Springe zum Inhalt
  • Einträge
    42
  • Kommentare
    276
  • Aufrufe
    2.253

Seminarbericht Impulse "Psychologischer Berater"

Anmelden, um zu folgen  
Markus Jung

1.047 Aufrufe

Am vergangenen Wochenende war ich in München, um mein erstes Seminar im Fernlehrgang zum Psychologischen Berater bei Impulse zu absolvieren.

Nun fragt sich vielleicht mancher, warum ich denn zum Seminar von Köln bis nach München gefahren bin. Nun, Impulse bietet in der Tat auch Seminare hier in der Nähe an (zum Beispiel in Wuppertal), aber da ich an den Wochenenden oft verplant bin, war kein passender Termin für mich dabei. Außerdem habe ich Familie in München, so dass ich das Ganze mit einem kleinen Urlaub verbinden konnte.

Das Seminar fand im Schulungsraum einer Apotheke statt. Wir waren fünf Teilnehmer (außer mir alle weiblich) und die Dozentin war eine erfahrene Heilpraktikerin, die im Bereich Psychotherapie tätig ist und auch Psychologie studiert hat. Aufgefallen ist mir, dass die Dozentin einen Blumenkübel mitgebracht hatte, um für eine gute Atmosphäre zu sorgen. Dazu haben außerdem auch ihre beiden Hunde beigetragen.

Es standen die beiden Themen "Entwicklungspsychologie" und "Persönlichkeitspsychologie" auf dem Programm. Ich hatte über diese im Vorfeld des Seminars einen Überblick geschrieben.

Nun war es aber zum Glück nicht so, dass die Hefte stur der Reihe nach durchgearbeitet und wiederholt wurden. Das hätte dann wenig gebracht, auch weil alle Teilnehmer gut vorbereitet waren und die Hefte durchgearbeitet hatten.

Vielmehr hat die Dozentin Schwerpunkte gesetzt, Rücksicht auf die Wünsche der Teilnehmer genommen, und sehr viele Einblicke in die Beratungspraxis aus ihrer langjährigen Erfahrung geboten und damit verbunden auch immer wieder Hinweise, worauf bei der Beratung zu achten ist.

Übrigens kam auch gleich zu Beginn der Hinweis, wo die Grenzen der Beratung liegen und dass diese doch oft recht schnell erreicht sein können, so dass der Verweis an einen Psychotherapeuten oder einen Heilpraktiker Psychotherapie nötig sein kann. Und dass es durchaus Sinn machen kann, sich nach dem Abschluss des Psychologischen Beraters in diese Richtung weiter zu entwickeln.

Es gab auch einige Tipps dazu, wie mit den Heften am Besten gelernt werden kann und wie die Vorbereitung auf die Abschlussprüfung empfohlen wird.

Mein Fazit: Für mich hat sich die Teilnahme an dem Seminar auf jeden Fall gelohnt, auch wenn die Themen jetzt für die Bildungsberatung noch nicht so relevant waren. Für mich war aber das Besondere, dass die Inhalte der Studienhefte zum Leben erweckt wurden, indem aufgezeigt wurde, wie diese in der Praxis angewendet werden können und dies an vielen Beispielen erläutert wurde - die zum Teil sehr eindrücklich waren und auch nicht ganz spurlos an mir vorbei gegangen sind.

Unter anderem haben wir auch eine Übung gemacht (Teilnahme freiwillig!), bei der wir auf unsere ersten Erinnerungen aus der Kindheit geblickt haben. Die Atmosphäre in der Gruppe war so vertrauensvoll, dass alle dabei mitgemacht haben und es ist erstaunlich, was bei dem Einzelnen so passiert ist und wie es sich auf Entscheidungen und Entwicklungen im späteren Leben ausgewirkt hat.

Besonders hervorheben möchte ich auch das Engagement der Dozentin, die sehr intensiv auf alle Fragen und Wünsche der Teilnehmer eingegangen ist und auch nicht auf die Uhr geschaut hat, was die Seminarzeiten anging.

Nach 1,5 Seminartagen (Samstag komplett, Sonntag nur ein halber Tag) habe ich das Seminar recht nachdenklich und mit vielen Eindrücken verlassen.

Ich freue mich schon auf die beiden noch folgenden Seminare, auch wenn sich für diese bei mir schon wieder Terminprobleme abzeichnen, so dass ich sie vielleicht nicht beide in München besuchen kann. Das wäre dann schon schade, weil ich es doch für sinnvoll halte, möglichst bei einem Dozenten bzw. einer Dozentin zu bleiben. Wobei es vielleicht auch interessant sein kann, jemand anderes kennen zu lernen, um vergleichen zu können.

Update 7.8.2013:

Heute habe ich von Impulse die Einladung zu einer Online-Umfrage erhalten, in der um eine Rückmeldung zum Seminar hinsichtlich Organisation und Inhalte gebeten wurde.

Anmelden, um zu folgen  


7 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Das hört sich wirklich nach einem gelungenen Seminar an. Hoffentlich kannst du es dir einrichten, dass du die nächsten Seminare doch in München wahrnehmen kannst!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Hoffentlich kannst du es dir einrichten, dass du die nächsten Seminare doch in München wahrnehmen kannst!

Mal schauen, wenn nicht habe ich einen Vergleich, was die Dozenten angeht. Das wäre auch interessant.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ich finde es sehr schwer "erste Erinnerungen aus der Kindheit" festzulegen. Grübel da nun schon zwei Bahnfahrten lang rum. :blushing: Viele Erinnerungen sind "fotogestützt" und da bin ich der Meinung, dass die Erinnerung Großteils auf Erzählungen beruht und nicht bewusstes Erleben meinerseits. Hat die Dozentin euch Tipps gegeben, was als "erste Erinnerung" in diesem Zusammenhang zählt? Magst du mir verraten, aus welchem Alter die ersten Erinnerungen in eurem Kurs stammen? Ich glaube mich an Dinge in einem Urlaub vor der Grundschulzeit zu erinnern und die Angst an dem Tag, als der Zahnarzt in den Kindergarten kam und ich mich erst im Spülschrank versteckt habe und mich dann geweigert habe den Mund aufzumachen. :blink:

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Viele Erinnerungen waren aus der Kindergartenzeit oder sogar davor und es zeigte sich, dass es sich mitunter schon um recht prägende Ereignisse gehalten hat. Ob es sich tatsächlich immer um original eigene Erinnerungen handelt, oder um solche, die durch Erzählungen gestützt sind, lässt sich vermutlich nicht mit Sicherheit sagen und es kommt vermutlich auch gar nicht darauf an, ob es wirklich die erste Erinnerung ist, sondern dass es sich um die handelt, die jetzt zuerst ins Bewusstsein tritt. Also bei die die Situation mit dem Zahnarzt würde dann durchaus passen und es könnte jetzt überlegt werden, warum dir gerade diese in Erinnerung ist, ob sie typisch für dich bzw. dein Verhalten als Kind war, aber auch wie damals mit dir bzw. deiner Angst umgegangen wurde seitens der Betreuer im Kindergarten, des Arztes oder auch hinterher deiner Eltern usw.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Guten Abend Herr Jung, ich Interessiere mich sehr für das Fernstudium Psychologischer Berater/ Personal Coach bei der Impulse. eV. Da ich in Wuppertal wohne, ist dies natürlich die Gelegenheit, auf Grund der Seminare. Ich bin aber innerlich noch am zögern, da ich noch einige Fragen habe. Ich bin Altenpflegerin und möchte beratend den Teams zur Seite stehen und zielorientiert gemeinsam Lösungen finden. Gerade in der Pflege entstehen durch die vielen Veränderungsprozesse und der Überforderung eine so genannte erhöhte Ausfallrate! (Burn-Out)!! Ist dieses Studium dann das richtige für mich? Sie haben ja schon Einblick in alle Hefte bekommen. Mir ist es sehr wichtig das ich viel über Probleme - Ziele- und deren Maßnahmen erlerne.

Ich habe 2011 auf Grund Ihrer Empfehlungen den Fernlehrgang "Dozent in der Erwachsenenbildung" bei der Fernstudienakademie Münster (Dr. Gereon Franken) absolviert. :thumbup: Deswegen ist mir auch Ihre Meinung- Bewertung sehr wichtig, zumal Sie ja auch sehr experimentierfreudig an die Sache ran gehen.

Vielen Dank im voraus, herzlichen Gruß

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Hallo,

für meinen Eindruck hat der Lehrgang einen größeren Schwerpunkt auf der Psychologie als auf der Beratung, was ich etwas schade finde.

Allerdings habe ich zwar alle Hefte erhalten, aber noch nicht alle Hefte gelesen, also auch noch keinen wirklich Einblick. Aber schon die Übersicht über die Themen der Hefte zeigt, wo die Schwerpunkte liegen.

Ich weiß, dass bei dem Lehrgang auch Teilnehmer dabei sind, die sich mit dem Thema Burn-Out beschäftigen, hier beratend tätig werden möchten und den Lehrgang dafür gut geeignet finden - gerade auch die Seminare.

Natürlich kommen Sie hier auch irgendwann an Grenzen, wenn zum Beispiel eine Erkrankung vorliegt, die Sie nicht therapieren dürfen, und das ist bei einem Burn-Out/Depression schnell der Fall. Schwerpunkt könnte dann hier vor allem die Prävention sein sowie eine Intervention bei ersten Anzeichen von Überlastung.

Hilft Ihnen das so weiter? Oder haben Sie noch andere Fragen dazu?

Viele Grüße

Markus Jung

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Kostenlos ein neues Benutzerkonto erstellen.

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden


×

Wichtige Information

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen: Datenschutzerklärung