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Erstes Fazit zum Ende der Testzeit

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TylerRae

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Ich nähere mich dem Ende meiner dreimonatigen Testphase, in der es möglich ist, aus dem Studium auszusteigen und sich die drei Studienbeiträge von der PFH zurückzahlen zu lassen (habe zum 1.1. angefangen). Daher denke ich, es ist Zeit für ein erstes Fazit.

Was habe ich in den drei Monaten geschafft, also testen können?

- Natürlich den Online-Campus

- Ich habe die Fernlehrbriefe für 3 von 4 Modulen für dieses Semester durchgearbeitet

- 1 Klausur geschrieben

- 1 Einsendeaufgabe eingeschickt (und damit 1 Softskills-Modul beendet)

- 2 Onlineveranstaltungen „besucht“ (Einführung in das Studium, Systemische Strategieentwicklung)

Zum Online-Campus:

Der Online-Campus ist sehr nüchtern gestaltet, aber umfangreich. Neben An- und Abmeldungen zu Klausuren, Onlineveranstaltung und Präsenzen ist es möglich, alle Informationen/ Dokumente vom Prüfungsamt einzusehen, natürlich auch alle bisherigen Prüfungsergebnisse. Alle Fernlehrbriefe stehen zum Download bereit, genau wie Übungsaufgaben und Einsendeaufgaben, Video- und Audiomitschnitte von virtuellen Veranstaltungen. Es gibt außerdem ein Forum.

Die Funktionen erklären sich von selbst, nach ein bisschen Suchen am Anfang kam ich mit dem Campus sehr gut klar. Das Forum ist leider sehr…. tot. Insbesondere im Master-Unterforum ist teilweise seit Jahren nichts passiert. Das liegt, denke ich, u.a. daran, dass ein Austausch über Klausuren nicht erwünscht ist. Aber dazu später mehr.

Was mir sehr gut gefällt und was ich intensiv für die Zusammenfassungen zur Klausurvorbereitung nutze sind die PDF-Fernlehrbriefe. Zum Durcharbeiten nutze ich lieber die Offline-Version.

Die Fernlehrbriefe:

Im Schnitt gibt es für jedes Modul 3-4 Hefte. Davon ausgenommen sind die FLBs zu den Soft Skills. Diese stammen vom Hogrefe Verlag und ein Heft ist immer ein Softkills-Modul (zu je 2 ECTS).

Die Qualität ist wie bei vielen anderen Anbietern unterschiedlich, da vom Autor abhängig. Sehr gut gefallen mir die Hefte von Frau Prof. Dr. Mörstedt und das Heft vom Hogrefe Verlag. „Internationale Unternehmensbeziehungen“ (International Management) dagegen war… naja. Nett formuliert, reichte es nicht an die Qualität der Anderen heran. Dieses Heft wurde jedoch inzwischen überarbeitet und ist vor ein paar Wochen in neuer Auflage erschienen.

Grundsätzlich bin ich mit der Qualität aber zufrieden.

Die Klausur:

Ich habe die Klausur in „International Management“ in Berlin geschrieben. Insgesamt waren wir eigentlich drei Prüflinge, wovon zwei jedoch nicht kamen. So schrieb ich meine Klausur alleine, die Betreuung an dem Tag wurde sozusagen nur für mich gestellt.

Die Aufgaben waren ziemlich komplex und das Niveau lag schon sehr über dem von meinen Bachelor-Klausuren. Zur Vorbereitung konnte man nur die Aufgaben in den Heften und die Einsendeaufgaben (es gibt zu jedem Kurs welche, allerdings sind die meisten fakultativ) verwenden. Übungsklausuren oder alte Klausuren werden von der PFH nicht veröffentlicht. Der Grund dafür ist, dass die PFH vermeiden möchte, dass das „Niveau der Klausuren ständig angehoben werden müsste, weil ständig neue „Kniffs“ eingebracht werden müssten, damit sich die Klausuraufgaben nicht wiederholen“.

Ich persönlich finde die Begründung nicht ganz nachvollziehbar. Die Module bieten genug Themen, um in den Klausuren zu variieren. Jede Klausur wird zweimal im Semester angeboten, daher kann ich mir schon vorstellen, dass der Aufwand, zweimal eine komplett neue Klausur zu erstellen, hoch ist. Aber andere (Fern-)Hochschulen schaffen das ja auch. Ich hätte mir schon gewünscht, wenigstens eine Klausur, egal welche, mal zu sehen, um sich ein Bild über die Anforderungen zu machen.

Für die Korrektur der Klausuren gibt es eine Frist von 8 Wochen. Daher kann ich zur Benotung selbst noch nichts sagen, da ich die Klausur erst Ende Februar geschrieben habe.

Einsendeaufgabe:

Wie bereits geschrieben, gibt es zu jedem Kurs Einsendeaufgaben. Allerdings sind nur die EAs für die Softskills-Module verpflichtend.

Die Aufgaben sind ok, viel Wissensabfrage aber auch Transferleistung. Noten gibt es für diese nicht. Es gibt nur „bestanden“ oder „nicht bestanden“ und sie sind auch nur da, um ECTS-Punkte zu sammeln. Korrektur hat einen Tag gedauert und es gab auch ein bisschen Feedback in Form von wenigen Kommentaren zur eingesandten Lösung.

Onlineveranstaltung:

Die Veranstaltung „Einführung in das Studium“ ist für Master-Studierende verpflichtend. Der Termin wird als Präsenz in Stade, Göttingen und Berlin oder als Onlineveranstaltung angeboten. Ich habe mich für letzteres entschieden. Die zweite Veranstaltung war freiwillig und diente zur Vorbereitung der Klausur.

Über einen Telekonferenz-Anbieter habe ich mich mit dem Telefon eingewählt und online in die Veranstaltung eingeloggt. So war am Telefon der Dozent zu hören und auf dem Bildschirm gab es eine Präsentation.

Ich fand die Form der Veranstaltung sehr gut. Viele Fragen konnten geklärt werden und ich konnte gemütlich zuhause sitzen, während mein Kind oben seinen Mittagschlaf gehalten hat.

Alles in allem denke ich, haben mir die knapp drei Monate einen guten Einblick in die Abläufe und Anforderungen eines PFH-Studiums gegeben. Die Sache mit den (nicht) veröffentlichten Klausuren finde ich merkwürdig und hat mir auch ein paar Tage zu denken gegeben. Ich kann nicht mal genau sagen warum… Auch wäre für mich ab und zu noch mehr Flexibilität gut, insbesondere bei den Klausurterminen. Das wäre natürlich an der IUBH besser gewesen. Durch die Semesterplanung der PFH ist man sehr gebunden, was manchmal aber auch ein Motivationspusher sein kann (bei flexibleren Terminen könnte man ja mehr schieben). Mit meiner sechssemestrigen Variante hätte ich schon noch Luft für mehr, die 4-Semester-Variante ist mir allerdings wieder zu heftig für einen Berufstätigen mit Familie. Insbesondere, weil die PFH keine kostenlose Verlängerung wie die meisten anderen Anbieter gestattet. Ein Zwischending gibt es nicht. Alles in allem komme ich mit ca. 10 oder weniger Stunden pro Woche sehr gut hin.

Letztendlich sind dies aber eher kleine Minuspunkte für mich, die Sache mit der Flexibilität war mir ja auch vorher bekannt. Und es ist ja auch nicht schlecht, wenn man trotz Fernstudium noch Freizeit hat. :thumbup:

Das Ergebnis der Testphase lautet für mich also, dass ich meinen Master an der PFH fortführen werde. Dies liegt vor allem an dem engagierten Team der PFH, dem Niveau und dem Eindruck, dass die Hochschule tatsächlich daran interessiert ist, sich permanent weiterzuentwickeln (sei es inhaltlich oder organisatorisch).

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2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Super Bericht, vielen Dank. Ich habe diesen auch deshalb sehr aufmerksam, weil ich zur Zeit selbst überlege, vielleicht ein Studium an der PFH (Psychologie) zu beginnen.

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