert_Informatik

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Ich befinde mich nun mitten im fünften Semester und das mit dem Studieren neben dem Job klappt wesentlich besser, aber immer noch nicht gut. Ich befinde mich zumindest noch in meinem neuen Zeitplan.

 

Ich habe mich zu Beginn des Semesters dem Modul IT-Projektmanagement angenommen. Da ich Fortbildungen in dem Bereich auf Arbeit mache, dachte ich, dass es gut passt. Tatsächlich haben mich die Gemeinsamkeiten und dann wiederum Unterschiede jedoch mehr verwirrt als dass es geholfen hat. Aber egal, das Modul ist bestanden. Und jetzt im Nachhinein finde ich die beiden Perspektiven tatsächlich sehr interessant und ich profitiere in meinem Job von dem Modul.

 

Den ersten Teil von IT-Service-Management konnte ich mir anrechnen lassen, da ich gerade über meinen Arbeitgeber ein ITIL-Zertifikat gemacht habe. Ich bin sehr froh, für die Zertifikat-Prüfung anstatt für die IU-Klausur gelernt zu haben, denn unsere ITIL-Schulung für die Arbeit war extrem gut und aktuell. Das Skript kann da bei weitem nicht mithalten und es wäre reine Folter, es auswendig lernen zu müssen.

Der Projektbericht zu IT-Servicemanagement müsste mit meinem Wissen schnell geschrieben sein, sodass ich den zweiten Teil auch schnell abhaken kann. Ich brauche nur mal über ein paar Tage jeweils ein paar Stunden am Stück Zeit und Konzentration.

 

Damit sind wir auch schon beim derzeitigen Hauptthema:

 

Fand ich es in der Vergangenheit schwierig, eine Fünfzig-Prozent-Stelle ohne Überstunden machen zu können und mich auf das Studium zu konzentrieren? Nun ja… Es freut sich wohl irgendwie jeder Arbeitgeber, wenn so viel wie möglich umsonst zusätzlich gearbeitet wird. Zumindest unternimmt er nichts, um seine Arbeitnehmer davor zu bewahren. Das heißt (und das wusste ich natürlich schon lange), es ist die Aufgabe des Arbeitnehmers darauf zu achten, den Arbeitsvertrag einzuhalten. Und je motivierter man als Angestellte ist und je besser man den Aufgaben gerecht wird desto schwieriger wird es anscheinend, keine Überstunden zu machen.

 

Ich muss mir immer wieder die Prioritäten in den Kopf rufen: Der Abschluss hat Vorrang. Ich muss also dafür sorgen, gut zu studieren.

 

Ich lehne mittlerweile vermehrt Termine an meinen freien Tagen ab, schicke Termineinladungen für später in der Zukunft liegende Zeiten und setze mir Blocker in meinen Dienstkalender, um zu meinen Aufgaben zu kommen. Das wird nicht gerne gesehen. Aber wenn ich das nicht tue, habe ich bald an fünf Tagen in der Woche zehn Stunden lang am Stück Termine. Das ist wirklich ein Problem und ich denke auch über Arbeitsorganisation im Allgemeinen nach. Es ist eine schwierige Aufgabe, alles Nötige abzusprechen, aber nur so viel zu sprechen, dass man auch noch zur Umsetzung des Besprochenen kommt. Ich frage mich, ob das überall in der IT so ein Problem ist.

Naja und ich frage mich wie ich es schaffe, dass meine Kollegen daran denken, dass ich beispielsweise eine Aufgabe, die ich am Mittwoch bekomme, nicht in fünf Tagen erledigen kann, wenn der nächste Tag schon mit Meetings voll ist und ich dann erst am nächsten Mittwoch wieder arbeite.

 

Außerdem erledige ich Aufgaben weniger gut, wenn ich keine Zeit vom Studium abzwacke, um sie zu erledigen. Man ist aber halt mittlerweile eine hohe Qualität von mir gewohnt.

 

Ich will ja auch Alles in guter Qualität erledigen und habe so viel Spaß an der Arbeit. Es ist nur rein rechnerisch / logisch nicht möglich, alle Aufgaben in der verfügbaren Zeit gut zu erledigen.

 

Ich kam gut voran im Studium. Dann habe ich vorletztes Wochenende elf Stunden gearbeitet und seitdem hole ich schon wieder Dinge im Studium nach und stelle fest wie ich Dinge überspringe oder vermehrt quer lese, um wieder im Plan zu sein. Ich habe mir also letztes Wochenende strikt verboten zu arbeiten, wohl wissend dass ich meine Aufgaben für nächste Woche auf Arbeit nicht erledigt haben werde.

 

Zum Studium aber jetzt nochmal:

 

Zurzeit bearbeite ich mit einer Freundin zusammen das Modul „Theoretische Informatik und mathematische Logik“. Es ist ein schönes Modul mit super tollen Themen, die viel Spaß machen.

 

Ich hatte damit gerechnet, dass die erste Lektion reine Wiederholung der Aussagenlogik ist. Dies ist aber nicht der Fall. Es sind tolle Vertiefungen dabei. Naja und es sind Inhalte dabei, bei denen nicht ganz klar ist, ob sie wirklich in das Kapitel mit der Aussagenlogik gehören. Ich habe da noch kein abschließendes Urteil zu gefällt, da mir noch vertieftes Wissen fehlt. Leider werden die Zusammenhänge, die der ja leider auch unbekannte Autor des Skripts darstellt, nicht durch Quellen belegt und ich finde auch sonst keine Quellen mit den Behauptungen des Autors. Ich weiß also noch nicht, ob es geniale Zusammenhänge sind, die der Autor neu gefunden hat (ich finde die Zusammenhänge zumindest plausibel) oder ob es einfach falsch ist.

 

Die zweite Lektion über die Prädikatenlogik hatte ich zuerst übersprungen und mir letztes Wochenende zwei Bücher zu dem Thema angeschaut. Denn ich war hier auf eine solide Einführung in die Grundlagen angewiesen, um die Lektion gut zu verstehen. Ich kann hierzu noch nicht viel berichten. Die Bearbeitung dieser Lektion ist für nächstes Wochenende geplant.

 

Bis die Literatur zur Prädikatenlogik eingetroffen war, habe ich die dritte Lektion über die endlichen Automaten und regulären Ausdrücke gelesen. Das Thema ist extrem spannend und ich kann es kaum erwarten, diese Lektion mit meiner Kommilitonin zusammen durchzuarbeiten.

 

Ansonsten bin ich sehr gespannt wie es weitergeht mit dem Modul. Die Themen, die noch kommen, sind alle toll. Ich hoffe, die Klausur wird nicht zu schwer. Ich werde für diese Klausur viel üben vorher, da ich befürchte, dass es wie bei Mathe eine mit Zeitproblemen für mich werden kann.

 

Wenig Lust, wirklich sehr wenig Lust habe ich auf die beiden Module zu den Webanwendungen, die danach bei mir anstehen. Aber ich hatte schonmal darüber gejammert. Ich lasse das jetzt und werde im neuen Jahr berichten wie gut es funktioniert, den Inhalt einfach auswendig zu lernen und in den Klausuren wiederzugeben. Drückt mir die Daumen!

4 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Zitat

Leider werden die Zusammenhänge, die der ja leider auch unbekannte Autor des Skripts darstellt, nicht durch Quellen belegt und ich finde auch sonst keine Quellen mit den Behauptungen des Autors. 

 

Für was brauchst nen Beleg? Ich fand das Skript eigentlich gut geschrieben , und hätte ausser ein paar Nitpicks auch wenig Kritik zum eigentlichen Inhalt.

 

Falls Du für irgendwas belegende / weiterführende Quellen brauchst, gib kurz Bescheid, da sollte ich genug finden können :)

Und evtl. ist dir ja auch was aufgefallen, wo ich drüber gelesen habe.

 

Generell ist es in dem Skript sinnig halbwegs linear durchzugehen.Prädikatenlogik ist eine Erweiterung der Aussagenlogik und Automaten bauen auf der Prädikatenlogik auf.

 

Das Skript ist eher dicht, an diversen Stellen hätte man deutlich mehr schreiben können, da das Skript aber wirklich eine Menge Stoff umfasst, musste wohl irgendwie eingegrenzt werden. Man könnte aus jeder der Lektionen ohne Probleme nen 5 ECTS Kurs machen.

Es gibt aber IMO einen guten Einstieg und Grundlage, um sich bei Bedarf tiefer einzulesen.

 

Bearbeitet von DerLenny
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Vielen Dank, @DerLenny! 👍

 

Ich schreibe dir eine PN. Spätestens Freitag. Ich habe drei volle Arbeitstage vor mir. Aber vielleicht klappt es mal in der Mittagspause oder abends noch. Je nachdem wie ausgelastet der Hund ist… 🦮

 

Schonmal so viel: Es geht um den Zusammenhang von dreiwertiger Logik und dem && in Java. Es gibt da auch eine schwierige Formulierung zur Kommutativität, die aber für mich gar nicht das hauptsächliche Problem ist. Ich glaube, das ist nur eine Sache der Formulierung. Es geht mir mehr um den generellen Zusammenhang.

 

 Ich schreibe dir und freue mich sehr auf den Austausch!

 

Liebe Grüße und schönen Abend noch 🙂

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Ich glaub, ich weiss, worauf die raus willst. Das in der Punkt, der mich an dem Skript auch gestört hat.

Das Skript tut so, als ob der Unterschied zwischen logischen Operatoren und bitweisen Operatoren nur die Auswertung ist.

 

In Java stimmt das so halbwegs, da es hier eine extra Behandlung für & bei boolschen Operanden gibt, um eine ähnliche Verarbeitung wie in C zu erlauben.

 

Siehe "15.22.2. Boolean Logical Operators &, ^, and |" der Java Language Definition.

 

 

Bearbeitet von DerLenny
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Am 14.11.2022 um 15:07 schrieb DerLenny:

Ich fand das Skript eigentlich gut geschrieben , und hätte ausser ein paar Nitpicks auch wenig Kritik zum eigentlichen Inhalt.


Ich bin am Ende des Skripts jetzt und halte es auch für eines der guten Skripte der IU. Mir sind keine Fehler und keine Plagiate aufgefallen. Die Freude an den schönen Themen wird einem durch das Skript nicht gemindert.

 

Didaktisch finde ich es an vielen Stellen nicht so toll. Das liegt aber, glaube ich, vor allen Dingen wieder an der Menge der Themen auf so engem Raum.  Ein kleiner Absatz kann hier wieder jede Menge Recherche erfordern, bis ich es verstanden habe. Allgemein muss ich extrem viel zusätzlich lesen und verstehen. Manchmal kommt mir Vieles runtergeschrieben vor, sodass ich mir für fast alle Lektionen eine Struktur angelegt habe, um einen Überblick zu haben, was genau ich eigentlich lerne. 

 

Ja, aber ansonsten finde ich das Skript wirklich gut und bin sehr zufrieden mit dem Modul.

 

Ein Rätsel bleibt nur offen: Bin ich zu doof, die Quelle mit den Abbildungen zu finden oder ist das Skript die Quelle mit den Abbildungen? In anderen Skripts hieß es dann „eigene Darstellung“. Hm…

 

Jetzt muss ich noch die letzte Lektion beenden und dann: LERNEN und ÜBEN! Und zwar viel!!!

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