Aus dem Leben einer Fernstudentin

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Lagebericht

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HannoverKathrin

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Durch Prawn inspiriert nehme ich mir nun endlich die Zeit den Blog-Eintrag zu schreiben den ich seit Wochen vor mir herschiebe.

"Der Lagebericht soll die derzeitige und zukünftige Situation des Unternehmens hinsichtlich der Chancen und Risiken darstellen. Es muss ein den „tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild“ vermittelt werden."

So, man ersetze Unternehmen durch mich...

Der vergangene Monat ist sehr gut verlaufen. Ich fühle mich "im Fernstudentenleben angekommen" und erkennen einen Rhythmus der mich motiviert und aktuell von mir noch nicht als Qual empfunden wird. Natürlich schwächel ich gelegentlich und denke "schon wieder lernen - würg", aber diese Tiefs sind immer schnell überwunden bzw. habe ich die Durchsetzungskraft mich trotzdem produktiv hinzusetzen.

Mit meinem Zeitplan bin ich sehr gut zurecht gekommen, ich habe sogar einen Vorsprung herausgearbeitet wodurch ich meine BUJ-Vorbereitung bereits beginnen konnte. Hierfür habe ich nun wesentlich mehr Zeit als ürsprünglich gedacht. Eine Erleichterung ist allerdings auch, dass das HGB verwendet werden darf und ich somit sehr viel nachschlagen kann und mir das Auswendig lernen spare. Ein klasse Tipp den ich aus der 1. Präsenz Ende Januar mitgenommen hatte.

Präsenzen haben die letzten 4 Wochen zu genüge stattgefunden. Da BUJ Jahresabschluss ja 2. Semester ist habe ich somit meine 1. Semester Wochenenden und die 2. Semesterwochenenden. Bedeutete 3 Wochenenden im Februar und 3 Wochenenden nun im März. Gott sei Dank sind es bei BUJ immer nur Quickies und meine Freitagsarbeitszeit musste nicht zu sehr leiden.

Die Präsenz in Mathe war wie erwartet hilfreich und angenehm. BWL war.... tja da fehlen mir die Worte... BWL war anders. Unser Prof ist eine einmalige Persönlichkeit und nach 10 Minuten überlegten einige die Präsenz zu verlassen (und niemals wieder eine zu besuchen). Nachdem man den Herren aber eine Zeit erlebte und somit besser einschätzen konnte, nahm man ihn wie er ist und konnte abwechslungsreiche Stunden verbringen. Außerdem gabs einiges zu lachen (ja ich hatte Tränen in den Augen). Was mich überzeugt hat, waren absolut hilfreiche Tipps für die Klausur. Alla "die Herren aus Hamburg sind richtige Definitions-Fanatiker" "Der SB ist eure Fibel" "Alles was ihr wissen müsst steht im SB und alles was im SB steht müsst ihr wissen" Dazu zählen auch so furchtlich abschreckende graftische Darstellungen (z. B. Proudktionsfaktoreinteilung von 5 verschiedenen Schlaubergern im Vergleich).

Meine Wochenlernzeit ist nüchtern betrachtet allerdings noch unbefriedigend. Ich baumel so zwischen 8 und 12 Stunden die Woche. Mehr habe ich damals nur wegen dem Mathevorbereitungskurs geschafft. Nun im normalen Wochenverlauf hänge ich klar bei 10 Stunden.

Meine Taktik geht allerdings soweit gut auf, für die Präsenzen lesen und markieren, bei der Prüfungsvorbereitung Zusammenfassungen erstellen. Durch die o. g. Hilfe des HGB, befürchte ich allerdings in eine Spirale zu gelangen mir zu wenig zu notieren.

Auf dem WebCampus war ich irgendwo auf n Link für Zusammenfassungen gestossen, und obwohl ich von sowas nichts halte, hat die Neugierde gewonnen und habe mir mal eine BUJ-Zusammenfassung angesehen. Das war um Längen ausführlicher als Meine. Somit bin ich nun sensibilisiert die nächsten 2,5 SB umfangreicher zusammen zu fassen und diesen "ach das weiß ich ja so"-Gedanken zu überhören.

Nach der Zusammenfassung und ein bisschen Pauken werde ich mich somit Anfang April an Übungsklausuren versuchen. Dann ist immernoch genug Zeit detailiert zu lernen. Aber vorher muss ich nun nächste Woche erstmal meine 1. Einsendeaufgabe machen. Für viele bestimmt was Normales, für mich aktuell noch was Besonderes :)

So, was gibts noch zu erzählen? Auf der Arbeit gabs n lustigen Zufall. Gerade nachdem ich die BUJ-SB am Wochenende beendet hatte und somit komplett über Jahresabschlüsse informiert war, musste/durfte ich am Montag Vormittag einen richtigen JA eines Lieferanten einscannen. Es hat vom Timing einfach super gestimmt. Nun habe ich genau die richtigen Dinge vor Augen wenn ich GUV-Rechnung oder Lagebericht höre. Diese optische Unterstützung hilft mir persönlich viel weiter. Denn nun finde ich diesen Stoff gar nicht mehr so theoretisch sondern habe die Praxis live erlebt.

Außerdem freue ich mich auf die Pressekonferenz meines Arbeitgebers und die Möglichkeit, dann die verkündeten Kennzahlen selbst nachzurechnen und die Bilanz und GUV selbst auszuwerten.

Also wenn es die nächsten Semester so weitergehen würde, wäre ich absolut happy und zufrieden ;)

Anbei noch ein Bild von meinem Schreibtisch. Ganz links sieht man das HGB mit seinen vielen bunten Kleberchen.


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1 Kommentar


Markus Jung

Geschrieben

Das hört sich doch alles seeehr gut an. Auch wegen der Wochenlernzeit würde ich mir an Deiner Stelle nicht so viele Gedanken machen, so lange Du inhaltlich gut voran kommst.

Wenn Du dann das Gelernte auch noch in der Praxis erlebst und anwendest, ist das doch echt der Optimalfall.

Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und Motivation.

Beste Grüße

Markus

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