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Wenn einem das Leben in die Quere kommt...

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Die meisten Blogs hier haben am Jahresende einen Rückblick auf ihr Jahr, wünschen allen Leser fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch und schreiben dann im neuen Jahr ihre Planung für das kommende Jahr. Tja... mein Blog hat das irgendwie diese Saison nicht geschafft. Daher geb ich mal einen kurzen Zwischenstand, was die letzten Monate so passiert ist:

Ich habe mich weiter mit Mathe II rumgequält... Die gute Nachricht: Integral- und Differenzialrechnung hab ich soweit verinnerlicht, dass ich es hoffentlich zur Prüfungsvorbereitung nur noch auffrischen muss. :) - Die schlechte Nachricht: Die nächste Prüfung ist Ende April (in Pfungstadt). Bis dahin sind die gelernten Sachen schon wieder ein halbes Jahr her. Ich hoffe, ich vergesse bis dahin nicht wieder alles.
Aktuell quäle ich mich mit Stochastik rum. Auf dem Gymnasium fiel mit das alles sehr einfach, aber die Hefte sind wirklich so unglaublich schlecht geschrieben, dass ich mir das meiste aus dem Buch von Herrn Walz und Youtube Videos zusammen reime...

Wenn ich daran denke, dass ich mit Mathe II Ende August angefangen habe, sieht man, wie viel ich derzeit vorwärts komme. Fast gar nicht. Und das liegt gar nicht mal daran, dass ich nicht motiviert wäre. Ich mache weiterhin jeden Morgen in der U-Bahn und meist abends noch etwas für das Studium.

Im November hab ich dann noch drei Wochen für Wissenschaftliches Arbeiten eingeschoben - das hat immerhin gereicht mit einer (für den Aufwand) akzeptablen Note das Thema abzuschließen. Außerdem will ich evtl. noch meinen BPP Bericht im Februar schreiben, so dass ich neben Mathe wenigstens ein wenig Fortschritt habe...

 

Tja, das waren die studentischen Angelegenheiten - aber irgendwie kommt mir in letzter Zeit immer noch das Leben zwischen das Studium. Weihnachten ist ja für mich sowieso immer das wichtigste Fest des Jahres, also hab ich da eine Woche Auszeit genommen. Die war auch nötig, weil unser Sohn natürlich pünktlich zu Weihnachten sein 3-Tage-Fieber bekam und Tag und Nacht unausstehlich war. Also haben meine Frau und ich halt mal ohne Schlaf die Tage verbracht und waren anschließend so fertig, dass dann auch meine Frau krank war und ich also alleine auf unseren Kleinen aufpassen durfte.

 

Nachdem dann Silvester vorbei war und alle wieder fit waren sind wir dann nach Bad Fallingbostel in den Viebrock Musterhauspark gefahren - unser Plan ist es ja, möglichst nach dem Studium ein Haus zu bauen und endlich etwas mehr Platz zu haben - evtl. auch für ein zweites Kind. Also haben wir uns dort die Häuser schon einmal angesehen um sich schon einmal vorzubereiten und zu überlegen, was man alles haben möchte / braucht, etc... Die Folge war, dass wir uns die nächsten Wochen durch diverse Hausanbieter-Kataloge getümmelt haben, Immobilienportale nach Grundstücken abgesucht haben und schonmal überlegt haben, wie wir so etwas finanzieren könnten. (Spätestens seit diesem Tag fällt mindestens einmal am Tag bei uns ein Satz, der mit "Wenn wir ein Haus haben..." anfängt...).

Dabei ist der Zeitrahmen relativ eng gesteckt: Damit unser Sohn ein Geschwisterchen haben kann, brauchen wir den Platz eines Hauses. Das sollten wir aber erst nach dem Studium bauen um nicht noch eine Baustelle neben Studium, Kind/Familie und Beruf zu haben. Das Studium geht aber bei wohlwollender Rechnung bis ins erste Quartal 2017 (bei meiner Mathegeschwindigkeit eher 2020). Gleichzeitig soll aber der Altersunterschied zwischen den Kindern nicht allzu groß werden. Möglichst weniger als drei Jahre (hieße also bis Anfang 2018). Wir müssten also in der zweiten Hälfte 2017 schon bauen / einziehen...

 

Und weil das alles nicht schon knapp genug ist, hat der Orthopäde meiner Frau auch gleich mal vergangene Woche einen dreifachen Bandscheibenvorfall der LWS diagnostiziert. Damit geht ihr das natürlich blendend... Heben und Tragen darf sie nicht - und das mit einem Sohn, der gerade das Krabbeln für sich entdeckt hat und nun munter die Welt erkundet. Von Katze bis Steckdose ist quasi nichts vor ihm sicher. Immerhin wurde ich damit für die letzten drei Tage krank geschrieben, so dass ich also permanent hinter dem kleinen Entdecker her laufen und ich von Steckdosen, etc. fernhalten konnte.

Das kann aber natürlich keine Lösung für die nächsten Wochen sein - aber hat mal jemand versucht kurzfristig eine entsprechende Hilfskraft zu bekommen? Der sogenannte "Mütternotdienst" hat die nächsten 2 Monate keine Kapazitäten. Da frage ich mich, in was für einer Not man stecken muss, damit man entsprechend voraus planen kann/muss?! Immerhin haben wir jetzt kurzfristig eine Haushaltshilfe gefunden, die ab nächster Woche aushilft, so dass wir nur diese Woche irgendwie überbrücken müssen.

 

Mittelfristig bringt das natürlich auch unsere Hausbauplanung durcheinander, weil meine Frau in einem Pflegeberuf arbeitet, also permanent Leute heben, tragen, etc. muss. Mit einem Bandscheibenvorfall wird sie das sicher keine 30 Jahre mehr machen. Also wird es Zeit für sie, sich beruflich entsprechend neu zu orientieren, was natürlich Umschulungen, Probezeit, etc. mit sich bringt... Noch dazu, wollen wir ja eigentlich unseren Sohn so wenig wie möglich in KiTas oder zu einer Tagesmutter "abschieben". Aber alles gleichzeitig geht wohl nicht...

 

Und so verbringe ich meine Tage derzeit mit tausenden Gedanken an Hausbau, Berufsplanung meiner Frau, Stochastik und "Nein"-Sagen, bzw. "Sag mal Katze!" ,etc. ("Danke" kann unser Sohn schon - auch, wenn er noch nicht wirklich weiß, was das Wort bedeutet, aber es ist derzeit sein Lieblingswort). Hoffentlich werden die nächsten Wochen ruhiger...

 

Ich wünsch Euch nachträglich einen guten Start in 2016 und dass Eure Träume in Erfüllung gehen!

LG
Flo

 

P.S.: Falls sich also hier jemand aus dem Großraum Hamburg findet, der Lust hat, mir bei Stochastik etwas Unterstützung zu geben oder mit mir gemeinsam leiden möchte, darf er sich gerne bei mir melden! :)


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2 Kommentare


Komme zwar aus dem Großraum Hamburg und lebe zurzeit im rheinischen Exil, und ich würde Dir beim Aufpassen des Entdeckers, beim Hausaussuchen, -planen, -bauen, Thesis schreiben etc. helfen. Aber ganz bestimmt nicht bei  - Stochastik!

 

Nachdem was bei Euch so passiert, ist es doch kein Wunder, dass Du wenig Kopf übrig hast fürs Studium! Auf dass es wieder ruhiger wird bei Euch und gute Besserung für Deine Frau!

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Manchmal muss man einfach Prioritäten setzen im Leben. Das ist halt so. Von daher - setz die Prioritäten so, dass sie für euch richtig sind. Das Studium läuft dir nicht weg.

 

Meld dich wenn du Hilfe bei irgendwelchen Modulen brauchst - naja, ausser Stochastik ^^

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      Forensiker
       
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      Von 0x6C23 in Fernstudium Abitur? Was dachte ich bloß... 1
      Hi!
       
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      Außerdem bin ich total undiszipliniert. 
       
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    • der Pate
      Von der Pate in Von Zuhause aus an der Merseyside studieren 8
      als Fernstudent ist man zu einem nicht geringen Teil Einzelkämpfer. Gerade in der Thesis kommt dies nochmal verstärkt hinzu, denn ausser dem Betreuer hat man ja eigentlich mit sonst Niemandem mehr zu tun. Ich habe ja in meinem letzten Blogbeitrag von meinem Problem bei der Thesis, bedingt durch mein berufliches und privates Umfeld, geschrieben. Seitdem sind ein paar Sachen passiert. Die Auflagen um die Verlängerung zu bekommen habe ich erfüllt. Mein Proposal ist fertig. Das Proposal ist für meine Master Thesis das, was das Expose für die Dissertation ist. Mein Betreuer hat mein Proposal erhalten und war sehr zufrieden, er hatte nur 3-4 kleine Anmerkungen die ich heute noch ausarbeite und dann passt es so. Durch das Proposal habe ich auch schon die theoretischen Grundlagen für meine Thesis fast fertig. Ich muss noch ein paar Dinge weiter ausarbeiten, aber das ist alles überschaubar. Mein Betreuer hat mir Mut gemacht und eventuell brauche ich die Fristverlängerung garnicht. Aber soweit möchte ich noch nicht denken, es steht ein Haufen Arbeit vor der Tür. Aber und das macht mir Mut, ich kenne den Betreuer aus einem Modul, als er dort mein Prof war und er hat einen sehr hohen Anspruch, seine erste Rückmeldung ist für mich auf jeden Fall ein Zeichen das ich, wenn ich so weiter mache, die Chance habe das Ergebnis zu erzielen, welches ich mir wünsche. Ich spüre endgültig das Tief hinter mir gelassen zu haben. Diese Woche habe ich jeden Tag bis frühs um 3 - 4 Uhr am Proposal gearbeitet und war den ganzen Tag voller Energie. Am WE werde ich etwas mehr schlafen und weiter an der Arbeit bleiben und wenn ich dann doch die Verlängerung brauche (sie nehmen zu können befreit mich) werde ich mich deswegen auch nicht verrückt machen.
      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.