Blog Fernstudienakademie

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
  • Einträge
    133
  • Kommentare
    1.411
  • Aufrufe
    9.415

Sachbuchautorin Annja Weinberger im Interview: "Von Verramschen keine Rede!" (Teil 1)

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
Fernstudienakademie

64 Aufrufe

In diesem Blog gab es ja immer wieder Interviews mit „Buchmenschen“, so z.B. mit den AutorInnen Sabine Kanzler, Birgit Ebbert und Markus Jung bzw. mit der Lektorin Jutta Cram.

Jetzt soll eine weitere Autorin zu Wort kommen, nämlich Annja Weinberger, die eine ganze Menge Ahnung vom Thema Marketing hat und angehenden AutorInnen sicherlich noch viele gute Tipps mit auf den Weg geben kann.

Anne Oppermann: Frau Weinberger, können Sie sich vielleicht einmal kurz vorstellen?

Annja Weinberger: Gerne, liebe Frau Oppermann. Ich unterstütze kleine Unternehmen, die gerade mit dem Gewinnen von mehr oder aber besseren Aufträge feststecken und mit professioneller Hilfe das volle Potenzial aus ihres Unternehmens entfalten wollen. Viele meiner Kunden befürchten, sich mit aktiver Akquise aufzudrängen oder anzubiedern. Wenn sie von meinem VIVA Akquise System erfahren, sind sie heilfroh, dass es sehr effiziente Wege der Kundengewinnung und Kundenbindung gibt, die sie als angenehm erleben.

Für Werbung, PR und Marketing engagiere ich mich schon seit gut 25 Jahren – als Texterin und Marketing-Beraterin – angestellt und in eigener Agentur.

Lange Zeit habe ich im Ausland gelebt und gearbeitet. Inzwischen bin ich solo-selbständig und arbeite mit freien Kooperationspartnern für Design, Programmierung etc. Meine Agentur für Authentische Kommunikation ist erst seit knapp 2 Jahren in Deutschland am Markt. In der Zeit ist es mir gelungen, so etwas wie „von Null auf festen Kundenstamm und sehr guten Umsatz“ auf die Beine zu stellen.

A.O.: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Bücher zu schreiben?

A.W.: Mein erstes Buch „Flyer – optimal texten, gestalten, produzieren“ geht auf ein Seminar zurück, das ich mehrfach mit einer Grafik-Kollegin gehalten habe. Uns war aufgefallen, dass es zu diesem recht speziellen Thema noch nichts auf dem deutschen Markt gibt. Eine Marktlücke mit einem Fachbuch zu füllen, macht besonders Freude.

A.O.: Was macht Ihnen beim Schreiben besonders viel Spaß – was aber vielleicht auch weniger?

A.W.: „Nie wieder!“ habe ich nach dem ersten Buch gesagt. Wochenlang alleine vor dem Computer sitzen. Recherchieren, am Konzept arbeiten, 164 Seiten strukturieren, täglich ungefähr fünf Seiten schreiben, überdenken, korrigieren, das Layout begleiten … Das hat bei meinem ersten Buch von der Exposé-Phase bis zur Abgabe der druckfähigen Datei rund sechs Monate gedauert. Ein halbes Jahr, in dem nicht allzu viel andere Arbeiten möglich waren.

Die Zeit möchte ich dennoch nicht missen. Das Tüfteln am bestmöglichen Konzept, am Aufbau, an den Formulierungen, an der Frage: Wie erklär ich das am besten? Phasenweise war ich in einem regelrechten Schreibrausch. Immer getrieben von dem Wunsch, mein Erfahrungswissen so weiterzugeben, dass der Leser davon nicht erschlagen wird, sondern wirklich jeder – egal welche Vorkenntnisse vorhanden sind – davon profitieren kann. Ich wollte ein Buch schreiben, mit dem jeder einen erfolgreichen Flyer planen und texten kann und die typischen Fehler vermeidet. Diese Herausforderung hat mir Spaß gemacht.

A.O.: Wie sind Sie bei der Verlagssuche vorgegangen? Oder kam der Verlag auf Sie zu?

A.W.: Für das Flyer-Buch war es recht leicht, einen geeigneten Verlag dafür zu finden (Stiebner). Zwei, drei Absagen von anderen Verlagen gab es zwar. Mit der Begründung, die Zielgruppe sei zu klein. Aber Stiebner – als Verlag, der sich auf günstige Bücher rund um Design und Kommunikation spezialisiert hat – ist mit einer für Fachbücher üblichen Auflage von 2000 Stück gestartet und auch in der jetzt dritten Auflage ist von „Verramschen“ noch keine Rede.

Mein zweites Buch „Corporate Identity – Großer Auftritt für kleine Unternehmen“ ist mir als Thema von meinem Verlag vorgeschlagen worden. Und siehe da: Wieder wurde eine Lücke abgedeckt. Denn bisher gab es nur ein deutschsprachiges Buch genau zu diesem Thema, das sich allerdings als wissenschaftliche Studienarbeit präsentierte. Ich wollte aber wieder einen Ratgeber schreiben, dessen Leitfäden und Tipps die Leser sofort in die Praxis umsetzen können.

A.O.: Sie haben mir mal „gestanden“, dass Sie nach Ihrem ersten Buch erst einmal eine gewisse Pause brauchten, weil das Schreiben doch eine eher „einsame“ Angelegenheit sei. Was kann man als Autorin denn dagegen tun, dass man nur noch alleine an seinem Schreibtisch vor sich hin brütet?

A.W.: In meinem zweiten Buch habe ich es bewusst etwas anders angepackt. Und die Umsetzung ging auch viel schneller von der Hand. Corporate Identity ist ein Thema, an dem viele Gewerke beteiligt sind. Also habe ich Kooperationspartner gebeten, Gastartikel zu schreiben, und andere habe ich interviewt. Dadurch war ich häufig im Austausch – per Telefon und E-Mail, weil ich zu dieser Zeit noch in Syrien lebte. Aber immerhin.

A.O.: Sie stellen in Ihren Büchern viele interessante Unternehmen mit ihren ganz individuellen Marketingstrategien vor. Handelt es sich dabei eigentlich um Ihre Netzwerkpartner? Hat sich durch diese Präsentationen in Ihrem Buch der Kontakt zu den vorgestellten Unternehmen noch weiter intensiviert?

A.W.: Viele der vorgestellten Unternehmen habe ich selber als Marketing-Beraterin und Texterin betreut oder sie sind mir positiv aufgefallen, und ich habe einfach Kontakt mit den Unternehmen und den Kommunikationskollegen aufgenommen. Ich freue mich immer, wenn auch andere sich die Beratung kleiner Unternehmen auf die Fahnen schreiben. Denn nichts ist enttäuschender, als wenn ein Selbstständiger bei einer Agentur landet, die eigentlich lieber mit den Großen arbeiten würde. Viele Kollegen zähle ich heute zu meinem Kooperationsnetzwerk – Grafik Designer, Programmierer, Fotografen, Marktforscher, Stilberater … Wie häufig und intensiv ich mit ihnen arbeite, ist sehr unterschiedlich.

Teil 2 dieses Interviews, in dem Frau Weinberger jede Menge Tipps rund ums Buchmarketing bereit hält, kommt übrigens im nächsten Blogbeitrag!


Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0


0 Kommentare


Keine Kommentare vorhanden

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
  • Aktuell beliebte Blogbeiträge

    • graphita
      Von graphita in Zu Zweit zum Bsc - Wiwi an der FernUni Hagen 8
      Guten Morgen,
      ein bisschen hab ich überlegt, jetzt habe ich mich doch entschlossen einen Blog zu beginnen.  
      Mit Sommersemester 2017 beginne ich an der Fernuni Hagen Wirtschaftswissenschaften zu studieren. Der Blog hat aber den Titel "zu zweit", jetzt die Erklärung warum: mein Verlobter, in 6 Tagen mein Ehemann, und ich haben beschlossen gemeinsam zu studieren.
      Wir arbeiten beide Vollzeit, deswegen werden wir in Teilzeit studieren. Ich möchte euch mal unsere Ausgangssituationen schildern.  
      Vor allem mein Verlobter sucht schon länger nach einer Weiterbildungsmöglichkeit. Woran ist es bisher gescheitert? Die Kosten. Und die Zeit. Mein Verlobter arbeitet im Öffentlichen Dienst und hat 10 Stunden Tage, die um 6 Uhr beginnen. Dh wir stehen um 5 Uhr auf, entsprechend müde ist man am Abend und fällt ins Bett. Da am Abend noch von 17-21 Uhr in der Schule oder FH zu sitzen... nicht realistisch. Und die gemeinsame Zeit wird auch nochmal weniger. 
      Ich selber arbeite an einer FH, ich habe nach der Schule schon an der Uni Wien studiert, aber das Leben kam dazwischen und habe mein Studium nicht abgeschlossen. Es war aber auch einfach das falsche Fach, egal. 
      Warum die Fernuni Hagen? Wie gesagt, Thema Weiterbildung war ein paar mal am Tisch. Wir sind beide erst in den 30igern, wir wollen mehr. Aber was tun? Ich selber habe Matura (also Abitur), mein Verlobter hat eine abgeschlossene Berufsausbildung und ist seitdem berufstätig. Im November 2016 bin ich das Thema nochmal angegangen, es musste ja etwas geben, was wir machen können. Und da landete ich auf www.fernstudien.at. 
      Ich war sofort Feuer und Flamme als ich festgestellt habe, dass mein Verlobter auch studieren könnte! Ich hab im Studienzentrum angerufen um abzuklären, ob ich eh nichts falsch verstanden habe und ob mein Verlobter tatsächlich mit Berufsausbildung (KFZ Mechaniker und Elektriker) studieren könnte. Ja, kann er! 3 Jahre Berufstätigkeit hat er ja locker erfüllt! 
      Ich hab ihm davon erzählt und es war beschlossen. Wir werden gemeinsam studieren. Er leitet seit 5 Jahren ein Referat, da hat er sich Wirtschaftswissenschaften für sich ausgesucht. Ich hab gesagt, ich mache auch Wirtschaft, ich würde gerne unterrichten, vielleicht hab ich an meinem Arbeitsplatz später eine Chance auf einen kleinen Lehrauftrag. Wir werden sehen. 
      Wir werden unsere Prüfungen in Linz machen, von Wien brauchen wir ca 2 Std hin. In Wien werden auch zusätzliche LVs im Studienzentrum angeboten, daran wollen wir auch teilnehmen. 
      Ich freue mich einfach auf den Start! 
      So, das war es für´s erste. Bis ganz bald!
       
    • Forensiker
      Von Forensiker in Projekt Master 8
      Hallo liebe Blogleser,
       
      hier ganz druckfrische Informationen aus meinem Mitarbeiterentwicklungsgespräch:
      Der Master geht von Arbeitgeberseite her klar!
       
      Für die Pflicht-Präsenztage bekomme ich Dienstbefreiung, das Anerkennungs-Praktikum darf ich in unserer Einrichtung absolvieren (falls von Seiten der Diploma/MEU zulässig) und die Masterarbeit darf ich auch hier schreiben. Außerdem wird mir unser Ltd. Psychologe während des Studiums für fachliche Fragen zur Seite stehen.
      Nur Geld gibt´s keines. Womit ich aber leben kann, da die Studiengebühren ja als Werbungskosten geltend gemacht werden können.
       
      Jetzt bleibt nur noch die Hürde, in den Studiengang aufgenommen zu werden. Genaue Infos gibt es aber leider noch nicht. Die Diploma geht davon aus, dass es in zwei Wochen soweit sein wird.
       
       
      Drückt mir die Daumen!
       
      So long...
      Forensiker
    • csab8362
      Von csab8362 in Mein Weg zur BILDUNGswissenschaft 6
      Für mein Biwi Fernstudium in Hagen habe ich mich nun extra bei Facebook angemeldet um etwas auf dem laufenden zu sein. Obwohl ich kein grosser Fan von Facebook bin, aber naja man muss irgendwie mit der Zeit gehen.
      Jedenfalls habe ich heute gesehen, dass sich der Modulplan jetzt verändert, und weiß noch nicht wie ich das für mich einordnen sollte. Modul 1d war Statistik und auf das habe ich mich eigentlich schon sehr gefreut das wird jetzt irgendwie so ähnlich im zweiten Abschnitt behandelt und dafür fallen die Psychologiemodule heraus. Gerade auf die hätte ich mich so richtig gefreut, anstelle gibt es jetzt irgendwelche Medienmodule.
      Irgendwie alles ein wenig frustrierend, da ich mir mit Planänderungen immer sehr schwer tue. Und wie mache ich das jetzt? 
      Wenn ich drei einser Module habe kann ich die zweier machen vielleicht geht sich dann das Psychomodul doch noch aus, aber dann hätte ich kein Statistikmodul (keine Ahnung ob das überhaupt geht). Ich glaube ich muss mal beim Studienzentrum vorbei, hoffentlich hat meine Betreuerin so starke Nerven mit allen Fragen die ich habe.
      Bearbeitet wird von mir gerade 1b und 1c und naja meine Begeisterung darüber hält sich in Grenzen. 1b (Bildung und Gesellschaft) geht noch, das kann mich irgendwie zumindest ein wenig interessieren, aber 1c ist sowas von mühsam, wenn ich eine Seite gelesen habe, und auf die nächste Seite blättere habe ich die vorige garantiert schon wieder  vergessen. 1c Bildung Arbeit und Beruf hat für mich zuerst wahnsinnig interessant geklunken, aber es ist für mich zu trocken, vielleicht weil ich null Bezug dazu habe, wie das deutsche Bildungssystem aufgebaut ist.
      Bleibt nur noch zu fragen:
      Alle Klarheit beseitigt?